Kapitel 97
Alina war eigentlich ziemlich verscfen gewesen, doch als sie die Worte von Penny h?rte, wurde sie
augenblicklich hellwach und sprang auf: ?Wo soll ich dich abholen?“
Penny war noch im Kindergartenalter, wieso sagte sie jetzt auf einmal, dass Alina sie abholen sollte?
Was war mit Penny los?
Im n?chsten Sekunde sagte Penny am anderen Ende der Leitung mit kindlicher Stimme: ?Am
Flughafen!“
Alina zuckte zusammen.
?Welcher Flughafen?“
?Der Flughafen von Ingford.“
Augenblicklich schoss der Blutdruck von Alina hoch und ihr wurde schwarz vor Augen.
?Das ist nicht wahr, ich muss mich verh?rt haben“, dachte sich Alina.
Doch obwohl sie ganz durcheinander war, war sie bereits aus dem Bett gesprungen und sagte: ?Warte
da auf mich!“
Ihr Herz schlug wild, und sie wagte nicht, das Handy aufzulegen.
Dieses Kind…
Alina war in diesem Moment bereits so durcheinander, dass sie nicht mehr r denken konnte. Penny
war erst zwei Jahre alt, wie war sie denn hierhergekommen? Und mit wem?
Ganz gleich, wie Penny hierhergekommen war, eins war sich Alina aber bewusst, n?mlich, dass dieses
Kind auf keinen Fall in Ingford sein durfte!
Alina w?re fast verrückt geworden.
Sie hatte sich nicht einmal umgezogen, sondern war mit dem Nachthemd die Treppe hinuntergufen.
Als Lucy Alina sah, zeigte sie einen schockierenden Blick: ?Fr?ulein Alina, was hast du vor?“
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Alina hatte sich nicht umgezogen und auch ihre Haare waren ganz durcheinander, was war also
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dass sie es so eilig hatte?
Doch Alina hatte Lucy gar nicht geantwortet, weil ihre ganze Aufmerksamkeit bei Penny war.
So rannte Alina im Nachthemd aus dem Haus.
Lucy war sprachlos und dachte sich: ?Was ist denn passiert?“
Drau?en:
Kaum war Caleb, der sehr ordentlich angezogen war, aus dem Auto ausgestiegen, da sah er, dass
Alina
wie eine Verrückte aus der Tür rannte!
Das fast durchsichtige Nachthemd, reichte ihr fast bis zu den Fü?en, und man konnte ihre wei?en
Beine
wage sehen. Dieser Anblick brachte einem wirklich das Blut zum Kochen.
Diese verdammte Frau, wollte sie in diesem Outfit aus dem Haus gehen?
Als Alina gerade die Autotür aufrei?en wollte, da h?rte sie Caleb, der versuchte, seine Wut zu
unterdrücken: ?Alina!“
Auch wenn er sich zurückgehalten hatte, konnte Alina h?ren, dass er dabei die Z?hne geknirscht hatte.
Als Alina Calebs Stimme h?rte, erstarrte sie.
Und Penny war immer noch in der Leitung.
Alina war ohnehin schon sehr angespannt gewesen, als sie sah, dass Caleb mit schnellen Schritten
auf
sie zuging, wurde sie noch unruhiger.
Sie konnte in diesem Moment überhaupt nicht mehr r denken!
Alina warf einen Blick auf das Handy, dann sagte sie: ?Es ist mir egal, was für wichtige
Angelegenheiten
du hast, ich habe jetzt keine Zeit!“
Dann riss sie die Autotür auf und wollte direkt einsteigen.
Doch im n?chsten Moment spürte sie eine Kraft von hinten. Es war Caleb, der sie am Hals gepackt
hatte,
er sagte mit einem unheimlichen Ton: ?Warum so eilig? Wo willst du denn hin?“
?Was geht dich das an?“
?Du gehst so angezogen hinaus?“
?Das geht dich nichts an!“
In diesem Moment war es Alina bereits ganz egal geworden, wie sie angezogen war, denn ihr
zweij?hriges Kind war jetzt am Flughafen in Ingford. Selbst wenn sie jetzt nackt w?re, w?re sie auch
direkt hinausgufen.
In der Zwischenzeit hatte Lucy Alinas Kleidung bereits herausgebracht.
?Fr?ulein Alina, zieh dich doch erst einmal um.“ Es war wirklich nicht angebracht, in dieser Kleidung
aus
dem Haus zu gehen.
Alina schüttelte die Hand von Caleb ab und zog sich wahllos etwas über, dann ignorierte sie das
grimmige Gesicht von Caleb und stieg direkt ins Auto.
Das Auto rastete wie ein Pfeil sofort davon.
Caleb verschlug die Sprache und dachte sich: ?Was hat diese Frau schon wieder für schlimme Sachen
vor, dass sie es so eilig hat?“
Tomas war schon l?ngst ausgestiegen und stand neben das Auto.
Er hatte alles gesehen, was gerade passiert war.
Es war offensichtlich, dass etwas Ernstes passiert sein musste, denn sonst h?tte Alina es doch nicht so
eilig gehabt.
?Du hast alles gesehen?“, sagte Caleb in einem düsteren Ton.
Tomas nickte: ?Ja!“
Caleb: ?Schick jemanden und schau, was sie vorhat.“
Da Alina bereits ganz Ingford in Chaos versetzt hatte, konnte Caleb nicht mehr zssen, dass jetzt
noch
etwas passierte.
?Verstanden“, nickte Tomas.
Er wusste, dass Caleb in letzter Zeit sehr schlecht gunt war. Zwar lief es in der Firma alles wie zuvor
weiter, aber die Familie Collins war eine Familie, für die der Ruf sehr wichtig war.
Wenn die Sache mit Emma und Alina immer schlimmer werden würde, w?re das richtig ?rgerlich.
Da Tomas Caleb gestern abgeholt hatte, wusste er natürlich, dass Caleb und Emma sich geschieden
hatten. Also war er der Meinung, dass Caleb wahrscheinlich als n?chstes Emma heiraten würde.
In den vergangen drei Jahren war nur deshalb nichts passiert, weil niemand wusste, ob Alina noch am
Leben war.
Zwar war Alina letztendlich wieder aufgetaucht, aber es war nach all den Jahren trotzdem vorbei mit
den beiden.
Am Flughafen.
Alina sah aus wie eine Verrückte. Als eine Stewardess ihr Penny übergab, klopfte ihr Herz immer noch
wie wild.
Es war also niemand mit Penny gekommen.
Erst in diesem Moment beendete Alina den Anruf mit der Stewardess: ?Wirklich vielen Dank.“
Die Stewardess sagte: ?Gern geschehen. Penny war wirklich brav, sie war den ganzen Flug über sehr
brav gewesen.“
?Wer hat sie denn ins Flugzeug begleitet?“
Das interessierte Alina jetzt am meisten. Denn Gro?vater war jetzt allein, wie konnte es also sein, dass
Penny allein hierher fliegen konnte?
Die Stewardess l?chelte: ?Jemand hat online eine Kinderbetreuung gebucht.“
Online gebucht?
Alina blickte unbewusst auf Penny, die in ihren Armeng, fragte aber die Stewardess nicht mehr
weiter,
sondern nickte h?flich: ?Vielen Dank.“
Alina war ihr wirklich sehr dankbar.
Was für eine Aufregung!
Zum Glück war nichts passiert, schlie?lich war Penny erst zwei Jahre alt, es h?tte so viele Dinge auf
dem
Weg passieren k?nnen.
Nachdem Alina sich bei der Stewardess bedankt hatte, drehte sie sich mit Penny in ihren Armen um.
Sie war die diejenige, die im Moment die meiste Aufmerksamkeit im Flughafen auf sich gezogen hatte.
Denn obwohl sie sich eine Jacke angezogen hatte, sah sie sehr komisch aus.
Sie sah aus wie eine verrückte Person.
?Penny!“, sagte Alina mit einem etwas ernsten Ton.
Penny vergrub den Kopf direkt in Alinas Armen und sah sehr niedlich aus. Bei diesem Anblick konnte
Alina es einfach übers Herz bringen, Penny etwas vorzuwerfen.
Alina verstand pl?tzlich etwas. Sie würde nie wieder denken, dass ein kleines Kind nichts verstand.
Denn
Penny war jetzt der beste Beweis dafür, dass auch ein kleines Kind wusste, wie man sich zu verhalten
hatte, wenn jemand b?se war.
Dann rief Alina Andre an. Aufgrund der Zeitverschiebung war es bei Andre noch früh am Morgen.
Als Andre h?rte, dass Penny bei Alina war, sagte er: ?Tr?umst du gerade?“
Alina: ?Ihr wisst noch nicht, dass Penny schon weg ist?“ In diesem Moment war Alina richtig
aufgebracht.
Andre am anderen Ende der Leitung wurde augenblicklich hellwach.
?Was zum Teufel?“
?Ich sagte, Penny ist in Ingford. Ich habe sie gerade abgeholt!“
?Das ist unm?glich.“
?Andre!“ Alinas Tonfall wurde ernster.
Andre war v?llig durcheinander und konnte keinen richtigen Satz herausbringen: ?Nein, das …“
Das war doch unm?glich!