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Kapitel 1 - Die Dunkelheit

    Kapitel 1 - Die Dunkelheit</u>


    Vor 53 Jahren an einem scheinbar ganz normalen Tag, geschah etwas unglaubliches! Etwas unfassbares! Noch nie hatten Menschen etwas dergleichen je gesehen. Es rüttelte die Welt auf wie nie zuvor.


    Aus dem Himmel fielen hunderte, tausende von Kugeln. Sie hatten unterschiedliche Farben und landeten auf H?usern und in G?rten. In W?ldern und auf Wiesen. Sie rollten die Berge hinab und wurden in Flüsse gespült.


    All das dauerte nur wenige Minuten. Und dann?


    Niemand wusste zun?chst was geschehen war. Doch langsam, ganz allm?hlich begannen die Menschen die Kugeln auszukundschaften. Es stellte sich heraus, dass wer immer eine dieser Kugeln in H?nden hielt, pl?tzlich in der Lage war eine unglaubliche Macht in sich aufzunehmen.


    Und so begann ein neues Zeitalter – Das Zeitalter der MAGIER!


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    Knack! Holz traf auf Holz und die beiden Kinder stolperten in entgegengesetzte Richtungen.


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    ?schlecht! Du wirst sterben, wenn du es tust“


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    ?Dein Traum wird nicht jedem gefallen, James.“, hatte er gesagt. ?Aber das darf dich niemals aufhalten, wenn du es wirklich willst!“


    würde mit Sicherheit eine Kugel in H?nden halten. ?Oh ja!“, sagte sein Vater immer, mit einem breiten Grinsen. ?Mach dir keine Sorgen! Du wirst ein ausgezeichneter Magier!“


    ?Jawohl!“, antwortete er. ?Und ich bau dir und Mama ein riesiges Schloss in der Hauptstadt!“


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    Diese Frau ist wichtig!“


    Er wusste nicht woran es lag, aber ihre Ausstrahlung gab ihm eine G?nsehaut. Er wollte den Blick nicht von ihr abwenden, aus Angst sie würde ihm irgendwie entwischen, wenn er es tat.


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    Wusch, er spürte die Luft flackern, als h?tte jemand mit einem F?cher gewedelt, und pl?tzlich stand sie am anderen Ende der Stra?e. Fast am Haus der Familie Müller.


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    ?Wissen ist deine wichtigste Waffe.“, sagte sein Vater immer. ?Wissen ist es, dass mir erlaubt Getreide zu ernten und Kühe zu melken. Und es ist das, was dir eines Tages erlauben wird, deine magischen F?higkeiten in Essen, Trinken und ein warmes Bett umzuwandeln.“


    Und dann gingen sie zügig, Seite an Seite die Stra?e entlang nach hause.


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    Wusch und schon stand sie in der Mitte des Raumes. ?Verstanden?“


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    ?Exakt. Und weil das so ist, besitze ich zwar theoretisch die F?higkeit, meinen Platz mit der Scheune, dem Dorf oder auch der ganzen Welt zu tauschen, aber es würde so viel Mana verbrauchen, dass ich wahrscheinlich direkt umfallen oder sterben würde.“


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    ?Wei?t du, viele Dinge haben es an sich das zu werden, was wir von ihnen wollen.“, sagte er. ?Untersch?tze ja nicht die Kraft deiner Tr?ume. Sie formen deine Realit?t. Sie sind es die dich zu dem machen der du bist. So lange du nur fest genug dran glaubst, wird kein Weg daran vorbei führen, dass du einmal Magier und Ratsmitglied wirst.“


    ?Heute bin ich einen Schritt n?her am Magier sein!“


    ?Ich werde schon bald ein Magier, Papa!“


    ?Genau so ist es! Gib niemals auf! Dein Traum ist n?her als du denkst!“


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    ?Oh.“, sagte er.


    der Holzeimer? Den Linda benutzt hatte, vor so vielen Wochen? Die unglaubliche Linda. Die erste Person, die ihm gezeigt hatte, das Magie real war. Und jetzt so was…


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    ?Immer vorw?rts! Immer stark! Das ist der Weg!“, James dachte an seinen Vater.


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    das gro?e Sterben, immerhin war es erst drei Jahre her. Als die Kugeln auf die Erde fielen, dachten alle, sie g?ben einem einfach nur unfassbare Kr?fte. Unz?hlige Menschen wurden damals Magier. Aber dann, vor drei Jahren starben auf einen Schlag tausende von Magiern und es stellte sich heraus, dass die Kugeln die Lebenszeit beschr?nkten. Seit dem verfolgten wesentlich weniger Menschen den Traum Magier zu werden. Doch James hatte das Ganze nicht ver?ngstigt.


    ?Wenn wir uns von unseren ?ngsten leiten lassen, dann würden wir den ganzen Tag nur in einer Ecke hocken und nie irgendetwas erreichen.“


    ?Unsere Tr?ume zu verwirklichen hei?t, sich unseren ?ngsten zu stellen! Mit stolzer Brust und vollem Elan!“


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    ?Unsere Tr?ume zu verwirklichen hei?t, sich unseren ?ngsten zu stellen! Mit stolzer Brust und vollem Elan!“


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    BUUUMMM!


    BUMM!


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    B?MM!


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    Wusch!


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    BUMM!


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    BUMM!


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    KRACH!!!


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    ?KLIRR!“


    Laut und klar zerbrach die Glasscheibe.


    James war wieder klein und sieben Jahre alt.


    ?Oh mein Gott!“


    ?Lauft!“


    ?Er hat es wirklich getan!“


    James biss die Z?hne zusammen. Das fühlte sich nicht gut an.


    Natürlich hatte er es getan. Sie hatten ihm keine andere Chance gegeben.


    Aber es fühlte sich wirklich nicht gut an.


    ?IHR VERDAMMTEN B?LGEN! ICH REI? EUCH DEN KOPF AB!“


    Oh schei?e, dachte James und rannte den anderen Jungen hinterher.


    Er warf einen Blick über die Schulter. Tiboldt war schon echt unheimlich, das musste er zugeben. Die riesige muskelbepackte Gestalt raste dunkel hinter ihnen her.


    Und dann rutschte James Fu? weg. Er h?tte nicht nach hinten schauen sollen!


    Der kurze Moment, bevor er auf den Boden aufschlug, erlaubte ihm gerade so, den Sturz ein Wenig abzufangen. Aber es tat immer h?llisch weh auf den sandigen Wegen hinzufallen.


    Hart und grob krachte er auf die Erde.


    Und schon stand Tiboldt über ihm. Die anderen Kinder hatten sich natürlich verzogen. Jeder für sich, dass war das Motto in diesen Situationen.


    ?Du kleiner Dreckssack, jetzt wirst du bezahlen!“, sagte der Berg von einem Mann und hob die Faust.


    James schloss die Augen, bereit für den Schmerz. Er hatte es verdient!


    ?Noch einen Schritt, und du kriegst es mit mir zu tun!“, sagte eine ruhige Stimme.


    James ?ffnete die Augen. Es war sein Vater!


    Er stand zwischen ihm und Tiboldt. ?Papa…“, sagte James.


    ?Der Junge hat mein Fenster zertrümmert!“


    ?Der Junge ist mein Sohn.“, sagte sein Vater. ?Und wer immer an meinen Sohn will, muss erstmal an mir vorbei!“


    Sein Vater sprach mit Nachdruck, doch seine Stimme war ruhig. Es war angsteinfl??end. Auf eine ganz andere Weise als Tiboldt es war.


    ?Ja…“, sagte dieser. ?Vielleicht sollte ich dir eine Lektion erteilen, damit du endlich anf?ngst dein Balg zu erziehen.“


    ?Wage es!“


    Die beiden M?nner starrten sich lange an. Für einen Moment dachte James Tiboldt h?tte die Faust ein kleines Stück gehoben. Doch dann drehte sich der Mann pl?tzlich um und ging davon.


    ?Du wirst mir die Scheibe bezahlen, Bauer!“, rief er ihnen noch zu, dann war er verschwunden.


    James atmete schwer. Sein Vater hatte ihn gerettet. Er blickte zu der Gestalt, die ihm immer noch den Rücken zugekehrt hatte. ?Papa, ich…“


    Sein Vater drehte sich um. James versuchte irgendetwas aus seinem Gesicht zu lesen, aber er konnte es nicht. Sein Vater streckte die Hand aus und half ihm auf die Beine, dann begann er in Richtung ihres Hauses zu laufen.


    ?Papa!“, rief James, und rannte ihm nach.


    ?Ich m?chte jetzt nichts h?ren.“, sagte er.


    James schluckte und folgte ihm. Wenn er doch nur wüsste wie sich sein Vater fühlte. Traurig? Wütend? Entt?uscht? Stolz? Es k?nnte alles sein.


    Nach ein paar Minuten kamen sie zuhause an. Sein Vater führte ihn ins Wohnzimmer und deutete auf einen Stuhl. ?Setz dich.“


    James folgte der Anweisung.


    Sein Vater blickte ihn immer noch aus undeutbaren Augen an. Gerade als er sich überlegt hatte, was er sagen wollte, begann sein Vater zu sprechen.


    ?James, ich habe dich entt?uscht.“


    ?Was?“


    Sein Vater – ihn entt?uschen? Wie kam er denn darauf. ?Papa, auf keinen Fall!“


    ?Ich kann es mir nicht anders erkl?ren. Wie sonst h?tte sowas wie heute passieren k?nnen?“


    ?Papa. Sie haben mir keine andere Wahl gelassen.“


    ?Erkl?r es mir. Was ist geschehen?“


    James schluckte. Eigentlich wollte er sich nicht daran erinnern. Doch er musste es tun – für seinen Vater.


    ?Die anderen Jungen haben gesagt, dass ich ein Waschlappen bin, und eigentlich gar nicht mutig. Sie haben gesagt…“


    Ein brennen in seinen Augen sagte ihm, dass er angefangen hatte zu weinen.


    ?Sie haben gesagt, dass ich meinen Mut und meine Ehre nur beweisen kann, wenn ich die Fensterscheibe zerst?re…“


    Stille.


    Jetzt sagt doch endlich was, flehte James still.


    ?Ich verstehe.“


    Sein Vater setzte sich in seinem Stuhl auf. ?Mut, St?rke, Willenskraft, Entschlossenheit. All dies sind Eigenschaften über die wir jeden Tag sprechen.“


    Die Stimme seines Vaters war ruhig und angenehm und half James sofort runterzufahren.


    ?Mein Sohn, ich denke wir müssen uns nochmal über die Bedeutung dieser Worte unterhalten.


    Was ist Mut? Mut ist nicht, dumme Dinge zu tun, wie grundlos den st?rksten Mann im Dorf herauszufordern. Mut ist, das richtige zu tun, obwohl man Angst hat.


    St?rke ist nicht Zerst?rungskraft, sondern die F?higkeit denen zu helfen die man liebt, egal unter welchen Umst?nden.


    Willenskraft zeigt sich nicht, wenn wir unseren Kopf ausschalten und tun was immer gefordert wird, sondern wenn wir uns unserem Kopf in schwierigen Situationen widersetzen und den harten aber richtigen Weg gehen.


    Entschlossenheit ist nicht alle Mauern umzurennen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken, sondern sein Herz zu motivieren für das einzustehen, was einem wirklich wichtig ist.“


    James dachte nach. Wenn all dies stimmte, dann hatte er sich heute wirklich schlecht benommen. Doch sein Vater – sein Vater hatte unglaublichen Charakter bewiesen.


    Mut, St?rke, Willenskraft und Entschlossenheit waren alle von N?ten gewesen, als er sich Tiboldt entgegenstellte, um seinen Sohn zu retten.


    ?Papa – es tut mir so Leid! Ich wollte das alles nicht.“


    ?Es ist schon gut. Wir alle machen Fehler, und du bist noch jung. Du hast viele Jahre vor dir, um diese Dinge noch zu lernen.“


    Sein Vater stand auf, und holte eine Metalldose aus einem Regal. Er ?ffnete sie und holte ein paar Münzen hervor. ?Nun beweise mir deinen Mut und deine St?rke.“


    Er kam zu James zurück und reichte ihm die Münzen. ?Ich m?chte, dass du die zu Tiboldt bringst, und dich für dein Handeln entschuldigst. Erk?re ihm was vorgefallen ist, und erinnere ihn, dass er Probleme mit mir bekommt, sollte dir etwas geschehen.“


    James nickte.


    Er hatte Angst. Tiboldt war wild. Wer wusste schon was er tun würde, wenn er ihn wieder sah. Doch er würde sich seiner Angst stellen, und das richtige tun.


    ?


    Wusch wurde alles Still.
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