《Interdimensional [German]》 Prolog Der Mann war auf dem Weg von der Agora nach Hause, dem Sonnenuntergang entgegen. Wie jeden Tag. Der vertraute Geruch von Oliven?l, Salzwasser und Bronze lag in der k¨¹hlen Luft. Alles wie immer. Oder doch nicht? Dieser Windhauch, der pl?tzlich st?rker wurde, als er am Park vorbei ging, jagte ihm einen Schauer ¨¹ber den R¨¹cken. Die Menschen um ihn bemerkten ihn auch. Und dann sah er unter einem der Loorberb?ume etwas, das nur von den G?ttern stammen konnte und den Mann mit Angst erf¨¹llte. Ein Gebilde, ?hnlich eines Gro?en Streitwagens, aber gleichzeitig so fremdartig, formte sich dort. Wie erstarrt stand er dort, sein Blick unverwandt auf dem Ph?nomen. Daraus hervor kamen zwei M?nner, merkw¨¹rdig gekleidet, oder waren es doch G?tter? Der Mann h?rte Worte, die er nicht verstand, aber sie wirkten wie Mentor und Sch¨¹ler. Auch wenn sie friedlich schienen, er w¨¹rde einen anderen Weg nach Hause nehmen.Er drehte sich langsam um und schlich davon, den Blick nicht mehr zur¨¹ckwendend. Was immer dort unter dem Lorbeerbaum erschienen war ¨C es war nicht f¨¹r Menschen wie ihn bestimmt. Unauthorized usage: this tale is on Amazon without the author''s consent. Report any sightings. Kapitel Eric 14.03.2019, 8:30Uhr, M¨¹nster Es regnete, als ich aus dem Bus ausstieg. Schnell rannte ich in das Museum f¨¹r antike Geschichte, wo Frau Bl?ker und der Rest meiner Klasse schon warteten. "Emily, gerade noch rechtzeitig!", rief sie leicht genervt, w?hrend ich mich dazu gesellte. "Tschuldigung", murmelte ich. Emily, wie sehr ich diesen Namen hasste! Ich w¨¹rde ja viel lieber Eric hei?en, oder so, und ne tiefe Stimme h?tte ich auch viel lieber als Br¨¹ste, aber kann man halt nichts machen, so ne schei?e. "So", riss mich Frau Bl?ker aus meinen Gedanken, "hier habt ihr eure Arbeitsbl?tter, die ihr bitte mithilfe der Ausstellung bearbeitet!" Sie verteilte jede Menge Zettel und als ich meinen angenommen hatte, ging ich los. Aber mich wirklich auf die Aufgaben konzentrierte ich mich nicht - nach den Noten aus der 8. Klasse fragt sp?ter sowieso keiner mehr. Stattdessen zeichnete ich lieber die Ausstellungsst¨¹cke, das lag mir eh viel mehr. Da kam ein Mitarbeiter auf mich zu. Was will der denn, fragte ich mich. Er schaute mir einen Moment lang direkt ¨¹ber die Schulter, direkt auf meine Zeichnungen. Nerv?s sah ich ihn an, dann forderte er mich freundlich, aber bestimmt, auf: "Komm mal mit, ich will dir mal was zeigen." Dann wandte er mir den R¨¹cken zu und ging in Richtung einer T¨¹r mit der Aufschrift "Zutritt nur f¨¹r Mitarbeiter". Einen Moment z?gerte ich, bis mich der Mann noch einmal herausfordernd ansah, dann folgte ich ihm. Hinter der T¨¹r befand sich ein Archiv. Ehrfurcht ergriff mich, als ich meinen Blick schweifen lie?. Da kam der Museumsmensch gef¨¹hlt aus dem Nichts mit einem verdammt alten Pergament auf mich zu. "Lie?! Aber pass auf, es ist sehr alt, 800 vor Christus um genau zu sein, und leicht zu zerst?ren." Vorsichtig nahm ich das St¨¹ck Geschichte in die Hand. Zu meiner ¨¹berraschung war der Text in modernem Deutsch formuliert. "Ich bin Eric." - Erster Satz, direkt sympathisch - "Ich bin ein 21j?hriger Maschinenbaustudent" - sogar ein gemeinsames Interesse - "und ich stecke fest. Aber lass mich von vorne anfangen. Vor 3 Tagen (kann ich das ¨¹berhaupt sagen?) hat mich Professor Kinger nach der Vorlesung in sein Labor gebeten. Du musst wissen, Herr Dr. Kinger ist absolut genial - intelligent, freundlich, kreativ, witzig... Und verdammt gutaussehend... Aber ich schweife ab. auf jeden Fall wollte er, dass ich dabei bin, wenn er seine neueste Erfindung das erste Mal testet. Das tat er tats?chlich ?fter und es war jedes Mal ein spannendes Erlebnis. Eine Zeitmaschine sollte es dieses sein - ein gr??eres Projekt als jedes zuvor. Aber Professor Kinger hat halt die Angewohnheit, sich regelm??ig selbst zu ¨¹bertreffen. Oder hatte, nach allem was passiert ist? Ich wei? es nicht. Zun?chst erkl?rte er mir die Funktionsweise der Maschine. Auch wenn ich nicht alles verstand, beeindruckt war ich sicher. "Kommen Sie!", sagte er irgendwann fr?hlich. "Lassen sie uns den Test starten. Aber nur wenn Sie sich trauen!" "Herausforderung angenommen!", lachte ich und stieg ein. Dann sah ich zu, wie seine H?nde gem?? seiner Ausf¨¹hrungen ¨¹ber die Schaltfl?chen flogen. Diese sch?nen H?nde... Ich bin immer noch hin und weg davon. Wenn er nur w¨¹sste... Die Maschine ratterte und wackelte, die einzelnen Komponenten dr?hnten. Das war schon ein wenig be?ngstigend. Aber als der Vorgang abgeschlossen war und wir ausstiegen... Ich war verbl¨¹fft. Verbl¨¹fft von Athen. Das antike Athen. "Sch?n hier, nicht?" Herr Dr. Kinger legte mir seine Hand auf die Schulter. Verlegen nickte ich. "Gehen wir die Stadt erkunden!" Rief er und lief eilig los. "Wenn wir schon mal hier sind, will ich auch was sehen." Ich rannte hinterher. Tja, man hat halt manchmal so seine M¨¹he, mit seinem schnellen Schritt mitzuhalten. Athen war wirklich beeindruckend. All die Geb?ude, die ich sonst nur als Ruinen kannte, standen hier in ihrer ganzen Pracht. Nat¨¹rlich wurden wir viel angestarrt und sahen hin und wieder ein paar Leute leise ¨¹ber uns reden, was ja auch irgendwie verst?ndlich ist, so anders, wie wir aussehen. Doch auf einmal w¨¹rden wir Zeuge von etwas seltsamen. Ein Mann, der an uns vorbei lief, verwandelte sich in ein Huhn. Als ich Herrn Dr. Kinger ansah, hatte er den gleichen Mix aus Erstaunen und Erschrecken im Gesicht, den ich empfand. Doch Zeit, etwas zu sagen, hatte keiner von uns. Aus dem n?chsten Passanten wurde ein Ochse. Nach und nach war die Stra?e immer weniger mit Menschen und mehr und mehr mit Tieren gef¨¹llt. "Sie... Sie..." h?rte ich meinen Professor rufen. Als ich mich umdrehte fuhr er fort: "Sie haben sich ja in einen Hund transformiert!" Ihm stand ein breites L?cheln im Gesicht. Ich sah an mir runter und sah immernoch einen Menschen. Oh mein Gott, dachte ich, der halluziniert! Ich begann, zu vermuten, dass die anderen Tiere auch nur Illusionen sind. Unsicher bin ich mir nur jetzt noch, ob Athen an sich auch eingebildet ist. Aber zur¨¹ck zu meiner Geschichte. Dr. Kinger schien mich also f¨¹r einen Hund zu halten. Ich wei? noch genau, wie er zu mir sagte: "Sie sind ja richtig niedlich, ja guter Junge, ja Feini!" Und mir dabei enthusiastisch ¨¹ber den Kopf streichelte. Jeder andere Professor h?tte sich eine gefangen, aber nicht er... Ich gebe zu, ich habe seine Ber¨¹hrungen sehr genossen. Dann merkte ich an seinem Gesicht, dass er mich wieder als Menschen sah. Er blickte mir tief in die Augen und dann... naja das f¨¹hrt jetzt hier zu weit. Auch wenn mich meine Emotionen f¨¹r einen Moment ¨¹berw?ltigt hatten, mir war nat¨¹rlich auch klar, dass sein Zustand nicht dazu beitragen w¨¹rde, dass wir sicher nach Hause kommen oder dass er danach weiter forschen oder unterrichten konnte, vorallem da er mich wieder als Hund wahrzunehmen schien. Also f¨¹hrte ich ihn zur¨¹ck zur Zeitmaschine, mit der Absicht, sie selbst zu bedienen, weil ich das Herrn Dr. Kinger noch weniger zutraute, als mir. Zu meinem Entsetzen musste ich aber feststellen, dass auch mein Verstand schon zu getr¨¹bt war, um uns in unsere Zeit zur¨¹ck zu bringen. Denn in der Maschine sah ich nur einen Irischen Pub. Und jetzt wissen weder Professor Kinger noch ich, wie wir wieder zur¨¹ck kommen. Aber ich hab meine Hoffnung noch nicht aufgeben, denn er hat sein Genie noch, auch wenn er merkw¨¹rdige Dinge sieht. Danke, dass du meine Erz?hlung gelesen hast, auch wenn du mir bestimmt nicht glaubst. Vielleicht bekomme ich noch die Gelegenheit, der Welt zu beweisen, was ich erlebt habe." Ich sah auf. "Warum zeigen Sie mir das?", fragte ich den Mitarbeiter, dessen Namen ich immer noch nicht kannte. "Nun", begann er. "Eric hat auch ein paar Zeichnungen von seinem Erlebnis hinterlassen." Er kramte ein paar Zettel heraus. "Das ist die gleiche markante Strichf¨¹hrung, die ich bei dir gesehen habe." "Aber... Aber..." stammelte ich verdutzt vor mich hin. Tausend Gedanken rasten durch meinen Kopf. "Ja, das ist genau mein Zeichenstil... Was ... Was ist aus den beiden geworden?" Der Mann sah mich nachdenklich an. "Ich wei? es nicht. Die Gelehrten dieset Zeit schreiben nur vom Fund dieser Dokumente und ein paar weniger St¨¹cke moderner Technik, viel damit anfangen konnten sie aber nicht. Aber ich mag den Gedanken, dass ich es nur nicht wei?, weil ihre R¨¹ckkehr noch in der Zukunft liegt." Ich l?chelte. "Ich auch." "Aber jetzt geh wieder zu deiner Klasse und zu deinen Zeichnungen." Er l?chelte zur¨¹ck. "Alles klar", erwiderte ich und ging zur T¨¹r. "Ach ja", h?rte ich und drehte mich um, "Alles Gute, Eric!" "Danke!" Ja. Eric. Das war mein Name. Meiner. Nicht Emily. Gl¨¹cklich verlie? ich das Archiv. Enjoying this book? Seek out the original to ensure the author gets credit. Kapitel Sanders 14.03.2019, 20:45Uhr, irgendwo auf einer Landstra?e in Hessen Es ist mal wieder eine dieser wundersch?nen N?chte, wo ich mich alleine mit meinem Messwagen auf die Suche nach ungenehmigten Funksignalen mache. Vielleicht finde ich ja heute einen illegalen Radiosender, dem ich schon l?nger auf der Spur bin. Nein, ich geh?re nicht zum Pr¨¹f- und Messdienst der Bundesnetzagentur, falls du das vermutet hast. Und ja, ich wei?, dass du mir beim Denken zuh?rst, glaubst du ernsthaft, ich merk das nicht? Aber nicht schlimm, kannst da bleiben. Ich arbeite nicht im ?ffentlichen Dienst, ich bin selbstst?ndig. Auch k¨¹mmere ich mich nicht um solche Lapalien wie es die eben erw?hnte Beh?rde tut. Schlie?lich bin ich Spezialist. Ich ¨¹berpr¨¹fe solche Signale, die das Potenzial haben, das Raum-Zeit-Gef¨¹ge durcheinander zu bringen. Erinnerst du dich noch an den den Film mit dem Alien, das unbedingt nach Hause telefonieren wollte? Was f¨¹r eine Kr¨¹mmung des Subraumes dadurch entstanden ist... Unglaublich... Moment, was ist das? Siehst du das? Okay, nein, du h?rst ja nur meine Gedanken. Auf jeden Fall zeigen meine Ger?te gerade mir allzu vertraute Aktivit?ten auf Polizeifunkfrequenzen an. Dass der sich nochmal meldet... In den deutschen Beh?rden nennt man ihn aus Spa? den "G?ttlichen", weil er immer wie aus dem Nichts auftaucht, mit einer enormen, nie gesehenen Leistung sendet und dann wieder ins Nichts verschwindet. Nicht mal ich konnte ihn bis jetzt erwischen, aber das wird sich jetzt aber ?ndern, denn er ist ganz in der N?he und laut meiner Ger?te fahren wir direkt auf ihn zu. Aha, dahinten kommt eine winzige Kapelle. Ich glaube, da ist er drin, ich fahr mal auf den Parkplatz. So, hier bleiben wir stehen. Ein Blick auf meine Bildschirme, ja, ich hatte recht, wir haben hin. Aussteigen, mein Handmessger?t nehme ich nat¨¹rlich mit. Zum Gl¨¹ck hab ich keine Angst im Dunkeln. Auf gehts, ab in dieses kleine Gotteshaus. Hilfe, meine Ohren, diese T¨¹r m¨¹sste DRINGEND mal ge?lt werden! Aber naja, jetzt bin ich mal gespannt, ist hier irgendwo ein Lichtschalter? Da! H?? Das ist ja mein Lieblingsprof aus dem Bachelor! "Herr Dr. Arkanov!" Er dreht sich um, ich scheine ihn erschreckt zu haben, aber jetzt entspannt er sich. "Herr Sanders, sch?n, Sie zu sehen", sagt er und l?chelt, "Was verschl?gt Sie zu dieser sp?ten Stunde an diesen einsamen Ort?" Diese Freude muss ich ihm leider jetzt vermiesen. "Ich muss Sie leider den interdimensionalen Beh?rden melden. Wissen Sie, was Sie hier machen? Sie erzeugen mit Ihrer ungenehmigten Rumfunkerei einen unregistrierten Riss in der 3. Dimensionsebene. Sie kennen die Risiken davon." Er wird ernst. "Ich wei?, was da passieren kann. Aber ich dadurch habe eine deutlich simplere Methode gefunden, mit den G?ttern des Olymp zu kommunizieren, und die Hochschule finanziert mir meine Lizenzen nicht", versucht er, sich zu rechtfertigen. Versteh mich nicht falsch, ich verstehe Herrn Dr. Arkanov und ich finde seine Forschung faszinierend, aber ich muss hier meinen Job machen, auch wenn es mir dieses Mal schwer f?llt. "Tut mir leid, Herr Professor, Versto? ist Versto? und damit werden Sie noch mehr Schwierigkeiten haben, eine derartige Genemigung zu erhalten." "Ich verstehe." "M¨¹ssen die G?tter halt die alte Methode nutzen. Selbst f¨¹r sie sind die Gesetze bindend." Also hole ich ein Versto?-Melde-Formular aus dem Auto, f¨¹lle es aus und lasse Dr. Arkanov unterschreiben. Morgen wird es dann per Post verschickt. Standardverfahren halt. Zeit die Kapelle zu verlassen. Dass der "G?ttliche" mein alter Professor ist... witzig. Schade, dass ich seine Arbeit unterbrechen musste, nicht wahr? Was? Ob ich diese Lizenzen habe? Nat¨¹rlich... Moment... du bringst mich auf eine Idee. ich geh nochmal zur¨¹ck. Ist er noch da? Ja! Sehr gut! "Professor..." "Ja?" "Hier, meine Visitenkarte. Wenn Sie wollen, melden Sie sich, dann f¨¹hre ich Ihre Versuche weiter. Mit Ihrer Hilfe, versteht sich." "Das werde ich tun." Ich glaube, das tr?stet ihn ein bisschen. Und ehrlich gesagt, ich bin mal gespannt. Naja, meine Arbeit ist erstmal getan. Jetzt mach ich aber Feierabend. Du bist bestimmt auch schon m¨¹de, oder? Na also. Tsch¨¹?. If you come across this story on Amazon, be aware that it has been stolen from Royal Road. Please report it. Kapitel Kurator 15.03.2019, 00:30Uhr, im Museum f¨¹r antike Geschichte ?Na also. Tsch¨¹?.¡° Verabschiedete sich die Stimme in meinem Kopf. ?Bis zum n?chsten Mal¡°, dachte ich zur¨¹ck und ich war wieder allein. Netter Kerl, dachte ich. Auch wenn ich nicht wusste, ob ich Dr. Arkanov an seiner Stelle gemeldet h?tte. Aber naja, ich als Historiker verstand ja schlie?lich nichts von interdimensionaler Kommunkikation und Rissen in irgendwelchen Dimensionsebenen und hatte keine Ahnung, was alles so passieren kann. Aber immerhin, die Verbindung von Sanders (wie er anscheinend hie?) war wohl doch nicht so einseitig, wie ich angenommen hatte. Ich sah auf die Uhr. Es war schon morgens um halb vier. Und ich noch in meinem Archiv. Sanders¡¯ Stimme begleitete mich schon seit ein¡äpaar Jahren. Seitdem ich hier im Museum f¨¹r antike Geschichte angefangen hatte und beim St?bern in den St¨¹cken des Archivs auf Erics Pergament gesto?en war, redete er er mir ab und an in meine Gedanken hinein. Selbst wenn ich immernoch nicht alles verstand, heute war mir doch einiges ¨¹ber ihn klarer geworden. Dennoch konnte ich mir nicht erkl?ren, was er mit dem Pergament zu tun hatte ¨C schlie?lich hielt ich es f¨¹r unwarscheinlich, dass unsere erste Begegnung und mein Fund des antiken Papierst¨¹cks und den damit zusammenh?ngenden Zeichnungen und Technik zuf?llig zum gleichen Zeitpunkt statgefunden hatten. Vielleicht hatte eines der Bauteile etwas am Raum-Zeit-Gef¨¹ge durcheinandergebracht¡­ So ruhig, wie Sanders auf mich reagiert hatte, war es aber bestimmt nichts Gef?hrliches, da war ich mir sicher. Ob er mir wohl erkl?ren konnte, welch seltsames Band uns in Kontakt hielt? Ich w¨¹rde wohl warten m¨¹ssen, bis er sich das n?chste mal meldete, um das herauszufinden¡­ Als ich damals diese merkw¨¹rdigen Artefakte entdeckt hatte, hatte ich sie nat¨¹rlich f¨¹r einen schlechten Scherz gehalten und die Sachen ins Labor gegeben, um ihr Alter und die zur Anfertigung benutzten Materialien bestimmen zu lassen und damit R¨¹ckschl¨¹sse auf deren Herkunft ziehen zu k?nnen. Die Technik war wirklich aus modernem Stahl, Hartplastik und anderen Materialien unserer Zeit, aber ¨C zu meiner gro?en ¨¹berraschung ¨C tats?chlich um fast 3000 Jahre gealtert, ohne Hinweide auf Substanzen, die diesen Prozess h?tten beschleunigen k?nnen. Mit den Papieren verhielt es sich ?hnlich. Lange hatte ich nach einer weiteren Erkl?rung gesucht, mich sogar verr¨¹ckt genannt - womit ich mir bis jetzt auch Sanders erkl?rt hatte. Doch der Junge, der heute da gewesen war, ich h?tte wetten k?nnen, dass es sich dabei um Eric handelte und jetzt war ich immer mehr von der Echtheit des Ganzen ¨¹berzeugt. Zwar hatte seine Lehrerin steif und fest behauptet, sie h?tte keinen Eric in der Klasse, aber dieser Zeichenstil war einfach unverkennbar, und die Art wie er geschaut hat, als ich seinen Namen gesagt hatte... ?Sie meinen wohl Emily!¡°, hatte sie gemeint, nachdem ich ihr den Jungen beschrieben hatte, ?Wenn sie sich als Eric vorgestellt hat, habe ich noch ein W?rtchen mit ihr zu reden, dass das so nicht geht!¡° ?Hat er nicht¡°, hatte ich erwidert, ?aber sicher bin ich mir trotzdem.¡° Als Antwort hatte ich nur ein ?Pff, unm?glich!¡° bekommen. Der arme Eric, hatte ich gedacht, der wird noch viel zu k?mpfen haben. Aber es hatte nunmal Gr¨¹nde gegeben, warum ich nicht weiter mit ihr diskutiert hatte. Sie h?tte es nicht verstanden, so engstirnig, wie sie gewirkt hatte. Trotzdem w¨¹rde Eric es da durch schaffen, das sagte mir meine Intuition. Ein weiteres gro?es Puzzle-St¨¹ck fehlte mir noch in den vielen R?tseln, die das Pergament aufgab ¨C Dr. Kinger. M?glicherweise war auch er derjenige, der herausfinden konnte, was seine Zeitmaschine oder wozu auch imer die Teile beim Pergament geh?rten (sicherlich von ihm oder Eric entworfen und gebaut) mit Sanders zu tun hatten, denn er kennt seine Zeitmaschine besser als der Spezialist aus meinem Kopf. Aber wie sollte ich ihn finden? Ich hatte schon alle Hochschulen in der Umgebung kontaktiert und an keiner lehrte ein Dr. Kinger. Ich sch?tzte auf grund von Erics Alter, dass ich vielleicht noch ca. sieben Jahre hatte, bis die beiden aufbrachen. Auch wenn ich hoffte, dass die beiden es zur¨¹ckgeschafft hatten ¨C eindeutig feststellen konnte ich es nicht. Und ganz nebenbei bemerkt, die beiden hatten bestimmt einige interessante Erkenntnisse ¨¹ber die Antike gewonnen. Und wenn die G?tter tats?chlich echt waren¡­ Aber das betrachtete ich als nebens?chlich, mein Hauptaugenmerk soll witerhin darauf liegen, das R?tsel um Sanders und das Schicksal der beiden zu l?sen. Vor allem um Eric sorgte ich mich. Ob er wohl die Risiken der Zeitreise ansch?tzen konnte? Oder hatte er nicht doch ehr aus dem Bed¨¹rfnis gehandelt, Dr. Kinger zu beeindrucken? W¨¹rde ich das wohl jemals erfahren? Pl?tzlich merkte ich, wie m¨¹de ich war. Mussten diese Gr¨¹beleien wohl bis morgen warten, dachte ich, als ich auf meinem Sessel einschlief. This story has been unlawfully obtained without the author''s consent. Report any appearances on Amazon. Kapitel Eric II 30.09.2024, 07:45 Uhr, Steinfurt Voller Vorfreude betrat ich den H?rsahl. Hier w¨¹rde also meine allererste Vorlesung stattfinden, Statik, endlich mal was cooles! Auf die meisten F?cher in der Schule hatte ich herzlich wenig Lust gehabt, was sich auch in meinem Abischnitt von 3,0 wiederspiegelte, ich war sogar einmal sitzengeblieben. Aber Maschinenbau hatte ja zum Gl¨¹ck keinen NC. Und au?erdem war es auch auf einer weiteren Ebene ein Neuanfang. F¨¹r sie bin ich warscheinlich nur ein ganz normaler Typ, dachte ich, als ich mich setzte und mich unter den anderen Studierenden umsah. Auf dem Gymnasium war das ja leider zu oft anders gewesen. Damals in der neunten Klasse, als ich mich endlich getraut hatte, den Mund aufzumachen und zu ?u?ern, dass ich Eric bin, und nicht Emily, mein Gott, was f¨¹r ein Chaos da ausgebrochen ist¡­ wie sehr mich manche daf¨¹r abgefeiert haben! Dadurch hatten andere geglaubt, ich t?te das nur f¨¹r die Aufmerksamkeit. Wieder andere waren mir angekommen mit ?du willst doch nur keine Lesbe sein¡° (dabei steh ich nichtmal auf Frauen) und ?du willst doch nur Male Privilege¡°, diese Spinner! Selbst im Lehrerzimmer wurde sich dar¨¹ber gestritten. Nur zu gut erinnere mich zum Beispiel an Frau Bl?ker. Ich hatte Religion bei ihr, da hatte ich mir schon denken k?nnen, was ihr Problem war. Der Schulleiter hatte das zum Gl¨¹ck anders gesehen. Aber naja, das war ja schon eine Weile her. Mittlerweile stand der Name Eric sogar in meinem Ausweis. ?Hey du¡°, riss mich eine Stimme aus meinen Gedanken, ?ich setz mich mal zu dir, ja?¡° Ich drehte mich nach links. Ein M?dchen setzte sich neben mich. ?Ich hei?e Fatima, du?¡° ?Eric¡°, antwortete ich und l?chelte. Fatima sah sich um. ?Bin ich wohl die einzige Frau hier, aber egal. Ich werd schon klar kommen. Wollen wir vielleicht in Zukunft zusammen lernen?¡° ?Ja klar, gerne¡°, erwiderte ich, ?und wie sieht¡¯s aus mit Mensa gleich?¡° ?Bin dabei!¡°, sagte Fatima, w?hrend sie ihren Laptop auspackte. Als ich den Progress Flag Sticker darauf bemerkte, musste ich ein bisschen schmunzeln. ?Kommst du von hier?¡°, fragte sie. Ich entgegnete: ?¡°Ja, ist schon irgendwie praktisch, dass ich zuhause wohnen bleiben kann, brauch ich keine Miete zahlen.¡° ?Da hast du Gl¨¹ck, dass du mit deinen Eltern gut klar kommst¡°, meinte sie, ?Ich habe das Studium als Grund genommen, von Potsdam hierher zu ziehen.¡° ?Das ist aber weit!¡° ? Ja, aber das war¡¯s sowas von wert. Meine Eltern sind sowas von altmodisch! Die waren sogar dagegen, dass ich was Technisches machen will, nur weil ich eine Frau bin.¡° ?Puh, die leben ja echt noch in der Vergangenheit¡°, sagte ich. Auf einmal ging die T¨¹r auf und der Professor kam rein. Demenstsprechend leise wurde es im Saal. Intensiv musterte ich den Mann. Er sah aus, als w¨¹rde es Spa? machen, ihn zu zeichnen. Unsere Blicke trafen sich kurz und ich bekam eine leichte G?nsehaut. Seine Augen machten irgendwas mit mir. Komisch. ?Guten Tag, meine Damen und Herren! Willkommen zur ersten Vorlesung des Grundlagenmoduls Statik¡°, begann er mit einem leichten L?cheln. Seine Stimme f¨¹llte scheinbar m¨¹helos den gro?en Raum, auch ohne Mikrofon. ?Erst einmal ein paar Worte zu meiner Person, bevor ich ihnen die Inhalte dieser Veranstaltung vorstelle¡°, fuhr er fort, ?Mein Name ist Dr. Kinger und leite das Labor f¨¹r technische Mechanik und Elektrotechnik.¡° Kinger¡­ Der Name kam mir bekannt vor¡­ ?Wie f¨¹r viele von Ihnen ist das auch mein erstes Semester an dieser Fachhochschule. Vorher habe ich in Hamburg unterrichtet.¡° Auf einmal fiel mir wieder das Pergament ein, das mir vor Jahren mal ein Museumsmitarbeiter gezeigt hatte. Da kam auch ein Herr Dr. Kinger vor¡­ Und diese Zeichnungen, die aussahen wie meine... Aber das war bestimmt nur ein wahnsinniger Zufall. Der Mann hatte sich doch bestimmt nur einen gut geplanten Spa? gemacht. Oder? War ein solcher Zufall wirklich m?glich? Auch wenn das dumm klang, vielleicht sollte ich dem Museum nochmal einen Besuch abstatten¡­ Erst einmal h?rte ich Kingers Einf¨¹hrung zu, ich hing regelrecht an seinen Lippen. Seine Art war einfach fesselnd und ich merkte gar nicht, wie die Zeit verging. ?Wenn keine Fragen mehr sind, w?r¡¯s das auch von meiner Seite aus. Dann geht es n?chsten Montag richtig los¡° beendete Kinger seine Vorlesung und alle packten ihre Sachen. ?War vorhin alles gut bei dir? Du hast so neben der Spur gewirkt¡°, fragte Fatima. ?Ja, ja, alles okay. Ich war nur ein bisschen in Gedanken¡°, beschwichtigte ich sie. Sie w¨¹rde mich doch f¨¹r verr¨¹ckt halten, wenn ich ihr von dem Pergament erz?hlte. ?Lass uns in die Mensa gehen.¡° Sie nickte zustimmend, also gingen wir los. Nachdem wir uns hingesetzt hatten, sie mit ihren Nudeln und ich mit meinem Schnitzel, meinte sie: ?Dieser Dr. Kinger scheint ein korrekter Typ zu sein.¡° ?Da geb ich dir recht. Statik wird bestimmt Spa? machen, wobei die Klausur es in sich haben k?nnte.¡° ?Mit einer vern¨¹nftigen Vorbereitung sollte das aber zu schaffen sein.¡° Wir unterhielten uns noch eine Weile. Ich erfuhr, dass sie einen schwarzen G¨¹rtel in Karate hatte und leidenschaftlich gerne Dudelsack spielte. Von letzterem spielte sie mir sogar ein Video vor. Sie war echt talentiert. Im Gegenzug zeigte ich ihr meine Zeichnungen. ?Tja, ich muss noch einkaufen.¡° Mit diesen Worten stand Fatima irgendwann auf. ?Ich w¨¹rd mal sagen, wir sehen uns morgen in Mathe.¡° ?Genau¡°, best?tigte ich, ?Bis morgen!¡°, dann verlie?en wir die Mensa und gingen getrennte Wege. The story has been illicitly taken; should you find it on Amazon, report the infringement. Kapitel Sanders II 05.10.2024, 16:00 Uhr, in der Kapelle in Hessen Ach, sch?n, dass du da bist. Du kommst genau richtig, Dr. Arkanov und ich sind gerade dabei, letzte Vorbereitungen f¨¹r unseren n?chsten Versuch zu treffen ¨C hoffentlich ist es der letzte. Wir haben jetzt den Kr¨¹mmungsgleichrichter im Drittdimensionssubraumbandpass mithilfe einer speziellen Hyperspule so angepasst, dass der Dimensionsriss kleiner und damit auch stabiler wird. Cool, was? War ne Idee von Hephaistos. Geht zwar auf die Bit¨¹bertragungsrate, aber ist f¨¹r unsere Zwecke v?llig ausreichend. Ausserdem hat Dr. Arkanov noch ein bisschen am Quantenstromwechselrichter rumgespielt, damit das Signal trotz des d¨¹nnen Risses nicht so st?ranf?llig ist. ?Bereit, Herr Sanders?¡° Mein ehemaliger Professor grinst mich an. Ich freu mich auch schon, vor allem Nach dem ganzen B¨¹rokratiekram. ?Ja¡°, antworte ich deswegen. Ich drehe den Regler f¨¹r die Riss?ffnung auf. So, jetzt muss sich nur noch der Subraum einschwingen, dann kann es losgehen. Einen Moment noch, so jetzt, ich dr¨¹cke den Knopf zum ¨¹bertragungsbeginn. Du bist bestimmt auch schon gespannt, ob wir dieses mal eine klarere Verbindung bekommen, oder? Genau, das dachte ich mir. ?Das Rauschen ist auf jeden Fall weniger geworden.¡° Da hat Dr. Arkanov definitiv recht. Ah ja, ich h?r das uns allzu vertraute Klicken. ?Hallo, Herr Hephaistos, k?nnen Sie mich h?ren?¡°, beginnt Arkanov, ins Mikro zu sprechen. Die beiden kennen sich halt schon ein bisschen. ?Ja, laut und deutlich¡°, ert?nt die kraftfolle, raue Stimme aus dem Lautsprecher, die fast schon mehr donnert als sein Hammer. Hast du eigendlich schon mal einen Gott in echt sprechen h?ren? Nicht? Das m¨¹ssen wir bei Gelegenheit mal nachholen, wenn ich mal die Zeit finde, dich zu lokalisieren. Aber die Verbindung scheint ja strabil zu sein. ?Guten Tag¡°, sage ich. ?Ach, hallo Herr Sanders. Vielen Dank, dass Sie mir und meinem Bekannten helfen, auf eine Art miteinander zu sprechen, bei der wir nicht erst die Gluonenladungssperre der 2. Dimensionsebene durchbrechen m¨¹ssen.¡° ?Kein Problem. Ich w¨¹rd sagen, Sie beide quatschen noch ne Runde, holen Sie vielleicht noch mal Athene dazu, die interessiert das bestimmt auch. Ich nehm w?hrendessen mal ein paar Messwerte auf, ja?¡° ?In Ordnung.¡° Die Hephaistos un Arkanov haben sich wahrscheinlich eh noch viel zu erz?hlen. Ich schau mal was die Messger?te sagen. Bisher alles gut, es sind auch alle von den interdimensionalen Beh?rde vorgegebenen Maximal- und Minimalwerte eingehalten. Das geht auch erstmal eine Weile so, bis der Gott auf einmal wieder das Wort an mich richtete. ?Herr Sanders, scannen die mal bitte das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich und sagen Sie mir, ob wir das sind.¡° Was hat das denn jetzt damit zu tun? Den Scan f¨¹r ich aber mal durch. Heilige Schei?e! Was wurde denn da durchgejagt? ?Nein, das waren wir ganz sicher nicht, da hat jemand Materie durchs Tunnelsystem geschickt, das sieht man an den Molek¨¹lr¨¹ckst?nden. Sendeort, w¨¹rde ich sch?tzen, ist M¨¹nsterland in ca. 2 Jahren und es geht ganz steil s¨¹d?stlich und r¨¹ckw?rts in der Zeit.¡° Dr Arkanov sieht mich besorgt an. ?Dieses Tunnelsystem ist doch nur zur Nachichten¨¹bertragung ausgelegt, oder nicht?¡° ?Ja, hoffendlich war das, was an uns vorbeigeflitzt ist, unbemannt, es gibt n?mlich keine Forschung dar¨¹ber, wie sich soetwas auf Lebewesen auswirkt.¡° ?Ich sehe, es wird zur¨¹ck kommuniziert¡­¡°, erg?nzt Hephaistos. ?Tats?chlich.¡° H?r mal, sollte dein Router, uber den wir ja auch Kontakt haben. damit etwas zu tun haben, sorg bitte daf¨¹r, dass die Verbindung nicht abrei?t, wenn du kannst. Wir m¨¹ssen das untersuchen. ?Herr Hephaistos, ich k¨¹mmer mich darum. Das k?nnte zwar leider zu Verz?gerungen kommen, diesen Kommunikationsweg als sichere Alternative zur alten Methode anerkennen zu lassen, weil ich ja daf¨¹r auch noch einen Bericht schreiben muss und jetzt nicht mehr so viel Zeit hab, aber das l?sst sich leider nicht vermeiden.¡° ?Das verstehe ich nat¨¹dlich.¡° Sowas hab ich ja noch nie gesehen. Die Herausforderung lass ich mir nicht nehmen. This content has been misappropriated from Royal Road; report any instances of this story if found elsewhere. Kapitel Kinger 09.10.2024, 14:00 Uhr, Steinfurt Gerade war ich in die Planung eines Projekts vertieft, das ich aus Hamburg mitgebracht hatte, als es an der T¨¹r klopfte. Das musste der dieser Mensch sein, der sich am Montag angek¨¹ndigt hatte. Ein Museumskurator, der unbedingt pers?nlich mit mir sprechen wollte. Ich fand das zwar ungew?hnlich, aber er hatte mich auch neugierig gemacht, es ging wohl um ein paar Reste einer antiken Maschine mit ungekl?rter Funktion und vielleicht konnte man sich ja noch etwas abschauen ¨C die Ingeneure dieser Zeit waren schlie?lich nicht gerade f¨¹r ihre Dummheit bekannt. Also rief ich: ?Herein!¡° Die t¨¹r ?ffnete sich und ein gro?gewachsener, leicht untersetzter Mann mit einer gro?en Tasche in der Hand trat ein. ?Hallo, Sie sind bestimmt Herr Mesgen, oder?¡°, bergr¨¹?te ich ihn. ?Ja, genau der bin ich¡°, erwiderte er. Er schien ein bisschen nerv?s, aber das hatte ich schon fast erwartet, so wichtig, wie ihm das Thema offensichtlich war. Also l?chelte ich ihm freundlich zu und fragte ihn: ?Nun, Herr Mesgen, was haben Sie mir denn heute mitgebracht?¡°, und sah ihn interessiert an. ?Am besten zeige ich es Ihnen direkt¡°, antwortete er und ?ffnete seine Tasche. ?Ich wei?, einige der verwendenden Materialien sind gelinde gesagt etwas ungew?hnlich f¨¹r die Zeit, aus der die stammen und ich sie deswegen anfangs f¨¹r eine F?lschung hielt¡°, fuhr er fort, w?hrend er vorsichtig diverse Baugruppen auf meinem Schreibtisch ausbreitete, deren ?hnlichkeit zu modernen Konstruktionen tats?chlich auch mich an deren Echtheit zweifeln lie?, ?deshalb habe ich Ihnen den Bericht unseres Museumslabors mitgenommen.¡° Anschlie?end legte er eine Mappe direkt vor mich. Skeptisch ¨¹berflog ich den Bericht. Ein Drehkolben, eine kleine Antenne, ein Modul mit Heizpatronen, aber gleichzietig auch einem K¨¹hlmittelkreislauf, und eine Platine mit teilweise nicht bekannten Bauteilen. Da war ich aber mal gespannt, wie die Laboranten des Museums f¨¹r antike Geschichte mir das als fast dreitausend Jahre alte Bauelemente verkaufen wollten. Also sah ich mir an, was sie getan hatten, um das Alter dieser Einheiten zu bestimmen. Tats?chlich wurden laut der Dokumentation mehrere ¨¹bliche Verfahren verwendet, die alle zum selben unglaublichen Ergebnis kamen. Deshalb fragte ich: ?Herr Mesgen, ich will die Kompetenz Ihrer Kollegen ja nicht anzweifeln, aber h?tten Sie etwas dagegen, wenn ich Ihre Komponenten an unserer Labor f¨¹r Werkstofftechnik weitergebe, um diese Untersuchungsresultate zu ¨¹berpr¨¹fen?¡° Er sah mich einen Moment verbl¨¹fft an, aber er entgegnete: ?Ja, nat¨¹rlich. Wenn Sie mir erst dann Glauben schenken, dann habe ich nichts dagegen.¡° Er l?chelte. Auch ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. So unrealistisch es auch war, dass diese Bauteile wirklich aus der Antike stammten, so faszinierend w?re es auch, wenn mir meine Kollegin Melanie dies auch best?tigen k?nnte. Ich nahm mir die Platine und sah sie mir genauer an. ?Gibt es schon einen Hinweis darauf, welche Funktion dieses Modul haben soll?¡° ?Ich bin nat¨¹rlich kein Experte¡°, erwiderte Herr Mesgen, ?aber ein Bekanner sagte mir, es handle sich m?glicherweise um einen Router f¨¹r das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich und damit ein wichtiger Bestandteil eines intertemporalen Verschiebesystems. Allerdings wei? ich nicht, was das bedeutet.¡° Am¨¹siert sah ich ihn an. ?Na, da haben Sie aber einen schlauen Bekannten.¡° Einen solchen Router gab es nat¨¹lich nicht, aber Herr Mesgen schien wohl wirklich ¨¹berzeugt davon. ?Alles klar¡°, sagte ich nach einem kurzen Moment der Stille, ?Vielen Dank, dass Sie da waren. Gibt es sonst noch irgendwas?¡° Er nickte. ?Einer Ihrer Studenten ¨C Eric, ich kenne leider nur seinen Vornamen ¨C haben Sie ein Auge auf ihn, ich glaube, er wird noch wichtig f¨¹r Sie.¡° Ich hob eine Augenbraue. ?Kein Problem.¡° Herr Mesgen stand auf und wir verabschiedeten uns. Ich konnte mir beim Besten willen nicht vorstellen, was ein Student damit zu tun haben sollte. Wenn das ganze hier ein Scherz war, w?re er selbst f¨¹r jemanden wie mich sehr aufwendig durchzuf¨¹hren, und wenn nicht¡­ Welche Rolle dieser Eric ¨C den ich bestimmt noch kennen lernen w¨¹rde ¨C in dem Ganzen spielte, dar¨¹ber w¨¹rde ich nachdenken, wenn Melanie die Bauteile untersucht hatte. The author''s narrative has been misappropriated; report any instances of this story on Amazon. Ein paar Tage sp?ter, in einem Flur der FH ?Lars! Du wirst es nicht glauben!¡° Sofort drehte ich mich um, als hinter mir Melanies aufgebrachte Stimme h?rte. ?Ich habe die Module, die du mir gegeben hast, auf jede erdenkliche Art und Weise auf ihr Alter untersucht. Rate mal, was ich herausgefunden habe!¡° ?Willst du damit sagen¡­¡° ?Ja, sie sind wirklich so alt! Unvorstellbar!¡° Erstaunt sah ich meine Kollegin an. Vor ¨¹berraschung fing ich an, laut zu lachen. Es war unfassbar. ?Wo hat dieser Herr Mesgen blo? diese Bauelemente her?¡°, fragte Melanie. ?Ich wei? es nicht. Angeblich einfach so im Archiv gefunden. Vielleicht gibt mir diese Platine einen Anhaltspunkt, wenn ich nur w¨¹sste, wie sie funktioniert¡­¡°, erwiderte ich. ?Da kann ich dir nicht helfen, du bist der bessere Elektrotechniker von uns¡°, meinte Melanie, ?Aber halt mich auf dem Laufenden, ja?¡° ?Mach ich. Und selbst wenn ich nicht herausfinde, woher diese Technologie stammt, ein Router f¨¹r das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich f¨¹r ein intertemporales Verschiebesystem klingt trotzdem spannend ¨C viellercht erf¨¹ll ich mir noch den Traum vom Zeitreisen!¡° Ich kicherte. ?Du bist ja verr¨¹ckt¡°, sagte Melanie, w?hrend sie sich ein Lachen verkniff, ?Viel Gl¨¹ck noch, ich habe gleich Vorlesung. Bis morgen!¡° ?Bis dann!¡° Nun war es amtlich, Herr Mesgen hatte zumindest im Bezug auf die Bauteile nicht gelogen. Jetzt galt es nur noch deren Aufgabe, insbesondere die der Platine zu kl?ren. Und Eric¡­ in der Statik-Praktikumsgruppe, die n?chsten Montag dran war, gab es einen Eric Aschmer¡­ Vielleicht meinte Herr Mesgen ihn, andererseits war Eric auch kein seltener Vorname. Dennoch war ich mal gespannt. Kapitel Fatima 24.06.2026, 8:00 Uhr, Steinfurt M¨¹de betrat ich den H?rsaal, Konstruktion/CAD II stand heute an. Eric hatte mal wieder in der ersten Reihe Platz genommen, da wo er immer sa?. Ohne zu z?gern setzte ich mich auf den freien Platz neben ihn. ?Hallo, Fatima¡°, begr¨¹?te er mich. ?Hey¡°, murmelte ich. Er stellte mir einen hei?en Kaffee hin, f¨¹r den ich sehr dankbar war. ?Wie sp?t ist es gestern noch mit dem Hydraulikpraktikum geworden?¡° Die Sorge in seiner Stimme war nicht zu ¨¹berh?ren. ?2 Uhr morgens¡°, erwiderte ich. Er sah mich an. ?Darf ich mal kurz was loswerden?¡° Ich nickte, also fuhr er fort: ?Ich finde, du ¨¹bernimmst dich¡­ ich verstehe ja, dass dir das Studium wichtig ist, aber es ist keine Schande, ein oder zwei Semester zu verl?ngern¡­¡° ?Aber du scheinst es ja auch zu schaffen, und du setzt dich nebenbei noch in eine Mastervorlesung von Dr. Kinger mit rein.¡° ?Aber ich muss nicht nebenbei arbeiten, um mir mein Essen zu finanzieren, du schon. Du hast also deutlich weniger Zeit und Kraft in der Woche, um zu lernen. Und ganz ehrlich, langsam aber sicher macht dich der ganze Druck, den du dir machst, kaputt.¡° ?Aber¡­¡°, setzte ich an, stoppte aber, weil ich innerlich wusste, dass er die Wahrheit sagte. ?Ach hast ja recht¡°, sagte ich, ?Danke.¡° Ich war auch igendwie froh, es mal aus fremdem Mund zu h?ren. Der Kaffee begann zu wirken. ?Wei?t du, Eric, um dich mach ich mir auch ein bisschen Sorgen¡°, begann ich erneut. ?Warum?¡° mit einer hochgezogenen Augenbraue sah er mich an. ?Merkst du eigendlich, wie Dr. Kinger dich ansieht, wie du ihn verg?tterst, wie viel Zeit du bei ihm im Labor verbringst? Und jedes Mal, wenn du allein mit ihm warst und ich dich frage, woran ihr denn gearbeitet habt, wimmelst du mich ab. Auch wenn du es vielleicht nicht h?ren willst, irgendwas hat der Mann mit dir vor und ich wei? nicht, was es ist, aber die Sache ist mir h?chst suspekt.¡° ?Ach, so ein Quatsch¡°, tat er meine Bedenken ab, ?ich wette, er wird dich beim n?chsten Projekt auch mit einbeziehen, wenn ich ihm sage, dass du Interesse hast. Soll ich das mal machen, wenn sich das beruhigt?¡° ?Nein, das mache ich lieber selbst¡°, entgegnete ich bestimmt. Eric war zwar grunds?tzlich ein ehrlicher Typ, aber ich sp¨¹rte, das zwischen ihm und Dr. Kinger etwas vor sich ging, das er mir nicht erz?hlen wollte, und von dem ich ¨¹berzeugt war, das es nicht gut f¨¹r ihn war. Direkt heute nach der Digitaltechnikvorlesung w¨¹rde ich Herrn Dr. Kinger mal aufsuchen und ein paar Fragen stellen. Schlie?lich musste ich wissen, was er mit meinem besten Freund vor hatte. Nur w¨¹rde Eric zuerst bei ihm sein, denn Digitaltechnik war nunmal ein Wahlpflichtmodul, welches er nicht hatte. Aber so lange, wie die beiden immer in Kingers Labor hockten, w¨¹rden sie schon nicht weglaufen, da war ich mir sicher. Am selben Tag, 12:00 Uhr Support the creativity of authors by visiting the original site for this novel and more. Zielstrebig ging ich in Richtung von Dr. Kingers Labor. Als ich in den entsprechenden Gang abbog und fl¨¹chtig durchs Fenster sah, fiel mir drau?en ein Mann auf, der mit Antenne und Messger?t absuchte und dabei telefonierte. Aber ich hatte nunmal besseres zu tun, als Fremde bei der Arbeit zu beobachten, also ging ich weiter. Ich konnte schon durch die Scheibe in der T¨¹r sehen, dass im Labor Licht brannte, dementsprechend w¨¹rde ich die beiden wie erwartet antreffen. Also trat ich ein, abgeschlossen war nicht. Auf den ersten Blick sah ich niemanden, also begann ich: ?Hallo? Herr Dr. Kinger?¡° Keine Reaktion. Auch nach einem Rundgang durchs Labor keine Spur von igendwem. Dabei waren einige Ger?te doch noch eingeschaltet¡­ Das war echt verdammt besorgniserregend, zumal die Professoren hier eigendlich gro?en Wert darauf legten, dass alles ordnungsgem?? ausgeschaltet und abgeschlossen war, wenn niemand mehr im Labor war. Also z¨¹ckte ich mein Handy, um Eric anzurufen. In diesem Moment ging die T¨¹r auf. Kurz hatte ich die Hoffnung es k?nnte Eric oder Kinger sein. Als ich mich umdrehte, sah ich jedoch keinen von beiden. Stattdessen kam der Mann, den ich vorhin durchs Fenster gesehen hatte, auf mich zu. Was zur H?lle tat er hier? ?Sind Sie zuf?llig Frau Fatima Kecmaz?¡°, fragte er mich. Einen Moment lang wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Das war gruselig. Woher kannte er meinen Namen? Ich sammelte mich wieder. Das w¨¹rde ich schon noch herausfinden. ?Ja, die bin ich¡°, entgegnete ich also in ernstem Ton, ?W?ren Sie so nett, sich auch vorzustellen?¡° ?Nat¨¹rlich.¡° Ein leichtes L?cheln flog ¨¹ber seine Lippen, als er mir ein K?rtchen under die Nase hielt. ?Sanders. Ingeneur f¨¹r intertemporale und interdimensionale Kommunikationstechnik.¡° Seltsame Jobbezeichnung, ob das wohl so glaubw¨¹rdig ist? Auf dem ?Dienstausweis¡® (oder was auch immer er mir gerade zeigte) standen noch ein paar weitere Informationen ¨C trotzdem nicht sonderlich vertauensw¨¹rdig, aber vielleicht auch eine M?glichkeit an Informationen zu kommen. ?Haben Herr Dr. Kinger und Herr Aschmer schon ihr Zeitreiseexperiment begonnen?¡° Nun war ich mir sicher, der Typ wusste etwas. Die Frage war nur noch, wof¨¹r das Codewort ?Zeitreise¡® steht, eine echte Zeitreise hatte hier schlie?lich bestimmt nicht stattgefunden. ?Ach, entschuldigen Sie bitte¡°, fuhr er fort, bevor ich etwas sagen konnte, ?Sie wissen ja noch gar nichts davon. Wenn Sie gleich angerufen werden, gehen Sie unbedingt ran, ja?¡° Er setzte sich an Dr. Kingers Schreibtisch. ?Vorallem h?tte ich gerne eine Erkl?rung, was hier passiert!¡°, machte ich deutlich. ?Einen Moment bitte¡°, sagte er, w?hrend er die Anzeigen auf Kingers Maschienen und seinem Messger?t inspizierte. ?Ah ja, das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich weist einen Eintrittspunkt bei ca 11:30 Uhr auf, sie sind schon weg. Sagt Ihnen wahrscheinlich nichts, Frau Kecmaz, oder?¡° ?Nein, erkl?ren Sie es mir¡°, antwotete ich stumpf. Intensiv musterte ich Sanders. Seine selbstsichere Art, Kingers Ausstattung zu bedienen, lie? auf eine tats?chliche Fachkompetenz und berufliche Erfahrung schlie?en, auch wenn seine Worte unglaublich klangen. Er warf einen Blick auf seine Armbanduhr. ?Nun gut, bis zu Ihrem wichtigen Telefonat haben wir vermutlich nicht mehr viel Zeit, aber ich versuchs mal kurz zusammenzufassen.¡° Da war ich aber mal gespannt. ?Das Tunnelsystem, das ich vorhin erw?hnte, ist eine quantenmechanische Konstruktion, welches es in Kombination mit spezieller Ausr¨¹stung erm?glicht, dass sich elektromangetische Strahlung nicht nur in den drei r?umlichen Dimensionen, sondern auch auf der 4. Dimensionsachse, der Zeitachse frei bewegen kann.¡° Skeptisch hob ich eine Augenbraue. ?Du erf?hrst das erste Mal davon, ich wei?. Das ist ziemlich hohe Physik. Aber vom Welle-Teilchen-Dualismus hast du schon mal etwas geh?rt, oder?¡° Ich nickte, Dinge das Doppelspaltexperiment und der photoelektrische Effekt und die Schlussfolgerungen daraus bekannt. Also sprach er weiter: ?Das hat sich Professor Kinger zu Nutze gemacht, um Materie in der Zeit zur¨¹ckzuschicken, genauer gesagt, sich selbst und Herrn Aschmer. Dabei ist etwas schief gelaufen, das Tunnelsystem ist schlie?lich nur f¨¹r den Photonentransport gedacht und -¡° ?H?ren Sie mal¡°, unterbrach ich ihn w¨¹tend, ?Wenn Sie den ungef?hren Zeitpunkt dieses Experiments feststellen konnten, um die Risiken wussten, warum haben Sie sie nicht aufgehalten?¡° ?Weil keiner wei?, was passiert, wenn die in ihrer pers?nlichen Zeitlinie gleichzeitig jetzt und vor ein paar tausend Jahren existieren, letzteres ist schon gesichert nachgewiesen. Und jetzt -¡° Das Klingeln meines Handys t?nte dazwischen. Eric! Ohne zu z?gern ging ich ran. Kapitel Sanders III 24.06.2026, 12:36 Uhr, Steinfurt Die junge Frau vor mir nimmt den gerade eingetroffenen Anruf entgegen. Den Anruf, den selbst ich leider dank des starken Umgebungsrauschens von au?en nur bruchst¨¹ckhaft entschl¨¹sseln konnte. Das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich ist, was Datenschutz angeht, halt echt unschlagbar, wie du mittlerweile vielleicht wei?t. Aber jetzt, wo ich Fatima aufgebracht in ihr Handy rufen h?re; ?Eric? Was ist passiert? Wo bist du?¡°, sollte ich ein besseres Bild vom Geschehen bekommen, denn das am anderen Ende Hilfe ben?tigt wird, das ist trotzdem klar. Da uns beide das nat¨¹rlich auch interessiert, bedeute ich ihr mit einer Geste, sie soll bitte mal auf laut stellen. Sehr gut, sie hat es verstanden. ?Du wirst das nicht glauben, Fatima!¡°, ert?nt die Stimme eines jungen Mannes auf der anderen Seite, Herr Aschmer, w¨¹rde ich sagen. ?Herr Dr. Kinger und ich, wir sind -¡° ?durch die Zeit gereist?¡° beendet seine Studienfreundin den Satz. ?Aber¡­ Aber¡­ woher wei?t du¡­?¡° ?Herr Sanders hat mir alles erz?hlt.¡° ?Sanders? Ich kenne keinen Sanders. Wer ist das?¡° An Frau Kecmaz¡¯ Gesicht sehe ich, dass sie ihm nicht glaubt, also nicke ich und sage: ?Er kennt mich wirklich nicht.¡° Also entgegnet sie: ?Naja, ist ja auch egal. Erz?hl weiter.¡° ?Also, wir sind in Athen...¡°, fuhr er fort, merklich nerv?s, ?In der Antike! Glaub ich zumindest, ich bin mir nicht sicher. Diese verdammten Halluzinationen machen mich wahnsinnig¡­¡° Halluzinationen also? Ich bin Ingeneur und kein Arzt, also ziehe ich ein entsprechendes Symptombeschreibungsformular aus der Hosentasche, um die nachfolgenden Informationen zu dokumentieren. Da bleibt nur noch die Frage, an wen ich das schicke, aber dar¨¹ber kann ich sp?ter nachdenken. ?Was f¨¹r Halluzinationen? H?rst du Stimmen?¡° Frau Kecmaz¡¯ Angst um Herrn Aschmer ist immer noch erkennbar und zudem auch ziemlich verst?ndlich. ?Nein, ich sehe Dinge¡­ aus der Zeitmaschine hat mein Kopf ne Kneipe gemacht und jedes Mal, wenn ich Dr. Kinger ansschaue¡­ seh ich ein K?nguru. Und er¡­ naja ich geb ihn dir mal.¡° Nach einem kurzen Moment der Stille meldet sich der Professor in einem ungew?hnlich fr?hlichen Ton am anderen Ende zu Wort: ?Hallo, Frau Kecmaz!¡° ?Herr Dr. Kinger. Ich habe Fragen.¡° Sie ist sichtlich irritiert. Bestimmt wundert sie sich, wie jemand in so einer Situation so gute Laune haben kann. Du begreifst das auch nicht? Denk doch mal nach, je nach dem, ob und was er so halluziniert, ist das schon gut m?glich. ?Wissen Sie eigendlich, was f¨¹r ein sch?nes, weiches Fell ihrem Komilitonen mittlerweile gewachsen ist?¡° Oh ha, Kinger geht ja ¨¹berhaupt nicht auf Kecmaz ein¡­ und macht sie damit echt w¨¹tend. ?Sind Sie jetzt v?llig ¨¹bergeschnappt? Ist das alles, was Sie jetzt interessiert? Nicht, wie Sie jetzt wieder zur¨¹ckkommen? Haben Sie denn gar kein schlechtes Gewissen Eric gegen¨¹ber?¡° Sie schreit ja f?rmlich¡­ Das ist zwar nachvollziehbar, aber wenn Kinger deswegen auflegt, wird es sehr schwer, wieder an die beiden ranzukommen, da ich die genaue Raum-Zeit-IDK-Nummer, ihre ?Telefonnummer¡° quasi, nicht kenne. Also nehme ich ihr das Handy weg und teile ihr mit einem ernsten Blick mit, sie solle ab jetzt mir das reden ¨¹berlassen. Das ist zwar nicht die feine englische Art, aber du willst doch auch, dass Herr Dr. Kinger und Herr Aschmer nochmal wiederkommen, oder? ?Entschuldigen Sie bitte diesen kleinen emotionalen Ausbruch¡°, sage ich zu ihm. Frau Kecmaz will gerade wieder zum Sprechen ansetzen, doch Kinger ist schneller: ?Kein Problem.¡° In seiner Stimme schwingt immernoch die pure Gl¨¹ckseligkeit mit. ?Herr Aschmer, mein s¨¹?es H¨¹ndchen, ist auch ganz verzweifelt, weil wir beide nicht mehr in der Verfassung sind ohne fremde Hilfe nach Hause zu kommen.¡° H?re ich da etwa einen Anflug von Mitleid? ?Dabei ist die Dokumentation dieses Projekts auf meinem Rechner. Frau Kecmaz ist doch eine kluge Studentin, sie kann sich bestimmt einarbeiten und eine Fernsteuerung f¨¹r die Zeitmaschine entwerfen. Ich bin da zuversichtlich. Wenn sie Hilfe braucht, ich habe mich ab und an mit meiner Kollegin, Frau Dr. Melanie Stremer, ¨¹ber das Projekt unterhalten, die wird sie sicher unterst¨¹zen.¡° ?Das ist keine gute Idee¡°, widerspreche ich ihm, ?Wie Sie vielleicht merken, hat ihre Methode, durch die Zeit zur reisen, erheblichen neurologischen Schaden bei Ihnen angerichtet. Um eine weitere Verschlechterung Ihres Zustandes zu vermeiden, ¨¹berlassen Sie die Art Ihrer R¨¹ckreise am besten mir.¡° Ich bin mal gespannt, wie ich das anstelllen werde. ?Ach, Sie kennen sich auch mit Zeitreisen aus? Sagen Sie, wer sind Sie?¡° ?Sanders mein Name. Und ich w¨¹rde behaupten, ich kenne mich mit Zeitreisen aus, das subatomare Tunnelsystem in Zeitbereich war Teil meines Studiums.¡° Kinger kichert. ?Wie spannend! Wo haben Sie denn studiert? Vielleicht kann ich da ja noch was lernen.¡° ?Dazu m¨¹ssten Sie erstmal wieder im 21. Jahrhundert sein.¡°. ?Na dann machen Sie sich mal an die Arbeit! Ich freue mich schon!¡° Mit einem geradezu manischem Lachen legt Kinger auf. Verdammt! Meine Ausbeute an Informationen ¨¹ber die Situation ist echt d¨¹rfig. Ich habe noch nicht mal den Tag herausgefunden, an dem sie sich befinden! Was? Wen soll ich fragen? Kronos, den Vater von Zeus? Ach, Chronos mit CH? Da gibt¡¯s einen Unterschied? Okay, das glaube ich dir jetzt einfach mal, da kennst du dich besser aus. Ich werde Hephaistos mal bitten, ihn ans G?tter-Telefon zu holen. Wo wir gerade beim Thema sind, Kennst du zuf?llig jemanden, der unsere beiden Zeitreisenden wieder richtig im Kopf machen kann? So so, den Namen hab ich schon mal geh?rt. Der soll es also mal versuchen. Ich geh dann mal ein paar Gespr?che f¨¹hren und einige Formulare verschicken. If you come across this story on Amazon, be aware that it has been stolen from Royal Road. Please report it. Kapitel Hermes 12. Skirophorion Ol. 701,1, Olymp ?Das war mal eine Party¡°, bemerkte Dionysos, als er sowohl mir als auch sich selbst noch einen Wein einschenkte, ?ich hoffe nur, Melia hat das n?chste Mal wieder Zeit, die hab ich schon ewig nicht mehr gesehen.¡° ?Ach komm, mit Erigone hattest du doch heute auch ganz viel Spa?, oder?¡°, erwiderte ich. Dionysos kicherte. ?Ein Wunder, dass du das mitbekommen hast, so wie du mit Chiron besch?ftigt warst.¡° ?Ja, der hat schon viel meiner Aufmerksamkeit von dir weggelenkt.¡° Ich grinste zur¨¹ck und warf ihm scherzhaft eine Kusshand zu. Er brach in schallendes Gel?chter aus. ?Steht da jemand auf mich?¡° ?H?ttest du wohl gerne.¡° Pl?tzlich zuckte ich zusammen, weil sich eine Hand auf meine Schulter legte. ?Puh, Athene, was musst du dich immer so anschleichen.¡° Ich sah mit einem Grinsen zu ihr auf. Sie erwiderte es nicht. Verdammt. Es war also richtig ernst. ?Hermes, kann ich mal kurz allein mit dir spechen. Es geht um unsere Zeitreisenden.¡° Das Thema war seit Jahren auf dem Olymp pr?sent. Hephaistos und einem seiner irdischen Freunde war das w?hrend eines Forschungsprojekts aufgefallen und die Beh?rden meinten, dass das jetzt unser Problem ist, da die beiden in unserem fr¨¹hreren Hauptzust?ndigkeitsgebiet gelandet sind. Es ist jetzt nat¨¹rlich die Frage, wie man damit umgeht, denn eine Neustrukturierung der Zeitlinie ist extrem riskant, das wei? sogar ich. ?Alles klar, ich komme.¡° ich wandte mich an Dionysus. ?Entschuldige bitte, ich muss das mal eben kl?ren.¡° ?Okay, und vergiss nicht, alle f¨¹r n?chsten Freitag einzuladen¡°, erinnerte er mich. ?Mach ich¡°, rief ich ihm Beim Rausgehen zu und folgte Athene ins Besprechungszimmer. ?Wir wissen absolut nicht mehr weiter.¡° Sie seufzte, w?hrend sie am gro?en Tisch Platz nahm sich die letzten verworfenen Entw¨¹rfe zu dem Problem anstarrte. ?Chronos ist halt echt nicht zu knacken. Der wird dir und Hephaistos nicht helfen, die beiden zur¨¹ckzuholen.¡° ?Ich wei?, aber uns fehlt einfach das Fachwissen.¡° Ich merkte an der Frustration in ihrer Stimme, dass es ihr schwer gefallen war sich das einzugestehen. ?Sag mir, Hermes, wen k?nnen wir fragen? Auf dem ganzen Olymp, auf der kompletten Erde und in der ganzen Unterwelt gibt es sonst niemanden, der uns Rat geben kann. Es steht das Raum-Zeit-Gef¨¹ge auf dem Spiel und wir haben nur einen Versuch. Und wie sollen die interdimensionalen Beh?rden irgendetwas so schnell genehmigen?¡° ?Das stimmt. Aber du vergisst, es gibt mehr als die Welten, die du selbst besuchen kannst. Wei?t du noch, damals, als...¡° ?Spar dir bitte deine Geschichten, jetzt ist nicht der passende Zeitpunkt.¡° ?Nein, das wird keine ausschweifende Erz?hlung. Was ich sagen will, Ich habe doch mal Odin besucht, und der hat mir von so drei alten Damen erz?hlt. Die machen einen ?hnlichen Job, wie die Moiren, nur, dass sie auch die Gesetze der Zeit beherrschen.¡° Sie hielt einen Moment inne, ihr Blick war nicht von ihren ¨¹berorganisierten Unterlagen und Hephaistos¡¯ Kritzeleien wegzukriegen. ?Dieser Odin... Von dem, was du ¨¹ber ihn bis jetzt erz?hlt hast, bin ich mir nicht sicher, ob man ihm trauen kann. Seine Suche nach Weisheit und neuen F?higkeiten sind zwar respektabel, aber seine Methoden sind doch etwas fragw¨¹rdig, meinst du nicht? Da sind mir seine Bekanntschaften doch etwas suspekt.¡° ?Er sagt, der Grund, warum die interdimensionalen Beh?rden ihn in Ruhe lassen, ist, dass die drei Alten ihm ¨¹ber die Schulter gucken.¡° Sie sah auf und mir direkt in die Augen. ?Was?¡° ?Ich will damit sagen, die drei scheinen echt was drauf zu haben, wenn die Beh?rden ohne n?here Pr¨¹fung das abnicken was sie tun.¡° Athene sah mich mit ihrem charakteristischen ?ich bin skeptisch!¡®-Blick an, mit einer hochgezogenen Augenbraue und der rechten Hand am Kinn. ?Hast du eine bessere Idee?¡°, fragte ich sie. ?Nein, ich bin mir zwar immer noch nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, aber uns bleibt nicht wirklich eine Wahl, wenn du wirklich niemanden besseren kennst. Wei?t du, wie du zu diesen Frauen kommst?¡° ?Da muss ich mir zugegebenerma?en noch etwas ¨¹berlegen, aber ich schaff das schon.¡° ?Ich verlass mich auf dich. Sei bitte h?flich zu den drei Damen und stell nicht wieder etwas Dummes mit diesem Loki zusammen an, ja?¡° ?Kein Stress, das ist ja eine Dienstreise.¡° Ich zwinkerte ihr mit einem Grinsen zu, sie l?chelte ein wenig. Loki ging zwar manchmal wirklich zu weit, deswegen machte nich nicht bei allem mit, aber ab und an war er doch ganz lustig. ?Ich pack mir dann mal direkt ein paar Sachen und mach mich auf die Socken.¡° ?Alles klar, viel Erfolg.¡° Ich verlie? das Besprechungszimmer. You might be reading a stolen copy. Visit Royal Road for the authentic version. Kapitel Eric III 11.04.800 BC, Athen Schweigend starrte ich auf mein Glas Orangensaft, das vermutlich noch nicht einmal echt war, und dachte ¨¹ber das Telefonat von eben nach. Scheinbar hatte Fatima jemanden aufgetrieben, der uns helfen konnte. Hoffendlich war er keine Illusion, denn er hatte meinem Professor den Willen zur¨¹ckgegeben, aus diesem Unsinn hier wieder in die Realit?t zu finden. Ob er wohl jemals wieder der Alte sein w¨¹rde? Ob ich wohl jemals wieder mit ihm in seinem Labor sitzen und mir seine Ideen anh?ren konnte? ?Wei?t du, Eric¡°, meinte er mit diesem breiten Grinsen, dass mich heute das erste Mal seit Tagen wieder mit Freude und Zuversicht erf¨¹llte, ?ich bin schon richtig gespannt, was dieser Sanders zu erz?hlen hat. Von dem lernen wir beide bestimmt viel. Ich w¨¹sste zu gerne schon jetzt, welche anderen Zeitreiseverfahren es noch so gibt!¡° Vielleicht kann es ja doch so werden, wie fr¨¹her, dachte ich. W?hrend eines kleinen Monologs seitens Lars ¨¹ber verschiedenste Theorien, wie Sanders uns hier rausholen konnte, erkannte ich ihn endlich wieder, den Mann der mich einmal f¨¹r den ganzen Schei? hier begeistert hatte. Trotzdem, auf ein derartiges Experiment w¨¹rde ich mich garantiert nicht nochmal einlassen. Pl?tzlich machte Lars eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: ?Wenn wir wieder zur¨¹ck sind¡­ das, was hier zwischen uns beiden passiert ist¡­ ich meine, neben den ganzen Halluzinationen¡­¡° ?Keine Sorge, das bleibt definitiv unter uns¡°, erwiderte ich schnell. Insgeheim war ich erleichtert, dass er anscheinend genau wie ich einfach vergessen wollte, dass wir uns n?her gekommen waren. Zu dem Zeitpunkt hatte es mir echt gefallen... Aber als ich gemerkt hatte, dass er im Laufe der Zeit sowohl mich, als auch die ganze Situation hier immer weniger ernst genommen hatte, das hatte schon weh getan¡­ Auch wenn ich ihn immernoch sehr mochte und mir sehnlichst die Zeit vor diesem Test zur¨¹ck w¨¹nschte¡­ meine Sicht auf ihn war trotzdem eine andere. Auf einmal riss mich das Ger?usch einer aufgehenden T¨¹r aus meinen Gedanken. Ein Mann mittleren Alters betrat dieses Hirngespinst eines irischen Pubs. Interessiert betrachtete ich den Stab in seiner Hand, um den sich eine lebende Schlange wand. Begleitet wurde er von einer jungen Frau, die einen gro?en Koffer. ?Faszinierend¡°, kommentierte Lars diese seltsame Erscheinung, ?Siehst du da auch Asklepios und eine seiner T?chter?¡° Ich nickte. Der B?rtige l?chelte. ?Genau der bin ich¡°, sagte er mit der beruhigendsten Stimme, die ich jeh geh?rt hatte, ?K?nnt ihr euch denken, warum ich hier bin?¡° Ich sah zu Lars hin¨¹ber, die Verwirrung stand ihm genauso ins Gesicht geschrieben, wie warscheinlich auch mir. ?Oh, sieht nicht danach aus¡°, fuhr er fort, ?Nun, ein gewisser Herr Sanders hat mir berichtet, dass ihr beide an Halluzinationen leidet, ist das richtig?¡° ¨¹berschw?nglich nickte ich. Oh mein Gott, endlich Hilfe! Lars schmunzelte. Ich konnte ihm sein gedankliches ?ich bin mal gespannt, wer das ist, wenn der Schleier der Einbildung gefallen ist¡° ansehen. ?Ja, das ist richtig¡°, sagte er. Asklepios nickte. ?Dann lasst uns mal die Untersuchung beginnen. Panakeia, gibst du mir bitte mal den Hirnstromanalysator aus dem Koffer?¡° ?Nat¨¹rlich¡°, antwortete sie und reichte ihm ein kleines Ger?t mit einem Kabel mit sonde am Ende, ?Hier. Bittesch?n.¡° ?Danke.¡° An mich gerichtet fuhr er fort: ?Mit dir fangen wir mal an, Junge.¡° Er hielt mir die Sonde vor die Stirn und bewegte sie langsam auf meinem Kopf hin und her. ?Panakeia, was sehen wir hier?¡° ?Eine deutliche Fehlfunktion im Okzipitallappen. Die Art, wie die visuellen Reize verarbeitet werden, ist eindeutug gest?rt. Die ungew?hnlichen Aktivit?ten im Temporal- und Parietallappen sind warscheinlich darauf zur¨¹ckzuf¨¹hren, dass sein Gehirn die auditiven und taktilen Reize erwartet, die visuellen Halluzinationen hervorrufen w¨¹rden, wenn sie echt w?ren.¡° ?Sehr gut, T?chterchen. Und was w¨¹rdest du als Mittel dagegen vorschlagen?¡° ?Oftalirion¡°, erwiderte Panakeia und nahm eine Dose mit der Aufschrift ??¦Õ¦È¦Á¦Ë?¦Ñ?¦Ä¦É¦Ï¦Í¡° aus dem Koffer, w?hrend Asklepios anerkennend l?chelte. ?So¡°, meinte er zu Lars, ?dann wollen wir mal sehen, ob du das gleiche Problem hast.¡° Er f¨¹hrte die gleichen Scans durch wie bei mir. ?Ja, auch hier wieder die selbe Problematik.¡° ?Na dann. Hier, einfach auf der Zunge zergehen lassen.¡° Panakeia reichte sowohl ihm als auch mir eine Oftalirion-Tablette. Direkt steckte ich sie mir in den Mund und sah zu Lars r¨¹ber. Er l?chelte zur¨¹ck. ?So ein s¨¹?es H¨¹ndchen¡­¡° Dann nahm auch er seine Tablette. Den Kommentar h?tte er sich echt sonst wo hin stecken k?nnen, aber jetzt war nicht die Zeit, ihn daf¨¹r anzuschei?en. Langsam normalisierte sich meine Sicht wieder, ich erkannter Lars¡¯ Gesicht wieder. Der Pub verschwand und ich sah wieder Athen. Die Zeitreise war also doch keine Einbildung gewesen. Ich wandte meinen Blich wieder zu dem Mann und der Frau, um zu sehen wer sie wirklich waren, und erstarrte. Sie waren unver?ndert. Ihr Equippment war noch da und von Asklepios¡¯ Stab z¨¹ngelte mir immernoch die Schlange entgegen. Lars schien noch schockierter als ich, w?re das hier ein Comic, w?re seine Kinnleiste jetzt auf dem Boden. ?Ich wei?, das muss verbl¨¹ffend sein, dass wir die echten sind¡°, meinte Panakeia, ?Passiert ja nicht alle Tage, dass wir uns von Hephaistos hierher in diese Welt versetzten lassen. Verarbeitet das erstmal. Sanders wird euch bestimmt gleich abholen lassen. Viel Gl¨¹ck noch, hoffendlich braucht ihr uns nach eurer R¨¹ckreise nicht nochmal.¡° Danach verschwanden die beiden scheinbar ins Nichts. Taken from Royal Road, this narrative should be reported if found on Amazon. Kapitel Urd Urd-Brunnen am Knotenpunkt des interdimensionalen Gebildes, das als ?Yggdrasil¡° bekannt ist, jenseits einer Zeitachse, wie Menschen und die meisten G?tter sie kennen ?Seht einmal nach dort hin¨¹ber¡°, h?rte ich Skuld sagen, ?Da hinten kommt jemand.¡° Verdandi und ich sahen von den Verstrickungspl?nen von Zeit und Schicksal auf, die wir wie ¨¹blich flei?ig weiter entwickelten, um sie dann nach und nach mit Hilfe von Effekten wie der Quantenverschr?nkung oder dem Quanten-Tunneleffekt Realit?t werden zu lassen. ?Wer ist das?¡° ?Keine Ahnung! Urd, wei?t du das?¡°, Verdandi sah mich neugierig an. Ich sch¨¹ttelte den Kopf. ?Ich kenne ihn auch niemanden in den Neun Sph?ren, der seine Fl¨¹gel an den Schuhen statt auf den Schultern tr?gt.¡° ?Er muss aber etwas sehr wichtiges auf dem Herzen haben. So ein hektisches Kerlchen ist nicht alle Tage geduldig genug, uns zu finden¡°, meinte Skuld. Der junge Mann, der v?llig ausser Atem war, landete vor uns und verneigte sich ehrf¨¹rchtig. ?Sage mir Fremder, wer bist du und was ist dein Anliegen?¡°, fragte ich ihn und sah auf ihn herab. ?Ich bin Hermes¡°, keuchte er, den Blick als zeichen des Respekts immernoch gesenkt, ?und ich komme, weil einige aus dem olymischen Pantheon sich den Kopf zerbrechen, welches gr??ere Kenntnisse ¨¹ber die Natur der Zeit erfordert, als uns zur Verf¨¹gung steht.¡° Er kam also aus einer der anderen Sph?ren, die mit Midgard in engem interdimensionalen Kontakt standen, aber nicht zur Yggdrasil geh?rten. ?So?¡°, fragte Verdandi, ?Du kommst also aus der olympischen Welt? unser Kollege Chonos ist doch euer Experte f¨¹r die Zeit¡°, erwiderte ich. "Leider ist er unwillens, uns zu helfen", erwiederte Hermes. "Das ist ja mal wieder typisch", wandte sich Varandi kichernd an mich, "Der ist ja noch st?rrischer als du!" Da konnte selbst nich mir ein Lachen nicht verkneifen. ?So, was genau ist denn euer Problem?¡°, fragte Skuld, nachdem wir uns wieder gefangen hatten. Hermes sah uns ernst an. ?Es geht um zwei Menschen, die das subatomare Tunnelsystem im Zeitbereich zweckentfremdet haben, um sich selbst einige tausend Jahre in die Vergangenheit zu versetzen.¡° ?Ach, die?¡°, meinte Verdandi, ?Wir haben uns schon gewundert, aber Asklepios hat sich ja ganz toll um die gek¨¹mmert, wir dachten, ihr habt das im Griff.¡° ?Es stimmt, dass die Heilung erfolgreich war¡°, erwiderte Hermes, ?Aber wenn es darum geht, eine sichere Methode der R¨¹ckf¨¹hrung zu finden, wissen selbst Athene und Hephaistos zusammen nicht mehr weiter. Aber Chonos meint, der eine Zeitsprung sei schon schlimm genug, da solle es keinen zweiten geben, deswegen tut er nichts. Nun bin ich hier, um euch um Unterst¨¹tzung zu bitten.¡° ?Chronos¡¯ Vorgehen ist meiner Meinung nach grob fahrl?ssig¡°, erwiderte ich, ?Nat¨¹rlich sollte die Zeit so weit wie m?glich linear bleiben. Aber manchmal, vor allem, wenn sich eine Art von Lebewesen bereits au?erhalb ihrer eigenen Zeit befindet, ist es eben wichtig, Ma?nahmen zu ergreifen, damit alles wieder seine Ordnung hat.¡° ?Genau, die eigendlich schon geschehenen Dinge in Midgard ver?ndern sich immer mehr, je l?nger sie bleiben¡°, erg?nzte Skuld. ?Also werdet ihr uns helfen?¡° Hermes¡¯ Gesichtsausdruck f¨¹llte sich mit Hoffnung. Verdandi sah ihn an. ?Ja, nat¨¹rlich. Ich w¨¹rde sagen, wir erledigen das mal eben hier.¡° ?Was haltet ihr davon, wenn wir einfach ein paar Teilchen in der Originalzeit der beiden, die sich gerade in Superposition befinden, mit den beiden temporal verschr?nken? Diese sollten sich zu einer exakten Kopie der beiden zusammensetzen,¡° warf skuld in die Runde. ?Ja, gute Idee¡°, erwiderte ich, ?bei dieser Methode werden warscheinlich sogar ihre Hirnstrukturen richtig ¨¹bertragen. Wir sollten aber die Originale der beiden erst aufl?sen, wenn wir gesehen haben, dass alles soweit funktioniert hat.¡° Verdandi stand auf. ?Ich mach das mal eben.¡° Sie tippte die entsprechenden Anweisungen in den Programmierer f¨¹r die Yggdrasil. Auf unserem gro?en Bildschirm erkannte ich, wie der Transfer von Statten ging. Ich sah, wie sich die beiden in ihrer Zeit zsammensetzten. ?Alles hat funktioniert, Verdandi¡°, rief ich zu ihr hin¨¹ber, ?die beiden sind heile ¨¹bergekommen.¡° ?Alles klar¡°, meinte sie, ?dann l?se ich die Ursprungsk?rper jetzt auf.¡° Sie dr¨¹ckte ein paar weitere Kn?pfe. ?Und das wars?¡° Hermes sah verwundert aus. ?Ja¡°, erwiderte Skuld, ?Wir haben hier eben gutes Equippment.¡° ?Ich muss sofort dem Olymp Bescheid geben.¡° Hermes holte ein interdimensionales Kommunikationsger?t aus seiner Tasche. ?Du hast hier keinen Empfang, junger Mann, wir sind hier zu abgelegen¡°, sagte ich, ?Sie werden es schon bei ihren eigenen Messungen sehen.¡° ?Dann muss ich pers?nlich zur¨¹ck. H?chsten Dank.¡° Hermes verneigte sich. ?Nichts zu danken, die Zeit muss ihre Ordnung haben.¡° Er nickte und flog davon. The tale has been stolen; if detected on Amazon, report the violation. Kapitel Fatima II 30.06.2026, 18:18 Uhr, Steinfurt Ersch?pft sa? ich auf meinem Bett. Die letzte Woche hatte mich echt fertig gemacht. Ich hatte mir von Sanders noch einmal ganz genau erkl?ren lassen, was Dr. Kinger bei seinem Experiment alles angestellt hatte. Vom subatomaren Tunnelsystem im Zeitbereich, das nur f¨¹r Nachrichtentransport gedacht war, bis zu den Gottheiten, die nun versuchten, uns zu helfen. Letzteres h?tte ich ja nicht geglaubt, w?re da nicht dieser Mann (oder dieses Wesen?) aus dem Nichts aufgetaucht, oder besser gesagt, h?tte er nicht mithilfe eines Quarksfarbdreh?ffners die Gluonenladungssperre der 2. Dimensionsebene durchbrochen? Heisenberg sagte mal: ? Fr¨¹her hatte ich ihn daf¨¹r bel?chelt, mittlerweile w¨¹rde ich ihn nur fragen: ?Welchen Gott meinst du?¡° H?tte man mir fr¨¹her gesagt, dass ich mal Hephaistos mit einem Menschen ¨¹ber ein technisches Problem diskutieren sehen w¨¹rde¡­ nur, das. es nicht einfach ein technisches Problem war. Es ging darum, Eric zu retten. Und Kinger am besten auch, damit er zur Verantwortung gezogen werden konnte f¨¹r sein fahrl?ssiges Handeln. Ob Eric wohl erkannt hatte, dass Kinger nicht der Held war, f¨¹r den er ihn gehalten hatte? Wenn ich meinen besten Freund ¨¹berhaupt nochmal wiedersehen w¨¹rde¡­ die T¨¹rklingel riss mich aus meinen Gedanken. Erst wollte ich ¨¹berhaupt nicht ?ffnen, aber wer auch immer da drau?en war, hatte beschlossen, Sturm zu klingeln. Also dr¨¹ckte ich den ?ffner f¨¹r die Haust¨¹r und trat aus der Wohnung, um zu sehen, wer da war. ?Eric!¡° Ich konnte es nicht glauben! Sofort rannte ich ihm auf der Treppe entgegen, um ihm um den Hals zu fallen. ?Fatima¡­ ich hab dich vermisst.¡° ?Ich dich auch. Komm erstmal rein.¡° Kurze Zeit sp?ter sa?en wir mit einem Kakao auf meiner Couch. Vorsichtig begann ich: ?M?chtest du dar¨¹ber reden, was passiert ist?¡° Eric atmete tief durch. ?Ganz ehrlich, als du versucht hast, mich vor Kinger zu warnen, ich h?tte auf dich h?ren sollen. Diese Zeitreise war echt ein Horrortrip.¡° Dann erz?hlte er mir alles, angefangen von den ersten Tierhalluzinationen, ¨¹ber Professor Kingers zeitweise Weigerung, sich mit einer R¨¹ckkehr in die eigene Zeit zu besch?ftigen, und wie es Eric mich mithilfe eines Buches, ?Grundlagen der intertemporalen Kommunikation¡° von Dr. Arkanov, das bei uns in der Bibliotek aufgetaucht war, anrufen konnte, bishin zu Asklepios und Panakaia, die sie von den Halluzinationen befreit hatten. ?Du musst mich ja f¨¹r v?llig verr¨¹ckt halten, dass ich dir hier was von g?ttlicher Hilfe erz?hle¡°, meinte er, den Blick auf den Boden gerichtet. Ich sah ihn an. ?Vor einiger Zeit h?tte ich das vielleicht, aber mittlerweile wei? ich es besser.¡° ?Was?¡° ?Ich war dabei, als Hephaistos sich pers?nlich ein Bild von eurer Apparatur gemacht hat, um besser einsch?tzen zu k?nnen, wie man euch zur¨¹ckholen k?nnte. Ich habe am Telefon geh?rt, dass Hermes die Idee hatte, die Nornen um Rat zu fragen.¡° ?Die Nornen¡­ die hatte Sanders auch erw?hnt. Keine Ahnung, wie die drei das angestellt haben, aber nachdem Asklepios und Panakeia weg waren, habe ich nicht nur Athen gesehen, sondern auch das Labor von Kinger. Gleichzeitig! An beiden Orten konnte ich h?ren, riechen, mich bewegen, Dinge ber¨¹hren und sie auf meiner Haut s¨¹ren, obwohl ich in der anderen Welt vielleicht ins Nichts griff. Und dann war Athen auf einmal weg, und ich war nur noch in Steinfurt.¡° ?Und Kinger?¡° ?Der war die ganze Zeit neben mir. Sanders hat gesagt, dass er seine Zeitreisetechnologie verbieten lassen will.¡° ?Zu recht! Und was passiert mit ihm jetzt?¡° ?Laut Sanders werden jetzt diese interdimensionalen Beh?rden ein Ermittlungsverfahren gegen ihn einleiten. Das Entwickeln der Zeitmaschine wird wahrscheinlich keine Konsequenzen nach sich ziehen, da er eigendlich niemand war, der ¨¹berhaupt vom Tunnelsystem und den Konzepten der Interdimensionalit?t wusste, auch keine Ahnung von den gesetzlichen Regelungen hatte. Aber es soll dar¨¹ber diskutiert werden, ob die Tatsache, dass er mich mitgenommen hat, eine fahrl?ssige K?rperverletzung ist. Missbrauch seiner Position und Vertrauensstellung steht auch noch im Raum. Wen die Beh?rden mit der Urteilsfindung beauftragen werden, ist noch offen. Von Themis, ¨¹ber Ma¡¯at oder Yama, bishin zu Tezcatlipoca. Wir beide m¨¹ssen dann wahrscheinlich auch eine Aussage machen.¡° ?Du klingst nicht gerade begeistert.¡° ?Bin ich auch nicht, ich will einfach nur meine Ruhe, was ihn angeht. Warum hab ich mich ¨¹berhaupt auf soetwas eingelassen?¡° Ich h?rte einen Anflug von Wut in Erics Stimme. Ich erwiederte: ?Du hast ihn geliebt. Deswegen.¡° ?Ja, und irgendwo liebe ich ihn auch immer noch, verdammt! Warum nur?¡° ?Das ist menschlich. Das wird nur die Zeit heilen k?nnen.¡° Eric nickte. ?Vielleicht war es aber auch Schicksal. Wei?t du, Fatima, ich habe dir das bis jetzt nie erz?hlt, du h?ttest mir ja eh nicht geglaubt, aber vor ungef?hr sieben Jahren, da hat mir jemand mal etwas gezeigt.¡° Und dann begann er wieder zu erz?hlen, von einem Pergament, in dem ein gewisser Eric genau die Geschichte erz?hlt hatte, die mein bester Freund erlebt hatte, von Zeichnungen und Bauteilen, die gut zu Kingers Zeitmaschiene geh?ren k?nnten, und dabei gefunden wurden, und dem Museumskurator, von dem er zum ersten Mal in seinem Leben ?Eric¡® genannt wurde. ?Und jetzt rate mal, was ich in Athen gelassen hab!¡° ?Besagtes Schriftst¨¹ck und ein paar deiner Zeichnungen?¡° ?Genau, und die Zeitmaschine ist auch dort geblieben. Das bedeutet, die Zeitlinie ist trotz R¨¹ckkopplung stabil.¡° ?Gibt¡¯s noch etwas derartiges, was du mir nicht erz?hlt hast?¡° ?Nein, keine Sorge, das wars erstmal mit den Zeitreisen f¨¹r mich.¡° ?Sehr gut, und wenn du doch nochmal sowas anstellst, l?sst du deinen Versuch gef?lligst vorher vom interdimensionalen T¨¹V oder so pr¨¹fen, ja?¡° Eric schmunzelte. ?Ja, mach ich.¡° Den weiteren Abend lie?en wir mit einem Film ausklingen. The story has been stolen; if detected on Amazon, report the violation. Kapitel Kurator II 01.07.2026, 17:30Uhr, im Museum f¨¹r antike Geschichte Wie fast jeden Tag um diese Uhrzeit ging ich nach meiner ¨¹blichen Durchsage, dass das Museum in einer halben Stunde schlie?en w¨¹rde, durch die Ausstellung. Wie immer waren nur noch wenige Besucher da. Oft hatte ich bereits in solchen Momenten Sanders, der Stimme in meinem Kopf, gelauscht, wie er mir von seiner Arbeit als Ingeneur f¨¹r intertemporale und interdimensionale Kommunikationstechnik erz?hlte. Die letzten zwei Jahre war auch die Zeitreise von Eric und Dr. Kinger oft Thema gewesen. Wie sch?n, dass ich jetzt die ganze Geschichte kannte, und die R?tsel, die mir das Pergament, die Zeichnungen und die Bauteile aufgegeben hatten, endlich gel?st waren. Die Bauteile, die mich durch reinen Zufall mit Sanders verbunden hatten, die ich in seinem Auftrag Professor Kinger ¨¹bergeben hatte, damit sie ihm helfen, die Zeitschleife aufrecht zu erhalten ¨C wer wei?, wie das alles angefangen hat, aber ich hatte es f¨¹r die Stabilit?t des Raum-Zeit-Gef¨¹ges getan, auch wenn es f¨¹r die beiden, vor allem f¨¹r Eric, keine sch?ne Erfahrung gewesen war. Aber ich wusste, er w¨¹rde es verarbeiten k?nnen. Genauso wie damals die Sache mit seiner Lehrerin ¨C nicht dass das vergleichbar w?re, aber trotzdem hatte ich wie damals so ein Gef¨¹hl. Da viel mir ein Mann auf, vielleicht Mitte siebzig, der eingehend eine Statue betrachtete. Ich stellte mich dazu. ?Sagen Sie, soll das wirklich Hermes sein?¡°, fragte er. ?Ja, das ist der G?tterbote.¡° Ich l?chelte. ?Naja¡°, meinte der Mann, w?hrend er das Kunstwerk weiterhin kritisch be?ugte, ?Wer auch immer der Bildhauer ist, er hat Hermes noch nie gesehen.¡° Ich hob beide Augenbrauen. ?Haben Sie ihn denn schon gesehen?¡° Der Mann lie? ein leichtes Lachen von sich. ?Nat¨¹rlich, und ich kann Ihnen sagen, seine Wangenknochen sind deutlich markanter.¡° Bisher hatte nur Sanders mit mir ¨¹ber die reale Existenz der verschiedenen Gottheiten gesprochen, aber der man neben mir war nicht Sanders, dieser klang j¨¹nger und hatte nicht so einen slawischen Akzent, von daher war ich erstaunt. ?Und Hermes ist einer, der viele Geschichten erlebt hat.¡° Interessiert sah ich den Mann neben mir an, der sofort fortfuhr: ?Einmal, so hat er es mal erz?hlt, hat er die Sph?re des kanaan?ischen Pantheons besucht, weil sich dort ein einfacher Stammesgott in sehr kurzer Zeit sehr viel Wissen ¨¹ber den Kosmos angeeignet hat. Den wollte Hermes nat¨¹rlich unbedingt mal kennen lernen. Aber daraus wurde nichts, denn dieser Gott hatte kein Interesse am Austausch mit anderen G?ttern. Schade eigendlich, der Typ hatte und hat auch immer noch ein paar interessante Ans?tze, die man gerne mal h?tte diskutieren k?nnen, aber er war mehr und mehr der ¨¹berzeugung, seine Ansichten ¨¹ber die Welt w?ren die einzig wahren und die anderen Gottheiten der Welt h?tten kein Mitspracherecht. Da konnte selbst Hermes mit all seinem diplomatischen Geschick nichts mehr ausrichten. Die anderen zogen sich sogar irgendwann unauff?llig in andere Sph?ren zur¨¹ck, selbst El und Aschera. Baal hat es noch am l?ngsten mit ihm ausgehalten.¡° ?Das ist ja was. Im griechisch-r?mischen Pantheon gab es ja auch die ein oder andere Meinungsverschiedenheit, aber das ist selbst dort nicht passiert.¡° Der Mann nickte. ?Herr Dr. Arkanov! Da bin ich wieder. Wie ich sehe haben Sie sich nett unterhalten¡°, h?rte ich eine merkw¨¹rdig vertraute Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah einen Mann anfang vierzig. ?Ja, ich habe dem netten Herrn hier gerade ein bisschen was ¨¹ber Hermes erkl?rt¡°, erwiederte der ?ltere neben mir, der sich gerade abewendete, ?Aber bevor wir fahren, geh ich auch noch mal auf Toilette.¡° ?Alles klar.¡° der gerade Dazugesto?ene sah nun mich an. ?Entschuldigen Sie Dr. Arkanov, hat er sich wieder in seinen M?rchen verloren?¡° ?Sind es denn wirklich M?rchen, Herr Sanders?¡° ¨¹berrascht sah er mich an. ?Kennen wir uns, Herr¡­¡° Erwarf einen Blick auf mein Namensschild. ?¡­ Mesgen? Ach du heilige¡­¡° Ich nickte. Da hatte mich meine Intuition doch nicht get?uscht. Ich l?chelte. ?Sch?n, dass wir uns endlich mal in Person sehen. Und danke f¨¹r die Sache mit Eric.¡° ?Ohne deine Mithilfe und die Informationen, die du mir bereitgestellt hast, h?tte ich das wahrscheinlich nicht geschafft¡°, erwiederte Sanders. Nun, normalerweise bin ich niemand, der einfach Leute um den Hals f?llt, aber jetzt, wo der Mann, der mir so viele Jahre in meinem Kopf Gesellschaft geleistet hatte, vor mir stand, ¨¹berkam es mich einfach. Sanders schien etwas ¨¹berrascht, verst?ndlicherweise. Erst z?gerlich, dann mit seinem ¨¹blichen Selbstbewusstsein erwiederte er die Umarmung. ?Schei?e¡°, murmelte er, ?Ich wusste gar nicht, dass ich das jetzt gebraucht habe.¡° Nachdem wir uns voneiander gel?st hatten, sah er mich an: ?Verdammt, da kommen mir ja ein bisschen die Tr?nen.¡° ?Herr Sanders, kommen Sie?¡°, h?rte ich Arkanov vom Eingang aus rufen. ?Ich muss dann mal.¡° Sanders atmete tief durch. ?aber ich komme wieder! Ich hab dir ja mal ein Telefonat mit den G?ttern versprochen.¡° ?Ich freue mich darauf. Du wei?t, wo du mich findest¡°, erwiderte ich. Dann ging Sanders Richtung Ausgang und ich machte mich daran, das Museum zu schlie?en. This book is hosted on another platform. Read the official version and support the author''s work.