《The Rotten 6 [GERMAN] (Arbeitstitel)》 And Thus It Began| Adelaide In einer ruhigen Taverne mitten in einer Stadt, umgeben von W?ldern, tief im Landesinneren treffen 6 Abenteurer aufeinander. Ein Klischee, so alt wie die Zeit und im Repertoire eines jeden Bardens. Doch diese Geschichte hat einen Unterschied. Sie sind keine Gruppe, bisher wei? noch keiner von den Abenteurern dass sie durch den d¨¹nnen Faden des Schicksals verbunden sind und obwohl jeder aus einem eigenen Grund hier ist, ist schon seit langem beschlossen, dass diese 6 Individuen einander helfen werden. Adelaide Adelaide betrat die ¡®Tanzende Maus¡¯ kurz vor Mittag. Ihr langer waldgr¨¹ner Umhang war eng um sie geschlungen um den eisigen Winden der Stadt Stonewall zu entgehen und um unbemerkt und unauff?llig zu sein. Sie war es zwar durch ihre Arbeit als T?nzerin gewohnt, die Blicke von allen auf sich zu haben und zu jedem anderen Zeitpunkt h?tte sie nichts dagegen, aber im Moment war sie an einem Ort, an dem eine sch?ne Frau nicht sicher war, selbst am helligsten Tag. Doch hier w¨¹rde der Kontakt auf sie warten, also hat sie sich den weitesten und l?ngsten Umhang mitgenommen, den sie in ihrem Besitz hatte. Die Kapuze hatte sie tief ins Gesicht gezogen und war froh endlich in die nur leicht besuchte Taverne eintreten zu k?nnen. Die Tanzende Maus war eine Taverne wie sie in hunderten Liedern beschrieben wurden, h?lzern, stabil, ein wenig zu dunkel und eine gro?e Theke, die eine Seite des Raums fast vollst?ndig in Anspruch nahm, mit einem Barkeeper, der gelangweilt einen Krug s?uberte. Adelaide wurde Silber darauf verwetten, dass es seit geraumer Zeit schon der gleiche Krug war. Sie lockerte ihren Umhang, der ihr schwer auf den Schultern lag und setzte sich auf einen der billigen St¨¹hle, so weit wie m?glich entfernt von der T¨¹r. Sie wusste nicht genau warum, aber das f¨¹hlte sich einfach richtig an. Adelaide hielt ihren linken Arm noch immer unter dem dicken Stoff versteckt, der ihre Figur vertuschen sollte, noch immer klammerten ihre Finger die feinen Gravuren eines edlen Dolches der ihr einen kleinen Fetzen an Sicherheit gab. Es war keine besondere Waffe, keine magische Verzauberung oder besonderes Material, aber wundersch?n gefertigt und einem niedrigen Adeligen w¨¹rdig. ¡°Was willst du?¡± Die schroffe Frage warf Adelaide f¨¹r einen Moment v?llig aus der Spur, bis sie die junge Schankmaid vor sich sah, Arme in die H¨¹ften gestemmt. ¡°Also? Oder sprichst du meine Sprache nicht?¡± ¡°Ich, oh, ?hm, also, ich... nehme ein verd¨¹nntes Ale. ?h, Bitte.¡± Ein ¨¹bertriebenes Augenrollen und dramatischen Abgang sp?ter war Adelaide wieder alleine. Sie durfte sich an solch einem Ort nicht in ihren Gedanken verlieren. Sie musste alles im Auge behalten, denn sie war selbst zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz sicher, dass der Kontakt auftauchen und ihr tats?chlich helfen w¨¹rde. Es sollte sich angeblich um einen Zwerg aus dem S¨¹den handeln, der hier als H?ndler arbeitet. Dieser Zwerg war ihr Ticket raus aus ihrer pers?nlichen H?lle. Sie w¨¹rde mit neuem Namen und ohne magische Markierung ein neues Leben starten und- W?hrend Adelaide erneut in ihren Gedanken vor sich hin starrte, lie? sich ein kleiner, aber sehr breit gebauter Mann mit rauschigem Bart an ihrem kleinen Tisch nieder. Kein Mann, ein Zwerg, eine K?rperform wie ein Quadrat und von einer angenehmen Aura der Freundschaft umgeben. Adelaide erschrak f¨¹r eine Sekunde, bis sie erkannte um wen es sich handeln musste. ¡°Bist du A?¡± ¡°Ja, bin ich, Taka hat mich hierhergeschickt¡±, antwortete sie in einem geradezu l?ssigen Ton. Die Anspannung wie weggeblasen. ¡°Gut. Du kannst mich Dreren nennen, Taka hat mir die Infos gegeben, aber ich brauch von dir noch ein paar Antworten.¡± Bevor Adelaide etwas antworten konnte sprach der Zwerg, der in nicht edle, aber hochwertige dunkle Kleidung geh¨¹llt war, weiter: ¡±Was soll dein neuer Name sein, An welcher Stelle wurdest du markiert, welche Farbe hat die Markierung, wenn sie aktiviert wird und wie schnell willst du hier weg?¡± Die Fragen prasselten auf die nicht mehr ganz junge Frau ein, wie Regen in einem Sturm. ¡°Ich m?chte meinen Vornamen behalten, der Nachname ist egal. Ich habe eine Markierung am linken Oberarm und zwischen meinen Schulterbl?ttern. Ich wei? nur, dass die an meinem Arm dunkelblau leuchtet.¡± ¡°Blau also... und gleich zwei Anker... Da wollte jemand wirklich nicht, dass du die Stadt verl?sst. Aber sollte kein Problem sein, ich habe den genau richtigen f¨¹r den Job, komm in drei Tagen um diese Uhrzeit wieder hierher und wenn du kannst, besorge dir einen Haarf?rbungs Trunk. Und Taka hat einen Gefallen eingel?st, du wirst also nur einen Teil bezahlen m¨¹ssen, 5 Silbermark und 25 Groschen.¡± ¡°F¨¹NF MARK?! Wie teuer w?re es dann ohne Taka. Nein antworte nicht, ich will es gar nicht wissen. Aber ich habe genug zusammengespart, ich werde da sein.¡±You could be reading stolen content. Head to the original site for the genuine story. Ein Krachen ging durch die Taverne und ein hochgewachsener, schlanker Mann st¨¹rzte ¨¹ber den Tisch neben Adelaide. Eine w¨¹tende, weibliche Stimme, ersch¨¹tterte die vorherige Ruhe des Etablissements. ¡°Du kleiner Schei?er. WO IST ES?!¡± ¡°Ich wei? es nicht, ok. Ich habe es nur von einem Kurier an den n?chsten weitergegeben!¡± ¡°Schwachsinn. Keule w¨¹rde etwas so Wertvolles niemals durch so viele H?nde gehen, also sag es mir. WO?!¡± Eine, vor Wut kochende, Drakken, mit roten Schuppen und metallischen Klauen, die seltsam aussahen, als w?re Metall mit Fleisch verbunden. Die Drakken sprang nach vorne und pinnte ihren Gegen¨¹ber auf den Boden. ¡°Du wei?t, dass ich dich einfach fressen k?nnte, ja?¡± Ein ver?ngstigtes Nicken war die einzige Antwort, die sie erhielt. ¡°Also. Dann sag mir jetzt, wo mein verdammtes Schwert ist.¡± ¡°Keule wollte es f¨¹r sich selbst. Ich schw?re ich wei? es nicht, ich habe es nur gestohlen und in das Versteck gebracht, was danach mit deinem Schwert passiert ist, wei? ich nicht. Keule wird es haben, vermute ich mal, aber er ist nur selten selbst im Versteck.¡± ¡°ARGH¡± mit einem Aufschrei stand die Drakken auf begann in kleinen Schritten hin und her zu gehen. Adelaide war von den Ereignissen gefesselt und merkte erst viel zu sp?t, dass Dreren verschwunden war. Er hatte drei Groschen liegen gelassen, auf einem davon war etwas eingekratzt. Eine kleine krude Figur die scheinbar erh?ngt wurde. W?re in den letzten Minuten nicht so viel passiert, w¨¹rde Adelaide es bei dem Anblick mit der Angst bekommen, aber Verwunderung war alles was zum Vorschein kam, w?hrend sie die M¨¹nze untersuchte. Abgesehen von der eingekratzten Figur war die M¨¹nze, sowie die anderen beiden v?llig gew?hnlich. Zumindest, soweit Adelaide das beurteilen konnte. Sie hatte kein Mana und dementsprechend keinen Zugriff auf Magie. Sie war eine von vielen die f¨¹r Magie v?llig blind waren, schlie?lich wurde nur eine in einhundert Personen mit Mana geboren. F¨¹r den Fall, dass die M¨¹nzen von Bedeutung waren, deponierte sie die kleinen rotbraunen Metallst¨¹cke in ihrer Tasche. Als Adelaide sich dann in der Taverne umsah, sah sie den hochgewachsenen Mann, aber die feurige Drakken, war bereits gegangen. Sie war h¨¹bsch, dachte Adelaide sich. Drakken hatten eine ganz eigene Art von Sch?nheit, nicht wie die ¨¹bernat¨¹rliche Perfektion von Elfen. Drakken konnten wundersch?n gl?nzende oder gar schillernde Schuppen haben, so weich wie Haut oder so rau wie unbearbeitetes Eisen. Und die Augen erst. Adelaide hatte vor einigen Jahren einen Drakken kennengelernt, der brennende Augen hatte. Im wahrsten Sinne des Wortes. Seine Pupillen waren durchgehend in Bewegung, flickernd wie Feuer, aber in einem Blau, wie von einem Saphir. Die Augen von der Drakken, die gerade die hinteren Tische der Taverne umgesto?en hatte, waren schwer zu beschreiben, denn Adelaide hatte diese Farbe noch nie gesehen. Sie w¨¹rde es als eine Mischung aus einem satten Blau und einem leuchtenden T¨¹rkis bezeichnen, aber es war so viel mehr, als nur eine Mischung, Die Augen konnten direkt durch die Seele starren, so intensiv war die Farbe und der Blick der Drakken. ¡°-werde es einfach gleich ¨¹ber deinen Kopf kippen¡± Adelaide tauchte im letzten Moment aus ihrem eigenen Kopf auf um die junge Schankmaid davon abzuhalten das Ale ¨¹ber sie zu kippen. Wenn Blicke t?ten k?nnten, dann... naja dieser Blick w¨¹rde eher verwunden, aber es war dennoch einsch¨¹chternd. Dabei war Adelaide nicht nur ?lter, sondern auch gr??er und definitiv besser trainiert. Vermutlich. Aber abgesehen vom Tanz hatte sie seit Jahren nicht mehr trainiert. Also w?re die Schankmaid wom?glich doch auf Augenh?he. Aber selbst einen ebenb¨¹rtigen Gegner konnte man- Die Schankmaid starrte unverst?ndlich auf die seltsam gekleidete Frau, die SCHON WIEDER in Gedanken verloren vor sich hinstarrte. Sie entschied es aufzugeben und stellte einfach den Krug ab und nahm sich vor den restlichen Tag einfach nicht mehr in diese Ecke zu kommen. Daf¨¹r wurde sie nicht gut genug bezahlt. Oder ¨¹berhaupt bezahlt. Sie lie? Adelaide hinter sich und ging zur¨¹ck an die Theke um weiter zu arbeiten. 2| Zellis Zellis Stillwasser sprintete durch die Slums der Stadt, schob Bettler und Taschendiebe beiseite und hinterlie? eine Schneise des Chaos. Wenn dieser Mistkerl Keule wirklich ihr Schwert f¨¹r sich haben wollte, musste sie sich beeilen und ihn finden, bevor er wieder in eines der Verstecke in anderen St?dten ging. Die ¡®Fl¨¹gel von Stonewall¡¯ waren eine weit vernetzte Organisation und wenn einer von ihnen nicht gefunden werden wollte, dann w¨¹rde selbst ein Spion des K?nigs Schwierigkeiten haben. Einer vom Rat der Weise geschickte w¨¹rde es vermutlich schaffen, aber selbst dieser w¨¹rde ne lange Zeit brauchen, vor allem wenn es sich um jemanden so wichtiges wie Keule handelte. Keule. Was f¨¹r ein d?mlicher Name. Zellis stie? vor Zorn eine kleine Flamme aus ihren Nasenl?chern w?hrend sie die letzte Biegung nahm, bevor sie es schlie?lich zum Eingang des Unterschlupfes geschafft hatte. Einer der Fl¨¹gel stand mit Waffe und R¨¹stung Wache, aber Zellis wusste, dass mindestens die H?lfte der Bettler hier getarnte Wachen war. Also musste sie ihre halsbrecherische Geschwindigkeit drosseln und bliebe knapp 20 m vor dem Eingang stehen. Mit ihrer nat¨¹rlich tiefen und rauen Stimme, bellte sie zu der Wache:¡± Hey, mach auf! Ihr Pisser habt mein Schwert und ich will es zur¨¹ck!¡± Die Wache zuckte zusammen und spannte sich an, die Hand an das Heft des Kurzschwertes gelegt. ¡°B-Bleib zur¨¹ck! Du hast hier nichts verloren!¡± Zellis hatte keine Zeit f¨¹r all das, also streckte sie ihre Klauen und lie? das gl?nzende Metall in ihren Fingern und Krallen aufblitzen. Die meisten hier im K?nigreich hatten Geschichten geh?rt, wie die Stillwasser Familie mit ihren Klauen Gegner in Schlachten zerfetzten. Zugegeben, Zellis war nie selbst an der Front gewesen, sie hatte aber gegen gen¨¹gend Monster gek?mpft um sich gegen ein paar Diebe und Banditen zu wehren. Doch das war nicht n?tig. Scheinbar hatte ihr Name, Nach...name... hier gen¨¹gend Gewicht, um ihre Gegen¨¹ber einzusch¨¹chtern. Gut. Wortlos stapfte Zellis auf die gro?e T¨¹r zu, die in die Mauer des Stadtwalls eingelassen war. Ihr w¨¹rde mehr als gen¨¹gend Platz gelassen und etwa ein Dutzend Bettler sahen pl?tzlich betont in andere Richtungen. Der Eingang in das Versteck der Fl¨¹gel war viel gr??er als n?tig, aber in erb?rmlichen Zustand. Zellis hatte die Bef¨¹rchtung, dass hier alles einst¨¹rzen konnte, wenn jemand zu stark hustete. Sie kam an einigen Leuten vorbei, die ihr alle d¨¹stere oder verwirrte Blicke zu warfen, doch niemand sagte etwas, oder versuchte etwas zu unternehmen. Scheinbar war man auch als Unbekannter unter dem Schutz der Fl¨¹gel, sobald man in das Versteck gelassen wurde. Es war dort wie in einem Labyrinth, unz?hlige Wege f¨¹hrten kreuz und quer durch die massiven Wallmauern und scheinbar sogar nach unten in die Kanalisation. Zellis betete zu ihren Vorfahren, dass sie nicht dort runter m¨¹sse. Ihr Schwert war ihr nat¨¹rlich wahnsinnig wichtig, aber so wichtig? Nagut, ja war es, aber Zellis w¨¹rde sich mit Gewalt dazu zwingen m¨¹ssen in diese stinkende H?lle zu gehen. Doch ihrem Schwert und ihrer Schmiede war sie es schuldig, also w¨¹rde sie es tun, wenn es darauf ank?me. Das Schwert hatte WOCHEN gebraucht, bis es endlich perfekt war. Reiner Mondstahl, mit Magie durchzogen und mit den feinsten und sch?nsten Gravuren, die Zellis je erschaffen hatte. Vom gro?en Rubin, gef¨¹llt mit Unmengen an Magie, erst gar nicht zu sprechen. Der alleine konnte ein kleines Haus kaufen. Und wenn sich herumspr?che, dass etwas so Wertvolles, erfolgreich von Dieben gestohlen wurde, m¨¹sste Zellis sich st?ndig mit Nachahmern auseinandersetzen. Daf¨¹r hatte sie wahrlich nicht den Nerv.Unauthorized content usage: if you discover this narrative on Amazon, report the violation. Sie folgte dem gr??ten Gang vom Eingang aus, bis sie nun in einem gro?en Raum, ankam, der mit Personen gef¨¹llt war. Hehler vertrieben die Ware, die zuvor von Dieben gestohlen wurden, Attent?ter boten ihre Dienste feil, Tische voller Betrunkenen randalierten lautstark und Zellis sah, wie gut gekleidete Menschen gerade in Richtung einer soliden Holzt¨¹r, unterwegs waren. Bingo! Zellis versuchte in der Menge unterzutauchen, was ihr deutlich leichter viel, dank der anderen Drakken die sich hier herumtrieben. Zwar war sie mit ihren schimmernden roten Schuppen immer noch auff?llig, aber das musste reichen. Sie zw?ngte sich durch die Masse an Leibern auf direktem Abfangkurs, um die kleine Gruppe an Menschen direkt vor der T¨¹r zur Rede stellen zu k?nnen. Wer hier unten reich gekleidet war, musste wichtig sein. Sie vernahm Gespr?chsfetzen, kurz bevor sie schlie?lich aus der Menge herausbrauch und die T¨¹r blockierte. Anscheinend hatte die Gruppe es gerade vom Handel mit Halbelfen. Zellis lie? ihre Finger betont aufblitzen und fragte den vordersten: ¡°Du kennst doch sicher Keule. Wo ist er? Und bevor du-¡± weiter kam sie nicht. Der Angesprochene riss einen Zauberstab aus seiner Robe und lie? Feuer um ihn herum aufflammen. Zellis blieb unbeeindruckt stehen, bis ihm sein Fehler aufgefallen war. Ein roter Drakken hatte keine Angst vor Feuer, immerhin konnten sie es aus ihren H?lsen speien. Mit einem gezielten Schlag haute Zellis ihn um und richtete ihren Blick auf den n?chsten. Doch leider hatte das Spektakel die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sie gerichtet und ein Alarm ert?nte. Hunderte Messer, Dolche, Kurzb?gen und andere Waffen wurden gez¨¹ckt und Zellis erkannte, dass ihr Plan vielleicht h?tte mehr enthalten sollen, als ¡®In Versteck kommen, Keule finden, Schwert zur¨¹ckholen. ¡¯ Ein leises, kaum h?rbares ¡°Urgh, Vorfahren.¡± entwich ihrer Kehle und sie hob ihre Klauen in die Luft: ¡°Ich ergebe mich. Gl¨¹ckwunsch ihr habt mich. Bringt mich besser zu eurem Anf¨¹hrer, damit er entscheiden kann was zu tun ist!¡± Sie wurde stattdessen in eine kleine Zelle in der Dunkelheit gebracht. Ganz toll. Aber hey, es h?tte ja funktionieren k?nnen. Sie lehnte sich an die kalte steinerne Wand und lie? kleine Fl?mmchen steigen, die den Raum erhellten. Hier waren noch einige anderen Zellen, die meisten davon gef¨¹llt. Aber nur die wenigsten schienen mental ganz da zu sein, da die meisten das Feuer von Zellis einfach ignorierten. Ihr Vater hatte Recht. Irgendwann wird mein feuriges Ego mich in Schwierigkeiten bringen. Nat¨¹rlich war das seit Jahrzehnten bereits der Fall, doch zum ersten Mal hatte sie keine Ahnung was sie nun tun sollte. Selbst bei einem fatal gescheiterten Hinterhalt auf eine Wyvern, bei dem 25 von 29 Abenteurern starben, hatte sie bessere Aussichten als hier. Selbst als die Wyvern auf sie krachte und ihr das Bein brach. Ihre Krallen waren scharf und ihre Klauen unfassbar stark, aber faustdicke Eisenstangen, konnte man nicht einfach zerschneiden oder aufbrechen. Zellis lie? ihre Fl?mmchen erl?schen und schloss die Augen. Drachenschei?e. Was sollte sie jetzt tun? 3| Gertrude Einige Tage, bevor Zellis nach ihrem Schwert jagen, und Adelaide einen zwielichten Zwerg treffen w¨¹rde, beschloss eine kleine Halblings Hexe, ihre H¨¹tte zu verlassen um endlich ihre langersehnte Reise in den Blutwald zu unternehmen. Sie z?hlte mittlerweile bereits 84 Sommer und sie wusste, dass sie ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr in der Lage w?re einen solch gef?hrlichen Weg in Angriff zu nehmen. F¨¹r den Grund, warum sie das ¨¹berhaupt wollte reichte ein einziges Wort: ¡°Flammensalz¡± Es war eine Zutat die f¨¹r besonders m?chtige Tr?nke und Zauber benutzt wurde und man konnte es nur in einigen wenigen H?hlen tief im Blutwald finden. Sie hatte vor dutzenden Jahrzehnten einmal einen Trank des Suchens gebraut, um ihr zu helfen Kr?uter und Pilze im Wald zu finden. Dieser Trank wirkte bis zum heutigen Tage an und wenn sie an mehr Salz kommen w¨¹rde, k?nnte sie eine Vielzahl an Leiden bek?mpfen, die ihr Dorf und das umherliegende Land befielen. Gertrude, oder wie sie im Dorf hinter ihrer H¨¹tte bekannt war: Die Kr?uterhexe, hatte sich ein ganzes Jahr lang darauf vorbereitet und machte heute den ersten Schritt in ihr vermutlich letztes Abenteuer. Wenn sie das Salz fand, w¨¹rde sie sich zur¨¹ckziehen und nur noch Tr?nke brauen, doch wenn sie auf der Reise ihr Ende finden sollte, w?re es f¨¹r sie auch ein akzeptables Ende. Sie hatte schon so viel Erlebt, K?nige und Lordlinge, die um die L?ndereien k?mpften, Monsterplagen die ganze St?dte verschlangen, Krankheiten und eine Bauernrevolte, bei welcher sie einen gro?en Teil des Wohlgefallens der Einwohner in ihrem Umfeld fand, den sie bis zum heutigen Tage genoss. Ein Leben voller Erlebnisse und nur wenigen Reuen, da durfte sie es sich durchaus erlauben etwas solch Waghalsiges, wie den Blutwald zu bereisen, zu versuchen.Support the creativity of authors by visiting the original site for this novel and more. Sie blickte ein letztes Mal auf ihre kleine H¨¹tte, die in die Seite eines gigantischen Baumes gebaut wurde und von Blumen in eine malerische Landschaft der Farben verwandelt wurde. Sie hatte die meisten ihrer Pflanzen den Fae geschenkt, als Dank f¨¹r die Jahre der Hilfe und den Rest durfte sich das Dorf nehmen, sowie es gebraucht wurde. Ausger¨¹stet mit ihrem Stab, der vor Leben und Mana pulsierte, ihrer schlichten Robe, verzaubert mit Magie zu dem Schutz vor Schaden und Dreck und ihrem geliebten Hut, der ein eigenes kleines Leben entwickelt hat, seit sie vor drei?ig Jahren einen Zauber des Pflanzenwachsen an ihm ausprobiert hatte, begann sie ihren Weg nach S¨¹d Osten um in der gro?en Stadt Stonewall ein Schiff zu finden, dass sie von ihrem heimatigen Inselstaat Kizara? aus gen Osten ziehen konnte. Gertrude war eine Gnomin und hatte dementsprechend kurze Beine, was alles viel weiter weg erscheinen lie?, weshalb sie es sich zu Angewohnheit machte auf W?gen mitzurei?en, wenn sie einem ¨¹ber den Weg lief. Sie hatte auch direkt einen gefunden, der sie zumindest die ersten Kilometer weiterbringen konnte. Von dort aus w¨¹rde sie dann alles weitere in Angriff nehmen, hatte keinen Sinn, sich schon am Anfang Sorgen um das Ende zu machen. 4| Die Reise beginnt Adelaide konnte die letzten N?chte kaum schlafen, aus Angst und Nervosit?t vor ihrer kommenden Flucht. Sie hatte sich bereits vor zwei Tagen das Haarf?rbemittel gekauft und sich direkt daran gemacht zu einem v?llig anderen Menschen zu werden. Statt ihrem tiefdunklen Braun, waren ihre Haare nun ein aufregendes hellblau, niemand w¨¹rde je erwarten, dass jemand wie Adelaide eine solche Farbe tragen w¨¹rde. Sie selbst konnte es selbst noch nicht so ganz glauben. Sie war erschrocken, als sie sich in ihrem kleinen Silberspiegel gesehen hatte. Der Verk?ufer hatte ein angenehmes Himmelblau versprochen, aber wer wusste schon, was f¨¹r einen Schwarzh?ndler ¡°angenehm¡± ist. Nun, da sie Zeit hatte sich ein wenig mit ihrem neuen Haar anzufreunden, musste sie zugeben, dass es ihr auf eine verdrehte Art stand und ihre olivene Haut aus den S¨¹dlanden betonte. Das war das n?chste Problem gewesen. Ihre Haut. Hier in Stonewall gab es nur sehr wenige Einwohner, die aus den unendlichen Landen Nythals kamen. Dunklere Haut war dementsprechend auff?llig. Adelaide hatte sich durch eine ganze Palette an Makeup durchgetestet, um zu sehen, welche Farbe ihre Herkunft am besten verstecken k?nnte. Sie hatte nach sieben Versuchen aufgegeben und sich entschieden einfach einen Trank der ?nderung zu kaufen, einen- von niedriger Qualit?t konnte sie sich leisten und das Einzige, das der Trank bewirken musste, war ihre Haut so hell und blass wie bei den anderen aussehen zu lassen. Sie z?hlte ihr Geld und legte die geforderten Groschen und Silbermark in ein kleines ledernes T?schchen. Der Rest ihres Geldes landete im Beutel, den sie f¨¹r gew?hnlich auch nutzte. Klein leicht und mit Metallfaden verst?rktes Band, um vor Taschendieben zu sch¨¹tzen. Sie griff nach ihrem Spiegel und blickte sich selbst tief in die Smaragdgr¨¹nen Augen. Heute war der Tag gekommen, an dem sie ihre Freiheit zur¨¹ckerhalten w¨¹rde. Nach fast f¨¹nf Jahren. Ihr Spiegelbild begann sich zu verzerren und zu sch¨¹tteln, schnell legte sie den Spiegel ab und versuchte ihre zitternde Hand zu beruhigen. Sie hatte viele Geschichten dar¨¹ber geh?rt, wie gef?hrlich solche Schmuggelversuche waren und was alles schiefgehen konnte. Sie hatte mit ihrem Dolch trainiert, um im Notfall in der Lage zu sein sich zu sch¨¹tzen, aber mehr konnte sie nicht wirklich machen, sie musste einfach darauf hoffen, dass sie es hier herausschaffen w¨¹rde. Sie atmete tief durch, ?ffnete das kleine Fl?schchen, das den Trank der ?nderung enthielt und mit all ihrer Entschlossenheit kippte sie das faul riechende Gebr?u herunter. Zuerst sp¨¹rte sie kaum etwas und hatte schon Sorge, sie h?tte einen Fehlkauf get?tigt. Doch nach zehn Sekunden des Bangens, flammte Schmerz an ihrem gesamten K?rper auf. Es f¨¹hlte sich an, als w¨¹rde sie von tausenden Nadeln getroffen werden, aber sie zwang sich ruhig zu bleiben und starrte auf ihren Arm. Langsam aber sicher verlor Adelaide ihre dunklere Hautfarbe und verwandelte sich in eine Nordmannen Frau vor ihren Augen. Blasse, wei?lich blaue Haut, von Kopf bis Fu?. Der Schmerz hatte direkt gestoppt, als die Wandlung vervollst?ndigt war und Adelaide stie? einen Atem aus, von dem sie nicht wusste, dass sie diesen gehalten hatte. In ihrem kleinen Spiegel blickte eine blasse Fremde, mit intensiv hellblauen Haaren zur¨¹ck und Adelaide fiel es unglaublich schwer sich selbst darin zu erkennen. Das musste reichen. Wenn sie selbst sich kaum erkannte, wer w¨¹rde es dann schaffen, sie als Adelaide Brisbury, die Erbin des ehemals gro?en Hauses Brisbury-Beyers, zu identifizieren. Sie legte ihren dunklen, langen und ausladenden Umhang an und schloss ihn soweit es ging. Aus Nervosit?t hatte sie eines ihrer T?nzerinnen Outfits angezogen, das sie seit nun fast zwanzig Jahren besa? und in dem sie die Kunst der eleganten Bewegungen erlernte, die ihre Mutter aus ihrer Heimat in den D¨¹nen Nythals mit nach Stonewall brachte. Ihre Mutter war einst die Tochter eines gro?en Stammesf¨¹hrers und hatte alles, das sie ¨¹ber ihre Kultur wusste an Adelaide weitergegeben. Adelaide selbst hatte sehr viel von ihrer Mutter in sich, nicht nur die Farbe ihrer Haut, sondern auch die Farbe ihrer Augen. Gr¨¹n wie die Smaragde aus den versteckten Minen in Nythal, sagte ihre Mutter immer. Der Stamm ihrer Mutter war ber¨¹hmt f¨¹r seine wirtschaftliche Macht und den Einfluss auf der Weltebene. Und wie ¨¹berall in Nythal, waren alle Frauen in der Kunst des Tanzes trainiert. Wer gut genug war, durfte ab dem 16. Bluttag ¡°Rat Ak¡¯ir¡± lernen. Tanz der Winde.Stolen from its rightful author, this tale is not meant to be on Amazon; report any sightings. Die Erinnerungen an ihre Herkunft und baldige Heimat halfen Adelaide ihre Sorgen zu unterdr¨¹cken und gaben ihr die Kraft nach jedem getanen Schritt den n?chsten zu beginnen. So schaffte sie es schlie?lich in die kleine Taverne, Die Tanzende Maus. Sie war ein wenig zu fr¨¹h, doch zu ihrer ¨¹berraschung konnte sie den Zwerg Dreren an jenem Tisch entdecken, an dem sie sich zuvor getroffen hatten. Neben ihm sa? ein gut gekleideter Elf mit kaltem Gesichtsausdruck und sofort ergriff die Angst wieder Kontrolle ¨¹ber Adelaide. ¡°Ah Addy, sch?n dich zu sehen. Gut siehst du aus¡±, kam von Dreren, der letzte Part war von einem Zwinkern untermalt. Nerv?s setzte sie sich und konnte ihre verstohlenen Blicke zum Elf vor ihr, nicht verkneifen. Dreren fuhr l?ssig und nonchalant fort: ¡°Also Addy, wenn du das Geld hast, dann wird mein Freund, lass uns ihn Moor nennen, dich mit auf seinen Wagen nehmen¡± Der Elf nickte kurz und lie? so etwas wie ein Knurren von sich. Es fiel Adelaide unendlich schwer zu antworten, also platzierte sie lediglich die Tasche mit dem Geld auf dem Tisch. ¡°Ah, wunderbar. Dann lass mal schauen¡± Dreren z?hlte die M¨¹nzen geschwind, nahm sich eine Silbermark und gab den Beutel dann weiter an Moor. Der blasse, aber ¨¹bernat¨¹rlich sch?ne Elf hielt es scheinbar nicht n?tig selbst zu z?hlen, denn er erhob sich und bedeutete Adelaide dasselbe zu tun. ¡°Oh, noch was Addy¡±, warf der Zwerg ein, als sie langsam und teils widerstrebend aufstand. ¡°Du wirst getarnt die Stadt verlassen, Moor wird dich in seinem Wagen verstecken, aber du musst etwas dar¨¹ber wissen. Du kannst Moor absolut vertrauen, er wurde mehr als gut bezahlt und hat den Auftrag dich gut zu versorgen. Jedoch wirst du Leute in seinem Wagen sehen, die... nicht freiwillig dort sind. Du wirst sofort freigelassen, sobald ihr au?er Sichtweite der Stadt seid. Ab diesem Moment wirst du auf einem Pferd neben dem Wagen herreisen k?nnen. Aber BITTE spiel einfach mit, deine Flucht h?ngt davon ab.¡± Adelaide hatte Probleme die Worte zu einem zusammenh?ngenden Gedanken zusammenzuf¨¹gen und ihr Verstand f¨¹hlte sich an, als w?ren dichte Nebelwolken erschienen. ¡°W-was?¡± Mehr brachte sie nicht heraus. ¡°Vertraue Moor und spiel deine Rolle.¡± ¡°I-ic- ich.... ok...¡± Adelaide f¨¹hlte sich pl?tzlich schwach, m¨¹de und verwirrt. Was hatte Dreren damit gemeint, dass andere dort nicht freiwillig sind? Und warum f¨¹hlte sie sich pl?tzlich, als h?tte sie literwei?e Wein getrunken? Ihre Gedanken k?mpften sich noch f¨¹r einen weiteren Moment durch den immer st?rker werdenden Nebel und der letzte sinnvolle Satz den sie bilden konnte war: Ich wurde verzaubert. Danach Leere und Stille und absolutes Nichts. 5| Drakken, die Kinder der Drachen Zellis musste mindestens zwei Tage lang in der Zelle gefangen gewesen sein, bevor sie endlich jemanden nach unten kommen sah. Es war eine Gruppe aus einem massiven Hobgoblin, einem Menschen und zwei Halborcs. Die Orcs und der Goblin waren offensichtlich die Muskeln zur Einsch¨¹chterung, w?hrend der Mensch, ein kleiner ¨¹bergewichtiger Mann mit ausfallendem Haar war. Dieser richtete auch schlie?lich das Wort an Zellis, die bewegungslos an jener Wand sa?, die am fernsten von den Stangen der Zelle war. ¡°Echse! Ich habe gute Nachrichten,¡± h?hnte die kleine Pestbeule, ¡°Keule hat mir gesagt, ich darf dich in meinen Bestand aufnehmen. Du wirst also nicht hier drin verrotten¡± Ein L?cheln flog ¨¹ber sein Gesicht, das einen W¨¹rgereiz in der besiegt dreinblickenden Drakken ausl?ste. ¡°Jungs.¡± Die drei gro?en Gestalten stellten sich um die Zelle auf. Ein Halborc links davon und der andere rechts von der T¨¹r in den Stangen. Der Hobgoblin zog einen rostigen Schl¨¹ssel von seinem G¨¹rtel und ?ffnete das Schloss, ohne den Blickkontakt zu Zellis auch nur f¨¹r eine Sekunde zu unterbrechen. Seine Pink, Rot gemischten Augen hatten das Goblin typische Gl¨¹hen, das ein schwaches ¨¹bernat¨¹rliches Licht von sich gab, bohrten sich tief in Zellis. Die Blicke der beiden gr¨¹nh?utigen Muskelberge wurden v?llig in den Schatten gestellt und Zellis bemerkte die beiden nicht einmal. Sie und der Hob. Mehr existierte in diesem Moment nicht. Langsam drehte sich der Schl¨¹ssel und ein kurzes metallisches Kratzen wurde von einem Klacken abgel?st. Langsam hob der Hob seine massive tief dunkel gr¨¹ne Hand an eine der Stangen innerhalb der T¨¹r und ?ffnete diese mit einer langsamen Bewegung. Zellis hatte sich die gesamte Zeit nicht einen Zentimeter von ihrer Wand bewegt und keinen Muskel sichtbar gespannt. Das war der Grund, warum der Hob, trotz seiner Vorsicht, ¨¹berrascht wurde, als ihm pl?tzlich eine Feuerspuckende Tochter der Drachen entgegensprang. Ein roter Sturm aus metallenen Klauen und w¨¹tenden Flammen schoss direkt unter den Beinen des verdutzten Goblins hindurch und lie? ihre Waffen das grausame Werk vollf¨¹hren, f¨¹r das Zeliss¡¯ Familie ber¨¹hmt war. Zellis ging mit einer flie?enden ¨¹berleitung in eine Kampfhaltung ¨¹ber, um sich gegen die anderen Beiden zu sch¨¹tzen. Doch zu ihrem absoluten Horror musste sie feststellen, dass der Hobgoblin noch immer stand und nun sehr, sehr w¨¹tend schien. Zellis hatte all ihre Kraft in den Angriff gesteckt, wie konnte er sich noch auf den Beinen halten?! Ihre Klauen waren lang und stark genug, um bei ihrem Man?ver die Muskulatur der Beine des Hobs vollst?ndig ruiniert haben zu m¨¹ssen. Doch als sie ihren Blick f¨¹r einen kurzen Moment nach unten richtete, konnte sie sehen, dass die Beine zwar stark bluteten, die Schnitte jedoch, nicht so tief waren, wie sie es h?tten sein sollen. Als Zellis sofort wieder nach oben sah, war es bereits zu sp?t. Sie sah die Faust auf sich zukommen, aber war zu langsam um den Aufprall zu verhindern. Ein Schlag wie von einem Eisengolem krachte in die Brust von Zellis und schleuderte sie durch den Kerker. Sie hatte das entsetzliche Ger?usch von brechenden Panzer Schuppen vernommen, bevor sie gegen eine steinerne Wand prallte und alles schwarz wurde. Als sie die Augen wieder ?ffnete, lag sie am Boden und ihr gesamter K?rper brannte vor Schmerz. Der Aufprall muss auch an den Panzerschuppen ihres R¨¹ckens Schaden angerichtet haben, denn sie sah Splitter der etwas helleren, blasseren Stacheln ihres unteren R¨¹ckens auf dem Boden unter sich. Unter gr??ter M¨¹he zwang sie sich aufzustehen und Kampfhaltung einzunehmen. Zellis war seit Jahren nicht mehr in einem echten Kampf gewesen. Nicht mehr seit ihren Tagen als Soldatin in der Monstereinheit. Sie hatte sich vor ¨¹ber sieben Jahren zur Ruhe gesetzt und die Schmiede Kunst von einem grummeligen Zwerg erlernt. Die beeindruckende Muskulatur, auf die Zellis so stolz war, war nicht f¨¹r das K?mpfen gedacht. Doch sie hatte hier keine Wahl. Eher w¨¹rde sie sterbend niedergehen, bevor sie eine Sklavin des, wohl ekelerregendsten Menschen der Stadt wurde. Zum ersten Mal in fast einem Jahrzehnt spreizte Zellis ihre Klauen um zu T?ten. Wie sehr sie dieses Gef¨¹hl hasste. ¡°Warte einen Moment Glorbo.¡± ert?nte eine schleimige menschliche Stimme, ¡°Zellis Stillwasser! Ich habe weder vor dich hier sterben zu lassen, noch dich in meine Sklavengruppen stecken. Ich werde dich als Schmiedin f¨¹r mich arbeiten lassen, du musst, also nicht k?mpfen! Komm einfach friedlich mit mir und du wirst ein gutes Leben f¨¹hren.¡± Er h¨¹stelte und fuhr fort, nun etwas leiser¡± Nat¨¹rlich mit weniger Freiheit, aber sieh doch bitte ein, dass es diesen Widerstand nicht ben?tigt.¡± Zellis lie? den Fokus nicht von dem Hobgoblin Glorbo, doch sah mit ihrer Peripherie zu dem Menschen hin¨¹ber. Er stand einige Meter hinter den gro?en Orcs, die nun mit gez¨¹ckten Waffen kampfbereit standen und scheinbar nur auf einen Angriffsbefehl warteten, um auf Zellis zu st¨¹rmen. Aufgrund der Drakken Anatomie, war das periphere Sehen f¨¹r Zellis deutlich besser und sie konnte beide Orcs vollst?ndig im Auge behalten, obgleich der Fokus ihres eisernen Blickes noch immer auf dem dunkelgr¨¹nen Berg vor ihr lag. Zwischen gebleckten Z?hnen zischte sie: ¡°Eher sterbe ich, als einem Menschen zu geh?ren. Und bei dir, ist mir selbst der schlimmste aller Tode lieber!¡± Und damit st¨¹rmte sie los. Der Goblin blieb mit erhobenen F?usten stehen und wirkte wie ein Felsen, den man in raues Leder gekleidet hatte und ihn Umgab eine Aura, die Stabilit?t und Resistenz versprach. Die nur leicht gr¨¹nlichen Muskelprotze mit den gez¨¹ckten Schwertern blieben vorerst ebenfalls auf ihrer Position, was Zellis die Chance gab, auf die sei gehofft hatte. Sie w¨¹rde diesen Kampf hier nicht gewinnen. Das wusste sie. Nicht nachdem sie zwei oder wom?glich sogar drei Tage ohne Essen in einer A case of literary theft: this tale is not rightfully on Amazon; if you see it, report the violation.dunklen Zelle vor sich hin wartete. Aber wenn sie es schaffte die, immer noch einen Spalt weit ge?ffnete, T¨¹r nach oben zu erreichen, hatte sie wom?glich eine Gelegenheit zur Flucht. Auch wenn das hie?e, sie m¨¹sse ihr Schwert aufgeben. Zellis hatte sich mit ihren starken Beinen direkt auf den Goblin katapultiert, doch im letzten Moment, schlug sie mit ihrem Schwanz aus und ver?nderte ihre Flugbahn um statt auf ihren Gegner zu treffen, an ihm vorbei und in die Richtung der steinernen Treppe blitzte. Ihr Momentum war nicht hoch genug um die gesamte Strecke zur¨¹ckzulegen und bei etwas mehr als der H?lfte kam Zellis auf dem Boden auf und windete sich in eine Landung, die ihr die Luft aus der Lunge presste. Doch genau wegen jener Landung, konnte sie sich problemlos in einen Sprint begeben. Gierig sog sie die schale, feuchte Luft des Kerkers ein und ging in einen Spurt ¨¹ber, der sie Meter f¨¹r Meter n?her in Richtung Freiheit f¨¹hrte. Hinter sich h?rte sie das Schreien, nein Kreischen, eines kleinen erb?rmlichen Sklaventreibers, der seine Gorillas befahl ¡°die Echse nicht entkommen zu lassen, sonst landet ihr in der Minen Truppe!¡± Die Motivation der drei schien nach dieser Drohung deutlich angefeuert zu sein und schwere Schritte begannen hinter Zellis los zu rennen. Die Drakken war jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits am Fu? der engen Steintreppe und erklomm die Stufen Hals ¨¹ber Kopf. Oben angekommen riss sie die T¨¹r auf und stolperte in einen mit Teppich ausgelegten Raum. Sie hatte nicht die Zeit um die vielen Kunstwerke, teuren Stoffe oder Statuen zu bewundern, denn sie konnte hinter sich h?ren, wie ihre Verfolger schnell hinter ihr herkamen. Sie musste dringend hier raus, doch als sie hier durch die G?nge gebracht wurde in Richtung der Zellen, hatte sie eine Augenbinde tragen m¨¹ssen und musste deshalb den Weg hinaus erraten. Sie preschte nach Links und nahm den ersten Gang der vom Hauptkorridor wegf¨¹hrte. Sie umrundete die Ecke und spurtete direkt auf die n?chste zu. Sie w¨¹rde erst ihre Verfolger absch¨¹tteln und sich dann weitere Gedanken machen. Au?erdem hatte sie vielleicht Gl¨¹ck und w¨¹rde durch Zufall den Weg hinausfinden. Es war unwahrscheinlich, aber nicht unm?glich. In den folgenden G?ngen war kaum eine Seele anzutreffen, nur vereinzelte Diener, in miserablem Zustand, die am Putzen waren. Zellis hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits durch acht verschiedene G?nge begeben. Wie gro? war dieses verdammte Ding hier eigentlich?! Ihre Schritte trugen sie weiter, doch mit dem Abklingenden Adrenalin sp¨¹rte sie die Sch?den, die der Hob verursacht hatte. Sie hatte viele angebrochenen und einige fehlenden Schuppen auf ihrer Brust, durch die Blut nach au?en drang, sie vermutete, dass ihr R¨¹cken ?hnlich aussehen w¨¹rde. Sie musste den G?ttern danken, dass sie lange genug gegen gef?hrliche Monster gek?mpft hatte, damit sich ihre Schuppen zu gepanzerten entwickelt hatten. Eine magische Transformation, die h?ufig bei Drakken Kriegern zu sehen war, wenn sie sehr h?ufig Schaden erlitten. Der Schlag h?tte sie umgebracht, w?re sie nur von gew?hnlichen Drakken Schuppen gesch¨¹tzt gewesen. Der Boden begann bald schon merkbar grober und unebener zu werden und nach wenigen weiteren Momenten des Sprintens begann Zellis sich auf nacktem Stein zu bewegen, die Teppiche von zuvor zu teuer um hier entlang zu laufen. Das schien nach einem guten Zeichen, doch mit der Ver?nderung des Ganges kamen auch immer mehr Leute in Sicht. Bald schon musste sie sich mit Feuer und Klauen durchk?mpfen, um weiterhin schnell voranzukommen. Kurz darauf sah sie eine schwere bronzene T¨¹r, die geschlossen war und vereinzelt von Leuten ge?ffnet wurde um nach drau?en in das Licht der Sonne zu steigen. Zellis jubelte innerlich und setzte zu einem letzten Sprint mit voller Kraft an. Es w¨¹rde der letzte Sprint sein, den sie schaffen w¨¹rde, danach musste sie dringend einen sicheren Ort zum Erholen finden. Und sie brauchte DRINGEND etwas zu Essen. Zellis rammte die massige T¨¹r, als ein S?ldner vor ihr diese gerade zu ?ffnen begann. Beide brachen in ein offenes Feld und der Schwung warf Zellis ein St¨¹ck weiter, einen kleinen H¨¹gel hinunter. Der folgende Aufprall und die darauf wiederum folgenden Rollen ¨¹ber den harten Boden verursachten, dass die Wunden auf Brust und R¨¹cken schlimmer wurden und Zellis geradezu bet?ubte. Sie sp¨¹rte ihren gesamten K?rper brechen und wusste, sie w¨¹rde es nicht mehr schaffen, aufzustehen! Auf dem Boden liegend starrte sie gen Himmel und drehte ihren Kopf dann ein wenig um auf die T¨¹r zu blicken. Doch das H¨¹gel Tal machte das sehr schwer. Zellis nutzte das, um sich unter M¨¹he und unterdr¨¹ckten Schreien des Schmerzes von der Stelle ihrer Landung zu entfernen. Mit leisem Kr?chzen und St?hnen schaffte sie es sich in den Schutz eines Geb¨¹sches zu zerren, das weit genug war, damit sie vollst?ndig darin verschwinden konnte. Endlich angekommen blickte sie an sich herab. Sie hatte ihre Kleidung behalten, doch alles andere war ihr genommen worden, als sie festgenommen wurde. Mitunter auch ihr Notfall Heiltrank, den sie stets mit sich hatte. Sie schloss die Augen f¨¹r einen Moment und verfluchte die Welt. Viel h?tte der Trank zwar nicht erreicht, da ein Heiltrank lediglich die nat¨¹rliche Heilung um ein Vielfaches beschleunigte, aber mit einer so kleinen Flasche, h?tte sie nicht eine ihrer Wunden richtig heilen k?nnen. Aber der Schmerzlinderungseffekt w?re in diesem Moment ein wahres Geschenk der Himmel. Schwer atmend und so unbeweglich wie nur m?glich, hielt Zellis in ihrem Geb¨¹sch aus, doch als auch nach zehn Minuten niemand kam um nach ihr zu suchen, begann eine kleine Flamme der Hoffnung in ihrer Brust zu brennen. Oder es war ihr Brennsack, der nach dem ganzen Feuerspucken ¨¹beransprucht war. Wie dem auch sei, sie konnte aus dieser Situation wom?glich lebend herauskommen. 6| Beans Es war schwer in einer Stadt zu leben, wenn dich jeder sofort f¨¹r einen Dieb oder ein Monster hielt. Es war doppelt schwer, wenn das mit dem Dieb tats?chlich zutraf. Nicht wenige Diskussion ¨¹ber dieses Thema hatte Beans aufgrund dieser Tatsache verloren. Sobald der Gegen¨¹ber realisierte, dass Beans Recht hatte, lief es immer auf das gleiche hinaus. ¡°Und? Bist du nicht ein Dieb? Haben also nicht alle doch Recht?¡± Es war zum Haare ausrei?en, dass diese Frage immer und immer wieder kam. Was sollte Beans denn tun? Es war ja nicht seine Schuld, dass Aktionen Konsequenzen haben. Heutzutage war er f¨¹r gew?hnlich schnell genug, um zu fliehen, bevor man ihn erkannte, aber als er noch jung war und jeden Tag in den Slums um sein ¨¹berleben k?mpfen musste, hatte er einfach zu viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Das verfolgte ihn noch immer. Und weil Beans kein bl?der Mensch oder Elf oder sowas war, sondern ein Goblin, konnte er sich nicht einmal verkleiden und in der Menge untergehen. Noch dazu war er ein Vollblut Goblin und damit klein genug, dass er bei einer Verkleidung ein Kind darstellen m¨¹sste. Er hatte es fr¨¹her mehrmals versucht, aber es war immer so schnell aufgeflogen, dass er sich eingestehen musste, dass er es nicht wie alle anderen Diebe machen konnte. Zu seinem Gl¨¹ck, R¨¹ckblickend. Denn Beans war dadurch gezwungen besser zu werden, damit er nicht erwischt und hingerichtet wurde. W?hrend die meisten Kriminellen Gef?ngnis oder Zwangsarbeit erwartete, hatten Goblins und andere goblinoide Rassen keine Rechte und keinen Schutz als Personen, also kam immer der Strang. Oder der Block. Oder einfach eine Wache mit einem Schwert. Aber welche anderen Optionen gab es f¨¹r ihn? Niemand w¨¹rde einen Goblin anstellen und ¡°Monster Spezies¡± hatten nicht das Recht B¨¹rger zu werden und somit nicht die Chance ein eigenes Gesch?ft zu er?ffnen. Die meisten hielten sich deshalb fernab von St?dten und D?rfern, in W?ldern und H?hlen auf. Bildeten dort kleine St?mme um leichter ¨¹berleben zu k?nnen und lebten dort wie Wilde. Aber Beans w¨¹rde lieber einer ganzen Armee an Stadtwachen gegen¨¹ber stehen, als sich auf so ein Leben einzulassen. Er war Vollblut! Das hie? er war aus einer langen Linie an rein Goblin Vorfahren und nicht wie viele andere eine Mischung aus verschiedenen Goblinoiden. Er hatte sogar noch die alte Magie in sich, wenn auch nur bedingt trainiert. Er war schlauer und einfach allgemein besser als diese Wilden, drau?en in den W?ldern! Seine gemurmelten Beschimpfungen ¨¹ber seine eigene Spezies w¨¹rden j?h unterbrochen, als Beans die raue Stimme eines Drakken vernahm: ¡°Ich habe keine Lust mehr hier den ganzen Tag herumzustehen Brolk! K?nnen wir nicht eine kleine Pause einlegen? Ich kann das Essen bis HIER HER riechen!¡± Der Gnoll Partner der Wache bedachte es f¨¹r einen Moment, aber der Geruch war wahrlich unwiderstehlich. Er hatte es schon seit ¨¹ber einer Stunde in der Nase und konnte sich kaum noch zur¨¹ckhalten: ¡°Mhhhm. Nagut. Eine kurze Pause. Aber dann m¨¹ssen wir wieder hier her!¡± ¡°Nat¨¹rlich! Ich hoffe die haben auch ein sch?nes Bier, das zu dem leckeren Fleisch passt. Was glaubst du ist es? Rind? Schwein? Ziege?¡± Der Gnoll schnupperte kurz und grollte dann: ¡°Rind. Steht wohl seit einer Weile schon, aber wir kriegen bestimmt auch frisch gegrilltes.¡± Beans lauschte, wie die beiden Wachleute davon schlenderten, genau in die Richtung, in der er ein wundervolles St¨¹ck Rindfleisch ¨¹ber ein kleines Feuer geh?ngt hatte. Es hatte zwar l?nger gedauert als erhofft, aber es hatte schlussendlich funktioniert. Nun musste er sich aber beeilen, damit er seinen Job hier erledigen konnte, bevor die beiden realisierten was hier ablief und den Alarm ringen w¨¹rden. Ohne das kleinste Ger?usch zu verursachen lie? sich Beans vom Dach fallen und schl¨¹pfte durch den Torbogen in die warme Halle, des Tempels. Eine gigantische Feuerschale stand in der Mitte, umgeben von neun kleineren. Goldenes Feuer in der gro?en, blasses in den kleineren. Ein Altar f¨¹r die zehn Gottheiten. Beans wusste durch den Tipp den er per Brief erhalten hatte, die grobe Lage der Kiste mit den Wertsachen, die bei den Opferungen gespendet wurden. Sie wurde einmal pro Woche geleert und dazwischen hielten Wachen der Stadt ein Auge auf den Tempel. Mit katzenhafter Anmut huschte der kleine Goblin, von knappen 90 cm ¨¹ber den polierten Boden und hielt kurz vor einer versteckten Klappe, direkt unter der gro?en Feuerschale. W¨¹rde man nicht explizit danach suchen, war es beinahe unm?glich die feinen Fugen im Stein zu erkennen. Beans horchte kurz nach Ger?uschen und als er sich sicher war, alleine zu sein, begann er das versteckte Dietrich Set aus seinem Armschutz zu nehmen und sich an die Arbeit zu machen. Das Schloss stellte sich als eine Variante des beliebtesten arkanen Schlosses heraus, das der Dieb schon hunderte Male gesehen hatte. Er lie? konzentriertes Mana durch seine Finger in das Metall der Dietriche flie?en und mit minimalsten Bewegungen entriegelte er die Klappe im Stein. Dahinter fand er sein Ziel. Eine kleine Holzkiste, mit vergoldeten Ecken und wundersch?nen Ornamenten. Die Kiste selbst war nicht verschlossen und er konnte sie, durch das einfach verschieben eines Bolzens aus Gold, ?ffnen. Das Cyan seiner Iris leuchtete auf, als er den Blick ¨¹ber die unz?hligen M¨¹nzen blitzen lie?. Das meiste waren Kupfer und ab und zu Silber, aber er konnte zwischen all den anderen M¨¹nzen einige Goldene erkennen, da mussten mindestens sieben oder acht Goldm¨¹nzen drin sein! Das, zusammen mit den restlichen M¨¹nzen machten das hier zum lukrativsten Diebstahl, den Beans je geschafft hatte. Seine Augen leuchteten immer weiter, w?hrend Beans sich nicht darauf konzentrierte es zu unterdr¨¹cken und er mit dem Bestaunen der Kiste besch?ftigt war. Es bildete einen unheimlichen Effekt, mit dem gelb seines restlichen Auges und verriet ihn immer sofort als Goblin. Er musste sich kurz sch¨¹tteln, bevor er die Fassung wieder erlangte und schloss die Kiste. Nun konnte er das Leuchten wieder unterdr¨¹cken, um nicht auf sich aufmerksam zu machen. Ein blaues Licht, das unheilvoll aus zwei kleinen Augen floss, w¨¹rde ihn hier im Schatten der gro?en Schale sofort verraten. Langsam erhob er sich und hielt die Kiste unter seinem linken Arm, w?hrend er den leeren Tempel absuchte. Aber zu seiner Erleichterung schien niemand etwas bemerkt zu haben. So vorsichtig wie m?glich schloss er die Steinklappe wieder und machte sich auf den Weg zu seinem Fluchtpunkt.This content has been misappropriated from Royal Road; report any instances of this story if found elsewhere. Er hatte diesen Ort f¨¹r eine ganze Woche lang im Auge behalten, um sicher zu sein, dass dort niemand sein w¨¹rde, wenn er mit seinem Ziel floh. Er huschte von Feuerschale zu Feuerschale und mit flinkem Schritt kam er auf eine der S?ulen zu. Seinen G¨¹rtel konnte er zweiteilen und konnte sich damit eine Schlinge machen, in die er die Kiste platzierte. Mit Beute auf dem R¨¹cken ?ffnete er seine H?nde und die dunklen Krallen seiner Finger begannen zu schimmern. Langsam und vorsichtig griff er in den Stein und seine Raubtier ?hnlichen Krallen glitten in das Material, wie ein scharfer Dolch in den Hals eines nichtsahnenden Opfers. Mit Griff ¨¹ber Griff kletterte Beans die S?ule entlang nach oben, bis er auf der H?he der Auskragung war und mit einem gezielten Sprung, den er zuvor an einer 1:1 Nachbildung ge¨¹bt hatte, die er aus Holzresten gebastelt hatte. Nun musste er nur noch einige Meter weit den d¨¹nnen Steinvorsprung entlang balancieren und konnte von dort aus durch ein kleines Fenster entkommen. Es war eng, aber nicht unm?glich. Er nahm die Kiste vom R¨¹cken und schob sie zuerst durch, um danach selbst hindurch zu kriechen. W?re Beans auch nur um ein kleines bisschen breiter, w¨¹rde er hier stecken bleiben. Zum Gl¨¹ck war es schwer fett zu werden, wenn man nicht regelm??ig Essen konnte. Jetzt musste er nur noch vom Dach kommen und war sicher. Er schlang die Kiste wieder auf seinen R¨¹cken und machte sich zum Rand der dunkelrot gef?rbten Ziegel, doch bevor er mit einem Satz auf das anschlie?ende Dach springen konnte, zu seinem absoluten Horror, vernahm er die Stimme von zwei Wachm?nnern. Sie atmeten schwer und stolperten ¨¹bereinander in dem Versuch so schnell wie m?glich auf ihre Posten zur¨¹ck zu kehren. Beans versuchte sich schnell genug aus dem Sichtfeld zu entfernen, doch er war zu langsam. Unter ihm ert?nten Rufe der Panik und Erz¨¹rnung: ¡°Da oben, schau, da ist der Dieb!¡± und ¡°Ist das ein verdammter Goblin?!¡± Es lief Beans eiskalt den R¨¹cken herunter. Sie hatten ihn gesehen. Sie w¨¹rden alle verf¨¹gbaren Steckbriefe durchgehen, die von Goblins waren und, sie w¨¹rden ihn mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder erkennen. Voller Schrecken sah er zu den beiden hinab. Beide hatten ihre Waffen gez¨¹ckt und der Drakken war im Begriff durch ein Horn zu blasen. Die Zeit verlangsamte sich und der kleine Goblin hatte tausende Gedanken gleichzeitig. Was sollte er tun? Wenn er fl¨¹chtete, w¨¹rde bald die gesamte Stadtwache von ihm wissen und ihn jagen, er w¨¹rde es unter Umst?nden nicht schnell genug aus der Stadt schaffen, bevor es dazu kam. Sollte er die beiden t?ten? Er hatte seinen Dolch bei sich, aber konnte er es? Nicht nur physisch, sondern auch emotional? Beans hatte bisher noch nie get?tet, allerh?chstens verwundet. Seine Geschichten, die er in Tavernen gerne von sich gab, enthielten eine Menge t?dliche Interaktionen, aber das war alles nur gelogen. Er sp¨¹rte wie seine Hand zum Griff an seiner H¨¹fte glitt, aber es gelang ihm nicht die Waffe zu ziehen. Ein Knoten bildete sich in seinen Eingeweiden und machte ihn Unf?hig etwas zu unternehmen. Er stand nur da und starrte die beiden Bewaffneten an. Das Horn erklang. Kurz darauf in der Ferne eine Glocke und weitere H?rner. Er musste hier weg. Aber er konnte sich nicht dazu zwingen sich vom Dach fallen zu lassen und die Zeugen zum Schweigen zu bringen. Also tat er das, wovon er wusste, dass es die falsche Entscheidung war. Er begann das Dach entlang zu rennen und sprang noch zwei D?cher weiter bevor er sich in eine enge Gasse fallen lie? und zu einem der Zug?nge in die Kanalisation rannte. Beans w¨¹rde sich erst nach seiner Flucht darum k¨¹mmern, sich selbst zu beleidigen, dass er so dumm war, aber jetzt musste er entkommen, bevor die Wache seine Identit?t bekanntmachten. Es gab noch andere Goblins in der Stadt, aber sein Aussehen war markant genug, dass die Leute ¡°Die Goblin Elster¡± erkennen w¨¹rden und die Wachen sofort wissen lassen w¨¹rden, wo er sich befand. Die Kanalisation war besser erbaut als in den meisten St?dten, aber trotzdem noch immer eine Kanalisation. Beans bahnte sich seinen Weg durch das Kniehohe verdreckte Wasser und achtete darauf, dass so wenig Dreck wie m?glich an seine Kleidung kam. Er w¨¹rde zwar auch so nach Schei?e und Abfall stinken, aber Ger¨¹che waren leichter zu entfernen, als Flecken, oder angetrocknetes. Seine lange, spitzzulaufende Nase ger¨¹mpft navigierte Beans unter der Stadt entlang gen Stadtwall. Wenn er in der N?he der gigantischen Mauer herausklettern konnte, w¨¹rde er es unter Umst?nden schaffen schnell aus der Stadt zu kommen. Er k?nnte auch dem Wasser in Richtung Meer folgen, aber der Hafen von Stonewall war so belebt, dass er sich nicht sicher war, wie lange er dort versteckt bleiben w¨¹rde. ¨¹ber ihm h?rte er wie die H?rner weiterhin bliesen und Signale quer durch die Stadt sandten. Einzelne Hornst??e in verschiedenen L?ngen und Tonlagen stellten Fragen und lieferten Antworten. Beans war sich sicher gewesen, dass er Angst vor Jahren schon verloren hatte, aber nun schn¨¹rte sie ihm die Kehle zu und lie? seinen Magen in einem Loch versinken. Wenn er e aus der Stadt schaffte, w¨¹rde er entkommen k?nnen. Aber wohin w¨¹rde er gehen? Beans kannte nichts anderes, als die riesige Stadt Stonewall. Das Leben auf dem Land, oder gar in den W?ldern, war ihm v?llig fremd. W¨¹rde er es schaffen dort zu ¨¹berleben? Er w¨¹rde lernen m¨¹ssen wie man jagt. Und wie man Essen zubereitete. Und wie man ein Feuer machte. Und wie er sich nicht verlaufen w¨¹rde. Mit jedem Schritt wurde der zitternde Goblin langsamer, bis er schlie?lich stehen blieb. Er w¨¹rde es nicht schaffen. Selbst wenn er entkam. Er w¨¹rde sich von Zivilisation fern halten m¨¹ssen und in der Wildnis sterben. Ihn erwartete ein grausamer und langsamer Tod. W?re es da nicht besser einfach sein Schicksal hier zu akzeptieren? Die Wachen t?teten in der Regel mit wenigen Schl?gen und wenn er hingerichtet w¨¹rde, k?nnte er sogar noch schneller sterben, mit kleinem Aufenthalt im Gef?ngnis vorher. Er sah an sich herab. Enggeschnittene Stra?enkleidung, mit viel gezeigter Haut, darauf ausgelegt verf¨¹hrerisch zu sein, wie sollte er es schaffen zu ¨¹berleben. Er wandte seinen Blick ab, als er sah, wie sehr er am Zittern war. Warum? WARUM?! Beans hatte schon unz?hlige solcher Situationen in seiner Kindheit gehabt. Warum erlitt er nun eine solche Panik? Er hatte schon immer seinen Tod akzeptiert, kein Nichthumanoide lebte lange in einer Stadt. Er hatte es auf beeindruckende 10 Jahre geschafft. Was f¨¹r einen Goblin alt war. Die meisten starben Jahre vorher. Jeder Goblin wusste, dass ihn kein langes Leben bevorstand. Es lag in ihrer Natur. Das wusste Beans. Nach dieser Tatsache hatte er gelebt. Risiken eingehen, denn wenn er starb, war es nur nat¨¹rlich. Wann hatte er vergessen, dass so das Leben eines Goblins aussah? Wann hatte er Angst bekommen zu sterben? Es war nicht Goblin. NICHT GOBLIN! Goblins waren furchtlos! Bereit das zu tun was n?tig war um zu ¨¹berleben und zu akzeptieren, dass die Welt grausam war. Beans sp¨¹rte etwas Nasses sein Gesicht herablaufen, zuerst dachte er, dass ¨¹ber ihm die Struktur undicht war. Aber als er nach oben sah, war dort alles trocken. Doch noch immer ran ihm etwas die Wangen entlang. Er griff sich ins Gesicht und wischte sich die Tr?nen aus dem Gesicht. Ein Schluchzen entlief ihm, bevor es verhindern und verkneifen konnte und Beans wurde eines klar. Er war kein echter Goblin mehr. Er hatte Angst vor dem Ende, er hatte Angst das Risiko der Wildnis einzugehen und er zeigte Gef¨¹hle, die ein wahrer Goblin NIEMALS zeigen w¨¹rde. Er war schwach. Was sollte er nun tun? Er sah die Kanalisation entlang zu beiden Seiten und ging in seinem Kopf durch, seit wann er nicht mehr Goblin war. Abwesend stapfte er durch das stinkende Wasser und machte sich auf den Weg. Wohin? Das wusste niemand. 7| Ein schreckliches Erwachen Unauthorized reproduction: this story has been taken without approval. Report sightings. 8| Erin A case of theft: this story is not rightfully on Amazon; if you spot it, report the violation. 9| Die Hexe des Waldes The tale has been illicitly lifted; should you spot it on Amazon, report the violation. 10| Unwegsame Reise Zellis hatte noch weitere zehn Minuten gewartet, bis sie sich traute aus dem Geb¨¹sch zu erscheinen. Sie sah sich besorgt um, aber niemand war auf ihrer Spur, zumindest niemand den sie erkennen konnte. Gerade wollte sie eine Siegerpose einnehmen, als ihr wieder einfiel, dass ihr K?rper sie im Moment kaum noch aufrecht halten konnte und entschied sich daf¨¹r, erst zu feiern, wenn sie wieder mit beiden Beinen au?erhalb ihres Grabes stand. Sie schaute immer wieder hinter sich und versuchte im Schatten des H¨¹gels zu bleiben, als sie in eine Richtung losging, von der sie nicht wusste, wo es sie hinf¨¹hren w¨¹rde. Zwischen den Blicken nach hinten begutachtete sie ihre Wunden und schreckte ein Wenig zur¨¹ck. Die meisten ihrer Panzerschuppen waren angebrochen oder gebrochen und einige fehlten komplett, das Blut rann durch die offenen Stellen und Risse und sie konnte mit ihrem Schwanz ertasten, dass die Schuppen an ihrem R¨¹cken ?hnlich zugerichtet war. Au?erdem waren ihre die Stacheln am ¨¹bergang zu ihrem Schwanz abgebrochen, genau wie die oberen an ihrem Hinterkopf. Der Sturz den H¨¹gel hinab hatte daf¨¹r gesorgt, dass sie einige angeschlagene und angebrochene Rippen hatte und sie war sich ziemlich sicher ihr linkes Handgelenk funktionierte nicht so gut wie es sollte. Wunderbar. All das und sie hatte es nicht einmal geschafft ihr Schwert zur¨¹ck zu holen. W¨¹rde sie wissen, wo sie sich gerade befand k?nnte sie wenigstens den direktesten Weg zum n?chsten Heiler einschlagen, aber f¨¹r den Moment blieb nichts anderes ¨¹brig, als einfach immer weiter ihrer Schnauze nach zu wandern. Es dauerte beinahe den gesamten Tag, bis sie endlich an einen Aussichtspunkt kam, von dem sie Stonewall entdecken konnte. Sie war nat¨¹rlich in komplett falsche Richtung marschiert. Es wurde immer besser. Sie sah sich noch weiter um und entdeckte ein Dorf, das sie noch heut erreichen konnte und entschied sich, dort nach einem H?ndler zu suchen bei dem sie Heilungstr?nke kauf- ... Zellis hatte nicht einen Groschen bei sich. Ein Schrei wie von ihren Vorfahren hallte durch die H¨¹gel und T?ler. ¡°Wenn ich diese verdammten Pisser finde... Ich werde diese- ARGH.¡± sie schimpfte noch immer vor sich hin als sich langsam die Nacht ¨¹ber das Land zu legen begann. Der Zorn gab ihr die n?tige Kraft weiterzumachen und wegen dem Geld w¨¹rde sie sich Sorgen machen, wenn sie angekommen war. Torrn, der Vogt des Dorfes Clifordly, war gerde dabei die letzten Notizen f¨¹r den morgigen Tag an das schwarze Brett zu h?ngen, als er eine kratzige, w¨¹tenden und vor allem laute Stimme vernahm. Es schien als w¨¹rde die Stimme immer n?her kommen und vorsichtshalber rief er kurz nach seinem Hauptmann. ¡°Ihr habt gerufen Herr?¡± ¡°H?rst du das auch Hauptmann? Da kommt doch jeamand¡± Der Soldat horchte und nickte sofort. Er zog sein Schwert und platzierte sich vor Torrn: ¡°Wer auch immer das ist, klingt als w¨¹rde er die sieben H?llen selbsgt mit sich zu bringen. Diese Ger?usche sind...¡± ¡°Verst?rend¡± vollendete er den Satz des Hauptmanns. Es dauerte nicht lange bis er einen roten Fleck sah, der sich den H¨¹gel hinaufk?mpfte, direkt auf das Dorf zu. ¡°Hauptmann, ruf alle Wachen zusammen, das Ding ist auf geradem Weg hierher!¡± Der Hauptmann befolgte den Befehlt tugendhaft und mit dem Ert?nen seines Horns wurde die rund zwanzig Mann starke Wachmannschaft des Dorfes zusammengerufen.If you discover this narrative on Amazon, be aware that it has been stolen. Please report the violation. Der letzte traf ein, als die Figur bereits nahe genug war um zu sehen, dass es sich um einen Drakken handelte. Die Stimme war nun laut und deutlich genug um zu vernehmen, dass ein Fluch nach dem anderen gebr¨¹llt wurde, unterbrochen von Schreien. Die Wachen standen mit gezogenem Schwert und Schild in Formation im Tor von Clifordly, mit dem Hauptmann an vorderster Front, Turmschild auf einer Seite, Hellebarde auf der anderen. Torrn konnte sich nicht vorstellen, dass jemand bereit w?re Probleme zu machen, wenn sein so hoch geachteter Freund Wache stand. Er bot eine wahrlich Heldenhafte Silhouette in den letzten Strahlen der vergehenden Sonne. Eine unruhige Stille herrschte im Dorf in den folgenden Minuten bis der Haptmann einen bellenden Ruf in Richtung des Fremden warf. ¡°WAS IST DEIN ANLIEGEN?¡± ¡°IDENTIFIZIERE DICH!¡± Der Fremde stoppte und die Stimme brach ab. Es schien, als h?tte die Einsch¨¹chterung funktioniert. Doch zu seinem Horror musste Torrn mitansehen wie die Figur pl?tzlich beschleunigte und wankend auf ihn zu rannte. Die gesamte Wachtrupp machte sich f¨¹r den Kampf bereit, doch der Fremde hatte keine Waffen dabei. Und je n?her er kam, desto weniger sah er nach einer Gefahr aus. Er war schrecklich verletzt und das wanken kam nicht von Alkohol oder etwas dergleichen, sondern der Drakken schien unendlich ersch?pft zu sein. Nein, nicht er... sie, als sie nah genug kam konnte Torrn es erkennen. Er erhob seine Stimme und rief die Wachen zur¨¹ck:¡± Hauptmann, warte, sie ist verletzt, helft ihr. Jorman geh und hol die Kr?uterfrau! Wir werden die verletzte ins Gemeindehaus bringen!¡± Noch w?hrend er den Befehl gab, bewegt er sich bereits an den Wachen vorbei und breitete seine Arme in eine Haltung des Friedens. ¡°Wanderer, sag wer bist du und warum bist du verletzt? Wir werden dir helfen, wenn du keine Gefahr f¨¹r uns darstellst!¡± rief er den Weg entlang und die Drakken blickte auf. Sie schien zum ersten Mal zu realisieren, dass sie vor einem Dorfeingang war und stoppte ihre Fl¨¹che. Sie sah Torrn in die Augen, an ihm vorbei in das Dorf selbst und brach dann auf dem Schottterweg zusammen. Torrn lie? einen kleinen Laut des Entsetzens heraus und rannte zu der Verletzten. ¡°Hauptmann, hilf mir!¡± Gemeinsam mit dem Soldaten fiel es leicht sie in das Gemeindehaus zu bringen, in welchem Perilla, die Kr?uterfrau und Heilerin des Dorfes, bereits wartete. Mit pochendem Kopf und Schmerzen in allen K?rperteilen, erwachte Zellis und schreckte auf. Ihr Kopfschmerz lie? sie zusammen zucken und ihre Bewegungen zu verlangsamen. Sie sah sich langsam um und nahm ihre Umgebung in sich auf. Sie lag in einem Strohbett inmitten eines gro?en Raumes. Neben ihr war ein Beistelltisch, auf dem sich blutige Bandagen und unz?hlige Kr?uter und Tinkturen befanden. Ein Feuer w?rmte den gro?en Raum, von einem Kamin gegen¨¹ber von Zellis und sie schien v?llig alleine zu sein. Ein rascher Blick auf eines der offenen Fenster sagte ihr, dass es Tag war, aber sie konnte nicht sagen, ob es die Nacht nach ihrer qualvollen Reise. Sie hatte nur noch Erinnerungsfetzen auf die sie zugreifen konnte, wie der Anblick von Stonewall in weiter Ferne und das finden einer gro?en Schotterstra?e. Doch viele Details waren verschwommen oder verloren. Sie wusste zum Beispiel nicht, wann sie ein Dorf gefunden hatte oder wie sie in dieses Bett kam. Ihre Kleidung war noch immer wie zuvor, nur wurden ihre Wunden darunter bandagiert und sie sp¨¹rte, dass eine Wundsalbe gerade hart am arbeiten war, damit sie vor Schmerz nicht den Verstand verlieren w¨¹rde. Wer auch immer ihr geholfen hatte, musste zumindest eine grundlegende Ahnung von Heilung haben. Zu ihrer Erleichterung waren auf ihre Klauen noch funktionst¨¹chtig. Es w?re zwar unwahrscheinlich, dass sie je zerst?rt oder entwendet wurden, aber sicher konnte sie sich nie sein. W?hrend Zellis noch im Bett sa? und sich umsah und selbst untersuchte, ?ffnete sich die T¨¹r des gro?en Raumes und eine Menschenfrau mittleren Alters trat ein, die Arme voll mit medizinischen Zutaten. 11| Inkognito Heute war der dritte Tag, den Beans, der Nicht-Goblin, in den Abw?ssern der Stadt verbrachte. Drei Tage voller Selbsthass und Verzweiflung. Mehrmals waren Suchtrupps kurz hier heruntergekommen, aber das System aus Tunneln und Rohren war einfach zu komplex um jemanden zu finden. Und dennoch hatte Beans sich jedes Mal verkrochen und versteckt. Aber ihm war nun schlussendlich das Essen ausgegangen. Er hatte die Tage zuvor mit seinen getrockneten Rationen ¨¹berbr¨¹cken k?nnen, die er in kleinen Taschen an seinem G¨¹rtel trug. Es war eine Notfallration, die er seit einer ganzen Weile schon dabeihatte und er musste diese aufteilen, damit sie ¨¹berhaupt drei Tage hielt. Sein Magen rumorte und er wurde an vergangene Jahre in seinem Leben erinnert. Er w¨¹rde zu schwach werden, wenn er nichts a?. Das w¨¹rde es unm?glich machen Magie zu wirken und ohne seinen Bergkrallen Zauber w¨¹rde er die Stadtmauer nicht erklimmen k?nnen. Das war sein einziger Weg aus Stonewall, denn durch die Checkpunkte an den Toren w¨¹rde er es niemals schaffen. Besonders jetzt nicht, mit der Wache, die noch immer nach ihm suchte. Z?gerlich griff er nach dem alten modrigen Holz der Leiter und kletterte hinauf. Wenn er richtig lag, m¨¹sste er im Moment ein St¨¹ck vor den Slums im Westen sein. Hier w¨¹rde sich niemand darum k¨¹mmern, wenn eine der Kanalabdeckungen angehoben wurde. Leute hier hatten so viele Probleme, dass sie keine Augen f¨¹r andere hatten. Langsam hob Beans die alte Holzabdeckung an und lugte heraus. Wie vermutet, direkt vor den Slums. Er sah sich einmal rundherum nach Wachen um und huschte dann aus seinem Exil und in die matschigen Dreckstra?en der Weststadt. Seine erste Aktion war jedoch nicht die Suche nach Essensresten, sondern die Suche nach jemandem, der eine Decke oder alten Mantel bei sich hatte um sich zu w?rmen und gegen den Regen zu sch¨¹tzen. Er w¨¹rde sich damit bedecken und dann hoffentlich von allen ignoriert werden. Doch Beans war kein Monster, er suchte nach jemandem, der schon tot war, oder zumindest kurz davor. Die anderen brauchten die Decken mehr. Es dauerte keine zehn Minuten, bis er den ersten Obdachlosen fand, der scheinbar in der Nacht weggestorben war. Mit einer schnellen Bewegung zog Beans der Leiche den Stoff aus dem Scho? und warf es sich ¨¹ber. Wenn man es nicht besser wusste, w¨¹rde man nun denken, es sei ein alter kleiner Mann mit Buckel. Das musste reichen. Zumindest f¨¹rs erste, bis er Nahrung fand. Was leichter gesagt als getan war. Hier in den Elendsvierteln wurden alle Reste, egal wie klein oder verschimmelt, genutzt. Niemand konnte es sich leisten auch nur das kleinste bisschen zu verschwenden. Aber Beans traute sich nicht in die restliche Stadt, denn dort gab es Wachen und B¨¹rger, die ihn erkennen konnten. Also begab er sich mit h?ngenden Schultern an den einzigen Ort, von dem er wusste, dass er dort sicher war und Essen konnte. Eine, aus Holzresten zusammengeschusterte Taverne, inmitten des verwahrlosten Stadtteiles, mit dem einladenden Namen erstochener Penner. Es wurde von einem Orc gef¨¹hrt, bei dem Beans fr¨¹her Brot bekam, wenn er kleine Aufgaben f¨¹r ihn erledigte. Kog w¨¹rde ihn nicht verraten. Da war sich Beans sicher. Er nahm einige M¨¹nzen aus einem kleinen Beutel, die Kiste voller Geld blieb auf seinem R¨¹cken versteckt, und stapfte los.Unauthorized use of content: if you find this story on Amazon, report the violation. Windschief, verrottendes Holz, ein Schild mit Schreibfehlern und Dreck ohne Ende. Genau wie fr¨¹her. Beans sp¨¹rte wie der Stress der vergangenen Tage langsam von ihm ablie? und der Knoten in seinem Magen l?ste sich ein wenig. Beans war sich sicher, dass Kog ihn nicht verraten w¨¹rde, aber bei seine Klientel w¨¹rde ohne mit der Wimper zu zucken alles ausplaudern, in der Hoffnung auf eine Belohnung. Also blieb der Nicht-Goblin weiterhin unter seiner Decke. Die T¨¹r lie? ein lautes Knarzen erklingen, als er sie ?ffnete und hineintrat. Das Knarzen der T¨¹r wurde kurz darauf vom St?hnen der Bodenbretter abgel?st. Zu sagen, die Atmosph?re sei deprimierend, w?re eine Untertreibung, wenige arme Seelen sa?en an der Theke mit h?ngenden K?pfen und zwei zwielichtige Gestalten diskutierten leise an einem der Tische. Es wurde seit dem Bau nicht mehr geputzt, warum auch, jeder neue Gast brachte den Dreck des Slums herein. Es dauerte einen Moment, bis Beans den Mann finden konnte, der f¨¹r ihn damals das n?chste zu einem Freund war. Doch Kog, der Besitzer des abgestochenen Penners, war schwer zu ¨¹bersehen. Sein massiger K?rper dominierte die Theke, er war so hoch wie er breit war, mit hellgr¨¹ner Haut und sch¨¹tterem schwarzen Haar. Einer seiner Hauer war abgebrochen und er war beinahe mehr Schmutz als Orc, aber er sah aus wie Beans ihn in Erinnerung hatte. F¨¹nf Jahre war es nun her. Langsam machte sich der Bedeckte auf die Theke zu, so weit wie m?glich von den anderen entfernt. Den Sitz zu erklimmen stellte sich als ganz eigene Herausforderung raus und Beans ben?tigte drei Versuche bis er schlie?lich ¨¹ber die Theke blicken konnte, wenn auch nur knapp. Eine Bass lastige Stimme grollte von der Seite: ¡°Was darfs sein? Hab¡¯ nur noch Selbstgebrannt¡¯n Schnaps und Schw?cheres ga¡¯ nimmer.¡± Beans hustete kurz und lehnte sich so weit vor wie er konnte: ¡°Erkennst du mich?¡± Die Worte kamen leise und kr?chzend aus der Kehle des noch vermummten Goblins. Es war schwerer gewesen diese Frage zu stellen, als Beans es sich ausgemalt hatte. Was w?re wenn die Antwort ein Nein ist? Oder wenn er ihn erkennen w¨¹rde, aber nichts mit ihm zu tun haben wollte? Die Sorge fra? ein gigantisches Loch in seinen Magen, als der gro?e Tavernen Wirt ihm ins Gesicht schaute. F¨¹r drei unertr?gliche Minuten herrschte Stille, die gr¨¹nlichen Augen auf grauem Hintergrund zuckten ¨¹ber das gesamte Gesicht, bis Kog pl?tzlich seine Augen weit aufriss, die Arme ausstreckte und Beans ¨¹ber das Tresen in eine Umarmung zog, die jeden B?r h?tte neidisch gemacht. Ein Ger?usch wie brechende Wellen und zerm¨¹rbender Fels schallte durch den Raum und zog verwirrte, oder sogar, verschreckte Blicke auf sich. Doch das st?rte den Wirt nicht, er wusste, dass sein Lachen wie eine Naturgewalt klang, wenn er sich wirklich freute. Mit lauter, tiefer Stimme unterbrach er sein Lachen und schaute zu Beans herab: ¡°B?hnchen, ich dacht¡¯ du w?rst scho¡¯ l?ngst ¨¹ber¡¯n Totenfluss g¡¯wandert! Ich bin ja so froh dich z¡¯ sehn¡¯¡± Alle Sorgen, die Beans innerlich zerfra?en wurden weggesp¨¹lt. Das Lachen, dass ihm in jungen Jahren so viel Freude brachte, die erfreute Reaktion, als Kog ihn erkannt hatte und die ork¡¯sche Art zu reden, die ihm Hoffnung brachte, dass er auch irgendwann ein gro?er Ork werden w¨¹rde. Ok, Beans hatte schon relativ fr¨¹h gelernt dass Orks und Goblins in die gleiche Spezies geh?ren, aber v?llig unterschiedliche Rassen waren. Das st?rte ihn aber jetzt so wenig, wie damals. Vor ihm war sein Vorbild und sein Fels in der Brandung.... und, zumindest f¨¹r Beans, mehr. 12| In Zeiten des Elends The narrative has been stolen; if detected on Amazon, report the infringement. 13| Mir The author''s tale has been misappropriated; report any instances of this story on Amazon. 14| Kataklysmus Enjoying this book? Seek out the original to ensure the author gets credit.