《Der schwarze Priester》
Prologue: Abstieg in die Finsterniss
Der schwarze Priester
"Nun, nach langer Zeit habe ich mich mal wieder dazu entschlossen eine Geschichte zu schreiben. Meine andere Geschichte "Auf der Seite der Nacht" wird auf jedenfall bald das deutsche Update bekommen f¨¹r Chapter 8, mit oder ohne PR.
Hatte in letzter Zeit nur relativ wenig Motivation zu schreiben und es dann... "vergessen" :D
Hoffe euch gef?llt der Prologue. Eigentlich wollte ich noch ein paar Seiten dran h?ngen. Ich bin jedoch bereits bei fast 22,5k W?rtern und dachte mir das es wohl mal reicht. Sonst ist es einfach kein Prologue mehr^^
Fragt mich nicht warum, aber hier hat 3/4 gefehlt als ich es gepostet hatte. Habe den Rest jetzt drangeh?ngt. Au?erdem die unter euch die Skyrim kennen. Ich wei? das Mara nichts mit Untoten zu tun hat aber ich mag Meridia nicht...
Es war noch frisch in seinen Erinnerungen. Wie, als w?re es erst gestern gewesen, erinnerte er sich an den Tag, der sein Leben und seine Sicht auf die Welt f¨¹r immer ver?nderte. W?hrend die Sonne durch das Fenster schien und den weisen Raum in dem er sich nun schon so lange befand beleuchtete, dachte er an diesen entscheidenden Tag zur¨¹ck.
Es war ein ganz normaler Tag f¨¹r Markus. Er war 15 Jahre alt und genoss die frischen Strahlen der Morgens Sonne, die die kalten Herbsttage erst ertr?glich machten. Sein Lehrer erz?hlte vorne irgendetwas ¨¹ber das politische System der BRD und seine Freunde unterhielten sich ¨¹ber die n?chtliche Runde ihres Onlinespieles.
Die Stunde strich heran und irgendwann kickte der automatische Sch¨¹lermodus an und er fing an das an der Tafelstehende passiv abzuschreiben. Am Ende der Stunde packte er seine Sachen und ging in die Pause, wo seine Freunde auf ihn warteten. Er war nicht der beliebteste, mehr ein Zocker als ein sozialer Typ und so kam es das er nur drei, ?hnlich gesinnte, Freunde hatte.
?Hey Markus, was h?ltst du eigentlich von dem neuen Spiel das bald herauskommen soll?¡° fragte ihn Nick, ein mittelgro?er, blonder Typ der zumeist den Tank in verschiedenen MMORPGs spielte. ?Welches denn?¡° fragte Markus desinteressiert.
?SAMO, Swords and Magic Online. Es soll ein geniales Gildenkampfsystem bekommen...¡° wie immer wenn Nick anfing von Spielen zu reden die noch nichteinmal raus wahren, h?rte Markus und der Rest einfach weg und warteten bis der Wasserfall zum schweigen kam. So verbrachten sie die Pausen damit ¨¹ber aktuelle und kommende Spiele zu reden und zuk¨¹nftige Dungeonraids zu planen. Markus spielte in ihrer Gruppe den Priester, Anna, das einzige M?dchen in ihrer Gruppe, spielte einen Assassinen und ihr Freund, den alle nur Bob nannten, spielte einen Magier.
Nach der Schule stieg er dann wie gewohnt in den Bus nach Hause ein.
Auf dem kurzem St¨¹ck von der Bushaltestelle bis zu seinem Haus, beschloss er jedoch den Weg ¨¹ber den Friedhof ein wenig abzuk¨¹rzen, der momentan aufgrund h?ufigen Regens sehr schlammig und damit gr??tenteils unbesucht war.
Es war dort, dass er ein ihm unbekanntes M?dchen von zwei Stra?enpennern bedr?ngt wurde. Bis heute erinnerte er sich an ihr frei fallendes braunes Haar und die aufmerksam umschauenden blauen Augen. Als diese ihn entdeckten schickten sie ihm einen stummen Hilferuf.
Markus war kein Samariter und kaum einer h?tte ihn als Helden bezeichnet. Aber nur die wenigsten Menschen konnten wegsehen, wenn jemand direkt vor seinen Augen um Hilfe flehte.
Seinen Mut also zusammennehmend, viel war davon leider nicht da, ging er also auf die zwei Bel?stiger zu. Er kannte keinen Kampfsport noch war er ein gro?er Diplomat. Er war eben ein ganz normaler 15 J?hriger Junge, der aus Ermangelung anderer Perspektiven, einem der zwei auf die Schulter tippte bevor er sich r?usperte und fragte: ?Entschuldigung, gibt es ein Problem?¡°
Im n?chsten Moment drehte sich der Mann um hatte pl?tzlich eine Glasflasche in der Hand er auf Markus niedersauste. Reflexartig duckte sich Markus unter dem Schlag weg, nur damit die Flasche nicht seinen Kopf sondern seine Schulter traf.
?Was willst DU denn du Arschloch?¡° br¨¹llte ihn der Mann mit nach Alkohol stinkendem Atem an, w?hrend Markus sich vor Schmerz unbeweglich am Boden lag und darauf wartete das die dunklen Punkte vor seinen Augen sich aufl?sten und der pochende Schmerz in seiner Schulter abnahm.
Dann drehte sich ihm auch noch der zweite Mann zu und mit einem irren Lachen trat er ihm in die Brust. Nur wenig Zufriedenheit bekam Markus dadurch, dass das M?dchen Fersengeld gab und davonrannte, um hoffentlich Hilfe zu holen. Doch w?hrend Mirado auf dem Boden lag und immer wieder beleidigt und getreten wurde, kam sie nicht zur¨¹ck. Niemand kam, irgendwann nach ungef?hr 10 Minuten oder mehr, die sich f¨¹r ihn wie eine Ewigkeit in der H?lle anf¨¹hlten, verlor er endlich das Bewusstsein und fiel in eine gn?dige Ohnmacht.
Als er wieder aufwachte lag er im Krankenhaus. Er sp¨¹rte seinen K?rper nicht und seine Sicht war tr¨¹b und fleckig. Trotzdem erkannte er das er zahlreiche Atemger?te und andere Schl?uche angeschlossen hatte.
Schmerzhaft drehte er den Kopf und sah neben sich seine Eltern sitzen. Als sie bemerkte das er wach wahr fing seine Mutter an zu heulen und umarmte ihn. Immer wieder entschuldigte sie sich, w?hrend sein Vater ihm ¨¹ber den Kopf streichelte und dem Doktor zunickte, der gerade die T¨¹r reinkam.
Nachdem sie ihm seine Situation erkl?rt hatten, lie?en sie ihn allein. Es war sp?t geworden, die Sonne war schon lange Untergegangen und durch das Fenster viel das Licht des Mondes das sich in dem wei?en Zimmer endlos spiegelte und es so in eine traumartige Atmosph?re versetzte.
So f¨¹hlte sich Markus auch, wie im Traum. Das M?dchen, dass er gerettet hatte, hatte ihn im Stich gelassen, es war nach Hause gerannt und erst als ihr Vater erfahren hatte was passiert war, hatte er die Polizei gerufen und war ihm zu Hilfe gekommen, wo er ihn bewusstlos und blutend im Friedhofspark liegen fand und ihn direkt in ein teures Privatkrankenhaus brachte.
Dort verbanden sie seine Wunden und versuchten seine gebrochenen Knochen zu richten. Jedoch stand schnell fest, dass er wahnsinnig Gl¨¹ck gehabt hatte. Seine Wirbels?ule war angebrochen und zahlreiche Nervenverbindungen zerrissen. Er war Querschnittsgel?hmt. Alles Unterhalb des Genicks w¨¹rde wohl er wohl nie wieder bewegen k?nnen.
M¨¹de und entkr?ftet ¨¹bernahmen die Bet?ubungsmittel schlie?lich die Oberhand und er schlief ein, um am n?chsten Morgen mit einem f¨¹r ihn fremden Mann neben ihm zu erwachen.
?Guten Morgen Markus.¡° gr¨¹?te er ihn. ?Wer sind sie?¡° fragte Markus schwach. ?Zuallererst m?chte ich dir sagen, dass es mir Leid tut was dir passiert ist und dass ich dir f¨¹r ewig dankbar sein werde, f¨¹r dass was du getan hast.¡° ?Was ich getan habe?¡° fragte Markus mit einem schwachem Lachen, dass jedoch in ein Husten ¨¹berging. ?Ich habe ein mir unbekannten M?dchen vor zwei Kerlen gerettet, nur damit ich f¨¹r den Rest meines Lebens gel?hmt bin und mich besagtes M?dchen im Stich lie?.¡°
?Ich wei?, und deswegen bin ich dir f¨¹r immer dankbar und stehe f¨¹r immer in deiner Schuld. Dieses M?dchen war meine Tochter und es tut mir Leid das ich sie so schlecht erzogen habe.¡° antwortete der Mann. Er schaute Mirado direkt in die Augen, Markus konnte seinen Schmerz ¨¹ber den Verlust seiner Lebensqualit?t sp¨¹ren, doch es war ihm egal. Er hatte alles verloren und nichts daf¨¹r bekommen.
?Wissen sie was? Ich sollte ihrer Tochter wohl dankbar sein. Sie hat mich gelehrt das man besser in seiner eigenen Welt bleibt und sich nicht Problemen anderer Leute besch?ftigt. Sie wollen was f¨¹r mich tun? Dann verschwinden sie! Und sagen sie ihrer Tochter das ich sie nie wieder sehen will!!!¡° br¨¹llte ihn Markus mit aller Kraft an. Ein pl?tzlicher und starker Zorn kam in ihm auf. Die Ger?te neben ihm fingen an zu piepsen und er bekam einen heftigen Hustenanfall. ?Verschwinden sie!¡° rief er dem Mann noch einmal zu, bevor er von dem pl?tzlichem Kraftverlust wieder hinab in die Ohnmacht viel. Mit M¨¹he erkannte er noch wie sich ein Arzt ¨¹ber ihn beugte und der Mann zu einer ihm unsichtbaren Person sagte: ?Komm wir gehen, wir k?nnen hier nichts mehr tun. Sein K?rper und seine Seele sind schwerer verletzt als wir es jemals zu heilen im Stande w?ren.¡°
Wechsel in ICH-PERSPEKTIVE!!!! (einfach mal was anderes ausprobieren)
Seit diesem Tag sind 4 Jahre vergangen. Ich habe den Mann danach nie wieder gesehen. Ein paar mal kam ein Mittelsmann der mir erkl?rte was nun passieren solle. Scheinbar war der Vater des M?dchens der Chef einer gro?en Softwarefirma. Selbst ich hatte schon von ihr geh?rt. Zahlreiche meiner Spiele stammten aus dieser Firma. Spiele, die ich nun nie wieder spielen k?nnen w¨¹rde.
Jedenfalls hatte er sich bereit erkl?rt, mir die beste medizinische Betreuung zukommen zulassen und mich bis an den Rest meines Lebens zu versorgen. Doch trotz allem weigerte ich mich ihn oder seine Tochter zu empfangen.
Kurz darauf wurde ich in ein anderes Zimmer verlegt. Es war gro?, hatte eine tolle Aufsicht auf einen Wald und einen See, einen Fernseher und was auch immer man sich w¨¹nschen k?nnte... h?tte man seine Arme und Beine benutzen k?nnen. So brauchte ich eine Krankenschwester nur um den Fernseher anzuschalten.
Anfangs kamen noch meine Freunde regelm??ig zu Besuch. Doch nach nur einem halben Jahr wurde es immer weniger, bis sie letztlich gar nicht mehr kamen.
Sogar meine Eltern stellten die erst t?glichen dann w?chentlichen Besuche nach einem Jahr ein, bis sie nur noch einmal pro Monat, oder sogar nur alle zwei Monate vorbeikamen.
Ich war allein, allein mit meinem Selbstmitleid und mit meinem Zorn. Die Krankenschwestern waren nicht gerne in meiner N?he, ich war nicht unfreundlich, ich wollte aber auch nichts mit ihnen zu tun haben. Ich WOLLTE allein gelassen werden.
Heute jedoch sollte sich all dies ?ndern. Wie so viele andere Tage wachte ich fr¨¹h am Morgen auf. Da das einzige was ich frei bewegen konnte mein Hals war, schaute ich den Gro?teil des Tages aus dem Fenster. Es war ein Herbstmorgen, so wie jener schicksalsschwere Tag. Nur schaute ich nicht aus einem Klassenfenster sondern aus einem Krankenhausfenster und neben mir waren keine Klassenkameraden sondern Maschinen die mich an mein Gott verdammtes Leben banden.
Hinter mir h?rte ich ein Klopfen an der T¨¹r. Wie jeden Morgen hie?e das wohl es g?be Fr¨¹hst¨¹ck. ?Herein!¡° rief ich mit kratziger und unbenutzter Stimme. Mit einem Zischen ?ffnete sich die automatische T¨¹r und ich h?rte Schritte hinter mir. Schwere Schritte.
Verwundert ¨¹ber die Ver?nderung und das fehlende leise trapsen der Schritte der ¨¹blichen Krankenschwester drehte ich mich um, nur um in das Gesicht des Mannes zu sehen von dem ich gerade noch getr?umt hatte.
?Hahaha, zu komisch wissen sie was? Gerade noch habe ich von unserem letzten Gespr?ch getr?umt und nun... stehst du wieder vor mir.¡° gr¨¹?te ich ihn melancholisch. Meine Wut auf ihn und seine Tochter waren ¨¹ber die Jahre verflogen. Zur¨¹ck blieb nur eine endlose Trostlosigkeit. Eine Hoffnungslosigkeit die alle anderen Gef¨¹hle ¨¹ber-t¨¹rmte.
?Ich sehe du hast mir und meine Tochter also immer noch nicht verziehen?¡° antwortete der Mann mit einem leichten Hauch Verletztheit in der Stimme.
?Nein, aber ich hasse sie nicht mehr. Wenn sie so viel Freizeit haben wie ich es habe, und das haben wohl nur die wenigsten, verlernt man starke Emotionen wie Hass oder Liebe zu empfinden. Alles was bleibt ist Trostlosigkeit. Wissen sie eigentlich wie sich das anf¨¹hlt? Denken sie nicht, dass ich ihnen nicht dankbar w?re f¨¹r all das, was sie f¨¹r mich getan haben. Jedoch w?re mir all dies ohne ihre Tochter nie passiert. Also erwarten sie nicht, dass ich ihnen verzeihe.¡°
?Ich... verstehe. Ich bin heute hier um dir ein Angebot zu machen.¡° ?Ohh? Was k?nnen sie einem Kr¨¹ppel der ans Bett gefesselt ist bitte sch?n anbieten?¡°
?Die Freiheit.¡° antwortete der Mann ernst und schaute mir dabei genau, wie damals, direkt in die Augen.
?Die... Freiheit???¡° fragte ich verwirrt, bevor ich anfing zu lachen. ?Die Freiheit? Ernsthaft? Geben sie mir meine Arme und Beine zur¨¹ck. Dann kann ich frei sein!¡° antwortete ich ihm lachend, bevor ich r?chelnd im Bett zusammen sackte.
?Genau das habe ich vor Markus.¡° ?Halten sie mich nicht zum Narren. Ich habe keine Arme, aber ich habe trotzdem Informationen gesammelt. Ich wei? wie das Nervensystem der Menschen funktioniert und ich wei? das meines gr¨¹ndlichst am Arsch ist!¡° lachte ich ihn aus.
?Ich sagte auch nicht das ich es in dieser Welt zustandebringen kann oder? Wie sieht es jedoch aus mit einer VR Welt?¡°
?Wie bitte?¡° fragte ich verwirrt. ?Vor ungef?hr einem halben Jahr haben wir eine neue Technologie die bisher nur f¨¹r Milit?rische Zwecke verf¨¹gbar war revolutioniert, verbessert, billiger gemacht und auf den Markt gestellt. Wir haben eine Virtuelle Welt erschaffen, gesteuert von einer hochleistungsf?higen KI. Diese Welt, die wir dadurch erschufen, nannten wir ?Infinity¡°. Eine Welt endloser M?glichkeiten, endloser Abenteuer und endloser L?nder die es zu entdecken gibt.¡°
?Und sie wollen mir Zugang zu dieser Welt verschaffen?¡° fragte ich, mein Interesse geweckt. Nicht einmal wendete er den Blick von meinen Augen ab und nicht einmal kam der Anflug einer L¨¹ge in sein Gesicht. Und ich war gut im L¨¹gen erraten. Zu viele Doktoren hatten mir vorgelegen wie gut es mir doch ginge und dass ich mich auf dem Weg zur Besserung befinde.
?Wenn es nach mir ginge w?rst du der erste gewesen der ?Infinity¡° betritt, jedoch gab es Probleme mit deinem Anschluss. Wir haben extra eine Kapsel entwickelt die auf dich abgestimmt ist und die es dir erm?glicht das Spiel trotz deiner Nervenprobleme zu betreten.¡°
?Wo ist der Haken?¡° ich war misstrauisch, es gab nichts umsonst im Leben. Das hatte ich gelernt. Naivit?t f¨¹hrt nur zu Verlust.
?Es gibt keinen wirklichen Nachteil f¨¹r dich. Jedoch musst du zustimmen deine Daten f¨¹r Forschungszwecke freizugeben. Das ist alles.¡°
?Schauen sie sich um. Jeder Herzschlag und jedes Nervensignal wird bereits gesammelt und erforscht. Wenn mich das jetzt noch abschrecken w¨¹rde...¡° erkl?rte ich ihm sp?ttelnd.
?Ich verstehe. Wenn alles gut l?uft, kannst du dann heute Mittag deine neue Welt betreten.¡° meinte der Mann l?chelnd, bevor er aufstand und zur T¨¹r ging. ?Warten sie.¡° rief ich ihm hinterher. ?Wie ist ihr Name?¡° fragte ich, w?hrend ich den Kopf zum Fenster drehte. ?Meiner? Nenn mich einfach Klaus.¡° ?Nein, nicht ihrer, den habe ich bereits von ihrem Vertreter geh?rt. Ich meine den ihrer Tochter.¡° erwiderte ich etwas genervt, da der Unterton von Klaus stark darauf schlie?en lie?, dass er genau wusste was ich meinte.
?Sophie.¡° meinte er nur knapp. ?Danke sehr.¡° antwortete ich nur knapp. Bevor sich die T¨¹r hinter ihm schloss.
Nur eine Stunde sp?ter, kurz nach der ?F¨¹tterungszeit¡°, kamen mehrere M?nner in meinen Raum und stellten eine schwarze Kapsel ans andere Ende des Zimmers und hantierten dort eine gute Stunde herum. Da sie au?erhalb meines eingeschr?nkten Blickfeldes waren, blieb mir nichts anderes ¨¹brig als zu warten. Eine T?tigkeit die ich ¨¹brigens bis zur Perfektion gemeistert hatte. Ich denke nicht einmal M?nche k?nnen solange stillsitzen wie ich... zumindest keiner der sich noch bewegen kann.
Nach dem die M?nner endlich weg waren, kam Klaus wieder und f¨¹hrte scheinbar einige Tests durch, bevor ich aus meinem Bett gehoben wurde und in die wahrscheinlich weiche Polsterung der Kapsel gelegt wurde. Nachdem ich wieder komplett abgeschlossen war, kam Klaus auf mich zu und l?chelte mich an. ?Viel Spa? und solltest du meiner Tochter begegnen, dann h?re sie wenigstens an. Sie hat hart daf¨¹r gek?mpft das du diese Kapsel bekommst.¡° ?Ich behalte es in Erinnerung¡° erwiderte ich unbestimmt, bevor es um mich herum schwarz wurde und ich in das Spiel gezogen wurde.
Als es wieder hell wurde stand ich in einem kleinen schwarzen Raum. Oder war es ein endloser schwarzer Raum? Ich konnte es nicht genau sagen. Vor mir jedoch schwebte ein Abbild von mir. ?Mein Gott, ein Ladykiller bin ich mit der Muskelmasse bestimmt nicht.¡° Tats?chlich war an mir kaum mehr als Haut und Knochen dran.
?M?chtest du ein Tutorial zur Charakterstellung durchlaufen?¡° fragte pl?tzlich eine weibliche Computerstimme. ?Mhh, klar, warum nicht?¡°
?Gut, zuerst musst du wissen das die gesamte Charakterstellung und Kommunikation in Ininity verbal abl?uft. Jede gew¨¹nschte ?nderung muss von dir laut ausgesprochen werden.¡° ?Mhh ok, sonst noch was?¡° fragte ich etwas genervt. Ich konnte diese Nawi Stimmen noch nie ausstehen...
?In der Welt von Infinity gibt es zahllose Rassen und unendlich viele M?glichkeiten dich zu entwickeln. Die momentan verf¨¹gbaren Rassen sind: ?Elfen, Zwerge, Menschen, Orks, Demi-Mensche, Version Katze, Wolf und Hase. Jede Klasse hat verschiedene Statusbonusse. Menschen haben z.B. ausgeglichene Werte und bekommen alle Statuswerte gleich schnell. Elfen bekommen langsamer St?rke, jedoch mehr Intelligenz und Agilit?t. Zwerge...¡° ?Schon gut, ich nehme die Elfen. Ich wollte sowieso einen Magier spielen. Als Krieger bin ich nicht geeignet.¡° unterbrach ich die Stimme ungehalten.
?Sehr wohl, w?hle nun bitte Aussehen, Namen und Startposition.¡°
?Mhh, Haare bitte etwas Schulterlang, nein an der Stirn l?sst du das Haar bitte ¨¹ber den Augen enden. Ok, f?rbe die Haare bitte silbern grau, ja genau so. Die Augen mache bitte gr¨¹n, nein eher noch etwas heller und leuchtender. Erh?he die Gr??e auf 1,85m und gib normale Muskeln dazu. Perfekt!¡°
Vor mir war nun ein Abbild von mir. Nur eben mit Muskeln, silbernen statt braunen Haaren und statt braun, gr¨¹nen Augen, waren sie nun leuchtend gr¨¹n. ?So kann ich es lassen. Der Name soll Mirado sein. Und als Startposition... Gib mir bitte eine Startposition wo bisher die wenigsten Spieler sind und wo ich trotzdem in der Lage bin Totenbeschw?rer Magie zu lernen.¡° erkl?rte ich,
?Tut mir leid, es gibt keinen Ort mit den gew¨¹nschten Angaben.¡° erwiderte die Stimme. ?Dachte ich es mir doch, dann mach daraus halt Heilmagie.¡° erkl?rte ich mit einem Schulterzucken. ?Sehr wohl. Bitte bedenke das die NPC''s in Infinity ein eigenes Bewusstsein haben und unterschiedlich auf dich reagieren, je nachdem wie du sie behandelst. Es w?re also ratsam ein freundliches Verh?ltnis mit ihnen aufzubauen. Ansonsten w¨¹nsche ich dir viel Spa? in der Welt von Infinity!¡°, und damit wurde die Welt um mich herum verschwommen und dann dunkel, bevor ich vor einem Brunnen in einem kleinen Dorf zu mir kam.
Ich stand mit den F¨¹?en auf Erde und ich sp¨¹rte den Wind auf meiner Haut, das reiben des groben Hemdes das ich trug und den Druck meines K?rpers auf die Sohlen.Von der ferne kam eine sch?bige Wache mit einem Speer und einer dreckigen Lederr¨¹stung angelaufen.
?Entschuldige Abenteurer, ich sehe ihr seid neu von den G?ttern zu uns geschickt worden, braucht ihr vielleicht Hilfe oder eine F¨¹hrung durchs Dorf?¡° fragte er mich freundlich.
¨¹berrascht von der Realit?tsgleichheit schaute ich ihn erst einmal kurz an bevor ich ihm antwortete. Ich hatte nicht erwartet das es SO echt w?re. Ohne diese charakteristischen Worte w?re mir nie in den Sinn gekommen mit einem NPC zu reden. Mit einem Schulterzucken akzeptiere ich es jedoch und beschloss die sich mir bietende Situation auszunutzen.
?K?nnten sie mir vielleicht sagen wo ich mehr ¨¹ber Heilmagie so wie das bek?mpfen von Untoten erfahren kann?¡° fragte ich ihn freundlich zur¨¹ck, entschieden mein wahres Ziel erst einmal zu verbergen.
?Nun, ich denke da gibt es bei uns im Dorf nur die Kirche der Mara. Der alte Parlo kann dir bestimmt weiterhelfen. Sonst noch irgendetwas?¡° fragte er freundlich.
?Nein Danke.¡° meinte ich nur, woraufhin er mit einem Schulterzucken davon ging und mich auf dem Platz zur¨¹cklie?.
Interessiert und verwundert schaute ich mich um. Es sah alles so echt aus, dass ich mich fragte ob ich wirklich nur in einem Spiel war. Offensichtlich war ich in einem kleinen Dorf gelandet, umringt von Bergen und W?ldern. Das Dorf sah eindeutig Mittelalterlich aus, nahezu alle H?user waren nahezu komplett aus Holz. Nur am mir gegen¨¹berliegenden Platzende, stand ein Kirchen?hnliches Geb?ude aus Stein. Es hatte eine kleine Kuppel aus Stein und endete in einem 15m breitem Quadrat am Boden.
?Nun, wenn ich Heilmagie lernen will sollte ich am besten dort anfangen, jetzt aber erstmals meine Attribute. Diese nervige Nawi Stimme meinte alles w?re Verbal gesteuert also... ok das ist wahrscheinlich l?cherlich aber: Statusfenster!¡°
Tats?chlich ?ffnete sich vor mit mit einem ?Ding¡° ein blauen Statusfenster.
| Name: Mirado
Klasse: N/A
Level: 1
Leben: 80
Mana: 120
St?rke: 7
Vitalit?t: 8
Agilit?t: 11
Intelligenz: 12
Weisheit: 12
S?ttigung: 99%
[table][tbody][tr][td]
|
?Mhh, interessant. Aber S?ttigung? Nun nicht das erste Spiel wo ich mich durch Essen am Leben halten musste. Weiter also, Inventar!¡°
...Nichts passierte. Verwundert probierte ich weiter. ?Rucksack! Gep?ck! Items!¡°
Nach zahlreichen Fehlversuchen best?tigte sich dann meine Vermutung. Es gab wohl kein Inventar. Sprich ich konnte nur mit mir tragen was ich in einen Rucksack oder an mir selber packen konnte. ?Nun wenn es VR hei?t muss es wohl auch etwas Realismus haben.¡° brummte ich verdrossen, bevor ich mich auf den Weg machte zur Kirche, die Blicke der umstehenden Passanten einfach ignorierend.
Die vermutliche Kirche hatte zwei Fl¨¹gelt¨¹ren aus massiven Holz. Trotzdem lie?en sie sich erstaunlich einfach aufschieben als ich es versuchte. Nur ein leises Knarren war zu h?ren, als ich den Innenraum des rundlich angeordneten Saales betrat. Mehrere B?nke waren in dem Kreis aufgereiht und vorne stand ein Altar mit einer kleinen Statur einer wundersch?nen Frau darauf.
?Entschuldigen sie bitte, kann ich ihnen behilflich sein?¡° fragte ihn ein alter Mann der aus einem Raum in der Ecke kam.
?Ja, k?nnen sie mir mehr ¨¹ber ihre Religion und Heilmagie beibringen?¡° fragte ich ihn mit einem leichten l?cheln auf dem Gesicht, w?hrend ich weiterhin ganz interessiert den Raum beobachtete.
Nat¨¹rlich hatte ich kein echtes Interesse an den Religionen von Infinity, jedoch konnte es nie schaden mehr Informationen zu sammeln. Vor allem f¨¹r Ziele wie die meinen.
?Oho, du bist wohl der erste Fremde seit einer halben Ewigkeit der sich f¨¹r das Gerede eines alten Mannes interessiert.¡° sprach der alte freundlich, und winkte mich vor zum Altar, wo er und ich auf einer Bank Platz nahmen.
?Das ist Mara, die G?ttin des Lebens und der Liebe. Sie ist die Schutzg?ttin der Heilung.und L?uterung. Ihr Feuer rettet kranke und verletzte und vernichtet die Untoten in der finstersten Nacht. Sie legt viel Wert auf Mitgef¨¹hl, Ehrlichkeit und das aufopfern f¨¹r andere Menschen.¡° erkl?rte er mir Stolz.
''Also genau das was ich garantiert nicht bin und trotzdem gesucht habe'' dachte ich, w?hrend ich schon fast ein wenig in mich hineinlachte.
?Sagen sie mir, k?nnen sie mir das heilen beibringen?¡° fragte ich ihn mit soviel ernst in der Stimme wie ich konnte, und schaute ihm dabei direkt in die Augen, wie ich es von Klaus gelernt hatte.
?Oh? Darf ich fragen warum du daran interessiert bist?¡°
?Seit ich mich zur¨¹ckerinnern kann wollte ich immer mehr f¨¹r andere Menschen tun. Doch meine F?higkeiten reichen momentan einfach nicht aus. Wenn ich Menschen helfen will, brauch ich die Magie der Heilung und au?erdem das Wissen ¨¹ber den Menschlichen K?rper.¡° erkl?rte ich ihm. Nichts davon war gelogen. Nun ja, au?er das ich mehr f¨¹r ANDERE Menschen tun will.
?Mhh, ich verstehe. Welch ungew?hnliche Einstellung f¨¹r einen Elf. Die meisten sind... arroganter.¡° erkl?rte der Mann unverbl¨¹mt mit einem leisen Lachen, w?hrend er nachdenklich seinen kleinen Bart streichelte.
?Ok, ich werde dich lehren was ich kann. Ihr Wanderer seid immerhin gesandte der G?tter aus einer anderen Welt und als Priester habe ich die Pflicht dich zu lehren was ich kann. Auch wenn du dich wohl nicht wirklich f¨¹r meine G?ttin interessierst, solange du in ihrem Namen Gutes tust wird sie dir ihren Segen schenken.¡° Mit diesen Worten ging er vor an den Altar und setzte sich davor auf die Bank und begann zu beten.
?Ich danke ihnen.¡° antwortete ich einfach nur, und wartete darauf das er fortfuhr. Ich hatte eigentlich nicht gedacht das es so einfach war an einen Trainer der Heilmagie zu kommen.
So kam es das wir Nebeneinander sa?en und beide auf den Altar schauten. Der Mann murmelte etwas wie im Gebet und ich schaltete einfach in meinen Zustand absoluter Resignation, den ich ¨¹ber die letzten Jahre perfektioniert hatte. Nach einer halben Stunde regte sich der Mann endlich wieder und stand langsam auf.
?Sehr gut, die erste Lektion muss ich dir also nicht mehr beibringen. Geduld! Ihr wanderer seit immer so furchtsam ungeduldig.¡° erwiderte er erfreut, und bedeutete mir ihm in die Kammer zu folgen aus der er vorhin kam.
?Glauben sie mir, Geduld ist dass, was ich am besten beherrsche.¡° erkl?rte ich ihm lachend, w?re ich ihm vorsichtig folgte. ?Sie werden wohl nur wenige Leute finden die mehr Geduld haben als ich.¡°
?Nun, dass ist gut. Der Job eines Priesters erfordert viel Geduld. Geduld im Gebet, im Gespr?ch mit Fremden und vielem mehr. Die Kampfpriester, wie ihr Wanderer sie ja zumeist werdet, m¨¹ssen lernen ihre Gef¨¹hle im Zaun zu halten und auf den richtigen Moment zu warten um in den Kampf einzugreifen.¡°
?Ich verstehe.¡° erwiderte ich nur.
?Trete ein!¡° meinte er nur. Durch die T¨¹r aus der er vorhin kam, kamen wir in einen kleinen Raum der in die fehlende Ecke des Innenraumes gebaut wurde. Er war k?rglich eingerichtet, ein Fenster durch das frische Luft und Licht kam, ein Schreibtisch, ein Bett und eine Luke nach unten.
Letzteres kletterten wir nun ¨¹ber eine wacklige Leiter herunter, und endeten in einem d?mmrigen Raum voller B¨¹cher. ?Sag mir, wie hei?t du und beherrscht du die Magie?¡° fragte mich der alte Mann, als viele ihm jetzt er auf das er meinen Namen noch nicht hatte.
?Mirado, und nein, leider konnte ich bisher keine Magie lernen.¡°
?Wie ungew?hnlich f¨¹r dein Volk, Wo ihr doch zumeist derart Magie begabt seid. Wusstest du eigentlich das es Elfen um 30% schwerer f?llt St?rke und 20% schwerer Vitalit?t zu erlangen, jedoch 10% einfacherer Agilit?t und 20% einfacherer Intelligenz und Weisheit zu erhalten?¡° fragte mich der Mann interessiert.
?Nein, leider nicht. Aber das ist gut zu wissen.¡° ?Mhh, ihr Wanderer seid wahrlich Mysteri?s, ihr taucht aus dem nichts auf und wisst nichts ¨¹ber euch selbst und euer eigenes Potenzial. Der letzte von euch der hier vorbeikam wollte unbedingt ein J?ger werden. F¨¹nf mal ist er in den Wald gerannt und gestorben, und immer wieder wurde er durch die Eigenart von euch Wanderern wiederbelebt. Erst dann hat er eingesehen dass er alleine nicht durch einen Wald voller W?lfe reisen kann und sich einer H?ndlergruppe angeschlossen die auf sicheren Wegen und unter dem Schutze mehrerer S?ldner reiste.¡°
?Nun, ich danke dir f¨¹r diese Informationen, tats?chlich wei? ich nur wenig bis gar nichts ¨¹ber diese Welt.¡° erkl?rte ich ihm wahrheitsgem??.
?Ich wei?, und deswegen habe ich dich hierher gebracht. Kannst du lesen?¡° fragte er mich, w?hrend er mir ein Buch mit alten braunen Ledereinband hinhielt.
Als ich es aufschlug tanzten die Buchstaben wie wild umher. Nur schwer lie?en sich gescheite W?rter herausfiltern. Immer wieder verschwammen die Formen und ordneten sich neu. Es erforderte meine volle Konzentration ein einzigstes Wort zu lesen.
?Ein wenig scheinbar, es wird eine Weile dauern, aber ich denke ich bekomme es hin.¡° erkl?rte ich ihm zuversichtlich.
?Sehr gut. Nimm dir das Buch und lerne daraus. Wenn du damit fertig bist komm zu mir zur¨¹ck. Als erstes brauchst du ein wenig Grundkenntnis ¨¹ber das was du erlernen willst und diese Welt.¡° erkl?rte er mir, bevor er mich sanft nach drau?en dr¨¹ckte und sich zur¨¹ck an den Schreibtisch setzte.
Da ich keine Anweisung erhalten hatte dass ich das Buch nicht mit herausnehmen d¨¹rfte, setzte ich mich in die warme Mittagssonne, mit dem R+cken zumindest Brunnen und begann zu lesen. Die ersten paar Stunden waren extrem anstrengend. Allein f¨¹r die erste Seite brauchte ich fast eine ganze Stunde. Und das nur um herauszufinden das es ein Buch ¨¹ber die Geschichte der Religion der Mara war.
Je l?nger ich jedoch las, umso mehr konnte ich die tanzenden Buchstaben von den W?rtern trennen. Als es Abend wurde hatte ich meine Lesegeschwindigkeit bereits fast verdoppelt, war jedoch kaum ¨¹ber die Zusammenfassung der Kindheit des ersten Paladins von Mara herausgekommen. Aus Ermangelung an fehlendem Licht und da ich noch nicht wirklich m¨¹de war und auch nicht zur¨¹ck in mein Krankenzimmer wollte, ging ich zur¨¹ck in den Tempel, wo mich der alte Mann bereits mit einer schwebenden Lichtkugel neben sich erwartete.
?Kommst du voran?¡° fragte er mich interessiert.
?Schwer, die Buchstaben scheinen vor meinen Augen zu tanzen, aber ich werde besser.¡° erkl?rte ich ihm wahrheitsgetreu.
?Mhh sehr gut, nun ich wei? ja das ihr Wanderer nur wenig Schlaf braucht und daf¨¹r einfach manchmal verschwindet. Komm also schnell her dann zeige ich dir wie man meditiert. Deine Aufgabe ich es eine derartige Lichtkugel zu erschaffen.¡° erkl?rte er mir, und zeigte auf die schwebende Lichtquelle neben sich.
?Das sieht n¨¹tzlich aus, was muss ich tun?¡° fragte ich interessiert.
?Zuerst musst du lernen die Magie in dir zu sp¨¹ren, danach musst du sie formen und deinem Willen unterwerfen. Daf¨¹r gibt es zwei M?glichkeiten. Die Effizienteste Art und Weise ist ein Zauberspruch. Jedoch kannst du einfache Aufgaben wie dieses Licht auch mit purem Willen erzeugen. Jedoch kostet dich dieser Weg mehr Mana und ist nicht so effizient, daf¨¹r einfacher und bequemer. F¨¹r dich habe ich hier den Zauberspruch und Anweisungen wie du dein Mana unter Kontrolle bringst. ¨¹be die Nacht ¨¹ber. Es wird dir nicht gelingen, aber gib nicht auf. Falls du M¨¹de bist dann kannst du das Bett im gegen¨¹bergelegenen Raum benutzen. Dort findest du auch etwas zu Essen und zu trinken. Au?erdem habe ich dir ein paar Kerzen dort positioniert.¡°
?Ich danke dir, doch sag mir, warum hilfst du mir derartig?¡° fragte ich ¨¹berrascht. Es warum kaum festzustellen ob dies ein Mensch oder ein NPC war, daher war es f¨¹r mich umso schwerer zu verstehen warum er all das tat, f¨¹r jemanden den er nicht kannte.
Der alte Mann drehte sich noch einmal zu mir um und schaute mir eine Weile in die Augen bevor er mir mit ruhiger Stimme antwortete:
?Ich sp¨¹re das du schwer verletzt wurdest und von dieser Welt entt?uscht bist. Allein deswegen ist es meine Pflicht dir zu helfen. Au?erdem haben wir von den G?ttern die Aufgabe erhalten euch Wanderern zu helfen. Und ich suche au?erdem jemanden der mir vielleicht ein zwei Gefallen erwidern kann.¡° erkl?rte er mir, bevor er sich umdrehte und die T¨¹r hinter sich schloss.
Das war eine Antwort mit der ich etwas anfangen konnte. Wenn Eigennutz ins Spiel kam war es f¨¹r mich leichter Menschen zu vertrauen. Es machte sie berechenbarer und nat¨¹rlicher. Also nahm ich den Zettel den er mir gegeben hatte und ging damit in das Zimmer das er mir beschrieben hatte. Es war ?hnlich eingerichtet wie das seine, nur fehlte hier die Treppe in die Bibliothek.
Auf dem Schreibtisch brannte eine Kerze und ein Teller mit Brot sowie eine Kanne Wasser. Es schmeckte nicht besonders gut. Trotzdem machte ich mich dar¨¹ber her, denn meine S?ttigung war inzwischen auf 60% gefallen.
Nachdem ich das karge Mahl verspeist hatte widmete ich mich dem Zettel den er mir gegeben hatte.
| 1. Meditiere bis du dein eigenes Mana und das Mana in der Umgebung sp¨¹rst.
2. Versuche das Mana mit deinem Willen zu bewegen.
3. Stell dir vor was du haben willst und sprich den Zauberspruch f¨¹r das schwebende Magierlicht.
- ?Im Dunkel wandere ich doch ich bin nicht allein. Leuchte mir den Weg, Magie der alten Zeit.¡°
4. Versuche den Lichtorb ohne Zauberspruch zu formen. |
?Mhh, das ist ja eine denkbar einfache Anweisung. Mit Meditieren kenne ich mich aus, das m¨¹sste also schnell gehen.¡° In seiner Freizeit hatte er einst das Meditieren zu erlernen versucht, in der Hoffnung damit die Zeit schneller herum zu bringen. Ein Versuch der nur m??ig erfolgreich war.
Er setzte sich also auf das Bett, schloss die Augen und konzentrierte sich auf... gar nichts.
Nachdem er so eine halbe Stunde sa? und es genoss den K¨¹hlen Windhauch durch das Fenster an mehr als nur dem Kopf zu sp¨¹ren, begann er den Fluss seines Blutes, das Schlagen seines Herzen, das Heben und Senken seines Brustkorbes und eine ihm unbekannte Empfindung zu sp¨¹ren. Es war wie ein ruhiger Bach und ein rei?ender Fluss zugleich. Eine scheinbar unkontrollierbare und willk¨¹rliche Energie.
''Ist das etwa Mana? Wie beuge ich es dann meinem Willen?'' Interessiert schaute ich tiefer in mich hinein. Je mehr ich mich konzentrierte, umso mehr erkannte ich, dass mein Blut, meine Muskeln und alles was ich war, aus einer ?hnlichen Energie bestanden, geordnet, Regeln unterworfen und von ihrer Natur aus komplett anders als die wilde und ungez?hmte Energie die ich als Mana identifiziert hatte.
?Ding¡°
| Du hast begonnen die wahre Natur des Manas und die Verbindung zum Ursprung allen Lebens zu verstehen. |
?Oh, hei?t das etwa dass ich auf dem richtigen Weg bin?¡° fragte ich mich ¨¹berrascht, bevor ich mich erneut wieder der Meditation widmete und versuchte mich mehr auf die ungez¨¹gelte Kraft zu konzentrieren.
Es dauerte Stunden. Etwas mit purem Willen zu bewegen ist alles andere als Leicht. Irgendwann kam ich auf die Idee mir erst einmal einen kleinen Teil des Stromes abzuzweigen. Dies erwies sich als wesentlich einfacher. So schaffte ich es einen Teil der Energie aus dem Strom zu nehmen, jedoch sobald ich mich nicht mehr darauf konzentrierte vermischte sich alles wieder zu einem einzigen Strom.
Die Sonne ging bereits auf, als ich es endlich schaffte die Energie stabil zu halten und mir zutraute den Zauberspruch zu wagen.
?Im Dunkel wandere ich doch ich bin nicht allein. Leuchte mir den Weg, Magie der alten Zeit.¡°
Sofort merkte er wie der von ihm abgezweigte Strom angezapft wurde und abgesaugt wurde. Jedoch bevor er auch nur halb mit dem Spruch durch war, geriet die Energie au?er Kontrolle und vermischte sich einmal mehr mit dem gro?em Strom.
?Das lief ja besser als erwartet.¡° meinte ich nur, und versuchte es grade noch einmal. Immer wieder sagte ich den Spruch auf, immer schneller zweigte ich die ben?tigte Energie ab. Doch jedes mal aufs neue entglitt mir die Kontrolle sobald ich versuchte den Zauberspruch zu wirken.
Als die Sonne dann bereits kr?ftig durch das Fenster schien, bekam ich pl?tzlich eine weitere Meldung.
?Ding¡°
| Deine Kapsel hat mehrere Personen in deiner N?he festgestellt. Jetzt ausloggen?
Ja/Nein? |
?Nein, dass sind eh nur die Krankenschwestern und ?rzte.¡° brummte ich verdrossen ¨¹ber diese Erinnerung an die Realit?t der Dinge.
Kurz darauf kam der alte Priester zu mir in den Raum und hob erstaunt den Blick, als er mich dort auf dem Bett sitzen sah, mit geschlossenen Augen und ¨¹berkreuzten, herunterh?ngenden Beinen.
?Hast du etwa die ganze Nacht meditiert?¡° fragte er mich ¨¹berrascht.
?Ja, allerdings hattest du Recht. Es ist mir leider nicht gelungen. Jedes mal wenn ich den Spruch aufsage entgleitet mir die Kontrolle ¨¹ber die Energie.¡° erkl?rte ich ihm, woraufhin er nickte und sich auf den Stuhl mir Gegen¨¹ber setzte.
?Nun, das ist vollkommen nat¨¹rlich und ein Zeichen daf¨¹r das du zwei verschiedene Methoden miteinander mischst. Wenn du einen Spruch verwendest, zwingst du das Mana in geordnete Bahnen mit der Macht der Worte.
Wenn du jedoch etwas mit purem Willen versuchst zu erreichen, musst du Form und Dichte des Manas genau kontrollieren. Du kannst nicht mit deinem Willen eine feste Anzahl Mana vorschreiben und dann einen Spruch benutzen. Wenn du einen Spruch benutzt, dann lockere die Grenzen, erm?gliche ihm hin zuflie?en wo auch immer es gezogen wird. Nutze also deine Kontrolle nicht dazu eine feste Menge abzuzweigen, sondern einen Tunnel zu erschaffen durch den die Energie flie?en kann.¡°
?Ich verstehe. Es ist wohl einfach zu schwer und unn?tig genau die passende Menge der Energie abzuzweigen oder?¡°
?Ganz genau. Versuche es noch einmal.¡° meinte der Alte mit einem aufmunterndem L?cheln
Ich tat was er mir geraten hatte und stellte mir diesmal den Energiefluss, eingeengt in einem Rohr vor. Und w?hrend ich jetzt den Spruch sagte, tat ich nichts anderes als ein Loch im besagten Rohr zu ?ffnen, durch das genau die richtige Menge Mana herausgezogen wurde.
Im n?chsten Moment h?rte ich ein anerkennendes Pfeifen und ein helles Leuchten drang durch meine geschlossenen Augen. Neben mir, ungef?hr auf Kopfh?he, schwebte eine kleine leuchtende Kugel. Gleichzeitig erschien links oben in meinem Sichtfeld drei Balken, ein roter, ein blauer und ein gelber, von denen der baue Balken blinkte und 100/120 anzeigte.
''Interessant das hei?t ich sehe meine Lebens- Mana- und Ausdauerbalken nur wenn ich tats?chlich etwas davon verbrauche?''
?Du bist wohl ein Naturtalent.¡° meinte der Priester nur anerkennend. ?Wenn du das bereits gelernt hast, dann gehen wir am besten gleich zum 2. Schritt ¨¹ber. Schau dir an wie sich das Mana in dem Zauber bewegt, wo es hinflie?t und wo es verweilt. Und dann versuche es nachzubilden, diesmal jedoch ohne den Spruch.¡°
Ich nickte nur und konzentrierte mich erneut. Schnell wurde mir klar warum ich ausgerechnet den Lichtzauber wirken sollte. Seine Struktur war nichts anderes als eine Ballung roher Energie mit festgelegten Grenzen. Eine denkbar einfache Struktur.
Also ging ich erneut daran einen Teil der Energie abzuzweigen. Ich brauchte ungef?hr 10s um einen kleinen Teil abzuspalten. Doch diesmal hielt ich ihn nicht in der Leere, sondern lie? den abgespaltenen Teil au?erhalb meines K?rpers sammeln und eine ?hnliche Dichte annehmen wie die Lichtkugel neben mir. Nach ungef?hr 5 Minuten gelang es mir dann und neben mir schwebte eine weitere Lichtkugel, nicht so hell wie die erste aber es fehlte nicht viel.
?Sehr gut, nun sage mir, was sind die gr??ten Unterschiede die du festgestellt hast?¡° fragte mich der alte Mann.
?Mhh, das waren mehrere. Zum einem hat es mich mehr Zeit gekostet als wenn ich den Spruch aufgesagt h?tte, au?erdem ging unterwegs viel Energie verloren wodurch die Effektivit?t verringert wurde.¡° Tats?chlich hatte diese Lichtkugel nicht 20 sondern 40 Mana verbraucht und trotzdem war sie nicht so hell wie die erste.
?Ganz richtig. Die Geschwindigkeit mit der du einfache Zauber herauf rufen kannst ist eine reine Trainingsfrage. Interessanter ist jedoch was mit der restlichen Energie passiert. Sie entschwindet in die Luft aufgrund mangelnder Kontrollregeln. Mit Genug ¨¹bung kannst du dies zwar unter Kontrolle bringen, jedoch niemals ganz vermeiden. Dazukommt, dass aufgrund der fehlenden Kontrollmechanismen eines Zauberspruches, du komplizierte Zauber ¨¹ber dem 3. Zirkel nicht mehr auf diese Art und Weise Zaubern kannst.¡°
?Verstehe das macht Sinn, wie viele Zirkel gibt es denn eigentlich?¡°
?Nun, das ist schwer zu sagen. Momentan wei? man von 8. Der 4. Zirkel ist das min. Level eines Kriegsmagiers und mit dem 6. und 7. Zirkel bombardiert man Festungen und ihre Mauern. Der 8. Zirkel hat gr??tenteils Beschw?rungen in sich. Jedoch wei? man nicht ob es vielleicht nicht noch gr??ere und st?rkere Magie gibt. Das muss dich jedoch erst einmal nicht k¨¹mmern. Falls du daran interessiert bist dann lie? die drei B¨¹cher die ich dir gegeben habe. Das und dass schnelle Aktivieren des Lichtzaubers sollen deine Aufgaben f¨¹r den Moment sein. Wenn du das erledigt hast lehre ich dich die Heilmagie die du unbedingt wissen wolltest.¡° Mit diesen Worten stand der alte Mann auf und ging nach drau?en, w?hrend Mirado sich eines der B¨¹cher schnappte und nach drau?en ging.
?Ding¡°
| Du bist m¨¹de, Statuswerte -20% du solltest demn?chst eine Rast einlegen. |
?Ernsthaft? Naja, fehlende Statuswerte interessieren mich momentan zum Gl¨¹ck nicht.¡° meinte ich nur und lie? mich erneut vor dem Brunnen auf dem Boden nieder. Diesmal jedoch beobachtete ich mehr die Bewohner dieses kleinen Dorfes. Das Dorf bestand scheinbar nur aus ca. 50 H?usern und hatte einen schwachen Palisadenring aus verschieden Dingen Baumst?mmen um sich. Rund um mich herum waren verschiedene St?nde die Essen, verschiedene Werkzeuge oder Stoffe anboten. Nichts interessantes. Kein Waffenladen und kein R¨¹stungsladen wie man es aus einem ¨¹blichen RPG gewohnt war.
Mit einem Schulterzucken ging ich also zur¨¹ck an meine Aufgabe. Ich wollte noch vor dem Mittag das erste Buch zu ende lesen. Es war nicht sehr dick und ziemlich gro? geschrieben. Also sollte das eine machbare Herausforderung sein.
Es handelte von dem ersten Paladin Maras, der damals in dem sogenannten dunklen Zeitalter lebte. Ein Zeitalter des Krieges und in dem die Menschen unterdr¨¹ckt lebten. Der Paladin, dessen Name ¨¹ber die Jahrtausende verloren ging und seit dem nur noch ?DER Paladin¡° genannt wurde, fand fr¨¹h den Glauben an die G?ttin Mara, und mit ihrem Segen k?mpfte er gegen Horden von Untoten und stellte eine Armee auf, mit der er letztendlich sein K?nigreich aus den F?ngen eines Lichs befreite und die Kirche der Mara gr¨¹ndete.
Ein ziemlich uninteressantes Buch, jedoch gab es mir Hoffnung das ich noch mehr B¨¹cher ¨¹ber Untote finden k?nnte. Leider dauerte es l?nger als ich dachte um das Buch zu beenden, es war anstrengend zu lesen wenn die W?rter sich st?ndig verschoben. So kam es das die Sonne den h?chsten Punkt bereits ¨¹berschritten hatte als ich es endlich zur Seite legte. Als ich jedoch mit dem zweiten Buch anfing mit dem Titel: ?Grundwissen ¨¹ber Mana¡° bekam ich schnell eine freudige ¨¹berraschung.
?Ding¡°
| Durch harte Arbeit und ein starkes Durchhalteverm?gen hast du die einfache Schrift des Volkes gelernt. |
Sofort danach h?rten die Buchstaben auf zu tanzen, und was bisher immer weniger wurde war schlie?lich ganz verschwunden. Nachdem ich also endlich lesen konnte wie ich es gewohnt war, viele Jahre zuvor, kam ich wesentlich schneller voran. Und bis zur D?mmerung hatte ich es geschafft auch das zweite Buch durchzulesen.
Dieses war weitaus Interessanter als das erste. Es handelte von der Entstehung der Welt, wie die G?tter einst in ihrer formlosen Gestalt gegeneinander Krieg f¨¹hrten und als Resultat dessen das Mana entstand. Daraus formte sich anschlie?end die jetzige Welt.
Es gibt wenn man es so nennen will 3 Arten Energie. Die erste ist die Energie aus der alles besteht. Menschen, Tiere, Monster und alles was Materie besitzt entstand aus dieser Energie. Die zweite Art war das was die Menschen, Elfen und sonstige Rassen eine Seele nannten. Eine ruhige und unver?nderbare Energie die nach dem Tode zur¨¹ck zu den G?ttern kehrte um erneut den Kreislauf des Lebens anzutreten. Die dritte Art ist das was man allgemein als Mana kennt. Jene rohe und ungez¨¹gelte Kraft die es einem Erlaubt Einfluss auf die materielle Welt zu nehmen und Zauber zu wirken.
?Oho, das sind ja interessante Ideen der Entwickler. Das erkl?rt nat¨¹rlich warum ich jemanden die Kehle durchschneiden kann ohne das er dabei stirbt. Wenn der K?rper nur aus Energie besteht, kann er sich selber regenerieren, sofern er einen Teil dieser Energie aufgibt, und kann mit Hilfe des Manas wieder geheilt werden, oder anders gesagt, seine Energie wieder aufgef¨¹llt werden.¡°
¨¹berlegte ich laut.
?Ding¡°
| Dein Verst?ndnis ¨¹ber Mana und die Entstehung der Welt ist gewachsen. +1 Weisheit. |
?Eine unerwartete aber freudige ¨¹berraschung.¡°
?Ding¡°
[window]Du hast Hunger und bist m¨¹de. Auf Grund der Ersch?pfung hast du -70% Statuswerte und -50% Bewegungsgeschwindigkeit.[window]
?Ok, das ist jetzt weniger gut, wenn ich einmal au?erhalb sicherer Mauern bin sollte ich aufpassen, dass mir DAS nicht passiert.¡° tats?chlich sp¨¹rte ich meine M¨¹digkeit und den Hunger, und so ging ich zur¨¹ck in den Tempel, wo der Priester gerade mit mehreren Leuten sprach und sie scheinbar segnete. Mit einer Handbewegung deutete er in mein Zimmer und so ging ich einfach wortlos hinein.
Dort drinnen fand ich eine Portion zu essen vor, die ich sofort hastig verschlang und erneut ¨¹ber den bitteren Geschmack eine Grimasse zog. Danach legte ich mich aufs Bett und schloss die Augen.
?Ausloggen¡° sagte ich, und sofort wurde es um mich herum schwarz.
Als ich die Augen wieder ?ffnete, befand ich mich erneut in meiner kleinen, unbeweglichen Welt. Es dauerte nicht lange bis eine Krankenschwester zu mir kam. Ich kannte ihren Namen nicht, obwohl sie schon ein paar Jahre auf mich aufpasste.
?Wie lange war ich weg?¡° fragte ich nur.
?Ungef?hr 10 Stunden. Ich habe geh?rt die Zeit im Spiel vergeht 3 mal schneller als in der Wirklichkeit.¡° erkl?rte sie mir, bevor sie mir einen L?ffel mit dem ¨¹blichen Medizin versuchten Brei hinhielt. Widerwillig schluckte ich es runter, bevor ich die Augen schloss und meinem Geist ein wenig Ruhe g?nnte. Scheinbar diente das spielen als eine Art Ruhepause, jedoch nicht als Schlafersatz. Ich verbrauchte nat¨¹rlich nicht viel Energie und mien K?rper brauchte schon lange nicht mehr, mehr als 2-4 Stunden Schlaf pro Tag. So legte ich mich also hin und ruhte mich ein wenig aus, und wartete darauf das die Nacht im Spiel verging.
Nach ungef?hr 3 Stunden wachte ich wieder auf. Wie immer konnte ich nicht l?nger schlafen, eine Tatsache die ich stets verfluchte da es der Langeweile stark beisteuerte. Was tat ich denn bitte auch von dem ich mich erholen m¨¹sste? Mit einem kurzem Befehl ?Einloggen¡° wurde es wieder einmal kurz schwarz, bevor ich mich erneut in dem kleinem Zimmer im inneren des Tempels wiederfand.
?Ding¡°
| Du bist erholt und ausgeruht. +5% Statuswerte f¨¹r 2 Stunden. |
?Mhh, ist ja recht interessant, aber nutzlos f¨¹r mich im Moment. F¨¹r die Zukunft kann ich es mir jedoch merken.¡°
Danach nahm ich mir das letzte Buch das ich hatte, und ging erneut heraus zum Brunnen. Die Sonne war bereits aufgegangen und einige Menschen waren bereits unterwegs. Ich setzte mich jedoch unbek¨¹mmert vom gesch?ftigen Treiben der Leute an meinen alten Platz und begann zu lesen.
Das dritte Buch handelte von den verschiedenen Elementen die, die Magie annehmen konnte.
Ziersteinmal die klassischen 4. Also Feuer, Wasser, Erde und Luft und dazu Dunkelheit und Licht. Dazu kamen dann noch Blitz und Eis sowie unz?hlige Kombinationen dieser und das einfachste, das neutrale Element, wie z.B. die Lichtkugel.
Jedoch gab es auch die Beschw?rungsmagie, die jedoch in diesem Buch nur kurz angesprochen wurde. Wenn man das richtige Element hinein verwob war es einem M?glich Geister einer anderen Ebene heraufzubeschw?ren und sie f¨¹r einen k?mpfen lassen oder einfach nur ein paar Diener zu haben. Eine Magie die f¨¹r mich zwar sehr ansprechend klang, jedoch hatte ich mich bereits f¨¹r einen anderen Weg entschieden.
Nachdem ich mit dem letzten Buch durch war, arbeitete ich an meiner letzten Aufgabe. Die schnelle Aktivierung der Lichtkugel. Ich brauchte 3 komplette Stunden bis ich in der Lage war sie in unter 3 Sekunden zu beschw?ren. Zufrieden mit meinem Ergebnis packte ich mein Zeug zusammen und ging zum Priester in den Tempel.
?Erneut stand er vorne am Altar und betete, w?hrend ein paar Leute, wahrscheinlich aus dem Dorf, hinter ihm auf den B?nken sa?en. Da ich eh nichts besseres zu tun hatte setzte ich mich einfach eine Reihe hinter sie und wartete. Nach nur wenigen Minuten h?rte der Priester auf zu beten, sprach noch einen Segen auf die Anwesenden aus und entlie? sie dann.
?Also, hast du die Aufgaben erledigt die ich dir gegeben habe?¡° fragte er mich nur knapp.
?Ja, die B¨¹cher waren hilfreich und haben viele meiner Fragen beantwortet.¡° erkl?rte ich ebenso knapp.
?Freut mich f¨¹r dich. Dann komm mit. Ich habe etwas vorbereitet.¡° mit diesen Worten ging er das Zimmer das ich einst zuerst betreten hatte und mit ihm die Treppe herunter. Dort lag auf einem dazu gestelltem Tisch eine angebundene Ratte.
?Ist das mein Versuchsobjekt?¡° fragte ich interessiert.
?Nun, ich will dich eigentlich nicht gleich am Anfang mit Menschen experimentieren lassen.¡° meinte der Priester nur, bevor er die drei B¨¹cher wieder an ihren Platz stellte und zwei neue aus dem Regal zog. Eines davon gab er mir.
?Du hast bereits gelesen wie Magie funktioniert. Wenn du dar¨¹ber nachgedacht hast ist es dir jetzt auch schon in etwa klar wie Magie auf den K?rper Einfluss nehmen kann oder?¡°
?Ja, der K?rper besteht aus Energie und eine Verletzung ist eine L¨¹cke oder das fehlen im Netzwerk das den K?rper bildet. Dies kann jedoch durch die Energie die wir Mana nennen behoben werden.¡°
?Nun, nicht ganz fachlich korrekt aber im gro?em und ganzen richtig. Also h?r zu. Das einfache Heilen ist nicht schwer. Du wei?t bereits wie du einen Zauber wirkst, das ist also kein Problem. Du sagst den Spruch auf, richtest noch deine Gedanken auf das aus was du tun willst, in diesem Fall heilen, und die Tat ist getan. Aber im Gegensatz zu einem Feuerball brauchst du f¨¹r bessere Heilzauber mehr als nur den Spruch. Du brauchst Wissen und Disziplin. Heilung ist eine Mischung aus Spruch und Willensmagie. Du musst wissen wohin die Energien flie?en sollen und was passieren soll. Der Spruch gibt der Magie den Befehl das zu tun was sie soll. Du musst jedoch dosieren, verteilen und lenken. Verstehst du?¡°
?Ja, aber hast du mir nicht bei der Lichtkugel gesagt ich solle der Magie nur eine L¨¹cke geben durch die der Spruch sie dann abzweigen kann?¡° fragte ich verwirrt.
?Und genau deswegen sagte ich das Heilmagie anders ist als normale Magie wie z.B. ein Feuerball.¡° sprach der Priester gelassen weiter.
?Ich denke am Besten ist es mit einem kleinen Beispiel. Nimm diesen Spruch und schau dir einfach genau an was mit der Energie in dieser Ratte passiert wenn ich sie verletze oder heile.¡° mit diesen Worten nahm er ein auf dem Tisch liegendes Messer in die Hand und stellte sich auf die andere Seite des Tisches, w?hrend ich meine Hand auf die Ratte legte um die Energie besser sp¨¹ren zu k?nnen.
?Pass jetzt genau auf.¡° warnte er mich noch einmal, bevor er das Messer dem quietschendem Tier in den Bauch rammte. Es war schwer sich auf das Mana in der zuckenden Kreatur zu konzentrieren. Das Blut str?mte aus der Wunde und die Energie nahm stetig ab. Aber ich konnte auch sp¨¹ren, wie die Energie aus der der K?rper bestand von einem unsichtbaren Willen gelenkt, zur Wunde floss und sich dort verfestigte. Es dauerte ein paar Minuten dann war die Wunde versiegelt, jedoch hatte die Energie innerhalb des Tieres stark abgenommen. Noch ungef?hr 40% war verblieben.
?Ok hast du gesehen wie die Energie des Tieres weniger wurde? Der letzte Wanderer der hier vorbeikam nannte diese Energie ?HP¡°, was auch immer das bedeuten soll. Au?erdem erwartete er das er die Energie in einer Art Balken ¨¹ber dem Kopf schweben sehen w¨¹rde, seltsamer Bursche. Aber zur¨¹ck zum Thema. Schau dir jetzt an was passiert wenn ich die Ratte jetzt heile.¡° damit legte auch er die Hand auf die Ratte und sprach:
?Aer Narudur!¡°
Sofort sp¨¹rte ich wie neue Energie in den K?rper der Ratte str?mte. Das Mana des Priesters ver?nderte seine Form und vermischte sich mit dem der Ratte. Nach wenigen Augenblicken war die Energie der Ratte wieder aufgef¨¹llt und der Priester und ich nahmen die Hand von ihr.
?Hast du jetzt verstanden was Heilmagie macht?¡° fragte er mich, w?hrend er erst seine H?nde in einer Schale Wasser wusch und sie dann mit weiterreichte.
?Zuerst hat die eigene Energie der Ratte die sichtbare wunde geschlossen und damit die Blutung gestillt. Doch das Energielevel der Ratte hatte stark abgenommen. Einen weiteren Stich h?tte sie nicht ¨¹berlebt, obwohl sie ?u?erlich gesund aussah. Als du ihr jedoch Energie zugef¨¹hrt hast wandelte sich dein Mana in das der Ratte um und sie wurde somit auch innerlich geheilt.¡° versuchte ich zu erkl?ren was ich empfunden hatte.
?Ganz genau. Aber merke dir eines. Jeder K?rper kann nur eine gewisse Menge Energie aufnehmen. Egal wie viel Energie du hineinsteckst, du kannst ihm nicht mehr als dieses Maximum geben. Wenn du den Spruch jedoch ohne Kontrolle wirkst passiert das selbe was mit deiner Lichtkugel passiert war, du steckst zu viel oder zu wenig Energie hinein, verschwendest damit dein Mana und die Effektivit?t nimmt ab¡°
?Verstehe. Aber was hat das jetzt mit den Elementen zu tun?¡° fragte ich interessiert daran was es mit dem Buch auf sich hatte und ob ich dann nicht mit einem Heilzauber auch Untote heilen k?nnte.
?Du hast doch gesehen wie das k?rperliche Mana zur Wunde floss nehme ich an? Dies wurde von der 3. Energie ausgel?st. Der Seele. Um eine lebende Kreatur zu heilen brauchst du immer Lichtmagie, denn das Licht ist die Quelle allen Lebens. Egal wie b?se diese Kreatur auch sein mag. Jedes andere Element kann sich zwar in der Wunde sammeln, sie jedoch nicht heilen.¡°
?Hei?t das, dass wenn ich einen Untoten mit Licht heilen w¨¹rde, er Schaden bekommen w¨¹rde?¡° fragte ich interessiert.
?Ja das stimmt, jedoch gibt es bessere und Kosteneffizientere Wegen diesen widerlichen Kreaturen Schaden zuzuf¨¹gen. Sonst irgendwelche Fragen? Wenn nicht bist du jetzt dran.¡°
?Eine noch, was bedeuten diese Worte ?Aer Narudur¡°?¡°
?Das ist alt Elbisch und hei?t einfach nur: ?Wunde heilen¡°. Ein denkbar einfacher Zauberspruch. Jedoch kannst du das nicht einfach ¨¹bersetzen und denken es w¨¹rde funktionieren. Wenn du es in unserer Sprache sprechen w¨¹rdest, w?re es in etwa so: ?Ich befehle der Macht der Magie die fehlende Energie im K?rper dieser Kreatur zu ersetzen.¡° oder so was in der Art. Die meisten Heilzauber sind in dieser Sprache.¡°
?Nun, ich verstehe warum man es nicht ¨¹bersetzt.¡° gab ich zur¨¹ck, woraufhin der Priester leise lachte, bevor ich das Messer nahm und der Ratte zum zweiten Mal heute in den Bauch stach. Erneut quiekte sie, doch ich legte ihr die Hand auf und sprach ?Aer Narudur¡°, w?hrend ich mich darauf konzentrierte die Energie im K?rper der Ratte zu ersetzen.
Sofort konnte ich sehen oder sp¨¹ren wie der Energievorrat der Ratte aufgef¨¹llt wurde und meine Manaanzeige zeigte mir ich h?tte noch 80 von 130 Mana. Die Blutung jedoch blieb und so war der Energieverlust immer noch vorhanden.
?Bevor du fragst, Aer Narudur ersetzt die fehlende Energie im K?rper und h?lt dich damit am Leben. Eine immer noch blutende Wunde wird jedoch nicht dadurch geschlossen. Es schlie?t jedoch keine Wunden. Daf¨¹r brauchst du einen extra Spruch. ?Aer Frunadruf¡° ist er. Es bedeutet soviel wie: ?Wunde schlie?en¡°, wieder ein denkbar einfacher Spruch.¡°
Erneut probierte ich den Spruch aus, der Energieverlust war mit 40 Mana fast derselbe wie f¨¹r das heilen selber. Diesmal sp¨¹rte ich wie mein Mana sich direkt an der Wunde versammelte und das selbe tat was vorhin die Energie der Ratte getan hatte, sie schloss die Wunde.
?Ok, du siehst ersch?pft aus, belassen wir es also mal dabei. Wasch dir die H?nde und dann komm hoch.¡° meinte der Priester noch, bevor er wieder nach oben kletterte.
Als Mirado hinterherkam hielt er ihm die zwei B¨¹cher hin die er vorhin herausgenommen hatte.
?Das eine hier ist f¨¹r dich. Es ist leer und soll dein eigenes Zauberbuch werden. Es ist schwer sich alle Spr¨¹che zu merken. Die l?ngeren gehen immerhin teilweise ¨¹ber mehrere Zeilen bis Seiten.¡°
?Sind denn alle Zauberspr¨¹che in der Elbensprache?¡° fragte ich besorgt, ich hatte eigentlich nicht vor eine neue Sprache lernen zu m¨¹ssen.
?Nein, im Gegensatz. Ich bevorzuge sie nur einfach, da es mit ihr einfacher ist in die Magie hineinzuwirken. Immerhin wurde die Elbensprache f¨¹r die Magie erfunden. F¨¹r die Heilmagie ist sie jedoch noch immer von gro?er Bedeutung. Wichtiger f¨¹r dich als das lernen einer toten Sprache ist es jedoch dein Mana willentlich in jedes Element umzuwandeln. Du magst als Heiler in einer Gruppe vielleicht nicht unbedingt zum Kampf kommen, es schadet jedoch nie zumindest die Grundzauber f¨¹r den Kampf zu beherrschen.¡°
?Ist es damit etwa m?glich einen Angriffszauber f¨¹r jedes Element zu wirken? Und wenn ja, warum lernen das dann nicht alle?¡° fragte ich interessiert.
?Nun, das ist eine gute Frage, ihr Abenteurer scheint zu meinen, dass nur weil ihr ein Schwert schwingt ihr keine Magie mehr braucht und das obwohl ihr nat¨¹rlich keine Affinit?t habt und somit jedes Element lernen k?nnt.
Wir einheimischen hier jedoch haben von Geburt an Affinit?ten die uns erlauben einige Zauber st?rker als andere zu wirken und andere daf¨¹r gar nicht.¡°
?Ich verstehe, wie also kann ich mein Mana in die einzelnen Elemente umwanden?¡° mein Interesse geweckt ¨¹berlegte ich noch einmal was alles in dem Buch ¨¹ber die Elemente stand, jedoch die Methode der Umwandlung fehlte mir.
?Nun, ich kann dir leider nur Licht und Wassermagie zeigen, f¨¹r den Rest habe ich leider keine Affinit?t. Daf¨¹r ist das zweite Buch da.¡° erkl?rte er mir, w?hrend er mir das zweite Buch ¨¹berreichte mit dem Titel: ?Grundzauberspr¨¹che der Elemente und das selbstst?ndige weiterentwickeln dieser.¡°
?Wenn du einen Spruch benutzt, verwandelt sich dein Mana automatisch in das passende Element. Wenn du jedoch einfach nur Feuer Mana schmei?t, kannst du mit genug ¨¹bung einen Feuerball erzeugen. Jedoch egal wie viel Heilige Magie du schmei?t, du wirst nie jemanden heilen k?nnen. Deswegen ist es wichtig das du Heilmagie immer mit einem Spruch wirkst.¡° erkl?rte er mir mit einem l?cheln. Langsam war ich mir ziemlich sicher das es ihm Spass machte etwas zu erkl?ren.
?Oh, ich glaube ich schweife ab, also, wenn du einen der Spr¨¹che wirkst, konzentriere dich genau auf den Manafluss und schau dir die Ver?nderung an, danach versuche dies nachzumachen. Das ist besser als jeder Spruch den ich dir zeigen k?nnte.
Tu mir jedoch bitte einen Gefallen und tu dies au?erhalb des Dorfes. Die Leute reagieren nicht gut auf brennende H?user, falls du verstehst.¡° meinte er noch scherzhaft, bevor er mich zur T¨¹r heraus deutete.
Mit einem Nicken nahm ich die zwei B¨¹cher und ging Richtung Ausgang. Ich war fast aus der T¨¹r heraus, als Parlo aus seinem Zimmer gehastet kam, mit einem kleinen Beutel in der Hand.
?Warte noch grad, hier nimm das hier. Das ist eine magische Feder. Pass gut auf sie auf denn ich habe keine weitere. Sie benutzt Mana statt Tinte um etwas zu schreiben und ist damit auch zum Bau f¨¹r Runen zu gebrauchen.¡° meinte er etwas au?er Atem.
?Au?erdem solltest du dir das hier nehmen.¡° meinte er noch, bevor er mir einen kleinen silbernen Ring zuwarf.
?Er geh?rte einst einem alten Kauz der vor ein paar Jahren ohne Erben gestorben war. Mir bringt er nichts, doch ich denke du wirst ihn als sinnvoll empfinden.¡° mit diesen Worte nickte er mir nochmal zu und ging zur¨¹ck in seine Kammer, um was auch immer er halt so tat dort zu erledigen.
Interessiert schaute ich den Ring an. Schlie?lich steckte ich ihn aus Mangel weiterer Informationen einfach auf den Finger.
?Ding¡°
| Ring der kleinen Manaregeneration ausger¨¹stet.
Regeneriert +10 Mana die Minute. |
?Wow, wenn das nicht mal ein n¨¹tzliches Geschenk ist¡° meinte ich nur, bevor ich in den kleinen Beutel schaute. Darin enthalten war eine kleine Holzschachtel, und darin eine feine silberne Feder.
?Wow¡° war das einzige was ich bei ihrem Anblick sagen konnte. Jedes H?rchen war aus Silber, und doch war es beim her¨¹ber streichen als w?re es eine echte Feder. Nein, ich war mir sicher, es war definitiv eine echte Feder.
?Welcher Vogel auch immer diese Federn hat, ich m?chte ihn einmal fliegen sehen.¡° meinte ich nur bewundernd, bevor ein weiteres Fenster vor mir aufging.
?Ding¡°
| Seltenes Item ?Magische Feder¡° erhalten.
Feder eines dir unbekannten Vogels. Mit ihr kannst du ¨¹ber die Verwendung von Mana Schrift erzeugen. Die erzeugte Schrift ist nur mit Magie oder durch Zerst?rung des Objektes wieder zu entfernen.
Kosten: 10 Mana die Minute |
?Mhh, das passt ja gut.¡° meinte ich munter, bevor ich mich an meinem ¨¹blichen Leseplatz vorbeiging und auf ein von zwei Mann bewachtes Tor, naja, eher eine L¨¹cke in der Palisade, zuging. Eine der zwei Wachen erkannte ich als die wieder, die mich als erstes Ansprach nachdem ich in die VW kam. Bei dem Gedanken viel mir erst auf, wie wenig Kontakt ich bisher mit den NPC''s hatte, und beschloss dies f¨¹r die Zukunft zu ?ndern und herauszufinden wie realistisch ihre Leben waren. Dies k?nnte immerhin einen gewaltigen moralischen Einfluss auf meine zuk¨¹nftigen Pl?ne haben.
Au?erhalb des Dorfes erstreckten sich erst einmal mehrere Felder. Die Zeit im Spiel war momentan scheinbar gerade Sommer. Die Felder waren also noch nicht geerntet, standen jedoch in voller Bl¨¹te. Es hatte eine beruhigende Atmosph?re an sich, wie der Wind sanft durch das Korn wehte und hier und dort ein Bauer sein Feld bestellte.
Das Dorf hinter sich lassend ging er festen Schrittes die Stra?e entlang. Nach ein paar Feldern kam er dann zu einer Fl?che aus fest getrampelten Lehm, auf der sogar ein paar Trainings Dummys standen.
''Ist das hier der Trainingsplatz f¨¹r die Wachen? Naja, hof ich einfach mal dass ich hier ein wenig experimentieren darf. Glaube ja nicht das ich hier was kaputt mache.'' ¨¹berlegte ich, bevor ich die Schultern zuckte und mich an Ort und Stelle auf den Lehmboden niederlie? und das Grundregelwerk zu den Elementen durchla?.
Es war nicht dick und bestand nur aus 8 Zaubern, ihren Spr¨¹chen, ihren Effekten und Anweisungen wie das Mana zu formen war. F¨¹r Zaubern mit und ohne Spruch. Im wesentlich war es nicht viel anders als bisheriges Zaubern. Der einzige Unterschied war das ich beim Spruch losen Zaubern das Mana bereits in das passende Element verweben musste.
Als ich endlich alle 8 Zauber mindestens einmal ausprobiert hatte und sie in mein Buch ¨¹bertragen hatte, war die Sonne bereits zur H?lfte ¨¹ber den Horizont gewandert, und so packte ich zusammen und ging zur¨¹ck in die Stadt. Das Ergebnis meiner Experimente war wie folgt:
Feuer der Tiefen sammle dich in meiner Hand.
Feuerzauber
Kosten: 25 Mana
Ein Zauber durch den ich eine Art Feuerbolzen aus meiner offenen Handfl?che schoss der eine kleine Brandstelle auf der Trainingspuppe hinterlie? und das heraush?ngende Stroh anz¨¹ndete, bevor ich es schnell l?schte.
Macht des ruhigen Wassers, sammle dich in meiner Hand
Wasserzauber
Kosten: 25 Mana
?hnlich wie Feuerbolzen, jedoch war es ein relativ harmloser Wasserstrahl. Ich werde f¨¹r die Zukunft versuchen es mit Windmagie zu verbinden um eine Wasserklinge herzustellen.
Macht des Windes sammle dich in meiner Hand
Windzauber
Kosten: 25 Mana
Ein kr?ftiger Windsto?, in etwa als ob eine normale Person kraftvoll in dich hineinrennt. Nicht sehr sch?dlich, jedoch gut um Gegner auf Distanz zu halten und zu unterbrechen.
K?lte des Nordens sammle dich in meiner Hand
Eiszauber
Kosten: 25 Mana
Selbes wie Feuerbolzen, jedoch eine Mischung aus Wasser und Windmagie wenn ich es richtig untersucht hatte. Ben?tigt noch weitere Untersuchungen um mir dessen sicher zu sein.
St?rke der Erde, sammle dich in meiner Hand
Erdzauber
Kosten: 35 Mana
Einfacher Erdklumpen der sich scheinbar aus rohem Mana zu k?rperlichem Mana formte. Bisher gr??ter Schaden jedoch f¨¹r den Moment machen dies die Manakosten weg. Meine Vermutung ist dass es an der Erschaffung etwas physischen und Massereichem aus rohem Mana liegt. Ben?tigt ebenfalls noch Untersuchung um den Unterschied zu Eis und Wassermagie zu finden.
Macht des Sturmes, sammle dich in meiner Hand
Blitzzauber
Kosten: 30 Mana
Kleiner Blitz, eher ein Funkenstrom, der Schaden ist mittelm??ig. Die Stunwirkung die es auf einen Gegner haben kann sollte im Kampf n¨¹tzlich werden.
Schatten der Nacht, sammelt euch in meiner Hand
Schattenzauber
Kosten: 30 Mana
Eine kleine Schattenklinge mit relativ kurzer Reichweite, jedoch mit dem h?chsten Zerst?rungspotenzial nach dem Erdzauber.
Licht das die Nacht vertreibt, sammle dich in meiner Hand
Lichtzauber
Kosten: 25 Mana
Ein Ball reinen Lichtmanas der sich zwar relativ langsam bewegt, jedoch gegen Untote seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Der Dummy jedoch bekam nicht einmal einen Kratzer davon.
Als ich an den Stadttoren ankam sah ich gerade wie ein paar Wachen anfingen das Tor zu schlie?en. Einem Angriff w¨¹rde es bestimmt nicht standhalten, f¨¹r ein paar Monster d¨¹rfte es jedoch reichen, mehr musste es wahrscheinlich auch nicht halten. Jedoch merkte ich mir f¨¹r die Zukunft nicht zu sp?t in eine Stadt zu kommen, sofern ich nicht ausgesperrt werden wollte.
In der Kirche angekommen fand ich nur ein paar vereinzelte Dorfbewohner vor, Parlo jedoch war weit und breit nicht zu sehen. Da ich noch nicht wirklich m¨¹de war und mein n?chstes Experiment noch etwas warten konnte, beschloss ich die NPC''s dieser Welt genauer kennenzulernen und n?herte mich so der Gruppe aus 5 Leuten. Zwei alten M?nnern und drei alten Frauen. Sie alle sa?en auf den B?nken und schienen im Gebet vertieft zu sein.
?Guten Abend.¡° gr¨¹?te ich sich freundlich mit einem l?cheln im Gesicht.
?K?nnen wir die helfen?¡° fragte mich einer der zwei alten M?nner h?flich.
?Nun, ich wollte sie nicht st?ren, ich habe jedoch gesehen wie sie hier beteten und dachte mir das sie vielleicht ein Problem haben bei dem ich ihnen behilflich sein k?nnte.¡° erwiderte ich in der Hoffnung eine Quest oder Informationen ¨¹ber die Gedankeng?nge der NPC''s zu erhalten.
?Oh, du bist zu g¨¹tig junger Mann, Mara m?ge dich segnen. Es ist wahr wir kamen hier her um f¨¹r unsere Kinder zu beten. Wei?t du, wir sind zu schwach um mit der Feldarbeit behilflich zu sein und nach dem letzten Krieg haben nicht alle jungen M?nner zur¨¹ck, wodurch es diesem Dorf an Arbeitskraft fehlt.¡° erkl?rte eine alte Dame bedr¨¹ckt.
?Nun, wenn es etwas ist das zu tun ich im Stande bin so werde ich mein bestes geben euch zu helfen.¡° erkl?rte ich ihnen.
''Interessant. Hat das System diese Geschichte gerade erfunden nachdem ich sie ansprach oder kamen sie hier aktuell wirklich hier her um f¨¹r Beistand zu beten. Wenn ja, hie?e das nicht, dass es nahezu endlose viele Quest gibt die komplett ignoriert und niemals wahr genommen werden?''
?Es ist nicht viel. Jedoch haben wir seit einiger Zeit eine Rattenplage in unserem Kornspeicher. Dies ist nicht un¨¹blich und eigentlich versuchten wir stets die Plage zu vernichten bevor das Korn geerntet wird. Wenn du jedoch dies f¨¹r uns ¨¹bernehmen k?nntest w¨¹rde es unsere Kinder und Enkel sehr entlasten und soweit ich es geh?rt habe seid ihr Wanderer immer gerne auf einen Kampf aus.¡° meinte der andere alte Mann hoffnungsvoll.
''Ratten wie? Nicht gerade die tollen Monster, jedoch sollten sie sich zum experimentieren gut eignen und niemandem w¨¹rde auffallen was ich mit ihnen mache.'' ¨¹berlegte ich schnell, bevor ich ihnen antwortete.
?Aber gerne doch. Ich ¨¹ber mich aktuell ein wenig in der Kampfmagie und so k?nnten wir uns gegenseitig helfen. Ich trainiere ein wenig und sie werden ihre Rattenplage los.¡° erkl?rte ich ihnen l?cheln, woraufhin sie alle sichtlich erleichtert aufatmeten.
?Ich danke dir junger Wanderer, sag, wie lautet dein Name?¡° fragte mich eine alte Dame, die mir dankbar die H?nde sch¨¹ttelte.
?Nennt mich Mirado. Nun sagt mir, wo finde ich diesen Kornspeicher und ich werde mich gleich Morgen an die Arbeit machen.¡°
?Sie befindet sich am anderen Ende des Dorfes. Wenn du von hier aus ¨¹ber den Marktplatz gehst und gerade aus in die n?chste Stra?e, kommst du an drei Scheunen. Dies ist unser Kornspeicher.¡° erkl?rte sie mir.
?Nun denn, ich werde sehen was ich tun kann, doch nun bin ich m¨¹de und w¨¹rde mich gerne zur Ruhe legen.¡°
?Ding¡°
| Quest erhalten:
Befreie die Scheune von der Rattenplage.
Belohnung: Dankbarkeit der Bewohner von Mitterwald. |
W?hrend die Alten fr?hlich die Kirche verlie?en, ging ich in mein Zimmer zur¨¹ck. Von Parlo war immer noch nichts zu sehen und auch in seinem Zimmer war er nicht aufzufinden. Die anderen zwei Ecken hatten nur eine kleine Vorratskammer und einen Raum der mich ein wenig an ein Beichtzimmer erinnerte.
Trotz allem hatte ich etwas zu Essen auf meinem Tisch stehen, das ich nun gen¨¹sslich verspeiste. Ok... es schmeckte trocken wie immer. Danach legte ich mich aufs Bett und schloss die Augen. Diesmal jedoch loggte ich mich nicht aus, sondern schlief in dieser Welt. Ich wollte herausfinden wie sich ein l?ngerer Aufenthalt ohne Pause in dieser Welt auf meinen K?rper aus¨¹bte.
?Ding¡°
| Um wie viel Uhr m?chtest du sp?testens aufwachen? |
''Oho? Das ist m?glich? Dann bitte kurz vor Sonnenaufgang.'' dachte ich noch verschlafen, w?hrend mein Geist in einen sanften Schlaf ¨¹berging.
Am n?chsten Morgen ?ffnete ich verschlafen meine Augen. Mein K?rper war etwas steif, Strohbetten waren nun einmal nicht DER Luxus, jedoch ansonsten f¨¹hlte ich mich wie nach einer ganz normalen Nacht. Naja, einer ganz normalen Nacht wie ich sie seit Jahren nicht mehr genie?en durfte. Zufrieden zauberte ich also wortlos eine Lichtkugel um das noch dunkle Zimmer zu erleuchten und ging mit ihr neben mir schwebend nach drau?en.
Aus dem Zimmer gegen¨¹ber h?rte ich noch ein leises Schnarchen, was vermuten lie? das Parlo zur¨¹ck war. Mit einem leichten l?cheln ging ich hinaus zum Brunnen in der Mitte des Platzes, wo ich mir etwas Wasser zu trinken hoch sch?pfte. Vereinzelt h?rte ich ein rumpeln oder eine Stimme in dem langsam erwachendem Dorf und nicht zum ersten geschweige denn zum letzten Mal kamen mir ernsthafte Zweifel, ob ich in der Lage war meinen Weg mit allen Konsequenzen bis zum Ende durchzuziehen. Konnte ich wirklich den Tod zahlreicher Menschenleben in Kauf nehmen? Selbst wenn es nur NPC''s waren?
Schnell sch¨¹ttete ich mir einen Eimer Wasser ¨¹ber den Kopf. Die erfrischende K¨¹hle vertrieb derartige Gedanken und so fasste ich einmal mehr meinen Entschluss, meinen Weg den ich dabei war zu betreten, bis zum Ende durchzuziehen, komme was wolle.
Nichts anderes mehr zu erledigen machte ich mich also auf den Weg zu den Scheunen. Sie waren nicht schwer zu finden. Immerhin war das Dorf ja auch nicht sehr gro?. Zu meiner Entt?uschung jedoch waren sie abgeschlossen und so musste ich wohl warten bis jemand kam um sie mir aufzuschlie?en.
In der kalten Morgenluft frierend beschloss ich also ein weiteres kleines Experiment zu starten. Ich beschwor die Erinnerung an den Feuerbolzen letzte Nacht herauf und auf die Ver?nderung die mein Mana dabei vornahm. Ich hatte bereits bemerkt das ich die Dauer der Lichtkugel von ein paar Minuten auf nahezu endlos erweitern konnte, sofern ich sie durchgehend mit Mana versorgte. Dies wollte ich mir nun zu nutze machen. Ich wandelte zuerst das Mana in Feuermana um und versuchte dieses dann in die Lichtkugel zu schicken. Nat¨¹rlich aus Sicherheitsgr¨¹nden nur eine kleine Menge.
Das Ergebnis war... eine Explosion. Nichts gro?artiges, aber das Mana brach pl?tzlich aus allen vorgegebenen Grenzen der Lichtkugel hervor und verpufft in einer gro?en Flamme. Entt?uscht aber nicht entmutigt erschuf ich zuerst eine neue Lichtkugel, deren Struktur ich mir zu Hilfe nehmen wollte, bevor ich erneut Feuermana hineinschob. Diesmal jedoch langsam, nicht eine gewisse Menge auf einmal, sondern wie einen kleinen Faden, den ich in das grobe Geflecht der Lichtkugel hinein wob.
Es dauerte mich fast 3 Minuten um die nur wei? leuchtende Manakugel in eine leicht orange leuchtende und w?rmende Manakugel zu verwandeln. Jedoch brauchte nur das Aufrechterhalten dieser sehr geringen W?rmequelle bereits fast 15 Mana die Minute. Da ich jedoch scheinbar ca. 14 Mana die Minute regenerierte viel mir dieser kleine Verlust kaum auf und so genoss ich einfach die W?rme die mir diese neue kleine Erfindung spendete und versuchte sie noch weiter zu verbessern.
If you come across this story on Amazon, be aware that it has been stolen from Royal Road. Please report it.
Ich konzentrierte mich Haupts?chlich darauf die Verschwendung des Manas beim Transfer aus meinem, ich nannte es einfach ?Manaherz¡°, in die Manakugel zu verringern. So kam es das ich in der n?chsten halben Stunde Wartezeit die kaum merkliche W?rmequelle in ihrer Effektivit?t fast verdoppele, ohne den Manaverbrauch zu erh?hen. Doch danach wurde es schwerer. Der konstant flie?ende Faden der den Zufluss des Manas zur Manakugel darstellte, faserte immer wieder aus und entlie? so Energie in die Umgebung. Es forderte viel Konzentration ihn auch nur ein klein wenig mehr zusammenhalten zu k?nnen und ich sch?tze wenn ich eine derartige Technik im Kampf benutzen w¨¹rde, die Energieverschwendung noch weit aus h?her w?re, Aufgrund mangelnder Konzentration. Mit genug ¨¹bung k?nnte ich jedoch wohl die Effektivit?t noch einmal verdoppeln oder die Manakosten halbieren.
?Ding¡°
| F¨¹r das selbstst?ndige Ausdenken neuer Zauber und dem Verbessern dieser ohne Anleitung anderer:
+2 Int. |
| Durch Training und selbstst?ndiges Denken hast du begonnen zu erreichen was andere Jahre braucht: Die Kontrolle ¨¹ber den Fluss deines Manas
Erleichtert dir die Kontrolle ¨¹ber deinen Manafluss und verringert somit die ¨¹bersch¨¹ssige Energie. |
?Nunja, zumindest in dieser Welt wird harte Arbeit wohl belohnt.¡° meinte ich erfreut. Jedoch schien mir der neue Skill eher sinnlos, da ich keinen direkten Effekt feststellen konnte.
Die Sonne hatte gerade den Horizont ¨¹berschritten, als einer der alten M?nner von Gestern kam.
?Oh tut mir Leid, habe ich dich warten lassen?¡° fragte er besorgt.
?Nein, alles in Ordnung, ich habe die Zeit zu nutzen gewusst.¡° gab ich mit einem l?cheln zur¨¹ck, und deutete auf das verschlossene Tor.
?Oh ja, sofort.¡° mit zittrigen Fingern f¨¹hrte er einen alten metallenen Schl¨¹ssel in das Schl¨¹sselloch der mittleren Scheune, und zog dann das schwere Scheunentor mit erstaunlich viel Kraft nach au?en auf.
?Komm mit, ich zeige dir unser Problem.¡° meinte er gelassen und trat in die finstere Scheune ein, ich im Schlepptau. Das Licht lie? ich auf die aktuell maximale Entfernung (ca. 2,5 Meter) vor mir heraus schweben.
Der Innenraum war in drei Etagen aufgeteilt. Die obere war durch eine wacklige Treppe zu erreichen. Der Mittelraum direkt durch das Scheunentor und dann gab es scheinbar noch einen Keller, wie eine steinerne Treppe andeutete.
?Oh, das ist ja ein interessantes Licht was du dort hast werter Mirado.¡° meinte der alte Mann interessiert als es an ihm vorbei schwebte. ?Ich nehme mal an eine Mischung aus Feuer und Arkanmagie? Nicht schlecht f¨¹r jemanden der erst seit wenigen Tagen den Pfad der Magie geht.¡° erkl?rte er anerkennend.
?Nun, mir war kalt.¡° erkl?rte ich einfach nur knapp und tat es mit einem Schulterzucken ab. Dies war nichts auf das ich mir erlauben k?nnte stolz zu sein. Meine Ziele waren wesentlich weiter oben angesetzt.
?Nungut, hier die meisten Ratten werden sich wohl im Keller bei den Vorr?ten und oben bei dem Rest Korn herumtreiben. Tu mir und dem Dorf bitte einen Gefallen und benutze keine Feuermagie, ebenfalls w?re Windmagie nicht zu empfehlen, es sei denn du m?chtest danach aufr?umen. Ich empfehle Arkan, Eis oder Erdmagie.¡° erkl?rte er mir knapp mit einem Seitenblick auf die Lichtkugel, deren Hitze er jedoch als absolut ungef?hrlich einzusch?tzen schien und damit die Schultern zuckte und hinausging.
?Nun denn, ich w¨¹nsche dir viel Gl¨¹ck. Wenn du hier durch bist dann komm doch bitte zum Marktplatz. Ich habe dort einen Stand und werde dir etwas zu Essen bereitlegen. Ich mache das Tor hinter dir wieder zu, nicht das eines dieser Biester entkommt.¡° erkl?rte er mir noch, bevor hinter mir das Tor ins Schloss fiel.
?Nun denn an die Arbeit. Wo seid ihr, ihr kleinen Biester? Kommt raus, ich brauch ein paar Testobjekte.¡° murmelte ich leise, kein Funke mehr der vorherigen Freundlichkeit mehr in meinem Gesicht. Stattdessen ein fieses und unheilversprechendes Grinsen. Wann war es dass ich eine derart zweigeteilte Pers?nlichkeit wurde und der Art zu L¨¹gen lernte? Ich wusste es nicht mehr. Es war mir egal.
Aus Gr¨¹nden der ¨¹bung und der Praktikabelkeit entschied ich mich daf¨¹r die Schattenklingen zu benutzen. Mit vorsichtigen Schritten ging er die steinigen und ein wenig rutischigen Stufen der Treppe herunter. Von unten h?rte er das leise Scharren von kleinen Krallen auf Stein und mehrere leise quietsch Ger?usche. All dies verstummte als er mit seiner Lichtkugel den Keller betrat.
Auf einmal schauten ihn ungef?hr 30-40 Augenpaare an. Der Keller war ungef?hr 2m hoch, also konnte er gut darin stehen, und darin waren zahlreiche Regale mit zahlreichen Lebensmitteln, sowie Stangen an denen Fleisch zum trocknen hing. Der grausige Anblick bot sich ihm jedoch auf dem Boden. Die ?Ratten¡° waren ca. 40 cm lang, ohne Schwanz. Mit erreichten sie fast eine L?nge von einem dreiviertel Meter. Einige von ihnen standen aufrecht auf den Hinterpfoten, ein paar fauchten ihn an. Sie alle jedoch waren eindeutig emp?rt ¨¹ber die aktuelle St?rung und zeigten ihre gut 3-4 cm langen Z?hne.
Bevor die Panik in ihm ¨¹berhand nahm, atmete Mirado tief durch, und zog sich langsam zur¨¹ck. Die Ratten mit der zur¨¹ckgewonnenen Ruhe zufrieden, folgten ihm nicht, und so kam er unverletzt wieder oben an.
?Shit, das ¨¹berlebe ich im aktuellen Zustand garantiert nicht!¡° fluchte ich, w?hrend ich mich in der Scheune nach eine Waffe umsah. Das einzige was ich jedoch fand war eine abgebrochene Misstgabel.
?Nunja, besser ein stabiler Holzstab als gar keine Waffe.¡°
Nach ein paar Testschw¨¹ngen empfand ich die behelfsm??ige Waffe als brauchbar und schaute mich nach einer Blockade f¨¹r die Treppe um. Was ich fand war ein ziemliche gro?es aber leeres Fass. Zufrieden mit meinem Fund rollte ich es bis kurz vor die Treppe. Da diese einfach nur ein ebenes Loch im Boden war, k?nnte ich das Fass jeder Zeit darauf rollen.
Nachdem ich also sichergegangen war das ich mich verteidigen konnte und mein R¨¹ckzug gesichert war, ging ich erneut die Treppe herunter. Erneut zog ich sofort die Aufmerksamkeit aller Ratten auf mich. Nachdem ich meinen Pulsschlag etwas beruhigt hatte, hob ich die linke Hand und konzentrierte mich auf mein Mana, ?ffnete einen Kanal f¨¹r das Mana und sprach dann den Spruch.
?Schatten der Nacht, sammelt euch in meiner Hand!¡° sofort schienen die dunklen Schatten der Ecke zusammenzuflie?en und sich in einer Sichelartigen Form auf meiner Hand zu sammeln. Ein kurzer Blick identifizierte die mir am nahestehende Ratte und damit die gr??te Gefahr. Mit einer Handbewegung schmiss ich die Schattenwelle auf die Ratte, die daraufhin laut aufschrie, nachdem die Schatten ihr tief ins Fleisch hineingeschnitten hatten und sie heftig anfing zu bluten. Ich wartete erst gar nicht ab wie sie reagieren w¨¹rde, sondern konzentrierte mich direkt auf das erneute ?ffnen eines Manakanals und sprach erneut den Spruch.
Erneut warf ich auf die entstandene Schattenwelle auf die bereits angeschlagene Ratte. Sie versuchte zwar noch auszuweichen, jedoch zog sich die Wunde bis hin zu einem Hinterbein, wodurch sie stark verlangsamt wurde und von der Klinge in zwei geschnitten wurde.
Die restlichen Ratten die bisher nur zugeschaut hatten, begannen damit ¨¹bereinander zu rennen, jedoch nicht wie erhofft von mir weg, sondern w¨¹tend auf mich zu. Schnell versuchte ich einen neuen Energiekanal zu ?ffnen, bemerkte jedoch das es zulange dauern w¨¹rde und sie mich vorher erreichen w¨¹rden. Also drehte ich ihnen den R¨¹cken zu und rannte.
Mit einem Satz und einer nicht so eleganten Landung auf der Schnauze, kam ich aus der Treppe und an dem Fass vorbei, bevor ich den gerade ge?ffneten Kanal benutzte um das Fass ¨¹ber die Treppe zu schieben.
?Macht der Winde, sammle dich in meiner Hand.¡°
Ein kleiner Wirbel entstand kurz auf meiner Hand, bevor ich ihn auf das Fass schleuderte, was daraufhin polternd ¨¹ber das Loch rollte und dort drin steckend zur Ruhe kam. Nur leider, war ich nicht der einzige der es heraufgeschafft hatte. Vor mit braute sich bedrohlich eine der Ratten auf und fletschte ihre Z?he. Ihr stinkender Atem trieb mir ins Gesicht. Das alleine war genug Motivation schnell aufzustehen und meinen Stab bereitzuhalten.
Es dauerte die Ratte nur einen Herzschlag l?nger mich anzugreifen, wie mich das aufstehen. So bekam ich im letzten Moment noch die Chance mit dem unteren Ende des Stabes nach der Ratte zu schlagen. Ich denke mal mehr aus Gl¨¹ck als alles andere traf ich sie unter dem Kinn und schleuderte sie in wenig zur¨¹ck, wo sie ein wenig benommen versuchte sich aufzurichten. Die 2 Sekunden die ich jedoch dadurch bekam, bis sie wieder bei Sinnen war und mich erneut, diesmal eindeutig vorsichtiger, anst¨¹rmte, waren genug um einen weiteren Manakanal zu ?ffnen und einen weiteren Spruch aufzusagen.
?Schatten der Nacht, sammelt euch in meiner Hand!¡°, wieder warf ich die Schatten nach der Ratte. Doch auf einen Angriff bereits vorbereitet, brach die Ratte ihren Angriff ab und sprang zur Seite, wo sie erst einmal stehen blieb und mich misstrauisch beobachtete.
?Verdammtes Schei?vieh, f¨¹r einmal habe ich noch genug Mana, sei also brav und lass dich endlich treffen!¡° fluchte ich. Ich hatte die Intelligenz und den Kampfsinn dieser Viecher eindeutig untersch?tzt.
Den Zauber bereits vorbeireitet und jederzeit in der Lage zu sprechen, st¨¹rmte ich mit dem Stab auf die Ratte zu und schwang ihn wie einen B? auf Ebene des Bodens von Links nach rechts. Die Ratte, ich beschloss sie einfach ?Skeever¡° zu nennen, sprang jedoch einfach dar¨¹ber hinweg und biss mir ins Bein, wo ich ich sie dummerweise mit dem Stock zur Seite wegschlug, wodurch sich die Wunde nur vergr??erte und zu Bluten anfing.
?Shit! Stirb doch endlich!¡° br¨¹llte ich sie an und schwang erneut den Stab nach ihr, diesmal traf ich sie genau am Kopf wodurch sie einen guten Meter zur Seite geschleudert wurde.
?Schatten der Nacht, sammelt euch in meiner Hand!¡° rief ich schnell, bevor ich der Ratte hinterherrannte.
Mit der rechten Hand hielt ich den Stab den ich unelegant auf den Skeever schwang, wodurch dieser jedoch noch ein St¨¹ck zur¨¹cksprang und nun in der Ecke landete.
Dann nahm ich die linke Hand in der Die Schattenklinge wartete und rammte diese dem Vieh von Oben auf den Kopf, bevor ich die Magie entlie? und sie durch den Kopf des bereits angeschlagenen Skeevers drang und sein Leben beendete.
?Puhh!¡°. Erleichtert atmete ich aus und schaute auf meine verbliebenen Statuswerte.
Ich hatte noch 57 von 80 Leben, also bekam ich ca. 23 Schaden von der einen Attacke. Zus?tzlich verlor ich ein Leben alle 10 Sekunden durch die Wunde, die jedoch bereits begann sich zu schlie?en.
Mein Mana jedoch war weniger gut. Der k?rgliche Rest belief sich auf gerade einmal 3 von 150. Schnell aktivierte ich also die Lichtkugel um ein wenig Mana zu regenerieren, und ging dann zur Ratte um zu schauen ob sich im Tode etwas an ihr ver?ndert hatte.
Als ich ihr die Hand auflegte, konnte ich gerade so noch sp¨¹ren wie eine kaum merkliche Energie von ihr wich.
?War das etwas gerade die Seele?¡° Wenn ja hie?e es das ich nur ungef?hr 10 Sekunden habe nach jedem Tod, um die Seele einzufangen, falls es ¨¹berhaupt m?glich ist.¡° meinte ich betr¨¹bt.
Nichts besseres zu tun wartete ich also im Halbdunkeln etwa 10 Minuten, bis mein Mana wieder hergestellt war, bevor ich erneut die Lichtkugel beschwor. Erst dann wurde mir bewusst was mein vorhin errungener Passiver Skill brachte.
Obwohl ich vorhin im Kampf war und keinen weiteren Gedanken an die Lichtkugel verschwendete, hatte diese sich nicht aufgel?st und nur ungef?hr 2 Mana mehr die Minute verbraucht, sofern ich mich nicht verrechnet hatte.
''Hei?t das etwa das ich mit steigendem Level dieser F?higkeit mehr Zauber gleichzeitig wirken kann, ohne die Kosten der fallenden Konzentration zu sp¨¹ren?'' ¨¹berlegte ich ¨¹berrascht, verschob es jedoch dann auf ein andermal und beschloss erst einmal meine Kampfeffektivit?t zu verbessern.
Meine Schattenklingen hatten sich eindeutig als gute Angriffswaffe herausgestellt, sowohl im Nah, als auch im Fernkampf. Jedoch obwohl sie ziemlich schnell waren, konnten die Skeever ihnen ausweichen. Ich musste also entweder schneller oder mehr Zaubern k?nnen.
Das Ver?ndern der Eigenschaften eines Zaubers empfand ich pers?nlich als zu schwer f¨¹r den Moment. Also ging ich mit einer anderen Idee. Ich konzentrierte mich darauf einen Zugang zu meinem Manaherz zu schaffen, jedoch bevor ich den Spruch aufsagte, ?ffnete ich noch einen zweiten.
Es... scheiterte, wie erwartet. Mit Willen und Geduld versuchte ich es ein aufs andere Mal, wobei ich auch bemerkte das wenn ich diese Zug?nge f¨¹r eine l?ngere Zeit offen lie?e, mein Mana begann herauszudringen, nicht genug das es meine Manaregeneration nicht schaffen w¨¹rde, aber gut zu wissen f¨¹r die Zukunft. Vielleicht k?nnte mir dieses Wissen einmal n¨¹tzen wenn ich jemanden treffe der Mana auch auf gro?e Entfernungen sp¨¹ren kann.
Es war schwer die Zeit im Blick zu halten wenn man in einer nur sp?rlich beleuchteten Scheune sa?, zumal mein Zeitsinn in den letzten Jahren nicht wirklich besser wurde. Ich sch?tzte jedoch das ungef?hr 3 stunden vergangen waren, als ich es endlich schaffte zwei Zug?nge offen zu halten. Sobald ich jedoch versuchte einen dritte zu ?ffnen, st¨¹rzten die anderen zwei sofort ein.
?Ding¡°
| Neuer Skill erhalten:
Durch Training und Innovatives Denken hast du schon fr¨¹h etwas erreicht das nur wenige jemals gerlernt haben. Das gleichzeitige Zaubern zweier Zauber.
Stufe 1:
Erm?glicht es dir zwei gleiche Zauber auf einmal zu wirken. Manakosten +20% f¨¹r jeden. |
?Nun, was ist der Unterschied zwischen diesem und dem letzten Skill? Hier habe ich pl?tzlich eine genaue Kostenbeschreibung so wie ein angegebenes Level. Jedoch keine Erfahrung.¡° ¨¹berlegte ich laut.
?Liegt es daran das der erste Skill etwas komplett passives ist das in Kraft tritt sobald bestimmte Parameter erf¨¹llt sind, in diesem Fall das durchgehende Wirken eines kleinen Zaubers wie die Lichtkugel? Dann w?re der zweite Skill ein Semi-Passiver, der eine aktive Handlung von mir erfordert. In ihrer Art sind sie also komplett unterschiedlich. Das eine spiegelt meine Konzentration wieder, w?hrend das andere wohl mehr Systemunterst¨¹tzt ist.¡°
¨¹berlegte ich laut.
Tats?chlich, nachdem ich den Skill erhalten hatte brauchte ich f¨¹r das ?ffnen von zwei Manakan?len nur so lange wie vorher f¨¹r einen. Also in etwa 1,5 bis 2 Sekunden.
?Schatten der Nacht, sammelt euch in meiner Hand!¡° rief ich. Wieder bildete sich die ¨¹bliche Sichelf?rmige Schattenwelle. Diesmal jedoch zwei davon. Interessiert hielt ich sie auf der Hand und schaute ob sie irgendwie schlechter waren als die vorherigen, scheinbar jedoch nicht. Statt den ¨¹blichen 30 Mana f¨¹r eine, hatte es jedoch 72 Mana f¨¹r beide gekostet. Nicht gerade billig aber das Ergebnis lie? sich durchaus sehen.
Nachdem ich sie jedoch drei Sekunden in der Hand gehalten hatte, begann mein Mana pl?tzlich rapide zu fallen, mit ungef?hr 4 die Sekunde.
?Shit!¡° rief ich, ein einzelner Blick auf den Manafluss verriet mir was das Problem war. Der Zauber in meiner Hand verlor durchgehend Mana, Mana das dann aus dem Manaherz nachgeliefert wurde. Widerwillig lie? ich also den Zauber auf der Hand verschwinden.
W?hrend ich also erneut darauf wartete das sich mein Mana regenerierte, versuchte ich Erneut einen Manakanal zu ?ffnen. Diesmal jedoch zog ich wie beim stummen Zaubern der Lichtkugel etwas Mana heraus. Jedoch formte ich keine Kugel sondern eine Art Seil. Es war nicht lang oder stabil, daf¨¹r relativ einfach zu formen. Danach beschwor er eine simple Lichtkugel. Das Seil konnte nichts physischen halten, jedoch wie erhofft war es in der Lage, nach etwas ¨¹bung, die Kugel einzufangen und zu bewegen. Ein Nachteil jedoch waren die unvern¨¹nftigen Kosten von 30 Mana die Minute.
Zufrieden lehnte ich mich also zur¨¹ck und ¨¹berlegte wie ich wohl am besten eine Seele damit einfangen k?nnte. Es war nur etwa einen dreiviertel Meter lang und bewegte sich ziemlich langsam. Ein Ende war immer mit einer Meiner H?nde verbunden. Ich muss also im Moment des Todes neben dem Skeever stehen und mich ca. 7-8 Sekunden konzentrieren, um die Seele umschlie?en zu k?nnen bevor sie mir entflieht. Das hei?t ich hatte ein m?gliches Zeitfenster von ca. 2-3 Sekunden. Nicht gerade viel und im Kampf eindeutig zu wenig Zeit.
?Ich brauch eine Falle!¡° beschloss ich.
Nach etwas Suchen fand ich ein weiteres, wesentlich kleineres, leeres Fass und ein Seil. Das Seil befestigte ich an dem gro?em Fass, so das ich es daran bewegen konnte. Das kleinere Fass legte ich mit dem offenen Ende vor die Treppe, bevor ich mit einem Windzauber das gro?e Fass ein wenig aus dem Loch hob, und es anschlie?end weit genug ?ffnete das ein bis zwei Ratten hin durchkommen konnten. Danach lie? ich eine kleinere Version der Lichtkugel erst in den Raum schweben, soweit es mir eben m?glich war, bevor ich sie in t?nzelnden Linien zur¨¹ckzog und in das Fass bewegte.
Mein Plan ging auf, zwei Skeever kamen schn¨¹ffelnd angetrabt, angezogen von dem seltsamen und unbekanntem Lichtspiel. Langsam ging erst die eine, dann die andere Ratte in das Fass hinein und versuchten die Kugel zu fangen, wobei sie jedoch einfach in einen Funkenregen verschwand.
Erschrocken drehten sie sich um, um zu fliehen, aber es war bereits zu sp?t. Ich hatte mich in einem ziemlich stinkendem Heuhaufen versteckt und als die zwei Ratten in der Falle sa?en, kam ich heraus und mit einem Ruck hob ich das Fass vom Boden auf und stellte es senkrecht auf, so dass die zwei Skeever darin gefangen waren, bevor ich einen Deckel darauf klatschte. Die anderen Ratten hatten den Aufruhr bemerkt und rannten gerade zu Hilfe, jedoch bevor sie die Treppe erklimmen konnten, hatte ich bereits das Seil in der Hand und zog das Fass erneut ¨¹ber das Loch.
?Lernen die Biester etwa dazu?¡° fragte ich mich verbl¨¹fft ¨¹ber die schnelle Reaktion der anderen Skeever. ?Vorhin noch schauten sie tatenlos zu als ich einen von ihnen t?tete, und nun st¨¹rmten sie auf mich zu sobald sie mich witterten und merkten das ihre Freunde in Gefahr waren. Wenn dem so ist muss ich auf jedenfalls Erfolg haben denn nochmal wird der selbe Trick nicht funktionieren.¡°
Zuerst schob ich also das Fass mit den Skeevern ein wenig von der Treppe weg, bevor ich mich nach dem anderem Ende der abgebrochenen Mistgabel umsah. In einem Schutthaufen aus allem m?glichen Unrat und kaputten Brettern fand ich sie schlie?lich auch. Sie war ziemlich grob mit ca. 7-8 cm zwischen den einzelnen Sprossen. Perfekt also f¨¹r mich.
Danach legte ich das Fass wieder waagerecht und fing an es quer durch den Raum zu rollen. Innen drin h?rte ich ?ngstliches quietschen und das hin und her poltern der K?rper. Mit einem fiesen Grinsen beschleunigte ich daraufhin die Achterbahn f¨¹r meine n?chsten zwei Testobjekte.
Nach ungef?hr 30 Sekunden stellte ich das Fass schlagartig wieder senkrecht, ?ffnete den Deckel und griff Blind mit der Hand hinein, packte das n?chstbeste und zog es heraus, bevor die zwei Skeever ¨¹berhaupt die Chance hatten wieder zu Sinnen zu kommen.
Ich hatte ein Prachtexemplar von einer h?sslichen, ¨¹berdimensionierten und dreckigen Ratte am Schwanz gepackt. Mit der einen Hand schlug ich sie auf dem Boden auf, mit der anderen nahm ich die Mistgabel und fixierte damit den Hals auf dem Boden.
Danach schloss ich schnell den Deckel des Fasses, bevor die andere Ratte entkommen konnte.
Zufrieden betrachtete ich mein Werk. Der Skeever strampelte und quietschte, konnte sich jedoch nicht von der Mistgabel befreien. Ich hatte also alle Zeit der Welt mit meinen Experimenten.
Nach etwas Vorbereitung, sprich dem sichergehen das keiner unerwartet durch das Scheunentor kam indem ich meinen Stab durch die zwei Henkel schob, ging ich zur¨¹ck zum Skeever und fing an ihr Mana zu untersuchen.
Wie die normale Ratte die ich in der Bibliothek von Parlo untersucht hatte, bestand auch diese erstmals nur aus der k?rperlichen Energie. Nun aber nachdem ich wusste wonach ich suchen musste, fand ich nach einer Weile auch eine zweite. Es war derer die mir vorhin beim ersten Skeever entwischte sehr ?hnlich, und so nahm ich an das es sich um die Seele handelte.
Ich wusste bereits, dass die Seele sich nach dem Tod vom K?rper verabschiedete, und dann wo auch immer hinging. Auf jedenfalls au?erhalb meines F?higkeiten sie einzufangen. Ich untersuchte also als erstes die Wirkung meines ??therischen Seils¡°, wie ich es genannt hatte, auf die Seele der Kreatur.
Es drang problemlos durch den K?rper durch, wie erwartet. Aber als es die Seele ber¨¹hrte wurde es knifflig. Der Skeever b?umte sich unter der Ber¨¹hrung auf und es war als w?re eine Art unsichtbaren Kraftfeld um die Seele und egal wie oft ich mich ann?herte, ich konnte sie einfach nicht umwickeln.
?Liegt es etwas am Element? Parlo meinte jedes Lebewesen w?re im Endeffekt nur mit Lichtmagie zu heilen. Hie?e das im Umkerhrschluss das die Ressonanz zwischen Seele und der eingehenden Heilmagie hergestellt werden muss damit es keinen Schaden macht? Dann w¨¹rde es hei?en das die Seele dem Lichtelement am n?chsten kommt. Logische Schlussfolgerung: Ich brauche Schattenmagie um sie einzufangen.¡° ¨¹berlegte ich mit einem Grinsen, bevor ich erneut daranging das was ich vorhin mit der Lichtkugel und dem Feuerelement gemacht hatte, nun mit dem Seil und Schattenmana zu probieren.
Die Theorie bereits bekannt, ging es diesmal zum Gl¨¹ck wesentlich schneller, dauerte aber immernoch gut eine viertel stunde bis es endlich funktionierte.
?Ding¡°
| Du hast etwas erschaffen das f¨¹r dich unm?glich h?tte sein sollen. Durch Kombination eines geringen Wissensschatzes ist es dir gelungen einen Zauber komplett anderer Art herzustellen als alles bisher erlernte. Der moralische Nutzen dieses Zaubers mag jedoch manchen Fragw¨¹rdig erscheinen.
+1 Intelligenz
+2 Weisheit |
?Wow, das ist mal eine Belohnung mit der ich was anfangen kann.¡° meinte ich Zufrieden ¨¹ber die Best?tigung meines Erfolges. Gleichzeitig aber ein wenig Gekr?nkt ¨¹ber die Untersch?tzung meiner Intelligenz und F?higkeiten.
''Naja, wenn ich jedoch ¨¹berlege wie viele Leute Lust h?tten sie Stundenlang irgendwo hinzusetzen, B¨¹cher um langweilige Manatheorie zu lesen, zu meditieren und dann ewige Konzentrations¨¹bungen nur um ein derart schwaches Level von Magie zu erreichen ist es wohl eine ganz gute Leistung. Ein Krieger w?re in der selben Zeit wohl bereits Stufe 5-10 geworden.''
Einmal mehr war ich Parlo gegen¨¹ber Dankbar f¨¹r die B¨¹cher die er mich lesen lie?. Die meisten h?tte es vielleicht abgeschreckt. Ohne die Theorien und Erkl?rungen darin, w?re ich jedoch niemals so schnell vorangekommen.
Durch das nun eindeutig angsterf¨¹llte quietschen der Ratte zur¨¹ck zu meiner aktuellen Situation zur¨¹ckgeholt, versuchte ich erneut die nun dunkel schimmernde Schnur um die Seele zu wickeln und sie einzufangen.
?Ding¡°
| Du hast einen neuen Effekt kennengelernt:
Seelenraub
Erlaubt dir Leben und Energie direkt aus einer Kreatur herauszuziehen und sie somit sogar zu t?ten.
(Bei lebenden Kreaturen -15 Leben die Minute -10 Mana) |
?Nett, das ist n¨¹tzlich. Aber aufgrund der langen Zauberzeit, erforderten Konzentration und mangelnden Reichweite nichts das ich im Kampf gebrauchen k?nnte.¡°
Den Kontakt Aufrecht erhaltend und dem Manaverbrauch des Seils dank dem Ring und dem Manaentzug komplett entgegengewirkt, wartete ich also, w?hrend das Leben der Ratte immer weniger und schw?cher wurde.
?Interessant, dieser Skeever hat definitiv kein Mana, trotzdem bekomme ich Mana von ihm. Wird es daf¨¹r vom Leben abgezogen?¡° wunderte ich mich. Jedenfalls nach ca. 2 Minuten starb der Skeever endlich und damit begann der wahre Test f¨¹r mich.
Sofort sp¨¹rte ich wie die Seele anfing zu verschwinden, jedoch ¨¹ber einen bereits vorbereiteten zweiten Manakanal zauberte ich ein zweites Seil und wickelte auch dieses noch darum, und zwang die Seele damit zur¨¹ck in den K?rper. Die Tatsache das die eigentlich tote Ratte wieder anfing zu zucken zeigte mir das es tats?chlich die Seele war die den K?rper kontrollierte und ich damit auf dem richtigen Weg war.
Als die Seele wieder dort war wo sie hingeh?rte, sp¨¹rte ich jedoch von einem Moment auf den anderen, wie eine Kraft anfing meinen Geist zu bombardieren, und ich musste alle Konzentration aufbringen um nicht von ihr ¨¹berrannt zu werden. Dieser Moment der Unachtsamkeit reicht der Seele jedoch aus um sich erneut ein wenig zu entfernen und sofort h?rte auch der Angriff auf meinen Geist auf.
?Shit!¡° fluchte ich. Nun wo ich keinen Manaentzug mehr hatte, nahm mein Manavorrat rapide ab und ich hatte nicht lange Zeit bevor er ersch?pft w?re. Erneut zwang ich also die Seele in ihre alte Position. Diesmal auf den Ansturm vorbereitet traf er mich nicht ganz so hart. Trotz allem gelang es der Seele erneut sich zu l?sen.
Mit der Einsicht das ich mit dem aktuellen Vorgehen nirgendwohin kommen w¨¹rde, ?nderte ich meine Taktik. Ich stellte mir eins der Seile vor wie vorher die Lichtkugel. Eine Art Makro das automatisch versuchte das eingefangene Objekt an eine festgelegte Position zu ziehen. Danach ¨¹bernahm ich volle Kontrolle ¨¹ber das verbleibende Seil.
Der Effekt war sofort merkbar. Obwohl das nun passiv funktionierende Seil nur noch in etwa 80% Leistung hatte, konnte ich mich daf¨¹r mehr auf das verbleibende Seil konzentrieren und so zwang ich die Seele einmal mehr in ihre Position. Als diesmal der Ansturm kam verlor ich dank dem automatisch gesteuerten Seil nicht direkt die Kontrolle. Daf¨¹r wurde der Schmerz umso gr??er. Es war als w¨¹rde jemand versuchen Kontrolle ¨¹ber meinen Geist zu erlangen und dabei unglaubliche Schmerzen zuf¨¹gen. Eine Empfindung wie sie wohl f¨¹r den Skeever nicht anders war.
?Sry Misstvieh, aber ich habe weitaus gr??ere Ziele als einen geistigen Wettstreit mit einer Ratte zu gewinnen!¡° fluchte ich, und mit all meiner Konzentration und allem Zorn den ich aufbringen konnte band ich die Seele erneut an den K?rper bevor ich ihr einen einzelnen Befehl gab:
?DIENE MIR!!!¡°
Sofort h?rte der best?ndige Druck auf meinen Geist auf. Der Skeever atmete nicht, aber die toten und glanzlosen Augen schauten mich an. Ich konnte ihn sp¨¹ren, er wartete auf einen Befehl. Aber nochviel mehr sp¨¹rte ich Hass, sofern eine derart niedere Kreatur dies empfinden konnte, sie hasste mich, aber gebunden und versklavt musste mir der Skeever nun dienen.
?Ding¡°
|
Du hast etwas erreicht das weit ¨¹ber alles normale hinausging.
Du hast die als unver?nderbar angesehene Seele einer Kreatur an ihren Toten K?rper gebunden und versklavt. Du bist damit in den kleinen Kreis der Totenbeschw?rer eingetreten die diese Welt heimsuchen.
Die G?tter des Lichts schauen auf dich mit Argwohn, wohingegen die M?chte des Chaos und der Finsternis am¨¹siert ¨¹ber dich l?cheln.
+1 Vitalit?t
+3 Intelligenz
+4 Weisheit
Neues Attribut erhalten: Willenskraft +3 |
| Du hast deinen ersten Zombie erschaffen!
Die Bindung mit der du die Seele dieser Kreatur an ihren K?rper gebunden hast wird mit der Zeit, sofern keine neue Energie nachgef¨¹hrt wird, ihre Kraft verlieren und die Seele der Kreatur verzehren.
50% der vorherigen Statuswerte.
Verbleibende Zeit: 14 Minuten 56 Sekunden |
''Mhh, es ist also wie erwartet Zeit beschr?nkt. Ein Problem das ich f¨¹r die Zukunft ?ndern werde. F¨¹r jetzt wird es jedoch erst einmal reichen. Wichtiger ist jedoch dass ich eine andere Methode der Wiederbelebung finde. Ich sp¨¹re noch immer einen schwachen Angriff auf meinen Geist. Wenn dies bereits von einer Ratte kommt, werde ich gegen Willensst?rkere Menschen wohl kaum eine Chance haben.''
Keuchend lag ich am Boden. Mein K?rper Schwei? ¨¹berstr?mt. Mein Mana von 190 auf 15 gefallen und langsam regenerierend. Inzwischen hatte ich eine Manaregeneration von 16 ? Mana die Minute.
?Aber Willenskraft? Eigentlich w?re das ein Stat. Den ich eher bei einem Krieger erwartet h?tte, momentan erscheint der mir jedoch hilfreicher als alles andere.¡°
Nachdem sich mein Mana wieder komplett aufgeladen hatte, entfernte er die Mistgabel von seinem ersten Zombie und wiederholte das Spiel mit dem Fass f¨¹r die zweite Ratte, bevor er auch diese unter der Misstgabel gefangen nahm und sie erst mit den Schattenseilen t?tete und anschlie?end ihre Seele gefangen nahm.
Der Einzige Unterschied den er jedoch sp¨¹rte war das in dem Moment als er versuchte die zweite Seele zu versklaven die erste mit der zweiten zusammen arbeitete um ihn anzugreifen. Zum Gl¨¹ck schien das der neu kreierte Willenskraft Stat. Zumindest ein wenig auszugleichen.
Als er sich gerade auf den Weg machen wollte das Fass zur Seite zu schieben und den Keller mit seinen zwei neuen Minnions zu st¨¹rmen, h?rte er wie jemand von au?en an der T¨¹r r¨¹ttelte.
?Mirado? Bist du da drin? Warum ist die T¨¹r zu?¡° rief die Stimme des alten Mannes von der anderen Seite.
Genervt ¨¹ber das Timing verdrehte Mirado die Augen, bevor er sich zusammennahm und zur¨¹ckrief: ?Die Ratten waren bessere Gegner als erwartet f¨¹r meine unzureichenden Magiek¨¹nste. Deswegen habe ich ihnen eine Falle gestellt und damit sie nicht entkommen die T¨¹r abgesperrt. Warte nur ein paar Minuten dann bin ich hier fertig!¡°
?Oho, das ist mal ein Ehrgeiz, aber sag mal, wie gro? sind die Ratten?¡° fragte er mich mit etwas zittriger Stimme.
?Ca. 40cm lang, ohne Schwanz.¡° rief ich zur¨¹ck, bevor ich das Fass mit einem Ruck am Seil zur¨¹ckzog.
Diesmal warteten die Skeever nicht darauf ob ich Angriff oder nicht. Mit lautem quietschen und scharrenden Krallen st¨¹rmten sie die Treppe hoch, meinem Geruch entgegen.
Mit einem geistigen Befehl lie? ich meine zwei Minnions angreifen. Die Skeever verwirrt von dem seltsamen Geruch ihr ehemaligen Kameraden hielten Kurz inni, ein Fehler den sie Sofort mit einer doppelten Schattenklinge bezahlten und einem Kameraden weniger.
Noch g??er wurde die Verwirrung als meine Minnions pl?tzlich angriffen. Daf¨¹r sp¨¹rte ich in meinem Geist wie die Seelen aufbegehrten.
''Zumindest die Seelen haben also noch so etwas ?hnliches wie ein Bewusstsein.'' stellte ich irritiert fest, bevor ich es auf ein andermal verschob und eine weitere Schattenklinge auf eine Ratte feuerte, bevor mein Mana auf 57 Mana heruntergefallen war und ich aus Ermangelung meines Stabes, den ich gerade benutzte um den alten Mann auszusperren, ein Brett aus dem Tr¨¹mmerhaufen nahm und damit auf den n?chstbesten Skeever einhaute.
Der Kampf gegen eine derartige ¨¹bermacht war wesentlich leichter wenn die ¨¹bermacht verwirrt war, Freund und Feind verwechselte und generell nicht zu sehr auf mich achtete. Einen Skeever nach dem anderen nahm ich heraus in dem ich ihnen einfach solange das Brett auf den Sch?del haute, bis sie tot umfielen. Das war meistens nach etwa 10 Schl?gen der Fall. Dem vorherigen Experiment mit dem Schattenseil nach zu urteilen sch?tze ich also das dieses Brett ungef?hr 5 Schaden machte mit jedem Schlag.
Nach der 5. erledigten Ratte h?rte ich auf einmal ein ?Bing¡°, ignorierte es jedoch erst einmal. Wahrscheinlich war es eh nur ein Levelup. Von drau?en h?rte er Schreie und lautes klopfen, jedoch hatte er momentan besseres zu tuen als darauf zu achten.
Nachdem der Kampf angefangen hatte begann ich ¨¹ber meinen Skeevern ihre Lebensbalken zu sehen und was ich sah gefiel mir nicht. Sie hatten als Untote zwar eine Hohe Resistenz gegen physische Stich und Schnittangriffen, hoffte ich zumindest, jedoch verloren sie langsam aber stetig an Leben. Nachdem mein Mana sich also genug erholt hatte f¨¹r eine zweite doppelte Schattenklinge schoss ich einen Gegner von dem Skeever weg, der gerade am bedrohtesten war.
Es dauerte ungef?hr 10 Minuten, bis meine Ausdauer den Boden erreichte, die H?lfte der Skeever Tot am Boden lag und die andere H?lfte quietschend davon rannte. Kurz danach kippte der zuerst wiederbelebte Skeever leblos um, und mit nur 2-3 Minuten Verz?gerung folgte der zweite.
?Ding¡°
| ¡°Bist du Wahnsinnig?¡° w¨¹rde wohl jeder normale Mensch denken der dich k?mpfen sah. F¨¹r dich aber ist jedes Mittel Recht um zu gewinnen und so k?mpfst du sogar mit purer Kraft mit nichts als einem St¨¹ck Brett in der Hand... und das w?hrend dein K?rper und Geist best?ndigen Angriffen ausgesetz sind.
+1 St?rke
+1 Willenskraft |
''?hm... ja, werde ich beleidigt oder gelobt?'' ¨¹berlegte ich nur kurz, bevor ich die Meldung wegwischte und mir die n?chste anschaute.
| Du bist ersch?pft!
Regeneration -20%
Geschwindigkeit -20% |
Zufrieden erhob ich mich, erst jetzt nahm ich wieder das laute Poltern von drau?en wahr.
?Moment ich komme!¡° rief ich ihm ersch?pft zu, bevor ich zu ihm torkelte und den Stab aus der T¨¹r zog, woraufhin er und zwei weitere, j¨¹ngere, M?nner in die Scheune gerannt kamen. W?hrend sie mich fast ¨¹ber den Haufen rannten schauten sie sich um, bis sie den Haufen toter Skeever sahen und mir der alte Mann anerkennend auf die Schulter klopfte.
?Nicht schlecht Junge, aber jetzt komm erst einmal mit, du siehst ziemlich abgenutzt aus.¡° meinte er nur scherzend, bevor er mich mit einem leichten Schubser aus der T¨¹r heraus bef?rderte und den zwei jungen M?nnern bedeutete die Treppe wieder zu versperren und die Kadaver zu entsorgen.
Zusammen gingen wir zur¨¹ck zum Marktplatz, wo einige Holzst?nde standen, die jedoch gerade alle am abbauen waren. Die Sonne war immerhin bereits ¨¹ber den Zenit geschritten und so war das nicht weiter verwunderlich.
Der Mann f¨¹hrte mich zu einem stand an dem eine der alten Damen von gestern stand, die bei meinem Anblick schreckgeweitete Augen bekam und, wahrscheinlich ihr Mann, den alten vorwurfsvoll anstarre.
?John!¡° rief sie w¨¹tend. ?Hast du den armen Jungen gegen Riesenratten k?mpfen lassen?¡° fragte sie erbost, woraufhin der alte Mann, John, nur ein wenig zusammenzuckte und beruhigend antwortete. ?Nun, ?hm, nicht mit Absicht. Als ich vor zwei Tagen geschaut hatte waren es noch normale Ratten.¡° versuchte er zu erkl?ren, bekam jedoch nur einen weiteren b?sen Blick von seiner Frau, bevor diese zur¨¹ck zum stand ging, mir eine Scheibe Brot, etwas Trockenfleisch und ein Glas Wasser brachte.
?Danke sehr¡° meinte ich nur, bevor ich mich daran machte die Mahlzeit zu verschlingen. Das Hungergef¨¹hl in dieser Welt war immerhin fast so gut, schlecht, wie in der echten.
W?hrend ich gegessen hatte und auch meine Ausdauer sich ein wenig erholt hatte, hatte John seiner Frau erkl?rt was er in der Scheune vorgefunden hatte, woraufhin diese sofort einen kleinen Jungen zu Parlo schickte und meinte er solle ihn herholen.
?Also Mirado, mein Name ist ¨¹brigends Maria.¡° erkl?rte sie mir freundlich, w?hrend sie mir eine weitere Portion brachte.
?Tut mir Leid wegen diesem Dummkopf. Das Problem mit den Ratten ist das sie nach einiger Zeit extremst schnell anfangen zu wachsen. Deswegen versuchen wir immer sie so schnell wie m?glich auszutreiben. Scheinbar waren wir dieses mal nur zu sp?t. Ihre Kraft, Geschwindigkeit und Intelligenz w?chst und damit sind sie kein Gegner mehr den ein einzelner gerne bek?mpfen w¨¹rde. Meistens gehen wir gegen sie In Gruppen aus ungef?hr 5 Leuten vor mit mindestens einer Wache im Team.¡° erkl?rte sie mir, w?hrend ich meinen Nachschlag genoss.
''Endlich mal mehr als nur trocknes Brot, Wasser und alter K?se. Oder noch Schlimmer: Fl¨¹ssignahrung, Brei oder widerlicheres.''
?Nun, ich gebe zu es war schwer. Mein Mana reicht nicht aus um sie in gro?er Gruppe zu bek?mpfen, weshalb ich ihnen eine Falle gestellt hatte und sie nach einander herauslockte.¡°
versuchte ich mich schnell herauszureden. Meine wahren Methoden lieber nicht enth¨¹llend.
?Das ist nat¨¹rlich auch eine M?glichkeit trotzdem bin ich beeindruckt wie gut es dir geht.¡° erkl?rte mir John.
?Nun, ich habe von Parlo in den letzten Tagen etwas Heilmagie gelernt.¡° versuchte ich zu erkl?ren. Angewendet hatte ich sie jedoch aufgrund meiner Manaprobleme nicht.
?Nun, jetzt wo wir jedenfalls wissen das sich die Ratten bereits entwickelt haben musst du das nat¨¹rlich nicht l?nger machen. ¨¹berlasse das ruhig uns ab jetzt.¡° meinte Maria.
''Shit, das geht nicht!'' wollte ich rufen, stattdessen setzte ich eine besorgte Miene auf und erkl?rte:
?Das kann ich nicht machen. Ich habe von Parlo und damit von diesem Dorf so viel erhalten und gelernt. Lasst mich wenigstens diese kleine Aufgabe erledigen. Au?erdem m?chte ich einmal die Welt bereisen und Abenteuer erleben. Ich kann mich also nicht von ein paar gro?en Ratten abschrecken lassen.¡°
Die zwei alten schauten sich zweifelnd an und schienen zu ¨¹berlegen, als von hinten Parlo ankam. Ich hatte ihn nicht kommen h?ren und so erschrak ich ein wenig als er pl?tzlich meinte:
?Mirado, Mut ist etwas n¨¹tzliches. Jedoch kann es ebenso dein gr??ter Feind werden wenn du dich nicht richtig vorbereitest! Aber ich sehe du bist st?rker geworden seit ich dich zuletzt sah. Zeig mir was du gelernt hast und ich werde dar¨¹ber nachdenken.¡°
??hm, hier?¡° fragte ich verwirrt.
?Besser nicht, am besten wir gehen zu den Trainingspuppen au?erhalb des Dorfes. Kommt mit.¡° damit drehte er sich um ging schnellen Schrittes davon, an den St?nden und am Tor vorbei, hinaus auf die Felder und zu dem Lehmigen Boden des Training Platzes.
?Ok, nun zeig mir welche Elemente und Kombinationen du gelernt hast.¡° meinte er und deutete auf eine der Puppen.
?Mit einem L?cheln beschwor ich erst die Grundformen der einzelnen Elemente und warf sie jeweils auf die Trainingspuppen, was mir jedoch nicht mehr als nicken einbrachte. Danach zeigte ich ihm meine W?rmekugel, was immerhin ein l?cheln erzeugte. Als mein Mana regeneriert war zeigte ich ihm jeweils noch die doppelte Version einiger dieser. Danach jedoch wurde es komplizierter. Ich konnte wohl schlecht einen Untoten erschaffen und die Schattenseile waren f¨¹r kaum etwas anderes zu gebrachen. Also musste etwas neues her.
Eine kurze ¨¹berlegung und ich war mir sicher was ich brauchte. Eine schnelle Schattenwelle. Ich ?ffnete also einmal mehr zwei Kan?le zu meinem ?Manaherz¡° und zog daraus Mana. Das Problem bei einem unbekanntem Zauber war das mir der Spruch fehlte und ich dadurch wesentlich mehr Mana brauchte. Ein Problem das im Kampf zwar t?dlich sein k?nnte, im Training jedoch erst einmal egal.
Nachdem die zwei Zug?nge erschaffen waren, zog ich durch sie Mana ab. Das eine jedoch durchdrang ich mit dem Schattenelement, das andere mit Blitz. Das war der erste und leichteste Schritt. Danach stellte ich mir vor wie sich die zwei Elemente vermischten und eine staatisch geladene Schattenwelle erzeugten. Aus reiner Intuition begann ich dann zu sprechen.
?Schatten der Finsternis kommt in meine Hand, vermischt euch mit der Energie des Blitzes und werdet meine Macht.¡°
Mindestens so sehr zu meinem ¨¹berraschen wie zu dem von Parlo erschien auf meiner Hand eine weitere Schattenklinge, jedoch diesmal zuckten darum kleine schwarze Funken. Geworfen machte es zwar nicht mehr schaden als die alte, jedoch war ich mir sicher das die statische Ladung die selbe Bet?ubungswirkung hatte wie der Blitz Grundzauber.
?Nun, ich denke du hast mich ¨¹berzeugt. H?tten dich die G?tter nicht in einem Dorf wie diesem sondern in einer Stadt abgesetzt w?re ich mir sicher das du von der Magiergilde jetzt bereits den Job eines Magiers bekommen w¨¹rdest. Aber ich gebe dir noch eine Warnung mit auf den Weg. Benutze nicht zu viel Schattenmagie. Als Priester, auch als Kampfpriester, sind wir den Regeln des Lichtes unterworfen. Unsere Heilige Magie wird dadurch um ein vielfaches St?rker, jedoch k?nnen wir Schattenmagie nahezu gar nicht wirken und auch andere Zerst?rungszauber fallen und schwerer.¡° erkl?rte er mir.
?Nun denn, ich glaube f¨¹r dein aktuelles Niveau habe ich ein paar spannende B¨¹cher f¨¹r dich.¡° erkl?rte er mir, bevor wir zur¨¹ck ins Dorf gingen und dort in seine kleine Bibliothek. Dort ¨¹berreichte er mir das Buch ?Fusion und Neukreierung niederer Zauber.¡°
?Nimm es, deine aktuelle Fusion zweier Zauber ist noch L¨¹ckenhaft. Da du jedoch bereits soweit gekommen bist bin ich mir sicher das du mit diesem Buch und dem darin enthaltenem Wissen diese Blockade ¨¹berbr¨¹cken kannst.¡°
?Ich danke dir, ich werde es mir gr¨¹ndlichst durchlesen, bevor ich mich Morgen erneut meiner Aufgabe widme.¡° erkl?rte ich ihm bestimmt, keine Zweifel lassend ob ich diesen Job vielleicht nicht doch aufg?be.
Nachdem ich die Bibliothek mit einem letzten sehns¨¹chtigen Blick auf die Regale verlassen hatte, ging ich zur¨¹ck in mein Zimmer und begann dort mit Hilfe der Licht/W?rme Kugel das neue Buch zu lesen und mein Zauberbuch mit den aktuellen Informationen zu vervollst?ndigen.
Es war kompliziert, komplizierter als die letzten. Es hatte viel Theoretisches Wissen und Beispiele wie man sein Mana lenken konnte um verschiedene Kombinationen zu erhalten. Nachdem ich mit dem Buch fertig war und eine Weile ¨¹ber den Kontext nachgedacht hatte, war mir mein vorheriger Versuch fast peinlich. Eine einfache Schattenwelle mit dem Schockattribut hatte mich 80 Mana gekostet, ohne den Schaden zu erh?hen. Ein Preis der eindeutig zu hoch war. Also ging ich nach drau?en auf den ¨¹bungsplatz und ¨¹bte mit den Techniken des Verwebens zweier Elemente bis ich mir sicher war einen ?hnlichen Zustand wie der im Buch beschriebene erreicht zu haben.
So einfach es auch klingen mag, als ich diesen Zustand endlich erreicht hatte, war der Mond bereits zu einem Drittel ¨¹ber den Himmel gewandert und ich war nur deswegen noch nicht steif gefroren weil mein Experimentierobjekt meine W?rmekugel war.
Statt die verschiedenen Elemente einfach nur zu mischen, bildete ich diesmal mehrere feine F?den und verwob diese. Dies gab dann ein Kunstvolles Netzwerk aus verschiedenfarbigen Mana, kompakter und Fehlerloser als das alte und dadurch wesentlich sparsamer, gleichzeitig erh?hte es die Maximale Kapazit?t, also das maximale Mana das ich hereinstecken konnte.
So hatte die W?rmekugel die vorher 15 Mana kostete auf dem selben Niveau nun Kosten von ungef?hr 10. Wenn ich jedoch das maximale Mana hineinsteckte, was aktuell 30 Mana die Minute w?ren, sendete die Kugel genug W?rme aus um bei l?ngerem direkten Kontakt kleinere Brandwunden zu erleiden.
Zufrieden lie? ich also von der W?rmekugel ab und konzentrierte mich eher auf den Angriffszauber. Es dauerte fast eine weitere Stunde, bevor ich auch bei diesem endlich in der Lage war ihn so zu weben wie die W?rmekugel.
Mit jedoch gerade einmal 50 Mana, war ich mir sicher den Schaden genug erh?ht zu haben um eine Ratte mit einem Schuss in einen kritischen Zustand zu bringen und der Schockbonus d¨¹rfte bei derart wenig Leben dann ausreichen sie lang genug zu bet?uben um sie mit Schattenseilen zu t?ten und einzufangen.
Zufrieden mit den aktuellen Ergebnissen, und aufgrund einer leeren Ausdauer Anzeige, ging ich zur¨¹ck ins Dorf wo ich ein k?rgliches Mahl auf meinem Tisch fand und anschlie?end zu Bett ging.
''Welcher Depp meinte eigentlich mal das Priester mit Entbehrung und schlechtem Essen leben m¨¹ssen?'' war mein letzter Gedanke, bevor ich in einen traumlosen Schlaf sank.
Es f¨¹hlte sich f¨¹r mich an wie nur wenige Minuten, wenn ¨¹berhaupt, bis ich wieder aufwachte. Durch das Fenster war noch der Nachthimmel zu sehen und totale Dunkelheit herrschte. Was mich geweckt hatte war ein kleines Fenster in meinem Blickfeld.
| Entschuldige Mr. Markus. Der Doktor meint sie m¨¹ssen jetzt etwas zu sich nehmen.
Frau Wagner ihre Krankenschwester |
Mit einem tiefen Seufzer sagte ich ?Logout!¡° und wurde nach einer kurzen Dunkelheit in meinem d¨¹steren Zimmer empfangen. War es die Morgens oder die Abends sonne die durch das Fenster schien? Es war mir egal. Diese Welt war uninteressant.
So nahm ich also meiner Freiheit beraubt L?ffelweise den Medizin verseuchten Brei in mich.
''Interessant, jetzt wo ich im Spiel geschlafen habe sp¨¹re ich nur einen Bruchteil der M¨¹digkeit, wenn ¨¹berhaupt. Hei?t das, dass wenn ich im Spiel schlafe auch mein Gehirn solange ruht? W?re eigentlich logisch.''
Nachdem die ?F¨¹tterungszeit¡° endlich vorbei war verlor ich kein weiteres Wort mehr und loggte mich zur¨¹ck ins Spiel, wo ich wenigstens in einem Bett schlafen konnte.
Als ich am n?chsten Morgen wieder kurz vor Sonnenaufgang aufwachte, ¨¹berpr¨¹fte ich als aller erstes meine Statuswerte.
?Status!¡°
?Das ist ja eine starke Verbesserung im Vergleich zum Anfang. Ich denke mit meinem aktuelle Kampfstil werde ich 3 Punkte in Intelligenz und 2 in Weisheit investieren, das sollte mir erlauben l?nger zu k?mpfen und meine Manaregeneration erh?hen.¡°
Zufrieden mit meiner neue Manaregeneration von fast 18 Mana die Sekunde, ¨¹bte ich erst noch eine halbe Stunde weiter die Kombinationstechniken f¨¹r die Zauber und ging noch einmal alles gelernte durch. Danach ging ich dazu ¨¹ber die Schattenseile zu verfeinern.
Sie waren das bisher am schwersten zu verbessernde Konstrukt das ich erschaffen hatte. Ihre Struktur war bereits ziemlich d¨¹nn und instabil und ich sch?tze eine st?rkere Kreatur als ein Skeever k?nnte sie jederzeit zerrei?en. Ich verwob also zuerst einmal die Arkanen F?den unter einander. Wesentlich feiner als alles andere bisher. Bis es am Ende aus ungef?hr 50 einzelnen F?den bestand. F¨¹r ein echtes Seil w?re das nat¨¹rlich nichts, aber ich glaube ich hatte die Stabilit?t bereits mehr als verdoppelt damit.
Danach begann ich ungef?hr 20 dieser F?den durch Schattenmana auszutauschen. Mehr und ich w¨¹rde Stabilit?t und Kontrolle verlieren.
Nachdem dieser Schritt erledigt war, ohne die Manakosten daf¨¹r zu erh?hen, ¨¹bte ich das Seil immer wieder und wieder zu beschw?ren, um die Form und den Prozess der Entstehung zu behalten. Wie erwartet erkannte das System das Seil schon bald als eine Technik und gab einen passenden Skill.
| Neuer Skill: Manaweben erlernt
Du bist in der Lage verschiedene Elemente und Zauber miteinander zu verkn¨¹pfen und ihre Effektivit?t und Wirkungen dadurch zu erh?hen oder zu ver?ndern.
Erleichtert dir das verkn¨¹pfen und verweben einfacher bereits erlernter Zauber. |
Was mich vorher jedes mal Minuten dauerte um einen Zauber neu zu weben, dauerte nun nur noch Sekunden. Passend zum Erfolg meines Experiments kam Parlo gerade durch meine T¨¹r, als er mich jedoch im Schneidersitz auf dem Bett sitzen sah, stellte er das Tablet ab und meinte nur:
?Nun, deine Manaaura wird sch?rfer mit jedem Tag den ich dich sehe.¡° danach drehte er sich um lie? mich geschockt zur¨¹ck.
''Wenn er meine Manaaura sehen kann selbst wenn ich gerade keinen Zauber wirke, k?nnen das andere bestimmt auch. Zumindest scheint er es nur bei direktem Blickkontakt zu k?nnen. Jedoch frage ich mich ob der h?ufige Einsatz eines Elementes diese Aura ver?ndert... Nunja, eine Frage die ich auf Nachher verschieben muss.''
Nach dem ich mein Fr¨¹hst¨¹ck zu mir genommen hatte ging ich zum Kornspeicher, wo bereits John und 10 andere Leute warteten. Zwei davon in Lederr¨¹stung und mit Speer und Schild ausger¨¹stet. Mit gleich wesentlich schlechterer Laune das mir wohl mindestens zwei der Kornspeicher voll mit Skeevern als Experimente Material fehlten und ich mir au?erdem weniger Zeit lassen konnte als zuvor.
?Ah Mirado, gut wir haben bereits auf dich gewartet.¡° meinte John fr?hlich als er mich erblickte.
?Nun mach mal nicht so ein finsteres Gesicht. Wir dachten nur wir helfen dir ein wenig bei deiner Aufgabe indem wir zwei der Kornspeicher ¨¹bernehmen ja?¡° erkl?rte er mir immer noch gut gelaunt.
?Mhh, ok. Aber bitte ¨¹berlasst mir den dritten. Ich ben?tige das Training gegen die Ratten.¡° erkl?rte ich hoffnungsvoll das ich zumindest alleine meinen Job tun kann. ?Aber klar doch. Ich werde jedoch mit dir kommen. Ich war selbst einmal ein passabler Magier, wenn meine Elemente auch Wasser und Luft waren. Du nimmst den Keller und ich das Obergeschoss ja?¡° damit drehte er sich bereits wieder um und teilte die anderen 10 in zwei Teams ein. Ich stand w?hrenddessen entt?uscht da. Scheinbar w¨¹rden meine Experimente eine Weile warten m¨¹ssen.
Ich schnappte mir also erneut meinen Stab und ?ffnete bereits mit vorbereitetem Zauber die Treppe. Nachdem der stinkende Lufthauch aus dem Keller entwichen war und ein frischer Wind hinein wehte, h?rte ich drinnen wie einige der Skeever aufgeregt quietschten und sich scheinbar auf die Flucht machten. Mit einer Handbewegung beschwor ich eine einfache W?rmekugel und schickte diese voraus in den Keller. Dort drin sah er wie ungef?hr 10 verbleibende Riesenratten alle Gleichzeitig durch ein Loch in der hinteren Wand wollten.
?Oh nein, ihr bleibt hier!¡° rief ich ihnen entgegen, bevor ich ihnen eine geladene Schattenwelle verabreichte.Quietschend viel eine der Kreaturen zusammen, nur m¨¹hsam noch am Leben aber durch den Schock bewegungsunf?hig.
Ein einzelner Schlag meines Stabes beendete dieses jedoch.
Danach feuerte ich noch drei weitere Wellen in die Gegnermasse rein und erledigte die geschw?chten Wesen, bevor die restlichen Ratten durch das Loch entkommen waren.
?Misstviecher!¡° fluchte ich noch, bevor ich mir ein kaputtes Regalbrett nahm das ich vor das Loch stellte und mit einem Fass, dessen Inhalt wie halb gefressenes Trockenfleisch, aussah befestigte.
Entt?uscht noch nicht einmal gut Erfahrung bekommen zu haben, ging ich aus dem Keller heraus, wo von der Etage obendr¨¹ber lautes quietschen zu h?ren war und hier und dort etwas Wasser von der Decke viel. Kurz darauf wurde es still und John streckte den Kopf durch die Luke nach unten.
?Schon fertig Mirado?¡° fragte er mich am¨¹siert.
?Leider nein, sie sind abgehauen. Durch ein kleines Loch in der Wand. Keine Ahnung wo das hinf¨¹hrt.¡° erkl?rte ich ihm missmutig.
?Geflohen? Du musst denen ja gestern einen ganz sch?nen Schrecken eingejagt haben wenn sie sich heute noch daran erinnert haben!¡° meinte er nur lachend. Nur ganz leicht im Unterton konnte ich ein wenig Neugier und... Unbehagen sp¨¹ren.
''Wissen sie etwa was? Ganz egal, ich muss freien Zugang zu dieser Bibliothek erhalten. Danach bin ich hier weg.'' Mein Misstrauen gegen ¨¹ber Parlo und John war jedenfalls geweckt.
?Sag John, kannst du Manaauren sehen?¡° fragte ich ihn wie beil?ufig.
Die Reaktion jedoch war das er kurz zusammenzuckte und sein Blick sich nur f¨¹r einen Bruchteil in Misstrauen umwandelte, bevor er wieder l?chelte.
?Aber sicher doch. Das geh?rt immerhin zum Grundwerk eines jeden Magiers. Warum fragst du?¡°
?Ich wunderte mich nur ob du es mir vielleicht beibringen k?nntest. Ich denke es w¨¹rde mir bei meinem Studium der Magie sehr hilfreich sein.¡° erkl?rte ich ihm ruhig, nicht anmerkend lassen ob ich die Ver?nderung in seinem Blick bemerkt hatte oder nicht.
?Nun, du hast uns immerhin mit den Ratten geholfen also w?re das wohl das mindeste was ich tun k?nnte. Jedoch bin ich kein guter Lehrer. Ich w¨¹rde dir Empfehlen bei Parlo vorbeizuschauen. Er kann dir bestimmt mehr dazu sagen.¡° erkl?rte John schnaufend, w?hrend er die Leiter herabstieg und nach drau?en ging.
?Ding¡°
| Quest ?Befreie die Scheune von der Rattenplage abgeschlossen.
Du hast die Ratten zwar nicht ganz vernichtet aber zumindest vertrieben. Die Bewohner des Dorfes sind dir dankbar. |
Da auch ich nichts mehr zu tun hatte, ging ich an ihm vorbei zur¨¹ck in die Kirche. Dort fand ich Parlo in seinem Zimmer sitzend vor, ¨¹ber einem alten Buch gr¨¹belnd.
?Schon zur¨¹ck?¡° fragte er mich ¨¹berrascht als er mich hinter sich bemerkte.
?Ja, sie sind in einen Tunnel geflohen.¡° erkl?rte ich ihm knapp, woraufhin er nickte und etwas ins Buch legte bevor er es Schloss und in einer Schreibtischschublade einschloss.
?Nun sag mir, wie kann ich dir noch weiter behilflich sein?¡° fragte er mich interessiert.
?Du hast in k¨¹rzester Zeit alles gelernt was du wissen musst um ein Kampfpriester zu werden. Wenn du willst kann ich dich nun zu einem Priester von Mara weihen.¡° erkl?rte er mir mit einem seltsamen Funkeln in den Augen.
?Es w?re mir eine Ehre, jedoch denke ich das ich noch nicht bereit daf¨¹r bin. Sagt gibt es nicht mehr B¨¹cher die die heilige Magie ansprechen?¡° fragte ich. Nun war ich mir ziemlich sicher das sie irgendwie erahnen konnten das ich etwas dunkel magisches getan hatte. Nur wussten sie wohl noch nicht was.
Wie ich es erwartet hatte wurden die Augen von Parlo zuerst tr¨¹be, um dann aufzuleuchten, als er bemerkte das ich nach heiliger Magie fragte und nach nichts anderem.
?Nun, es gibt durchaus ein paar B¨¹cher dar¨¹ber. Warte hier, ich hohle sie dir." meinte er freudig, bevor er die Leiter hinunterstieg und kurz darauf mit 4 neuen B¨¹chern zur¨¹ck kam.
Als erstes ¨¹berreichte er mir ein ziemlich d¨¹nnes mit dem Titel: ?Einfache Heilzauber, ihre Anwendung und ihre Verbesserung.2
?Das sollte dir helfen dein Wissen ¨¹ber die Heilung aufzubessern.¡° meint er, bevor er mir ein zweites in die Hand dr¨¹ckte.
Dieses war etwas Dicker und trug den Titel: ?Heilige Magie ¨C Exorzismus und Reinigung¡°
?Das sind ein paar heilige Angriffe die besonders gegen immaterielle und unnat¨¹rliche Wesen effektiv sind.¡°
Das dritte war mehr als doppelt so dick mit dem Titel: ?Heilige Magie, Urspr¨¹nge, Funktionsweise und Verbesserung¡°
?Ein rein theoretisches Buch, ich denke jedoch das du es gut gebrauchen kannst. Es m¨¹sste dir helfen das zuvor gelernte zu verstehen, nachzubauen und zu verbessern. Und zu letzt noch das hier.¡°
Das letzte Buch war das f¨¹r mich wohl interessanteste bisher. ?Magische Schilde¡° war der Titel.
?Das letzte ist ein kleiner Bonus f¨¹r das Rattenproblem. Eigentlich sind Schildzauber erst ab dem 2. Grad verf¨¹gbar und nicht f¨¹r jemanden der gerade erst den 1. Rang erreicht hat, jedoch denke ich das du es fr¨¹her oder sp?ter gut gebrauchen kannst. Behalte es ruhig.¡° meinte er nur l?chelnd. Danach setzte er sich wieder an seinen Schreibtisch holte das Buch wieder heraus und begann weiter zu lesen.
Ich nahm meine B¨¹cher, dankte ihm noch einmal und zog mich dann in mein Zimmer zur¨¹ck.
Anfangs wollte ich eigentlich sofort die Schutzzauber lernen, um die Fassade jedoch aufrechtzuerhalten legte ich es erst einmal zur Seite, bevor ich mich erst einmal den Heilzaubern widmete.
Das Buch ging gr??tenteils noch einmal auf die ersten zwei Heilzauber ein die ich bereits gelernt hatte, erkl?rte ihre Funktionsweise und ihren Aufbau, bevor er zwei erweiterte Versionen derer vorstellte.
?Aer Narudur aurast¡° und ?Aer Frunadruf aurast¡°, eine jeweilige Fl?chenversion des bereits gelernten. Bei doppeltem Manaverbrauch konnte man damit auf einem kleinem Gebiet mehrere Personen mit 50% Effektivit?t heilen, bzw. verarzten.
Interessanter fand ich jedoch die darin enthaltenen Erkl?rung dar¨¹ber, wie die Heilige Magie sich, wie ich es bereits erwartet hatte, mit der Seele harmonieren muss um zu wirken. Dies sprach jedoch im Gegensatz zu dem was Parlo gesagt hatte und lie? R¨¹ckschl¨¹sse zu das ein besonders b?ses Wesen mit Lichtmagie nicht geheilt werden konnte.
Wenn ich ein Testobjekt h?tte k?nnte mir das vielleicht helfen die Seele zu beruhigen bevor ich sie versklave und somit die geistige Gegenwehr ein wenig abschw?chen in dem ich ihr ersteinmal einen Heilzauber vorgaukelte, bis es bereits zu sp?t war.
Das zweite Buch befasste sich mit zahlreichen Versionen des Bolzens aus heiliger Magie wie ich ihn bereits benutzte.
Eine Version bildete eine Art Magnetwirkung die den Bolzen zur n?chstbesten Quelle gro?er Dunkelheit in einem kleinen Radius zieht. Also eine Art Homing Geschoss gegen Untote.
Dies wurde erreicht ¨¹ber den Zusatz:
?Licht das die Nacht vertreibt, sammle dich in meiner Hand, suche das Dunkle und vernichte es!¡°
Interessant war das die Information das dies nahezu keine Zus?tzlichen Manakosten verursachte. Eine Information die ich leider nicht ¨¹berpr¨¹fen konnte.
Dazu stand jedoch auch das ein der art einfacher Homing Effekt nur bei Licht und Dunkel zu erreichen w?re, da diese zwei Elemente die ersten waren die von den G?ttern erschaffen wurden und damit schon am l?ngsten miteinander Krieg f¨¹hrten.
Mit der Hoffnung dies auf Dunkelzauber sp?ter ¨¹bertragen zu k?nnen, las ich erst einmal weiter.
Danach kam eine Information dar¨¹ber wie ich das Licht aus einer stumpfen Kugel in eine Art Spitze formen konnte um die Durchschlagskraft und Geschwindigkeit zu erh?hen. Es bestand haupts?chlich darin ein D¨¹nnes Netz aus Manalinien um den Klumpen Lichtmana zu legen und ihn so sanft in eine neue Form zu dr¨¹cken.
Dies konnte ich ausprobieren. Jedoch beachtete ich den Lichtbolzen erst gar nicht sondern beschwor gleich die Schattenklingen.
Leider gelang es mir nicht sie in eine stabile Form zu bringen bevor mein Mana auslief und so verschob ich auch dieses Experiment auf ein anderes Mal.
Der dritte und letzte Tipp war hingegen das worauf ich mich am meisten gefreut hatte. Eine ver?nderte Version des Zaubers extra gegen niedere Untote.
Der Text in diesem Abschnitt war:
?Da ¨¹ber 99% aller Untoten keine eigene Seele besitzen sondern nur von den Willen ihrer Meister gesteuert sind, ist es mit dem passenden Zauber relativ leicht die Verbindung zwischen dem dunklen Kern, der als Ersatz f¨¹r die Seele gilt, und dem K?rper der armen Kreatur zu trennen...¡°
''Nun, das ist doch der Beweis daf¨¹r das es m?glich sein muss eine Kreatur ohne Seele wiederzubeleben und unter meinen Befehl zu stellen. Auch wenn sie dann ziemlich schwach zu sein scheinen. Es w¨¹rde auf jeden Fall den Stress auf meinen Geist verringern.'' ¨¹berlegte ich.
Die Methode des Bolzens war eigentlich ziemlich einfach. Statt die Verbindung beim Abfeuern zu trennen, lie? man den Manakanal offen und schickte eine Manaschnur hinterher. Sobald der Bolzen dann den Untoten ber¨¹hrte, lie? man ihn in viele kleine St¨¹cke explodieren, wodurch die Verbindungen zum Schattenkern getrennt wurden. F¨¹r diese Methode gab es jedoch keinen weiteren Spruch da es sich auch nur um eine ver?nderte Form des Hauptbolzens handelte.
Zufrieden mit dem gelernten legte ich auch dieses Buch weg. Ein Blick aus dem Fenster best?tigte das die Sonne bereits fast ¨¹ber den Horizont gesunken war. Noch nicht wirklich m¨¹de griff ich jedoch nach dem 3. Buch und begann auch dieses zu lesen.
Dieses enthielt meistens geschichtliche Daten und Methoden zur Umformung von Mana.
Scheinbar gab es am Anfang nur ein Wesen. Dieses Wesen war Chaos. Aus Langeweile Schuf es die ersten G?tter. Licht und Finsternis. Doch seine Sch?pfung war zu unterschiedlich und der Einfluss des Chaos zu stark und so begannen sie sich zu bekriegen.
Chaos jedoch gefiel was er sah, und so erschuf er noch mehr G?tter. Feuer, Wasser, Erde und Luft. Er schuf hunderte jeder Sorte und schickte sie in einen schier endlosen Krieg gegeneinander.
Die toten G?tter h?uften sich an und ihre K?rper zerfielen in ihre Bestandteile. So entstanden die Elemente.
Es waren Licht und Finsternis die ihren Fehler zu erst erkannten. Sie waren die ersten Gattungen der G?tter und nach dem nur noch wenige von ihnen ¨¹brig waren, erkannten sie das Chaos schw?cher wurde. Jeder Gott trug einen Teil seiner Kraft. Und dadurch das Chaos ihnen eine Form und eine Gesellschaft gegeben hatte, schw?chte er sich selbst. Denn eine Gesellschaft bedeutet Ordnung, selbst wenn sie im Krieg liegt.
Licht und Finsternis vereinten also ihre Kr?fte und ¨¹berzeugten die anderen G?tter ihren Streit beizulegen und zusammen griffen sie Chaos an und besiegten ihn schlie?lich nach einer langen Schlacht. Denn der kurzzeitige Frieden unter den G?ttern hatte Chaos weiter geschw?cht. Mit seinem letztem Atemzug jedoch verfluchte Chaos sie alle.
?Ihr seid meine Kinder, ihr seid Kinder des Chaos, so wie ihr euch bek?mpft habt und schlie?lich mich t?tetet, so werden auch eure Kinder sich bek?mpfen, bis entweder ihr oder sie alle erschalgen sind! Niemals sollt ihr Frieden erfahren. F¨¹r immer sollt ihr k?mpfen, bis das Chaos wieder gro? genug ist um mich erneut zu wecken!¡° mit diesen Worten sackte er zusammen. Die G?tter waren auf nur wenige herabgesunken. 3 von jeder Art hatten es ¨¹berlebt. Nur die Finsternis, sie waren noch 5.
Die anderen G?tter wurden Misstrauisch und bekamen Angst. Sie fingen an die verbliebenen Schatteng?tter auszugrenzen. Feindschaften lebten wieder auf und sie alle schoben es auf die Finsternis, diejenigen die Chaos am ?hnlichsten waren.
Doch w?hrend sie sich noch stritten, hatte das freigesetzte Mana der toten G?tter und der K?rper von Chaos angefangen sich zu entwickeln. Es bildete sich eine Welt in der vorherigen Leere. ¨¹ber die Jahrtausende entstand Leben, verschiedene Rassen und vieles mehr. Doch nur die Finsternis bemerkte all dies. Die anderen waren zu sehr damit besch?ftigt sich untereinander zu beobachten. Schlie?lich kam es zum Krieg. Es war als die verbliebenen Lichtg?tter den Blick der Finsternis auf die neu entstandene Welt bemerkte. Sie wurde Eifers¨¹chtig und griff die Finsternis an, vor Zorn dar¨¹ber diese Welt f¨¹r sich behalten zu haben. Der letzte Krieg tobte lange und erbittert. Die restlichen G?tter vereinigten sich unter dem Licht und bek?mpften die G?tter der Finsternis. Einer nach dem anderen fielen die verbliebenen dunklen. Bis nur noch der letzte ¨¹brig war. Diesen jedoch lie?en sie am Leben. Die Warnung von Chaos war ihnen allen noch im Ged?chtnis und so wollten sie das empfindliche Gleichgewicht der neuen Welt nicht durch ein fehlendes Element st?ren.
So kam es das die G?tter des Lichts einen K?fig bauten. Die G?tter der Erde h?hlten die neue Welt aus und erschufen ein Gef?ngnis in ihrem innersten. Die G?tter des Feuers lie?en Fl¨¹ssiges Feuer den K?fig umsp¨¹len und die G?tter des Wassers lie?en jeden Zugang vom Meer ¨¹bersp¨¹len. Die G?tter des Windes jedoch sahen ihren Fehler ein und zogen sich aus dem B¨¹ndnis zur¨¹ck. Sie schworen von nun an Neutral ¨¹ber die Welt zu wachen.
''Hmm, das ist ja mal Interessant. Ich bekam beim wiederbeleben des ersten Untoten die Meldung das die M?chte des Chaos und der Finsternis am¨¹siert auf mich herabschauen. Wenn ich davon ausgehe das diese Geschichte wahr ist, hie?e das etwas ich habe bereits den Blick der G?tter auf mir? Ist das gut oder schlecht?'' ¨¹berlegte ich unsicher. Bevor ich weiter las zum Kapitel ¨¹ber Heilige Magie.
Leider war die Geschichte ¨¹ber den Ursprung der heiligen Magie relativ uninteressant und sp¨¹hte nur so von Lob an die G?tter des Lichts die den Menschen als erstes die Magie lehrten um sich gegen die Finsternis zu behaupten. Meiner Meinung nach totaler Unsinn, immerhin, woher kam die besagte ?Finsternis¡°, wenn nicht von dem Gott der Finsternis? Damit war er ja wohl eindeutig der erste. Au?erdem war in der Sch?pfungsgeschichte zuvor herausgegangen, dass das Mana das Ergebnis toter G?tter ist.
¨¹ber Verbesserung war als einzige Methode das Gebet genannt.
?Soll das ein Witz sein? Das einzige was ich mit einem Gebet vielleicht verbessern kann ist Konzentration, Selbstkontrolle und Geduld. Denn Geduld wirst du brauchen wenn du auf eine Ver?nderung hoffst.¡° schimpfte ich erbost ¨¹ber diese Zeitverschwendung, bevor ich auch dieses Buch zur Seite legte und f¨¹r diesen Tag ins Bett ging und den Wecker erneut auf kurz vor Sonnenaufgang stellte.
Am n?chsten Morgen wachte ich fr¨¹h auf. Als erstes viel mir auf das mein Hemd inzwischen ziemlich dreckig war und meine Hose blutig und einen Riss hatte. Als erstes beschloss ich also meine Sachen waschen zu gehen. Da es noch dunkel war musste ich mir keine Sorgen um Zuschauer machen, weshalb ich einfach das Licht l?schte und die Sachen schnell mit Brunnen Wasser grob schrubbte.
Danach ging ich einmal durch das ganze Dorf. Ich z?hlte 47 H?user, die drei Scheunen und ein Lagerhaus, sowie eine Wachstube f¨¹r die Wachen am Tor bereits mit eingerechnet.
Eigentlich hatte ich nach Gesch?ften Ausschau gehalten, jedoch fand ich zum einem nichts, und zum anderen h?tte es mir nichts gebracht. In einer Stadt mag man ja vielleicht in der Lage sein durch Anf?ngerquests sich ein Equipment zu leisten. Hier hatte ich jedoch nichts der gleichen.
Ich beschloss also zur¨¹ck in mein Zimmer zu gehen und dort das Buch ¨¹ber Schilde zu studieren.
Magische Schilde waren eigentlich relativ einfach. Je dichter du sie webtest umso besser fingen sie Schaden ab. Je dicker du sie machtest umso effektiver waren sie, kosteten aber auch mehr Mana und wurden dadurch sichtbarer. Je nachdem welche Elemente du mit einwobst wurde es gegen das entsprechende Element besser gesch¨¹tzt. Gleichzeitig verlor es jedoch im Ausgleich im gleichen Ma?e an Resistenz gegen physische Angriffe. F¨¹r ein pers?nliches Schild gab es scheinbar keinen Zauber der eine annehmbare L?nge h?tte. Zumal man ihn durchgehend erneuern m¨¹sste um das Schild aufrechtzuerhalten.
Deswegen nutzten die meisten Zauberer daf¨¹r stumme Magie oder noch besser, versuchten es ganz zu vermeiden in eine Situation zu kommen in der sie es brauchen k?nnten.
Im Buch beschrieben war die einfachste Form eines Schildes. Eine Manaplatte.
Da ich bereits einige Erfahrung im Formen von Mana hatte, dauerte es mich nur wenige Minuten eine Platte von 10x10 cm herzustellen. Das Problem wurde jedoch sofort sichtbar.
Selbst wenn keine Angriffe darauf landeten verbrauchte es ungef?hr 100 Mana die Minute, nur f¨¹r eine derart kleine Fl?che. Als ich es auf 15x15 cm ausbreitete stieg der Verbrauch schlagartig auf fast 300 an und mein Mana war innerhalb weniger Sekunden aufgebraucht.
Als ich dann auf die 10x10 cm Platte mit der blo?en Faust draufschlug, wurde sofort 30 Mana durch den Manakanal abgezogen. Womit wir auch bereits beim 3. Problem waren. Es blockierte durchgehend einen Manakanal.
''Puuh, ich h?tte nicht gedacht das es so schwer ist. Jetzt verstehe ich warum es ein Zauber 2. - 3. Grades ist. Die Manakosten sind f¨¹r einen Anf?nger nicht zu bew?ltigen.''
Entt?uscht aber nicht wirklich niedergeschlagen ¨¹bte ich also weiterhin das schnelle und dichtere Formen meiner Zauber. Das Vorankommen jedoch wurde langsamer je weiter ich voranschritt. So konnte ich nahezu keine merkbare Verbesserung an meiner Lichtkugel vornehmen, mein inzwischen meist geliebtes Testobjekt.
Kurz nach Sonnenaufgang kam Parlo herein mit einem Teller des ¨¹blichen Fr¨¹hst¨¹cks.
?Sag Parlo, kann ich mich bitte in deiner Bibliothek ein wenig umsehen ob ich noch etwas n¨¹tzliches finde?¡° fragte ich ihn mit einem Knicken richtung der fertigen B¨¹cher.
?Mit den aktuellen bin ich durch.¡°
?Oh? Nun denn. Eigentlich habe ich es nicht gerne wenn jemand in meiner Bibliothek herumw¨¹hlt. Bisher hast du mir jedoch jedes Buches absolut unversehrt zur¨¹ckgegeben. Wenn du willst dann lasse ich dich gerne hinein. Nur sei gewarnt, die meisten dieser B¨¹cher sind in der alten Elfensprache geschrieben und somit f¨¹r dich nutzlos. Au?erdem verbiete ich das eines der wertvolleren B¨¹cher diese Mauern verl?sst!¡° warnte er mich drohend.
?Auf keinen Fall, das w?re eine wahrlich schandhafte Art und Weise deine Freundlichkeit mir gegen¨¹ber zu bezahlen.¡° erwiderte ich schnell.
?Nun denn, sag m?chtest du immer noch ein Priester werden?¡° fragte er mich frei heraus.
?Mir ist aufgefallen das du mehr in die Richtung der Arkanen und elementaren K¨¹nste gingst als in die Richtung des Lichtes bisher.¡°
?Nun, es stimmt. Leider fehlen mir ganz einfach Gelegenheiten die Heilige Magie zu trainieren. Es gibt hier keine Untoten an denen ich einen Effekt sehen w¨¹rde und auch Verletzte gibt es nicht wirklich.¡° versuchte ich mich herauszureden.
?Oh wenn es nur das ist dann habe ich einen Vorschlag f¨¹r dich. Du darfst meine Bibliothek benutzen, daf¨¹r ¨¹bernimmst du die Versorgung der Verletzten von gestern. Ich habe einen wichtigen Termin in der nahegelegenen Stadt Starheim. Dort ist ein Priestertreffen aller Priester von Mara.¡° erkl?rte er mir.
?Wenn du willst kannst du jedoch auch mitkommen. Dort findest du bestimmt mehr Arbeit, Abenteuer und eine menge Wanderer. Die Stadt ist ungef?hr 3 Tagesm?rsche von hier entfernt. Wenn du also nicht mit kommst wird es eine Weile dauern bis das n?chste mal jemand in diese Richtung geht.¡° erkl?rte er weiterhin.
?Nun, ich danke dir f¨¹r das Angebot. Jedoch bleibe ich vorerst lieber hier. Es gef?llt mir hier und ich kann ein Abenteuer genauso gut von hier aus beginnen wie von Starheim.¡° erkl?rte ich ihm, freudig endlich in die Bibliothek eines Priesters zu d¨¹rfen.
?Nun gut, die Verletzten sollten in wenigen Stunden hier eintreffen damit ich sie heile. Diesen Job kannst ja nun du ¨¹bernehmen. Ich mache mich dann bereits auf den Weg, mach mir keine Schande Junge und... lass die H?nde von dunkler Magie ja?¡° Der letzte Satz kam mit soviel Mitgef¨¹hl wie Traurigkeit her¨¹ber und ich ben?tigte meine gesamte Willensst?rke um ihm fragend in die Augen zu schauen. Es half nichts. Das Problem bei dieser Methode ist das man wenig erfahrene leicht davon ¨¹berzeugen kann die Wahrheit zu sagen. Jedoch fiel es damit den erfahreneren umso leichter eine L¨¹ge zu erkennen und ich sah ihm an das er wusste das ich etwas getan hatte, wenn auch nicht was.
Mit einem Seufzer lies ich die Fassade fallen und die Situation noch zu retten.
?Es ist wahr ich habe ein etwas dunkleres Experiment versucht. Doch habt keine Angst um mich. Ein Blick in die Finsternis hat gen¨¹gt um mir ihre Schrecken und den unglaublichen Preis ihrer Macht zu zeigen.¡°
Keines meiner Worte war gelogen und so l?chelte er erfreut, nickte mir noch einmal stumm zu und verschwand.
''Und ich bin bereit jeden Preis zu zahlen!'' f¨¹gte ich noch in Gedanken an. Mein Herz wurde schwer bei dem Gedanken an den Weg den ich zugehen gew?hlt hatte, doch es gab bereits kein Zur¨¹ck mehr, wenn die G?tter dieser Welt mich bereits beobachteten, kann ich die Chance eine Ver?nderung zu bewirken nicht gehen lassen. Ich werde die Menschen aufwecken und dann sehen wie sie reagieren.
Hoffe jetzt einfach mal das es jetzt Vollst?ndig ist. M?chte mir nicht alle 22,3k W?rter durchlesen um zu kucken ob noch was fehlt^^.[/align]
(Wie mache ich das in einen Spoiler Tag?)
Statuswerte Mirado
Leben: 100 Mana: 230
Level: 2 Erfahrung: 130/ 330
St?rke: 8 Agilit?t: 11
Vitalit?t 9 Intelligenz: 22
Weisheit: 22 Willenskraft: 4
Freie Statuspunkte:
Physischer Schadensbonus: 0,24%
Magischer Schadensbonus: 1,76%
Manaregeneration: 17,91 Die Minute (? im Kampf)
Lebensregeneration: 2,68Die Minute (? im Kampf)
Prologue 2
Einen Pokal f¨¹r den, der sein Ziel err?t, bevor ich es preisgebe :D
Falls ihr einen Tipp wollt: Der Anime auf den ich gegen Ende hinweise hat das meiner Meinung nach traurigste aber wohl sch?nste Ende von allen Filmen Mangas etc. die ich je gelesen/geschaut habe.
Nun ein paar Informationen ¨¹ber das Chapter selber:
Dieses Chapter entstand ¨¹ber den Zeitraum von mehreren Wochen und manchmal wusste ich selbst nich tmehr was ich vorher geschrieben hatte (oder im Chapter davor). Ich hoffe alles unlogische ausgeglichen zu haben, jedoch kann ich mir da nicht sicher sein. Wenn ihr Fehler findet so sagt sie mir bitte. Falls ihr Fragen habt und etwas nicht versteht so fragt sie bitte. Das System nachdem die Welt funktioniert ist von mir genauestens durchdacht und ich folge diesen Regeln. Logikfehler sind wohl eher im Bereich von Zahlen der B¨¹cher oder Zaubern die er vielleicht doppelt lernt (hatte so einen Fall. Fiel mir dann beim einschlafen ein und ich ?musste¡° aufstehen und die Stelle suchen ;)
Ansonsten ist das Chapter vielleicht etwas langweilig. Es passiert nicht viel (wie im ersten Chapter auch. Aber dazu habe ich am Ende noch etwas stehen.
Mit diesem Chapter ist dann offiziel der Prologe beendet :D
Nach dem Parlo sich noch von ein paar weiteren Bewohnern des Dorfes verabschiedet hatte, und ein l?ngeren Gespr?ch mit John wie es mir schien, machte er sich zu Fu? auf den Weg nach Starheim. Danach dauerte es nicht lange bis die angek¨¹ndigten Verletzten zu mir kamen. Ich sa? vorne am Altar und wartete bereits auf sie als sie die Kirche zusammen mit John betraten.
Es waren 4 Personen, eine der Wachen und 3 normale Bauern wie es mir schien. Niemand hatte etwas ernsthaftes und so war mir nun auch klar warum die Behandlung bis heute hatte warten k?nnen. Ein paar Kratzer nur, mehr nicht. Doch genau dies kam mir komisch vor. Bisher nahm ich an das NPC''s eine ?hnlich hohe Lebensregeneration wie Spieler hatten. Wie kam es also das die Menschen vor mir noch kleine Kratzer vom gestrigen Kampf hatten?
W?hrend ich sie verbl¨¹fft anschaute und meinen Gedanken nachging, kam John auf mich zu und r?usperte sich einmal, als ich keine Reaktion zeigte.
?Entschuldige bitte, ich hing gerade meinen Gedanken nach.¡° erkl?rte ich ihm, bevor ich aufstand und auf die sichtlich nerv?sen Verletzten zuging.
?Wie ihr vielleicht geh?rt habt ist Parlo leider gerade verrei?t und so hat er mir, seinem Sch¨¹ler, die Aufgabe ¨¹bertragen mich um die verwundeten zu k¨¹mmern.¡° erkl?rte ich ihnen mit einem l?cheln.
Daraufhin schaute sich die eine Wache z?gerlich zu John um, der ihm nur aufmunternd zunickte.
?Nun, dann bin ich wohl der erste.¡° meinte er schlie?lich mit einem Seufzer und trat einen Schritt auf mich zu.
?Wenn sie mir die Frage erlauben, wie kommt es das derartige Wunden noch nicht geheilt sind?¡° fragte ich ihn, meine Neugierde nicht zur¨¹ckhaltend k?nnen.
?Nat¨¹rlich wegen dem Gift¡° erkl?rte die Wache verdutzt ¨¹ber eine scheinbar dumme Frage. Dann fiel sein Blick jedoch auf meine Ohren und ein leichtes L?cheln stahl sich auf sein Gesicht als er weiter erkl?rte.
?Die Ratten haben in ihren Z?hnen ein Gift das verhindert das die Wunden des Gegners sich von alleine schlie?en, sofern sie nicht von einem Heiler geheilt werden oder mit heiligem Wasser gereinigt werden. Da ihr fragt nehme ich einmal an das euch euer elfisches Blut vor dem Gift gesch¨¹tzt hat. Ich habe einmal geh?rt das Elfen eine 10% Giftresistenz haben. Das reicht gegen derart schwache Gifte meistens bereits aus.¡°
?Oh ich verstehe.¡° Ich h?tte nicht gedacht das die L?sung der Art einfach ist. Jedoch freute es mich zu wissen das ich zumindest gegen das schwache Gift eines Anf?nger Mobs gesch¨¹tzt bin.
?Nun denn, Aer Narudur!¡° ich ber¨¹hrte seinen Arm und suchte nach L¨¹cken im Magischen Netzwerk das seinen K?rper bildete. Dort hinein lenkte ich dann die Energien, und lie? den Zauber den Rest erledigen.
Nur wenige Augenblicke sp?ter begannen die Schnitte an Armen, Beinen und sogar im Gesicht zu heilen und zu verschwinden. Beruhigt das ich wirklich heilen konnte kamen dann auch die anderen drei Bauern vor und lie?en sich mit wenigen Dankesworten heilen und verschwanden anschlie?end schnell wieder nach drau?en auf die Felder.
Nur die Wache und John blieben zur¨¹ck und schienen mich pr¨¹fend zu mustern. Etwas nerv?s aber nach au?en hin ruhig schaute ich einen nach dem anderen an und wartete darauf das sie etwas sagten.
?Sag mal Mirado. Ihr Wanderer seit doch Abenteurer oder? Was w¨¹rdest du davon halten dich dem morgendlichen Training der Wachen anzuschlie?en?¡° fragte mich die Wache schlie?lich.
?Unser ehemaliger Anf¨¹hrer, der alte John hier, hat uns dich vorgeschlagen. Sofern du bereit bist nach unseren Regeln zu trainieren und uns bei der n?chsten monatlichen Monsterjagd als Heiler zu unterst¨¹tzen, werden wir dich daf¨¹r umsonst in unser Training miteinbeziehen.¡° erkl?rte er weiterhin.
Verbl¨¹fft ¨¹ber das Angebot schaute ich ihn erst einmal an, bevor mir klar wurde das dies wohl ein vom System erschaffener Ausgleich war. In einer gro?en Stadt gab es wahrscheinlich verschiedene Kampfschulen oder Trainingshallen um Anf?nger im Kampf auszubilden. Schlie?lich waren die meisten Spieler wohl absolute Neulinge was das k?mpfen betrifft, so wie er. In einem kleinem Dorf wie diesem gab es daf¨¹r als Ausgleich wohl das Training der Wachen.
?Es w?re mir ein Vergn¨¹gen von erfahrenen K?mpfern zu lernen und euch anschlie?end auf eurer Monsterjagd zu begleiten.¡° erkl?rte ich ihm. Dies war eine vielleicht einmalige Gelegenheit f¨¹r mich zumindest die Grundlagen des Kampfes zu lernen.
Sichtlich erleichtert l?chelte die Wache mich an und nickte John scheinbar dankend zu, der daraufhin sich umdrehte und die Kirche verlie?.
?Sagt mir Mirado, welche Waffe bevorzugt ihr im Kampf?¡° fragte er mich.
?Nun, ich habe vor ein Priester zu werden. Ich sch?tze also ich brauche eine Waffe mit der es mir leicht f?llt Magie zu wirken und ich mich aber immer noch verteidigen kann.¡° erkl?rte ich ihm, testend ob die bevorzugte Waffe eines Magiers oder Priesters auch hier ein Stab w?re.
?Ich verstehe. Dann ist die beste M?glichkeit wohl ein Stab oder ein Fokus Amulett. Leider haben wir hier keine Fokus Amulette da die wir dir geben k?nnten. W?re also ein Stab in Ordnung?¡° fragte er mich.
?Ich nehme was auch immer ihr mir bieten k?nnt. Meine Kampferfahrung bel?uft sich momentan nur auf ein paar Ratten und so muss ich jede Disziplin von den Grundlagen auf lernen.¡° erkl?rte ich ihm, woraufhin er in lautes Gel?chter ausbrach und mir auf die Schulter klopfte.
?Haha, Sehr gut. Mit der Einsicht das du etwas nicht kannst jedoch in der Lage bist es zu lernen wirst du alles erreichen! Mein Name ist ¨¹brigens Ordtol. Ich erwarte dich dann Morgen kurz nach Sonnenaufgang auf unserem Trainingsplatz vor dem Dorf. Das Training dauert voraussichtlich 2 Stunden pro Tag. Danach kannst du wieder deinen Studien nachgehen.¡° Mit einem letzten kr?ftigen Schlag auf die Schulter lie? er mich mit entsprechend schmerzenden K?rperteilen in der Kirche zur¨¹ck und ging nach drau?en, wo er die T¨¹r hinter sich schloss.
?Verdammt, was ist denn mit dem los?¡° murmelte ich, kaum das die T¨¹r geschlossen war.
?Nun, wenigstens bekomme ich so etwas Training bevor ich dieses Dorf verlasse¡°
Zu sp?t war mir eingefallen zu fragen wann den die n?chste Monsterjagd angesetzt war, jedoch ging ich einfach mal davon aus das die n?chste in ungef?hr 5-6 Tagen w?re, da Parlo in einer Woche wohl bereits zur¨¹ck sein w¨¹rde.
Da ich jedoch f¨¹rs erste die Erlaubnis hatte die Bibliothek unter Augenschein zu nehmen, tat ich genau dies. Da die untere Ebene der Kirche dunkel und kalt war beschwor ich meine Lichtkugel herauf, bevor ich die Treppe hinunter ging. Das erste mal alleine in diesem Raum bewunderte ich die Vielfalt der B¨¹cher. Ich wusste zwar nicht viel ¨¹ber den Wert der B¨¹cher in dieser Welt, wenn es jedoch wie im Mittelalter war, so waren B¨¹cher eine wahre Seltenheit. Wahrscheinlich war das in einer Welt mit Magie nicht ganz so extrem, trotzdem war ich mir sicher von einem Schatz umgeben zu sein.
Nach einer kleinen Inspektion der Titel war mir klar das ¨¹ber 80% der B¨¹cher f¨¹r mich wohl nicht gerade uninteressant w?ren, jedoch mir vorerst auch nicht weiterhelfen w¨¹rden. Ein paar waren ¨¹ber Ackerbau und ein paar entsprechende Segen oder ¨¹ber die Botanik der W?lder. Die meisten von ihnen waren jedoch ¨¹ber den Glauben. Verschiedene Rieten die es galt einzuhalten und verschiedene Legenden um die Lichtg?tter. Da ich die Geschichte dieser Welt zwar durchaus spannend fand jedoch momentan keine Zeit daf¨¹r hatte, entschied ich mich sie ein andermal zu lernen.
Die restlichen B¨¹cher teilte ich in verschiedene Kategorien ein.
1. Heilb¨¹cher. Dies war nach den B¨¹chern ¨¹ber den Glauben und die Geschichte die gr??te Sektion. Also wie erwartet.
2. Manaform Techniken und Standard Zauber. Eine Kategorie die ich vorhatte durch zu lesen solange ich noch konnte.
3. Verschiedene Informationen ¨¹ber Untote und wie man sie bek?mpft. Dies war die Kategorie die mich am meisten interessierte.
4. Segen. Verschiedene Spr¨¹che um zu segnen und wie man sie anwendet. Uninteressant f¨¹r den Moment trotzdem lesenswert um ihre Funktionsweise zu erfahren.
5. Informationen ¨¹ber die Umgebung. Eigentlich nur ein Buch und eine Karte der genaueren Umgebung.
Nichts besseres zu tun nahm ich mir also das erste Buch aus dem Bereich des Manaformens. Letztendlich wusste ich nicht ob ich vielleicht nicht doch noch unter Beobachtung stand und bisher hatten mir die erlernten Techniken stark geholfen meine Zauber zu verbessern.
Das erste Buch das ich herausnahm trug den Titel ?3 Grundzauber f¨¹r den Alltag¡°. Ein zugegebener eher harmlos klingender Titel der wohl wenig mit dem Blutbad zu tun hat das ich vorhabe anzurichten. Doch ich denke es ist nie verkehrt ein paar praktische Zauber au?erhalb des Kampfes zu beherrschen.
Die n?chsten paar Stunden verbrachte ich dann damit, die verschiedensten beschriebenen Zauber auszuprobieren. Da es jedoch nur kleine Alltagszauber waren hatte der Autor es scheinbar nicht f¨¹r n?tig empfunden einen Spruch daf¨¹r zu erstellen oder zu nennen, weshalb das gesamte Buch nur aus Anweisungen bestand wie man das Mana zu formen hatte um sein Ziel zu erreichen.
1. Levitation. Wie es der Name bereits vermuten l?sst, ist es mit diesem Spruch m?glich kleinere oder auch gr??ere Objekte, abh?ngig des investierten Manas, zum schweben zu bringen. Die Struktur des Zaubers war eigentlich relativ simpel. Alles was man machen muss ist das gew¨¹nschte Objekt in ein Netz aus Arkan Mana zu stecken, und dieses dann solange mit Energie aufladen bis es stark genug ist das gew¨¹nschte Objekt zu bewegen.
Leider viel der Zauber deswegen zwar als Angriffswaffe aus, aufgrund der geringen Reichweite und der langsamen Bewegungsgeschwindigkeit, als Unterst¨¹tzung w¨¹rde er jedoch bestimmt n¨¹tzlich werden.
2. Fackel. Nur eine erweiterte Funktion meiner W?rmekugel. Der Unterschied bestand darin, das hier Feuermana auf einem Punkt ¨¹ber der Hand konzentriert wird, bis es hei? genug ist eine kleine Flamme zu erzeugen. Gleichzeitig sch¨¹tzt, sofern man es richtig macht, eine d¨¹nne Schicht aus Arkan Mana die Hand vor Verbrennung. Das Ergebnis war dann eine kleine schwebende Flamme mit zwar mehr Hitze, aber auch mehr Gefahren und geringerer Leuchtkraft als meine W?rmekugel.
3. Wasser beschw?ren. Dies war mit der schwerste Zauber und auch der Mana intensivste. Genannt wurden zwei Methoden.
Als erstes eine ?hnliche Methode wie bei der Erdkugel oder dem Fackelzauber. Man kondensiert solange Wassermana bis es eine physische Form annimmt und beh?lt. Um damit jedoch einen Liter Wasser herzustellen br?uchte ich, meiner Rechnung nach, gut und gerne mal 500 Mana.
Als zweites gab es dann die Methode das Wasser aus der Umgebung zu ziehen. Diese Methode war wesentlich langsamer, ben?tigte jedoch nur einen Bruchteil des Manas. Zuerst sendete man F?den aus Wassermana aus und zog dann an ihnen Entlang das Wasser aus dem Boden, der Luft oder z.B. von einer nassen Wiese, an die gew¨¹nschte Stelle. Der Manaverbrauch dieser Methode skaliert jedoch stark mit der Umgebung. So werde ich neben einem Lavasee z.B. kaum einen Erfolg damit haben, egal wie viel Mana ich benutze.
Zufrieden mit dem gelernten und nach ein paar Experimenten mit selbigem, nahm ich mir das n?chste Buch vom Stapel. Es trug den Titel ?Manaweben f¨¹r Novizen¡°.
Es war kein dickes Buch und ich hatte es bereits nach noch nicht einmal zwei Stunden durchgelesen. Jedoch waren die darin enthaltenen Informationen mehr als nur Wertvoll f¨¹r mich.
Als erstes erkl?rte das Buch den Einfluss der Elemente auf die Welt.
Licht, Schatten und Astral Energie konnten zum Beispiel nur sehr schwach die k?rperliche Welt beeinflussen. Wohingegen Licht und Schatten Magie eher gegen Lebende, bzw. Untote Kreaturen eingesetzt wurde, war Astral jedoch eher als Verst?rker sowie Unterst¨¹tzer f¨¹r andere Zauber gedacht. Die Hauptaufgabe in den meisten Zaubern war es f¨¹r Stabilit?t zu sorgen und den Zauber so zu formen, dass er den gew¨¹nschten Effekt auch ausl?st. Ohne das Astralmana w?re sonst ein Feuerball nur eine hei?e Flamme die bereits in der Hand explodieren w¨¹rde.
Feuer, Wasser, Erde, Luft, Eis und Blitz jedoch waren eher daf¨¹r geeignet die physische Welt anzugreifen und zu ver?ndern. Sie alle ben?tigten jedoch f¨¹r feinere Kontrolle auch stets Astralmana.
Danach erkl?rte es etwas ziemlich sinnloses, n?mlich das man gewisse Elemente lieber nicht mischen sollte, da sie sich gegenseitig aufheben w¨¹rden. So reagierten Feuer und Wasser z.B. so aufeinander, dass es zumeist Dampf erzeugte.
Der letzte und gr??te Teil war dann endlich eine Einf¨¹hrung ¨¹ber das Verweben der Elemente untereinander. Ich hatte es zwar bereits vorher schon versucht, jedoch nahm ich einfach zwei verschiedene Elemente und packte sie zusammen. Der richtige Weg war es jedoch scheinbar bereits am Ausgang des Manaherz die zwei verschiedenen Str?me aufzuspalten und zu vermischen. Das kombinieren direkt am Zauber wurde als ineffektiv und Energie verschwendend angesehen.
Nachdem man die einzelnen Elemente aufgespalten hat, sollte man sie dann mit Astralmana vermischen und sie damit verweben und in die gew¨¹nschte Form zw?ngen. Als Begr¨¹ndung warum man keinen 3. Manakanal daf¨¹r braucht war angegeben, dass kleine Mengen Astralmana direkt beschworen werden konnten.
Anschlie?end ging der Text noch ein wenig auf das Verh?ltnis zwischen Astralmana und den anderen Elementen ein. Je mehr Astralmana benutzt wurde umso mehr Kontrolle konnte man aus¨¹ben, jedoch umso h?her stiegen die Manakosten im Verh?ltnis zur Zerst?rungskraft eines Angriffszaubers.
Da es im inneren der Bibliothek langsam etwas stickig wurde nutzte ich das eben erhaltene Wissen der Wasserbeschw?rungs-Technik um auf die selbe Art und Weise frische Luft nach unten zu lenken, bevor ich die Bibliothek verlie? um das soeben gelernte auszuprobieren. Es war als ich gerade die T¨¹r der Kirche ?ffnete, als mir einfiel das ich keinerlei Nahrung hatte.
Rechts vom Eingang der Kirche war mein Zimmer, Links das von Parlo. Blieben also noch zwei M?glichkeiten f¨¹r den Vorratsraum. Die T¨¹r links hinter dem Altar war nahezu unsichtbar wenn man nicht wusste das sie da war. Nur ein Griff und ein paar Schlitze in der Wand wiesen auf sie hin. Allerdings... war sie verschlossen.
Die T¨¹r rechts vom Altar sah fast genauso aus, jedoch zeigten sich auf dem Boden wesentlich mehr Kratzspuren, was darauf schlie?en lies das sie ?fter benutzt wurde. Es ging zwar etwas schwer, jedoch nach etwas ruckeln lie? sie sich dann schlie?lich ?ffnen und ich stand vor einer... leeren Vorratskammer.
Darin standen mehrere lehre Kr¨¹ge, ein paar getrocknete Kr?uter hingen von der Decke und die W?nde waren zugestellt mit zumeist leeren Regalen. Nur ein wenig von dem scheinbar unverw¨¹stlichen und trockenem Brot war zu finden.
''Nun, was habe ich denn bitte erwartet? Nach Mittelalter Logik sind die Vorratsspeicher kurz vor der Ernte nahezu leer.'' erkl?rte ich mir selbst entt?uscht.
Mit einem neben dran liegendem Messer schnitt ich mir etwas von dem Brot ab, bevor ich die Kirche verlie? und zum ¨¹bungsplatz der Wachen ging.
Es war bereits sp?ter Mittag, nahezu niemand war noch auf den Feldern, die paar Bauern die ich sehen konnte warfen mir einen misstrauischen Blick zu, bevor sie weiter ihrer Arbeit nachgingen. ''Was tun die eigentlich kurz vor der Ernte hier?'' fragte ich mich, von Ackerbau nicht die geringste Ahnung habend und in einer magischen Welt funktionierte wohl sowieso alles anders.
Interessanter fand ich jedoch die Tatsache das sie einen Fremden in ihrer kleinen Gemeinschaft erst einmal mit Misstrauen beobachteten. Ich hatte bisher mit nahezu niemanden in diesem Dorf Kontakt und so verwunderte es mich jedoch nicht weiter. Je weniger ich sie kannte, um so besser war es f¨¹r mich und f¨¹r sie. Es sprach jedoch f¨¹r eine ausgekl¨¹gelte KI.
Am Trainingsplatz angekommen versuchte ich als erstes die Manakosten der verschiedenen Zauber zu dokumentieren.
Wenn ich Luft zu mir leitete kostete es relativ wenig Mana da genug davon vorhanden war. Mit gerade einmal 7 Mana die Minute konnte ich leben.
Wasser war bereits etwas schwieriger. Es war nicht besonders feucht oder trocken, also gut um einen mittel Wert zu bestimmen. Es dauerte jedoch zum einem wesentlich l?nger als Luft zu sammeln und kostete ganze 15 Mana die Minute. Jedoch hatte ich nach gut drei Minuten einen Liter Wasser zusammen.
Da ich das direkte Beschw?ren bereits ausprobiert hatte und auf 0,5 Mana ml bestimmt hatte, ging ich ¨¹ber zur Fackel. Wahrscheinlich Aufgrund der einfachen Struktur des Zaubers, war der Manaverbrauch vergleichsweise hoch mit 45 Mana die Minute. Um ein Feuer anzumachen also in Ordnung, f¨¹r alles weitere br?uchte ich jedoch eine bessere und kontrolliertere Version.
F¨¹r Levitation nahm ich mir einen Stein der ungef?hr 1kg wog und versuchte diesen Schweben zu lassen. Das Ergebnis war ungef?hr 20 Mana die Minute. F¨¹r schwerere Objekte also unpraktisch, jedoch denke ich das eine derart einfache Struktur bestimmt noch Raum f¨¹r Verbesserungen l?sst.
Nachdem ich das alles in meinem Buch dokumentiert hatte, ging ich dazu ¨¹ber eine Manakugel aus reinem Mana, also Astralmana zu schaffen. Anfangs war es ?hnlich wie die Lichtkugel. Jedoch erh?hte ich diesmal die Dichte um ein vielfaches, bevor ich es als Angriff auf eine der Trainingsdummys schleuderte.
Der Trainingsdummy jedoch wurde nur kurz zur¨¹ckgeschleudert, bevor er sich wieder in seine alte Form bog. Mit 15 Mana f¨¹r eine schwache Druckwelle als Ablenkung also nicht schlecht, ansonsten aber eher weniger sinnvoll.
?Ein Arkanangriff endet endet in einer komprimierten Form anscheinend als eine Druckwelle¡° ¨¹berlegte ich mir laut, und dokumentierte es mir auch sogleich.
Danach ging ich einfach dazu ¨¹ber mein Angriffs repoirtvoire zu erweitern. Ich versuchte mit Feuer und Erde Magma zu erzeugen, der Versuch scheiterte jedoch j?mmerlich. Nachdem ich mein gesamtes Mana verwendet hatte um einen Stein zu Magma zu verwandeln, hatte dieser zwar gedampft und das Gras drumherum zum schwelen gebracht, von einem fl¨¹ssigen Zustand jedoch war er noch weit entfernt.
Nach dem sich mein Mana wieder regeneriert hatte, versuchte ich das Eisgeschoss ein wenig besser zu verstehen. Tats?chlich war Eis dem Wasser sehr ?hnlich. Jedoch statt zus?tzlicher Wind oder Feuermagie (Was ist K?lte bitte sch?n anderes als Hitze?), war es Arkanmagie die das Wasser in Eis verwandelte. Das hie?e also das ich Eis als Element streichen konnte, als Resistenz aber deswegen noch lange nicht.
Bei einer ausf¨¹hrlicheren Untersuchung zeigte sich mir das ein einfacher Eis und Erdzauber beide noch einen Levitationszauber enthalten. Denn nach der Beschw?rung konnte ich sie kurz ¨¹ber der Hand schwebend halten, bevor ich mir f¨¹r ein ziel entscheiden musste und ihn abschoss. Dies geschah ebenfalls wieder mit Hilfe von Arkanmagie.
Schatten, Blitz oder auch Lichtmagie hingegen waren Masselos (oder ihre Masse war verschwindend gering), sodass ich nur ein wenig Arkanmagie brauchte um es auf der Stelle zu halten, wodurch ein Teil des Manaverbrauches beim halten eines Zaubers erkl?rt w?re.
Das interessantere jedoch war, das ich bei einem Eisbolzen z.B. drei verschiedene Prozesse gleichzeitig anging.
1. Ich sammelte das Wasser aus der Luft (Sonst w?ren die Mana Kosten enorm, hei?t jedoch auch das St?rke und Kosten des Zaubers Umgebungsabh?ngig sind. Die Folgen einer gro?en Schlacht in der viel Eis oder Wassermagie gewirkt wird, k?nnten also zu einer extrem trockenen Luft f¨¹hren und die K?mpfer damit weiter erm¨¹den.)
2. Mit Arkanmagie zog ich die W?rme aus dem Wasser und formte es in die gew¨¹nschte Form.
3. Ein Levitationszauber hielt den entstandenen Eisbolzen an Ort und Stelle f¨¹r vergleichsweise wenig Manakosten (5 Mana die Minute, wahrscheinlich auf Grund des geringen Gewichtes) an Ort und Stelle.
Zusammengefasst hie? das, dass ich mit einem Spruch drei Manakan?le gleichzeitig benutze, jedoch eigentlich nur zwei besitze. Ein Spruch kann also fehlende Kontrolle ¨¹ber sein eigenes Mana bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Mit dieser Erkenntniss zauberte ich den Eisbolzen nochmal, diesmal jedoch versuchte ich direkten Einfluss auf Form und Gr??e zu nehmen und beobachtete dabei genau den Manafluss.
Zuerst ver?nderte ich die Gr??e. Sofort steig der Manaverbrauch gewaltig an. Erfreulicherweise jedoch waren die Kosten proportional zur Gr??e. Bei der doppelten Gr??e kostete der Eisbolzen also gerade mal 50 Mana.
Danach ging ich an die Form. Ich versuchte die einfach Kegelform in die Form eine Pistolenkugel zu ver?ndern. Hier war das Ergebnis interessanter. Anfangs kostete diese einfache Formver?nderung mal abgesehen von fast 2-3 Stunden erfolglosen Versuchen und langweiligem Warten, fast 60 Mana. W?hrend einer meiner Manakan?le durch den Eiszauber blockiert war, nutzte ich den anderen um eine gro?e Menge Arkankraft zu benutzen mit der ich das Eis in die gew¨¹nschte Form ?schliff und dr¨¹ckte¡°. Dies dauerte jedoch zu lange und war eindeutig ineffektiv. Zwar konnte ich eine erh?hte Flugstabilit?t feststellen, den Aufwand war es jedoch nicht wert.
Die Sonne war bereits untergegangen und nur ein sp?rlicher Rest Licht war ¨¹brig geblieben, als mir eine neue Idee kam. Immer wieder zauberte ich den Eisbolzen und beobachtete wie er sich formte, bis ich mir sicher war die Sequenz gefunden zu haben, die f¨¹r die Formung verantwortlich war. Um jedoch nicht ausgesperrt zu werden ging ich zur¨¹ck zum Dorf und kam geradeso noch zur¨¹ck bevor sie die Tore schlossen.
Wobei ich mir sicher war das sogar ich den Witz einer Palisade ¨¹berklettern k?nnte.
Die Wachen nickten mir Wortlos zu und schlossen dann das Tor. Das Dorf selber war bereits in fast komplette Dunkelheit geh¨¹llt. Hier und dort sah ich durch die Scheibenlosen Fenster ein wenig Licht scheinen. Zumeist von einer Lichtkugel ?hnlich wie der meinen. Als ich bei Johns Haus vorbeikam sah ich mehrere dieser Kugeln in kleinen K?figen an der Decke und den W?nden ruhen. Lange konnte ich sie jedoch nicht bewundern, denn schon kam seine Frau und schloss die schweren L?den um die W?rme im Haus zu halten.
Mit einem Schulterzucken ging ich also zur¨¹ck in meinen Raum, wo ich mir nach einer weiteren kargen Mahlzeit ein Buch schnappte. Es war von dem Stapel der Segen.
Mit als erstes wurde mir dort etwas erkl?rt das mich stets verwundert hatte. ?Was genau haben die G?tter mit der Magie zu tun die ein Priester wirkt?¡° Scheinbar konnte man ¨¹ber eine Bindung mit einem Gott, wie z.B. als Priester ein Schwur auf diesen und seine verk?rperten Ziele und Ideale, entsprechende Zauber verst?rken. Dies geschah ¨¹ber eine erh?hte Affinit?t welche die erforderliche Menge Mana f¨¹r einen Zauber verringerte. Au?erdem lernte man mit steigender St?rke von seinem Gott neue F?higkeiten, sofern man seine Pr¨¹fung ¨¹berstand.
F¨¹r mich klang es nach einer offensichtlichen und einfachen L?sung f¨¹r ein Spiel, f¨¹r diese Welt jedoch machte es in gewisser Weise Sinn. Was genau ich mir jedoch unter Affinit?t und ihrem Einfluss vorstellen konnte blieb mir schleierhaft. Also las ich erstmals weiter.
Ein Segen war etwas ?hnliches wie ein magischer Mantel den man um eine andere Person oder sich selber legen konnte. Je nachdem wie er gemacht wurde, verst?rkte er dadurch solange gewisse Aspekte des Ziels, wie die Energie des Mantels andauerte. Als Beispiel waren drei einfache Segen angegeben. Ein Segen der St?rke, einer der Geschwindigkeit und einer der Manaregeneration. Gerade der letzte h?tte mich interessiert. Hier jedoch traf ich zum ersten Mal auf ein Problem das ich nicht so fr¨¹h erwartet h?tte.
?Atem der G?ttin Mara, erf¨¹lle mich und meine Verb¨¹ndeten, auf das unsere Magie die Welt mit deinem Licht erleuchte!¡°
Ich las den vorgegebenen Spruch f¨¹r den Segen der Manaregeneration vor, als mir pl?tzlich das Mana au?er Kontrolle geriet und in mir auseinander stob. Sofort verlor ich 30 Leben und eine blaue Nachrichtenbox tauchte vor mir auf.
| Mara hat dir, einem Ungeweihtem, ihren Segen verweigert. |
?Ist das ein Scherz?¡° fragte ich erst ungl?ubig, bis mir die Tragweite dieser Worte bewusst wurde. Es war also wahrscheinlich unm?glich h?here Heilungs sowie Segenszauber zu lernen, sofern man nicht als Priester, Paladin oder ?hnlichem spielte. Nun, ich hatte sowieso nicht vor zu ?spielen¡° und ich hatte mit derartigen Einschr?nkungen bereits gerechnet. Jedoch hoffte ich das ich zumindest einen einfachen Buff hinbekommen w¨¹rde, um mir dann weitere selbst zu entwickeln. Diese Hoffnung jedoch w¨¹rde ich so schnell nicht aufgeben. Mit mehr Informationen ist es vielleicht m?glich einen eigenen Buff zu entwickeln. Selbst wenn nicht, so blieb als alternative immer noch der letzte dunkle Gott. Sorgen machte ich mir jedoch auch ¨¹ber die anderen G?tter, sollten sie mir ihre Unterst¨¹tzung verweigern, und daran zweifelte ich nicht, w¨¹rde ich vielleicht niemals die st?rksten Feuer, Wasser etc. Zauber wirken k?nnen.
Nach einem kleinem Test wurde best?tigt das auch die anderen zwei Buffs nicht funktionierten und so nahm ich mir das n?chste Buch vom Stapel. Es wurde viel dar¨¹ber eingegangen wie die Segen einen Teil der Macht der G?tter enthielten, was erkl?ren w¨¹rde wieso man mehr Kraft herausbekommt als man beim Zaubern hinein steckt. Dazu kamen noch Buffs f¨¹r Physischer Schaden, Magischer Schaden und jeweilige Verteidigung. Leider funktionierten auch diese nicht, aufgrund des selben Problems.
Genauere Erkl?rung wie die Buffs jedoch gewirkt werden oder funktionierten fand ich jedoch zu meiner Entt?uschung nicht. Nur ein paar Namen von bekannten Priestern und Orten die die Kunst der Segen lehren w¨¹rden.
Irgendwann kam die erwartete Meldung, dass ich doch bitte in der realen Welt etwas essen sollte, was ich schnell tat und mich dann in meinem Bett in der Kirche zur Ruhe legte.
Am n?chsten Morgen wachte ich wie auch die letzten Tage fr¨¹h auf. Diesmal jedoch ging ich sofort hinaus aus der Kirche. Das Tor war bereits offen obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen war und ich konnte mehrere Gestalten sehen die gerade mit B?gen bewaffnet Richtung Wald gingen. Ich vermutete mal es waren J?ger die in der D?mmerung noch etwas Fleisch heranschaffen wollten. Ich nutzte also das bereits offene Tor und ging mit einem Kopfnicken zu einer der Wachen hindurch, die mich zwar etwas misstrauisch, zuckte dann aber mit den Schultern und lies mich wortlos passieren.
Am Trainingsplatz angekommen setzte ich mich in den Schneidersitz und lie? mich von meiner W?rmekugel w?rmen, w?hrend ich versuchte mein Mana so wie es grob beschrieben war um meinen K?rper flie?en zu lassen. Schnell jedoch zeigten sich extreme Probleme bei diesem Experiment. Zum einem kostete es extrem viel Mana, und als ich es endlich geschafft hatte meinen gesamten K?rper in Mana zu kleiden, war bereits einen Augenblick sp?ter mein Mana leer. Ich wurde jedoch nicht st?rker, schneller oder bekam sonst irgendwelche Vorteile, alles was ich erreicht hatte war ein schwaches Leuchten.
Nachdem mein Mana sich also regeneriert hatte, suchte ich nach einer anderen M?glichkeit den beschriebenen ?Mantel¡° zu erstellen. Diesmal lie? ich das Mana nicht ziellos ¨¹ber den K?rper wandern, sondern versuchte hunderte Manastr?nge zu bilden. Doch auch wenn kontrolliertes Mana sich langsamer verfl¨¹chtigte als rohes, konnte nach einer gewissen Anzahl meine Regeneration nicht mehr mithalten und bevor ich auch nur beide Arme eingewoben hatte, konnte meine Konzentration nicht mehr mithalten und ich verlor die Kontrolle ¨¹ber einen Teil meiner F?den, wodurch diese sich verfl¨¹chtigten und ich die Stellen flicken musste, wodurch mir weitere F?den der Kontrolle entschwanden. Schlie?lich musste ich auch diese Idee aufgeben.
Als dritte und vorerst letzte Idee hatte ich dann noch das Mana direkt im K?rper zu manipulieren, eigentlich wollte ich es vorerst nicht wagen da ich noch nicht wusste was es f¨¹r Nebenwirkungen haben k?nnte. Ich beschloss also erstmals mit nur einem Arm anzufangen. Ich stellte mir also vor wie sich das rohe Mana in meinen Muskeln ausbreitete um diese zu verst?rken. Ich kannte die menschliche Biologie recht gut, immerhin hatte ich einige Informationen dar¨¹ber gesammelt nachdem ich gel?hmt wurde. In einer Zeit in der ich noch mehr tat als nur aus dem Fenster zu schauen, hatte ich zumeist eine Krankenschwester gebeten mir die B¨¹cher umzubl?ttern oder hatte sie mir auf einem speziellen Computer angeschaut.
Jedenfalls half es mir nun mir die einzelnen Muskelstr?nge vorzustellen und dort das Mana hineinzuleiten.
Als ich jedoch versuchte das Mana mit den Muskeln zu verbinden, schoss ein wahnsinniger Schmerz durch meinen Arm, der mich stark daran zweifeln lies, dass dies nur ein Spiel war. Die Rattenbisse waren schlimm, doch nun zeigte sich mir das es wahrlich nur ein paar Bisse waren und nichts im Vergleich mit echtem Schmerz. Der Arm fing an zu bluten und bl?hte sich ein St¨¹ckchen auf. Ich konnte sogar das knacken der Knochen h?ren.
Mit einem Aufschrei sank ich auf die Knie, meinen blutenden Arm haltend. Es waren hunderte kleine Risse in der Haut, durch die das Blut drang. Nur unter Aufbringung all meiner Willenskraft, konnte ich mich auf den Spruch zur Heilung der Blutung und der Lebensauff¨¹llung konzentrieren. Der erste Versuch die Blutung zu stillen scheiterte dann auch noch kl?glich, da sich die Wunden zwar schlossen aber auch sofort wieder aufgingen. Erst nachdem ich zweimal den Zauber f¨¹r die Heilung gewirkt hatte und drei mal hintereinander die Blutung stillte, fing der Schmerz an langsam zu versiegen.
Zitternd und mit blassem Gesicht lag ich auf dem Boden des ¨¹bungsplatzes und schaute zu wie die Sonne langsam ¨¹ber den Horizont kletterte. Es dauerte noch eine Weile bis ich meine Hand wieder normal bewegen konnte und ich beschloss ein derartiges Experiment f¨¹rs erste nicht noch einmal zu versuchen. Meine Vermutung war, dass sich die Muskeln allesamt schlagartig ausgedehnt hatten, weit ¨¹ber das normale Limit hinaus und ich so etwas ?hnliches wie eine Muskelzerrung der extra Klasse bekam. Sofern ich also nicht einen Heilzauber fand mit dem ich innere Sch?den reparieren konnte, w¨¹rde ich wohl f¨¹rs erste eine K?rper Verst?rkung mit Magie nicht weiter probieren. Jedoch zeigte mir das Experiment auch, dass der menschliche K?rper hier scheinbar gleich aufgebaut ist wie in der Realit?t. Immerhin konnte ich sch?n die aufgebl?hten Muskeln und Knochen sehen. Genauere Untersuchungen w¨¹rde ich jedoch wohl an echten Testobjekten durchf¨¹hren m¨¹ssen.
?Ding¡°
| ¡°Wer nicht wagt der nicht gewinnt¡°, so sagt man zu mindest. Du hast jedoch am eigenem Leib erfahren das schief gelaufene Experimente jedoch sehr schmerzhaft enden k?nnen. Trotz des R¨¹ckschlags und der herben Konsequenzen, hast du jedoch neue Erkenntnisse gewonnen.
Statusattribut ?Robustheit¡° wurde erstellt
+5 Robustheit (Keine Punkte Investition in Robustheit m?glich. Verringert erhatenen Schmerz je nach St?rke der Schmerzquelle.
+2 Intelligenz
+2 Weisheit
+2 Willenskraft |
F¨¹r ein fehlgeschlagenes Experiment waren die Ergebnisse erstaunlich gut. Ich h?tte nicht erwartet derart gut belohnt zu werden f¨¹r einen Misserfolg. Ein weiteres Mal wurde ich also von der Komplexit?t des Systems ¨¹berrascht, das scheinbar genau darauf achtet was ich f¨¹r Schl¨¹sse ziehe und was ich lerne.
Wie angek¨¹ndigt kam kurz nachdem ich mich erholt hatte und die Sonne ¨¹ber dem Horizont stand, Ordtol zu mir. Ich h?rte ihn trotz Schwert und Lederr¨¹stung nicht kommen, bis er pl?tzlich ¨¹ber mir stand und interessiert das Blut an meinem Arm und um mich herum beobachtete.
?Was ist denn hier passiert? Geht es dir gut?¡° fragte er mich besorgt.
?Alles in Ordnung. Nur ein schief gelaufenes Experiment. Zum Gl¨¹ck kann ich mich jedoch selbst heilen.¡° erkl?rte ich ihm, w?hrend ich den Staub von mir abklopfte und mir die Blutflecken auf meiner Kleidung anschaute.
?Nun, ich bin zwar kein Magier aber ich kann mich nicht vorstellen, dass es gut ist was du getan hast. Vielleicht solltest du derartige Experimente in Zukunft unterlassen.¡° meinte er, bevor er mir auf die Schulter klopfte und den anderen Wachen entgegen ging. Mit Ordtol waren es gerade einmal sechs.
?Sind das alle Wachen des Dorfes?¡° fragte ich verwundert. Ich war mir ziemlich sicher, dass eine derartige Truppe keinen Angriff von Banditen oder Monstern abhalten k?nnte.
?Nein. Insgesamt sind wir acht. Zwei bleiben jedoch stets zur¨¹ck um die Tore zu bewachen.¡° erkl?rte mir Ordtol, bevor er von einer der Wachen einen Holzstab bekam, den er an mich weiter reichte.
?Der ist f¨¹r dich. Es ist ein Anf?nger Magier Kampfstab. Nichts gro?artiges daran, nur am oberen Ende ein Kristall der dir das wirken von Zaubern erleichtert.¡° erkl?rte er mir.
?Ding¡°
| Item ?Beginner Magierstab¡° erhalten.
Ein Stab aus stabilem, geradem Holz. Auf der Spitze ist ein schwacher Kristall eingef¨¹gt, der dir erlaubt einen einfachen Zauber darin f¨¹r begrenzte Zeit zu speichern.
Mag. Schaden +5% |
Der Stab war aus hellem Holz und oben mit einem Metallst¨¹ck umschlossen, in das ein hellblauer Kristall einsetzt war. Es sah nicht toll aus aber immerhin w¨¹rde ich mit dem relativ spitzem Kristall zustechen k?nnen. An der Stabilit?t wagte ich jedoch zu zweifeln.
?Danke sehr. Ich wei? dieses Geschenk zu sch?tzen.¡° erkl?rte ich ihm.
?Nun denn. Wir haben f¨¹nf Tage um dir die Grundbegriffe des Kampfes zu erkl?ren. Nat¨¹rlich werden wir versuchen dich zu besch¨¹tzen aber im Kampf kann es nun einmal immer zu Eventualit?ten kommen. Also besser auf der sicheren Seite stehen.¡° erkl?rte er mir, w?hrend er eine ?ltere Wache mit den ersten grauen Haaren zu uns winkte.
?Das ist Edward. Er ist neben John der einzige der im Stabkampf bewandert ist und John ist nun einmal eher dein typischer Magier der die Vorteile sich im Nahkampf zu behaupten leider nicht zu erkennen scheint.¡° meinte er mit einem schmunzeln.
?Du bist also Mirado.¡° meinte Edward mit einem freundlichen aber pr¨¹fenden Blick.
?Ich war fr¨¹her ein Abenteurer und Wanderer. Mit der Zeit lernte ich mich mit meinem treuestem Gef?hrten, meinem Wanderstock, zu verteidigen. Ich kann dir keine professionellen Techniken zeigen aber daf¨¹r Techniken mit denen du ¨¹berlebst. Als Magier m¨¹sste dir das ja reichen.¡° erkl?re er mir, woraufhin Ordtol anfing zu lachen, mir noch einmal auf die Schulter klopfte und dann zu den anderen ging.
?Nun ihr macht das schon. Der Rest von euch, steht nicht so faul herum! Geht gef?lligst die ¨¹bliche Routine durch!¡° rief er mit lauter Stimme, woraufhin er und die anderen vier begannen Runden um den Platz zu laufen.
?Nun denn, sag Mirado, hast du schon einmal einen Stab zum Kampf benutzt?¡° fragte mich Edward.
?Nun... gegen die gro?en Ratten neulich. Aber ansonsten nicht und auch dieser Versuch war eher zielloses herum schwingen.¡° erkl?rte ich ihm wahrheitsgem??.
?Naja, das hatte ich erwartet. Dann fangen wir am besten mit den Grundlagen an. Sieh her, das ist die Grundstellung, beide H?nde am Stab und den Stab vor dir um jederzeit anzugreifen oder zu verteidigen.¡°
Die n?chsten zwei Stunden erkl?rte er mir wie ich meine F¨¹?e platzieren sollte, den Stab zu halten habe, einen einfachen Angriff oder Block ausf¨¹hre und wie ich effektiv die L?nge des Stabes variieren kann, je nachdem wie ich ihn griff.
Das Problem zeigte sich in dem kleinen ¨¹bungskampf den wir am Ende veranstalteten.
Wir standen uns gegen¨¹ber, beide einen normalen Holzstab in den H?nden. Als der erfahrenere griff Edward zuerst an, w?hrend ich mich haupts?chlich auf das Verteidigen konzentrierte. Doch der erste Angriff zeigte mir bereits den gewaltigen Unterschied in Erfahrung und Kontrolle.
Er schwang seinen Stab quer so das er mich von rechts in die Brust treffen w¨¹rde. Doch noch w?hrend ich meinen Stab in den Weg schob um ihn zu unterbrechen, wanderte das angreifende Ende nach oben, schob meinen Stab zur Seite, so dass ich aus dem Gleichgewicht kam und meinen Stab horizontal vor mir hielt, w?hrend er sein Gewicht verlagerte und mir seinen Stab in die Seite haute. Es war nicht etwa so, dass er zu schnell f¨¹r mich war oder ich seine Angriffe nicht sehen konnte. Ich hatte einfach nicht die Reaktionsgeschwindigkeit und die Erfahrung um drauf zu reagieren. So kam es also das ich mit schmerzenden Rippen, schwer atmend, auf dem Boden lag.
?Autsch.¡° stie? ich aus, bevor ich mich heilte woraufhin der Schmerz versiegte und auch mein Leben wieder aufgef¨¹llt wurde.
?Nun, ich wollte dich eigentlich nur testen ob du meinen Angriffen folgen kannst oder ob du die Orientierung verlierst und du die Augen schlie?t. Da du jedoch werder die Augen von mir und meinen Angriffen gelassen hast, noch auch nur einmal geblinzelt hast, wollte ich schauen was passiert wenn du getroffen wirst. Du konntest zwar nicht blocken, hast aber hervorragend deinen K?rper richtig bewegt um den Einschlag ein wenig zu verringern. Das sagt mir, dass du keine Angst davor hast getroffen zu werden und den Mut den Angriffen deiner Gegner entgegenzutreten und ihnen in die Augen zu schauen. Alles was dir fehlt sind die Reflexe und die Erfahrung.¡°
erkl?rte er mir mit einem L?cheln.
?Hei?t das etwa, dass wenn ich den ersten Schlag nicht versucht h?tte zu blocken oder deinen Stab aus den Augen verloren h?tte, du dich mehr zur¨¹ckgehalten h?ttest?¡° fragte ich erstaunt und ein klein wenig ver?rgert.
?Ganz genau das hei?t es.¡° meinte Edward mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. ?Na dann, auf geht¡¯s, eine weitere Runde schaffen wir ja wohl. Diesmal halte ich mich auch mehr zur¨¹ck.¡°
Danach wurden aus ?einer¡° zwar drei Runden jedoch war das eher in meinem Interesse. Immerhin war der Plan mich anschlie?end von der Zivilisation eine Weile fern zu halten.
Die anderen Wachen waren in der selben Zeit mehrfach in einer Stunde um den Platz gejoggt, nat¨¹rlich mit Waffen und R¨¹stung und anschlie?end in Krafttraining wie Liegest¨¹tzen und ?hnliches verfallen, bevor sie am Ende ihre ¨¹bungsk?mpfe in zweier Paaren austrugen. Statt echten Schwertern benutzten sie jedoch Holzwaffen.
Als sich Edward, Ordtol und die anderen Wachen endlich verabschiedeten blieb ich noch eine Weile alleine zur¨¹ck auf dem ¨¹bungsplatz und ging die einzelnen Schritte noch einmal durch. Eine arme Trainingspuppe wurde zu ihrem Leidwesen zu meinem Trainingspartner auserkoren.
Als die Sonne ihren h?chsten Stand erreicht hatte, ging ich zur¨¹ck ins Dorf, trank etwas, nahm mein ¨¹bliches karges Mahl zu mir, bevor ich wieder meinem Studium der Magie widmete. Diesmal jedoch nahm ich mir gleich B¨¹cher aus dem Stapel zum bek?mpfen von Untoten. Ich hatte gehofft es w¨¹rden sechs oder sieben Tage seien bis zur Jagd. Ich hatte also weniger Zeit als gehofft aber immer noch im Bereich meiner Berechnungen.
Ich las bis zum Ende des Tages zwei der f¨¹nf vorhandenen B¨¹cher durch. Das eine war relativ d¨¹nn und erkl?rte die schw?chen der Untoten und eine weitere Variation des Lichtbolzens. Im gro?en und ganzen war es jedoch nur eine Mana intensievere Version des explosiven Bolzens, der ein wenig mehr Arkanmana beinhaltete und eine gro?e Fl?chenexplosion von durchschnittlich zwei Metern auf Anf?ngerlevel verursachte, statt nur ein einzelnes Ziel zu treffen.
Das zweite Buch jedoch war weitaus interessanter f¨¹r mich. Es war ein rein theoretisches Buch ¨¹ber Herkunft und Beschaffenheit der Untoten.
Es gab anscheinend zwei Arten von Untoten. Die erste Art und auch die st?rkere von beiden, war die von einem Totenbeschw?rer animierte Leiche. Die zweite Art waren ruhelose Geister oder Untote die von der Magie des Landes oder alten Hass in Monster verwandelt wurden und so als Untote ¨¹ber die Welt wandern.
Der Unterschied zwischen diesen zwei war, dass der erste Typ zwar st?rker war, jedoch zum einem einen Willen unterworfen war und zum anderem durchgehend Mana verbrauchte um am Leben zu bleiben.
Die ?nat¨¹rlichen Untoten¡° jedoch zogen ihr Mana direkt aus dem Land um sie herum, wie jedes andere lebende Wesen auch. Daf¨¹r jedoch waren sie zumeist deutlich schw?cher als ein durch einen Totenbeschw?rer animierten Untoten.
?Nun, ich f¨¹rchte um dar¨¹ber mehr zu lernen muss ich einem der ?nat¨¹rlichen¡° Untoten begegnen und ihn genauer untersuchen. Es wundert mich, dass bisher scheinbar niemand die zwei verschiedenen Arten miteinander vermischt hatte. Vielleicht wusste aber auch einfach der Autor des Buches nichts davon. Ich hoffe es ist m?glich. Nein, es ist egal. Wenn es nicht m?glich ist, werde ich es m?glich machen. Denn ohne dies w¨¹rde mein Plan niemals funktionieren. Es gibt auch ohne das Problem des Manas schon zu viele Probleme und Eventualit?ten.¡° sagte ich zu niemand bestimmten, hinein in die inzwischen eingebrochene Dunkelheit.
Die letzten Tage sagten mir, dass ich in dieser Welt nur ca. 4 Stunden Schlaf, statt den ansonsten ben?tigten 8, die man nach einem anstrengendem Tag haben sollte. Da mein K?rper auch in der Realit?t keinem Stress ausgesetzt war. Reichte dies wohl, also ¨¹berflog ich auch noch die restlichen drei, weniger interessanten, B¨¹cher zu den Untoten.
In einem war der Prozess zur Erstellung von heiligem Wasser beschrieben, ein anderes entpuppte sich als eine Helden Saga zur Zeit des Kampfes des Paladins gegen den Lich.
Das dritte war ebenfalls gr??tenteils nutzlos, jedoch enthielt es f¨¹r mich m?glicherweise n¨¹tzliche Informationen dar¨¹ber, wie ein alter Totenbeschw?rer in die Berge ging um dort zum Lich zu werden. Ein paar Jahre sp?ter kam er verwandelt zur¨¹ck, mit einer Armee von Untoten im Schlepptau. Wenn ich also einen Lich oder Totenbeschw?rer finde, oder noch besser ihre Verstecke, Labore und Unterlagen, w¨¹rde es mir einiges an Experimenten ersparen.
Jedoch ohne jegliche Kenntnisse in der hiesigen Grographie sagten mir die ?Schattenberge¡°, die ¨¹brigends erst nach dem Tod (dem endg¨¹ltigen) so genannt wurden, gar nichts. Um das Problem zu beheben nahm ich mir die Karte und das Buch zugeh?rige Buch in die Hand.
Der Titel war ?Reisef¨¹hrer f¨¹r Abenteurer.¡° Er beschrieb zahlreiche interessante Orte rund um Starheim, Dungeons, W?lder, Ebenen und ihre Bewohner (Monster). Das meiste waren nur die gew?hnlichen Killer Hasen oder Mutierte F¨¹chse f¨¹r die Anf?nger, sowie die st?rkeren W?lfe in den W?ldern um die Stadt. Was mich jedoch erfreute war, dass nicht weit von dem Dorf in dem ich mich befand ein Dungeon eingezeichnet war. Den Informationen nach war es ein H?hlennetzwerk mit verschiedenen Tieren darin. Da darin jedoch keine Sch?tze zu finden waren, ging das Buch nicht weiter darauf ein.
Die Karte zeigte die n?here Umgebung rund um Starheim. Sie ging nur ein St¨¹ck weiter als Mittwald, das an der n?rdlichsten Grenze der Karte lag. Ansonsten zeigte es acht weitere D?rfer in der N?he von Starheim.
Irgendwann gewann die M¨¹digkeit und ich legte das Buch zur Seite und schlief ein.
Am n?chsten Morgen, wachte ich etwas sp?ter, mit dem Aufgang der Sonne auf. Als ich noch etwas verschlafen das Licht durchs Fenster scheinen sah, fiel mir langsam wieder ein, wie ich am Abend zuvor vergessen hatte den System Wecker anzuschalten.
Mit einem Flucher stieg ich aus dem Bett, schnappte mir schnell etwas zu bei?en, bevor ich bereits, mit dem Stab in der Hand, zum Trainingsplatz rannte.
Mit M¨¹h und Not holte ich die Wachen kurz vor dem ¨¹bungsplatz noch ein. Ich wollte ja immerhin nicht gleich am zweiten Tag zu sp?t sein.
?Oh verschlafen?¡° fragte mich Edward scherzend.
?Nur ein wenig.¡° meinte ich, woraufhin er und die restlichen Wachen anfingen zu lachen.
?Wo ist Ordtol?¡° fragte ich, als mir auffiel das er heute fehlte.
?Der ist heute mit Wachdienst statt Training dran. Auch unser glorreicher Anf¨¹hrer der st?rksten acht Mann Mannschaft dieses Dorfes ist davon nicht ausgenommen.¡° erkl?rte mir eine andere Wache mit einem Augenzwinkern.
?Ich bin sein Stellvertreter. Er hat mir bereits von dir erz?hlt. Du bist also unser Heiler? Naja, hoffen wir mal, dass wir dich nicht brauchen werden. Aber einen Heiler zu haben ist immer besser als ihn nicht zu haben.¡° erkl?rte er mir. Er schien mir eine freundliche und offene Pers?nlichkeit zu haben. Er war ca. 35 Jahre alt und hatte bereits einen kleinen Bauch angesetzt.
?Nun, ich kann bei weitem nicht soviel wie Parlo und nur die Grundheilungszauber aber ich werde versuchen euch so gut wie m?glich zu unterst¨¹tzen. Bis dahin hoffe ich jedoch mich zumindest selbst verteidigen zu k?nnen.¡° erkl?rte ich ihm.
?Glaub mir, der Junge ist auf dem besten Weg dahin. Den Mumm und den Geist hat er dazu. Angst vor Schmerzen hat er auch nicht. Alles was er braucht ist ¨¹bung und Erfahrung.¡° mischte sich Edward in das Gespr?ch ein, woraufhin der Strellvertreter von Ordtol brummend nickte.
Als wir am ¨¹bungsplatz ankamen, lief es im gro?en und ganzen wie am Tag zuvor ab. Die Wachen machten erst ihr Ausdauer und Krafttraining und anschlie?end ihre ¨¹bungsk?mpfe. Edward und ich jedoch begannen gleich mit zwei kleinen ¨¹bungsk?mpfen. Nach dem er mich dann gr¨¹n und blau geschlagen hatte, ging er dazu ¨¹ber mir in slow-motion die einzelnen Bewegungen zu zeigen die ich falsch gemacht hatte und jene die er benutzt hatte um meine Verteidigung zu durchbrechen, nicht das es dort viel zu durchbrechen g?be.
Danach k?mpften wir erneut. Diesmal jedoch verteidigte er nur und ich sollte versuchen seine Verteidigung zu durchbrechen. Nach zehn Minuten jedoch endete es damit, dass ich ersch?pft auf meinem Stab lehnte und er lachend und provokativ um drumherum ging.
?Hey komm schon kleiner Magier. Greif mich an!¡° l?sterte er lachend.
Mit einem fiesem Grinsen richtete ich mich auf, schaute ihn an und sagte: ?Wie du willst, dann bereite dich vor.¡°
Mit einem Lachen sprang er einen Schritt zur¨¹ck und erwartete meinen Angriff. Mit lautem Br¨¹llen st¨¹rmte ich wild auf ihn zu, bevor ich den Stab in die linke Hand wechselte, die rechte Hand ausstreckte und den schnellsten und einfachsten Zauber wirkte den ich kannte. Eine reine Druckwelle aus Arkanmana. ¨¹berrascht und aus dem Gleichgewicht gebracht lie? Edward seine Deckung fallen und zum ersten Mal seit Beginn des Trainings bekam auch er einen Schlag auf die Rippen, als ich direkt davor wieder die zweite Hand an den Stab nahm und kr?ftig zuschlug.
Zuerst dachte ich, ich h?tte es ¨¹bertrieben, da Edward nur schwer atmend auf dem Boden lag. Dann jedoch fing er an zu lachen und rappelte sich wieder auf. Durch seine Lederr¨¹stung war wahrscheinlich nur wenig durchgekommen und so war es nur die Kombination aus Druckwelle und Schlag die ihn zu Boden hat gehen lassen.
?Na geht doch!¡° rief er begeistert aus. ?Aner ganz ehrlich, du mogelst!¡°
?Nicht wirklich, du hast mich als Magier angesprochen und aufgefordert dich anzugreifen.¡° erwiderte ich ihm, wenn auch nicht ohne ein leichtes schmunzeln.
?Mhh, das war wohl mein Fehler. Aber ich glaube wir sollten das nutzen. Sag mir, welche Zauber beherrschst du sonnst noch die du mitten im Kampf wirken kannst?¡° fragte er mich.
?Ich denke mit etwas ¨¹bung bekomme ich jede der Grund elementar Attacken hin. Momentan bin ich jedoch am besten mit Arkan und Eismagie.¡° erkl?rte ich ihm. Dass ich in Schattenmagie bisher die meiste ¨¹bung hatte verschwieg ich ihm lieber.
?Nun, das ist schon mal nicht schlecht. Kannst du versuchen eine Windkugel abzuschie?en ohne Spruch? Das w?re vielleicht neben der Druckwelle die sinnvollste Trainingswaffe. Ganz egal ob sie an Effektivit?t verliert.¡°
?Ich glaube das bekomme ich hin. Es wird aber eine Weile dauern bis ich den Manaverbrauch optimiert habe.¡° erkl?rte ich ihm, woraufhin er erstaunt die Augen hob und mich fragte:
?Den Manaverbrauch optimieren? Junge, du bist eindeutig mehr Kampfmagier als Kampfpriester wenn du dich nach wenigen Tagen bereits mit derartigen Themen auskennst. Ich sehe in dir eindeutig mehr Potential in diese Richtung.¡° erkl?rte er mir ernsthaft.
?Das mag vielleicht sein, aber ich habe meine Gr¨¹nde.¡° erkl?rte ich ihm, mit einem Unterton der ihm deutlich machen sollte, dass ich nicht gefragt werden wollte.
?Nun gut. F¨¹r den Anfang arbeiten wir einfach mit der Druckwelle. Wie oft kannst du sie abfeuern?¡° fragte ich mich, schnell das Thema zur¨¹ck f¨¹hrend.
?Da es ein relativ schwacher, einfacher und unkontrollierter Zauber ist ben?tigt er gerade einmal 10 Mana. Ich kann ihn also theoretisch 23 mal abfeuern, praktisch jedoch mehr aufgrund meiner Manaregeneration. Die Reichweite ist jedoch relativ begrenzt. Nach zwei Metern ist immerhin nur noch ein starker Luftstrom zu merken.¡° erkl?rte ich ihm.
?Nun gut. Damit k?nnen wir arbeiten. Nun greife mich erneut an. Diesmal jedoch benutze deinen Magierstab und deine Magie.¡° sagte Edward.
Nachdem ich meinen Stab ausgetauscht hatte erkl?rte Edward weiter.
?Ich denke nicht, dass du die Benutzungsweise eines solchen Stabes weist oder?¡° fragte er mich, woraufhin ich mit einem Kopfsch¨¹tteln verneinte.
?Ok, im Gegensatz zu Leuten wie mir, benutzt ihr Magier einen Stab aus einem ganz bestimmten Grund. Wahrscheinlich hast du bereits gemerkt, dass Magie am leichtesten mit den H?nden gewirkt werden kann. Das liegt daran, dass in unseren H?nden eine Art Mana Ausgang ist, frag mich nichts genaueres dar¨¹ber. Ich bin froh wenn ich den Fackel und Lichtzauber hinbekomme. Jedenfalls k?nnte ihr Magier zum einem einen oder mehrere Spr¨¹che, je nach Qualit?t des Kristalls, in eurem Stab speichern und durch eure H?nde hindurch den Stab als Verl?ngerung nehmen und Magie vorne durch den Kristall wirken.¡° erkl?rte er mir.
?Nun denn, probiere es aus.¡°
Ich nahm den Stab in beide H?nde, stellte ihn mit dem Kristall in die Luft auf dem Boden ab und konzentrierte mich dann darauf das rohe Arkanmana durch den Stab in den Kristall zu schicken. Kaum hatte das Mana jedoch meinen K?rper durch die H?nde verlassen, wurde es bereits von dem Kristall angesaugt und ben?tigte nur noch einen kleinen geistigen Schubs, um oben aus dem Kristall als Druckwelle auszubrechen.
?Siehst du, ist doch ganz einfach, habe ich mir zumindest von John sagen lassen. Also, bereit es im Kampf auszuprobieren?¡° fragte mich Edward aufgeregt. Scheinbar machte ihm das ganze ne Menge Spa?.
?Ich denke schon.¡° erkl?rte ich.
Im n?chsten Moment sprang John bereits auf mich zu. Diesmal ging der Kampf wesentlich l?nger. Fast 13 Minuten lang schlugen wir aufeinander ein. Wenn ich am Anfang noch versuchte einen Rhythmus aus Magie und Physischen Attacken zu finden, ?nderte es sich ungef?hr ab der H?lfte, als ich langsam den Bogen heraus hatte und anfing seine Angriffe mit einer wohl platzieren Druckwelle zur Seite zu schieben und ihn dadurch verfehlen zu lassen oder leichter blocken zu k?nnen oder einfach nur seine Verteidigung ins Wanken brachte. Ab dem Zeitpunkt bekam er mehr und mehr Schl?ge selber ab. Jedoch zeigte er mir am Ende, dass er sich immer noch zur¨¹ckhielt, in dem er das Tempo immer weiter steigerte, bis ich nur noch den kleinsten Teil seiner Angriffe blocken konnte, w?hrend er anfing meinen Angriffe, physisch wie magisch, auszuweichen oder sie gar ganz zu verhindern, in dem er immer wieder sein Angriffsmuster ?nderte.
?Nicht schlecht f¨¹r den Anfang. Aber dein gr??tes Problem ist die Logik mit der du k?mpfst. Du hast mein Kampfmuster untersucht und dich darauf angepasst. Dadurch hasst du jedoch selber ein Muster geschaffen. Gegen dumme Monster mag das eine gute Idee sein, gegen intelligente und erfahrene Gegner ist es jedoch eine fatale Schw?che. Jemand der dir ¨¹bles will, k?nnte dem Rhythmus folgen, um dann einen entscheidenden, t?dlichen Schlag durch deine Deckung zu machen. Dann w?re es bereits zu sp?t dein Muster zu ?ndern.¡° erkl?rte er mir, w?hrend ich keuchend am Boden lag und versuchte genug Mana zusammen zu kratzen um meine einzelnen Wunden zu heilen. Er selber hatte nahezu nichts abbekommen dank seiner R¨¹stung.
?Im gro?en und ganzen sagst du mir also, dass ich mein Muster durchgehend ?ndern soll. Reicht es denn f¨¹r den Anfang wenn ich mehrere Zauber einbringe?¡° fragte ich keuchend.
?Nun, das w?re ein Anfang. Dabei kann ich dir jedoch nicht helfen. Versuche also auch mehr Finten anzuwenden. Du schl?gst gerade und offensichtlich zu. In Zusammenarbeit mit deiner Magie mag das ja vielleicht gehen. Aber wehe du k?mpfst gegen einen erfahrenen K?mpfer oder dir geht dein Mana aus.¡° erwiderte er. ?Also auf. Genug ausgeruht. Jetzt wei? ich was du mit Magie anrichtest. Jetzt zeig mal was du davon in einem Kampf ohne Mana ¨¹bernehmen kannst.¡°
Somit begann die letzte Pr¨¹gel f¨¹r diesen Morgen. Ich versuchte seine Finten zu erkennen und zu kopieren. Doch zumeist durchschaute er sie vorher und ich steckte daf¨¹r einen Gegenschlag ein. Als er und die anderen Wachen mich endlich auf dem ¨¹bungsplatz zur¨¹cklie?en, taten mir all meine Knochen und Muskeln weh, trotz zahlreicher Heilzauber. Scheinbar war ein Anfangszauber nicht omnipotent gegen Schmerz.
Langsam ging ich zur¨¹ck in mein Zimmer, wo mir pl?tzlich ein nerviger blau blinkender Knopf in meinem Sichtfeld auffiel. Als ich mich darauf konzentrierte, ?ffneten sich pl?tzlich mehrere blaue Info Fenster vor mir.
?Ding¡°
| Durch deine neuen Erkenntnisse ¨¹ber diese Welt:
+1 Intelligenz
+1 Weisheit |
| Durch hartes Training und starkes Durchhalteverm?gen wurde dein K?rper st?rker und robuster:
+3 Robustheit
+1 St?rke
+1 Agilit?t
+1 Willenskraft |
?Nur drei Robustheit?¡° war das einzigste was mir daraufhin durch den Kopf ging. Wie lange musste ich mich denn bitte verpr¨¹geln lassen um dort einen hohen Wert zu bekommen.
Nachdem ich mich ein wenig erholt hatte, begann ich weiter das Buch ?Reisef¨¹hrer f¨¹r Abenteurer¡°. In der sp?teren H?lfte ging es darum, wie man ein Standard Zelt aufbaute, verschiedene Essbare Pflanzen in der Umgebung identifizierte, sich am besten vor Gegnern sch¨¹tzt und, die wohl zweifellos n¨¹tzlichste Information, eine Methode mit der man sein Nachtlager f¨¹r einige Stunden vor Monstern unsichtbar macht.
Es war eine Rune beschrieben, die man auf 5 Steine zeichnen sollte, die man anschlie?end mit Mana f¨¹llte und sie in einem gleichm??igem Abstand um seinen Lagerplatz verteilte, jedoch maximal mit 2m Abstand dazwischen. Man bekam also einen Kreis mit einem Umfang von 10m heraus, mit einem Durchmesser von ca. 3m. Das war nicht viel, reichte jedoch um ein kleines Zelt aufzustellen. Sollte man die Steine weiter von einander entfernen, oder mehr bzw. weniger benutzen, w¨¹rde der Effekt nicht eintreten.
Leider war die Funktionsweise des Zaubers nicht beschrieben, so blieb mir also erstmals nichts anderes ¨¹brig als die Rune und die Zeichnungen der n¨¹tzlichen Pflanzen in mein Buch zu ¨¹bernehmen.
Da ich keine weiteren Informationen ¨¹ber die Funktionsweise und Macht der Runen herausfinden konnte, ging ich dazu ¨¹ber die Bibliothek nach m?glicherweise versteckten Hinweisen darauf zu untersuchen.
So durchsuchte ich die Bibliothek nocheinmal. Diesmal jedoch las ich nicht nur die Titel, sondern nahm sie alle einzeln heraus und untersuchte es etwas genauer.
Drei Stunden sp?ter r?umte ich einen Stapel B¨¹cher entt?uscht zur¨¹ck ins Regal. Ich hatte jedes Buch kurz ¨¹berflogen, jedoch nirgends war etwas ¨¹ber Runen gesagt. Scheinbar war dies eine Magie die Parlo nicht sonderlich interessierte. Daf¨¹r hatte ich noch drei weitere B¨¹cher herausgesucht, die vielleicht interessant sein k?nnten.
Zwei waren aus dem Bereich der n¨¹tzlichen Standard Zauber, das andere hatte ich vorher komplett ¨¹bersehen und trug den Titel ?Auren¡°. Es war unscheinbar in braunes Leder gebunden und stand mitten unter den religi?sen Geschichtsb¨¹chern.
Kaum hatte ich es aufgeschlagen um es zu ¨¹berfliegen, hatte der erste Satz bereits mein Interesse geweckt.
¡äJedes magische Wesen hat eine eigene Aura. Obwohl nicht vielen bekannt, kann man durch das lesen einer Aura die Richtung der Magie des besagten lesen.`
?Das war es also, wie sie misstrauisch wurden.¡° erkannte ich, als ich zur¨¹ck daran dachte, wie mich John und Parlo angesehen hatten, nachdem ich einen Untoten animiert hatte. Wahrscheinlich hatte dies meine Aura ein wenig ver?ndert. Ein Gl¨¹ck also, dass ich die letzten Tage kaum Schattenmagie benutzt hatte, da ich nicht wusste ob sich dies auch auf meine Aura auswirken w¨¹rde.
In dem Buch wurde erkl?rt was eine Aura ist und wie sie sich verh?lt. Au?erdem wie man sie sehen und lesen kann. Insgesamt gab es zwei Effekte die als ?Aura¡° deklariert waren.
Eine Aura war an sich nur die Beeinflussung von Mana in dem ansonsten Farblosen Mana in der Luft. Jedes Objekt oder Wesen das Mana besitzt, scheint durch seine pure Existenz das anliegende nat¨¹rliche Mana in der Luft zu beeinflussen. Es verk¨¹mmert sich und ver?ndert leicht die Farbe.
Dies zu sehen, oder eher zu sp¨¹ren, war anscheinend nicht schwer. Alles was es ben?tigte war eine starke Konzentration und ¨¹bung in der Meditation. Aufgrund der Natur der Auren, war es jedoch unm?glich normale Gegenst?nde oder Personen auf mehr als zwei Meter abstand zu sp¨¹ren. Danach verfl¨¹chtigte sich die Ver?nderung bereits und selbst Meister dieses Faches, k?nnen ab drei Metern keine Spur mehr wahrnehmen. Dazu kam jedoch, dass ein stark magischer Gegenstand eine wesentlich st?rkere Aura um sich herum hat. Jedoch selbst legend?re Waffen oder Magier sind auf nicht mehr als zehn Meter zu sp¨¹ren. Es war also eine F?higkeit die als relativ nutzlos angesehen war f¨¹r jemanden der in den Kampf zog, aber als Alltagsf?higkeit und bei Schatzsuchern durchaus beliebt war.
Dann gab es jedoch noch solche, die eine derartige Beeinflussung umdrehen k?nnen, indem sie ein magisches Feld erschaffen das die Magie in einem Objekt oder Wesen beeinflusste. Auch dies wurde dann eine Aura genannt.
Fluchend legte ich das Buch weg. Der Funktionsweise der Auren nach, war es nur durch eine wesentlich m?chtigere Magie m?glich sie zu ?¨¹berschreiben¡°. Ungewiss wie sich das vermehrte Animieren von Leichen auf meine Aura auswirken w¨¹rde, blieb mir also vorerst nur mit dem schlimmsten Fall zu rechnen, dem, dass ich schon bald keine Stadt und kein Dorf mehr betreten werden k?nne.
Da ich jedoch, wie so oft, nichts dagegen tun konnte, beschloss ich die Sache erstmals auf sich beruhen zu lassen und stattdessen mir diese F?higkeit anzueignen. Ich legte also die Feder vor mich auf den Boden, bevor ich meine Augen schloss und damit anfing den Manastrom in mir drin zu f¨¹hlen.
Anfangs war es schwer meine Sinne f¨¹r die Magie auf au?erhalb meines K?rpers oder meiner gewirkten zauber zu erweitern. Doch kaum hatte ich dies endlich geschafft, da erschien bereits das n?chste Problem. Meine eigene Aura. Um mich herum war ein Feld, wie ein verzerrter, farbloser Malstrom mit hin und wieder dunklen Schlieren und Blitzen. Es war hart irgendetwas au?erhalb dieses Ph?nomens zu sp¨¹ren. Erst als bereits die Sonne bereits tief genug stand dass sie mir durch das Fenster ins Gesicht schien, schaffte ich es endlich hinter dem Feld meiner Aura, ein schwaches Gl¨¹hen auszumachen.
Zufrieden und mit trockenem Hals stand ich auf und streckte meine eingeschlafenen Glieder. Es hatte lange gedauert. Aber schlie?lich hatte ich es wohl doch geschafft die schwache Aura meiner magischen Feder zu sp¨¹ren. Da ich momentan eh nichts besseres zu tun hatte, nahm ich sie mir also und schrieb das heute gelernte in mein Buch hinein.
- Mit dem Kampftraining von heute konnte ich mehrfache Theorien best?tigen.
1. Die Ausdauer im Kampf h?ngt stark von meinen Bewegungen und weniger von meinen Statuswerten ab.
2. Magie die Spr¨¹che ben?tigt ist im einzeln Kampf definitiv fehl am Platz und selbstm?rderisch.
3. Ich werde in Zukunft ein breiteres Angebot an Zaubern und Schl?gen ben?tigen. Dazu muss ich zur¨¹ck zu meinen Formtechniken gehen.
- Da Auren die Bevorzugte Magie und sehr wahrscheinlich die Taten durch ein verstecktes Attribut wie ?Bekanntheit¡° oder ?Ehrlosigkeit¡° anzeigen muss ich einen Weg finden dies zu umgehen. Ich habe also entweder die Wahl mit ausreichend guten Taten die schlechteren Taten zu ¨¹berdecken, einen Weg zu finden die Aura zu verstecken oder einfach damit zu leben. F¨¹r den Anfang werde ich mit M?glichkeit zwei und drei gehen, da Nr. 1 mir als zu m¨¹hselig und nicht zielf¨¹hrend erscheint.
Nachdem ich alle Informationen und die Herangehensweise an das Entdecken der Aura aufgeschrieben hatte, ging ich dazu ¨¹ber das n?chste Buch aus dem Bereich der n¨¹tzlichen Standardzauber zu lesen. Dieses hatte mich besonders wegen einer zwar anscheinend ziemlich schweren aber bestimmt n¨¹tzlichen Methode interessiert. Im Buch nannten sie diese ?Erdformen¡°. Ich pers?nlich h?tte es wohl nicht anders genannt, denn genau das war es was sie tat. Mit ihr konnte man mit Hilfe von Arkan und Erdmana lockere bis feste Erde, aber keinen Stein, in einem kleinen Radius um sich herum frei bewegen, formen und festigen.
Das Buch bestand aus insgesamt zwei Zaubern. Einer Erweiterung von Levitation und dem Erdformen. Die Erweiterung der Levitation umfasste eine Methode, mit der man statt das ganze Objekt zu umschlie?en und anzuheben, eine sinnbildliche ?Hand¡° formte und mit dieser dann Objekte griff. Nat¨¹rlich war es letztendlich nur eine Astralprojektion, jedoch erm?glichte einem eine dem Zauberer bekannte Form eine h?here Kontrolle als die Kontrolle mit seinem Geiste allein. Mit einem Schmunzeln ¨¹bersprang ich dieses Kapitel nach kurzem durchlesen. F¨¹r mich war mein Geist in den letzten Jahren zu meiner m?chtigsten Waffe geworden, warum sollte ich nun auf H?nde zur¨¹ckgreifen um etwas zu formen, wenn es auch mit meinem Geist gehen w¨¹rde?
Das zweite Kapitel umfasste dann die Manipulation der Erde mit Hilfe dieser Hand. Es war genau beschrieben, wie man das Mana in die Erde leiten sollte, um sich dann vorzustellen, wie man mit seinen H?nden die Erde in die gew¨¹nschte Form leitete. Ein Versuch an dem erdigen Boden in der Kirche zeigte jedoch sofort, dass sie vergessen hatten das gr??te Problem zu benennen. Kaum versuchte ich mit meinem Mana die Erde zu beeinflussen, fing an sich mein Mana in der Erde auszubreiten und zu verschwinden. Es war als w¨¹rde Strom auf die Erde treffen und geerdet werden.
Ich hatte kaum mehr als einen kleinen H¨¹gel ausgehoben, bevor meine Mana Reserven den Boden erreichten. Ich stand also erstmals auf und beschloss f¨¹rs erste mal eine kleine Tour durch das Dorf zu machen. Ich brauchte immerhin noch ein paar Materialien bevor ich mich in die Wildnis begeben konnte.
In meinem Buch hatte ich folgendes Vermerkt:
- Ein Rucksack (M?glichst stabil und gro?)
- Ein Wasserbeh?lter (Was auch immer sie daf¨¹r haben. Wahrscheinlich ein Trinkschlauch oder eine Flasche)
- Regenfester Mantel
- Messer
- Nahrungsvorr?te
Wahrscheinlich w¨¹rde noch etwas hinzukommen und eigentlich h?tte ich gerne noch viel mehr. Ohne Geld war jedoch auch das bereits eine gro?e Herausforderung.
Auf meinem kleinen Rundgang entdeckte ich genau zwei H?user die davor einen, nun leeren, Stand aufgebaut hatten. Der eine hie? ?Reparatur und Flickarbeiten Fhol¡° und der andere ?Alltagsgegenst?nde Abrams¡°. Der erste schien dem Schild nach eine Mischung aus Schmiede und Schneiderei zu sein. Zumindest fand ich neben dem Haus eine sehr kleine Schmiede, bestehend aus einer kleinen Esse, einem kleinem Amboss und ein paar H?mmern. Vielm mehr als Reparaturen konnte ich hier wohl nicht erwarten.
Der andere schien genau das zu sein was der Name sagte. Mehr w¨¹rde ich jedoch wohl zu einer vern¨¹nftigeren Zeit herausfinden m¨¹ssen.
Ansonsten fand ich in dem Dorf nichts weiter von Interesse. Nur die au?ergew?hnlich gro?en Kornspeicher f¨¹r ein derart kleines Dorf. Aber wahrscheinlich exportierten sie dieses nach Starheim.
Nichts weiter anzuschauen, ging ich also zur¨¹ck zur Kirche, als mir pl?tzlich John aus seinem Fenster zu mir rief.
?Mirado, komm doch mal bitte mal kurz her mein Junge.¡°
?Oh, Guten Abend John. Was gibt es?¡° fragte ich, w?hrend ich mich auf sein Fenster zubewegte, wo er gerade dahinter nach etwas zu w¨¹hlen schien.
?Hier, das ist f¨¹r dich.¡° sagte er, w?hrend er mir ein altes Buch hinhielt. ?Da du ja mit auf die Monsterjagd gehen sollst, dachte ich mir, dass es vielleicht gut w?re wenn du dich vorher ein wenig informierst. Dieses Buch wurde von dem selben alten Kauz geschrieben von dem dein Ring ist. Es enth?lt alle relevanten Informationen ¨¹ber die Monster in der Umgebung.¡° erkl?rte er mir und dr¨¹ckte mir den ledrigen Einband in die Hand.
?Danke sehr. Ich werde es gut zu nutzen wissen um bestm?glich vorbereitet zu sein, so dass niemand zu schaden kommen muss.¡° erwiderte ich, bevor ich mich h?flich verabschiedete und zur¨¹ck in meinen Raum ging. Dort legte ich es erstmals zur Seite und ging weiter meiner Form¨¹bung der Erde nach. Ich glaub ich wusste nun warum man eine astrale Hand benutzen sollte. Es war nicht nur wegen der einfacheren Kontrolle, sondern auch um dem Mana eine feste Form zu geben, so dass es sich nicht verteilte.
Ich verbrachte also noch bin tief in die Nacht hinein damit, einen Ersatz f¨¹r die doch relativ unpraktische Hand zu formen. Schlie?lich landete ich wieder bei den einfach zu formenden und bereits bekannten F?den. Ich formte im Geist ein 3D Koordinatengitter, mit mir als Zentrum. Danach untergliederte ich die Erde in die dadurch entstandenen W¨¹rfel, bevor ich mit kleinen Manawellen die Erde darin auflockerte und zwischen die Koordinaten bewegte. Es war jedoch extrem anstrengend und erforderte hohe Konzentration, wodurch ich nur wenige Zentimeter gleichzeitig bearbeiten konnte. Ich schob also auch das erst einmal f¨¹r den n?chsten Tag auf und ging schlafen.
Am n?chsten Morgen wachte ich wieder p¨¹nktlich auf und nachdem ich zuerst etwas gegessen hatte, ging ich danach erstmal meine Kleider waschen. In den wenigen Tagen die ich nun schon hier war, hatten sie stark gelitten und waren bereits mehr braun als sonst irgendetwas.
Als die Sonne gerade ihre ersten Strahlen ¨¹ber den Horizont streckte, kam ich am ¨¹bungsplatz an. Ich stellte also erst einmal meinen Stab zur Seite und begann dann wieder mit den Versuchen die Erde nach meinen W¨¹nschen zu formen. Ich bin mir zwar sicher, dass es mit der Hand schneller gegangen w?re, egal ob mit einer Arkanen oder der echten, ich die ¨¹bung jedoch bestimmt gut brauchen k?nnte. Haupts?chlich war es eine Sache der Konzentration. Nachdem ich die Schritte zum Bewegen der Erde erst einmal gelernt hatte und immer weniger Konzentration daf¨¹r ben?tigte, weitete ich den Radius indem ich versuchte die Erde zu kontrollieren aus. Es war ein langsamer und m¨¹hsamer Prozess und bis die Wachen kamen hatte ich mein Mana ersch?pft und trotzdem nur wenig bis nichts erreicht.
Das Training selber war dann wie auch schon die letzten Tage ¨¹ber. Diesmal jedoch lehrte mich Edward mehr Finten und arbeitete mit mir an meiner Verteidigung. Da ich gestern ganz vergessen hatte mit den restlichen Zaubern zu ¨¹ben, blieb es erst einmal bei der Druckwelle im Bereich der Magie. Obwohl die Schl?ge die ich einstecken musste weniger wurden, zeugte sich einmal mehr, dass mein einfacher Heilzauber Wunden schlie?en kann, aber nicht jeden Schmerz bet?ubt. Nach welcher Regel das funktionierte wusste ich jedoch nicht.
?Mirado, es ist beeindruckend wie schnell du dazu lernst. Ich verstehe immer noch nicht warum du ein Priester werden m?chtest.¡° sagte Edward am Ende des Trainings kopfsch¨¹ttelnd zu mir.
?Ich sagte doch bereits. Ich habe meine Gr¨¹nde.¡° erwiderte ich, w?hrend ich den Staub von meiner inzwischen erdbraunen Kleidung klopfte.
?Und, darf ich diese Gr¨¹nde erfahren?¡° fragte Ordtol pl?tzlich von hinten. Heute war er wieder beim Training dabei gewesen, daf¨¹r hatten zwei andere Wachen gefehlt.
?Hah! In Ordnung, ich m?chte die Welt bereisen und die Menschen und andere intelligente Wesen zusammenbringen. Ich m?chte sehen wie sie im Angesicht der Gefahr reagieren und ob die Herzen der Bewohner dieser Welt, sowie die der Wanderer, bereit sind Eigennutz zu vergessen um f¨¹r das gemeinsame Wohl zu k?mpfen. Ich m?chte testen und mit meinen eigenen Augen sehen, ob die G?tter gut daran getan haben uns zu unterst¨¹tzen und zu leiten.¡° erkl?rte ich ihnen mit einem Seufzen.
Verdutzt schauten mich Ordtol und Edward an. Ihren Gesichter konnte ich die ¨¹berraschung ansehen, was auch immer sie als Antwort erwartet hatten, diese war es nicht. Fast schon war ich neugierig, wie sie schauen w¨¹rden wenn ich ihnen auch noch meine gew?hlte Methode offenbaren w¨¹rde.
?Mhh, das ist ein seltsames Ziel. Aber Parlo sagte mir einst, dass er in dir einen alten Verrat sp¨¹ren kann. Ich hoffe also f¨¹r dich das du auf deiner Suche f¨¹ndig wirst und dir die Menschen dich ¨¹berzeugen k?nnen. Nur... ich hoffe, dass du auf deiner Suche nicht Grenzen ¨¹berschreitest die man nicht betreten sollte.¡° antwortete Ordtol mir nach einer Weile mit ernster Miene, bevor er sich umdrehte und davon ging.
?Nun, dass hatte ich nicht erwartet. Aber gut, ich mag deinen Grund vielleicht nicht nachvollziehen k?nnen, immerhin ginge das ja auch als Magier, aber ich werde nicht weiter fragen.¡° meinte Edward nur mit einem Schulterzucken.
?Danke sehr. Bevor du gehst, k?nntest du mir vielleicht sagen wo ich etwas Geld verdienen k?nnte. Ich brauche einen Rucksack, ein Messer, etwas Nahrung, einen Wasserbeh?lter und einen regenfesten Mantel.¡° listete ich ihm auf, als er sich gerade umdrehte um den anderen hinterher zu gehen.
?Nun, momentan gibt es relativ wenig zu tun. Die Ernte dauert noch ne Weile, kranke gibt es auch keine und unsere H?ndler brauchen auch keine Hilfe die du bereitstellen k?nntest. Aber falls das alles ist was du brauchst, dann kann ich mit Ordtol reden. Wenn du mit uns auf die Monsterjagd gehst kann er dir bestimmt das Standardgep?ck einer Wache geben. Darin enthalten ist genau das was du willst und zus?tzlich noch eine kleine Karte der Umgebung und etwas Zunder zum Feuer machen. Diese Pakete haben wir sowieso in Massen. Letztes Jahr kam hier mal eine Truppe unseres F¨¹rsten durchs, keine Ahnung wie der hei?t ¨¹brigens. Jedenfalls haben sie hier in der N?he ein starkes Monster bek?mpft und erschlagen, bevor sie wieder durch unser Dorf zur¨¹ckkamen. Damals hatten sie ihre Verpflegung mit Waffen, R¨¹stungen und dem Gep?ck ihrer Gefallenen bezahlt. Immerhin war auch ihr Kommandant gefallen.¡°
?Das w?re sehr hilfreich. Kannst du mit den Rucksack vielleicht schon am Tag vorher geben? Dann kann ich ihn passend vorbereiten f¨¹r die Jagd.¡°
?Nun ja, das schon. Aber es ist weniger ein Rucksack als eine Tasche. Falls dich das nicht st?rt dann gerne.¡° erkl?rte er.
Danach verabschiedete er sich von mir, bevor er zur¨¹ck ins Dorf ging, und ich noch auf dem Trainingsplatz zur¨¹ckblieb um Wind, Feuer, Eis und Blitz schnell und stumm zaubern zu lernen.
Der Einfachkeit halber fing ich mit Wind an. Der Wind Zauber war ?hnlich wie die Druckwelle, anfangs nicht mehr als Windmana auf den Gegner geschleudert, wodurch ein Windsto? entstand. Um dies hinzubekommen brauchte ich nur wenige Versuche. Danach verst?rkte ich diesen, indem ich den Wind zuerst in einer Kugel mit Hilfe von Arkanmana verdichtete, bevor ich ihn gezielt freilie?. Dabei bemerkte ich auch, dass der Radius in dem ich mein Mana frei kontrollieren konnte, genau dem Radius entsprach, indem ich auch Auren sp¨¹ren konnte.
Diese betrug momentan ca. 0,5m. Also nicht besonders viel, jedoch konnte ich damit auch auf der Handfl?che die Kugel formen und sie dann nach hinten freilassen. Dies k?nnte mit genug Training vielleicht als Not Ausweichm?glichkeit dienen.
Den Windball, wie ich ihn fantasievoll genannt hatte, konnte ich nat¨¹rlich auch schmei?en oder mit weiter Benutzung von Arkanmana mit h?herer Geschwindigkeit abfeuern. Der Schaden war jedoch sehr gering. Von der Windklinge des Zaubers war er noch weit entfernt.
Danach ging ich an den Feuerzauber. Unter Anwendung des Wissens das ich von ?Fackel¡° hatte, gelang es mir sehr schnell eine Art Flammenwerfer aus meiner Hand zu machen. Die Manakosten waren jedoch wesentlich h?her als f¨¹r den Feuerbolzen, mit ganzen 50 Mana die Sekunde. Die N¨¹tzlichkeit war jedoch nur schwer zu leugnen. Zum einem erzeugte es einen Sichtschutz und zum anderem war es ein m?chtiger Kurzstrecken Fl?chenangriff.
Der zweite Nachteil war jedoch, dass die Flamme direkt 3-4cm vor meiner Hand entstand, und ich mir damit eine starke Verbrennung einholte. Dabei bemerkte ich auch, dass Verbrennungen scheinbar nicht durch den einfachen Heilzauber behoben werden. Mein Leben wurde zwar aufgef¨¹llt, die Verbrennung blieb jedoch und auch der Schmerz wurde nur einged?mmt.
Ich schrieb mir also erst einmal auf wie die zwei gelernten Zauber funktionierten, bevor ich dazu ¨¹berging den gelernten aber unbenutzbaren Schutzschildzauber mit dem Flammenzauber zu verbinden.
Diesmal lie? ich um meine Hand herum F?den aus Wasser und Arkanmana entstehen und wob diese zu einer Art Handschuh. Dies wiederholte ich immer und immer wieder, eine halbe Stunde lang, bis ich mit der dichte des Handschuhs und der Zaubergeschwindigkeit von unter einer halben Sekunde zufrieden war, bevor ich damit erneut den Flammenzauber wirkte. Zum Gl¨¹ck funktionierte meine Idee, und eine Hand wurde von den Flammen gesch¨¹tzt. Die Manakosten stiegen jedoch damit von 50 auf 70 an.
Da mich die ersten drei Zauber l?nger gedauert hatten als ich es erwartet hatte, verlie? ich den Trainingsplatz erst einmal, als eine Systemmeldung, mit der Information dass ich hungrig w?re, auftauchte. Nicht als ob ich meinen knurrenden Magen nicht selber bemerkt h?tte. Das Hungergef¨¹hl war in dieser Welt so echt wie es der Schmerz war. Auch wenn ich den Schmerz inzwischen auf ca. 50% eingestuft hatte.
Nachdem ich etwas gegessen und getrunken hatte, ging ich als allererstes in die Bibliothek und suchte nach weiteren Heilzaubern. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt danach weiter zu suchen, jedoch hatte mir die Erfahrung gezeigt, dass ich mit einem einfachem ?Lebens Auff¨¹ller¡° wohl nicht weit kommen w¨¹rde.
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Ich musste tats?chlich nicht lange danach suchen. In einer Zaubersammlung f¨¹r Priester Anw?rter, fand ich neben den bereits bekannten zwei und dem Lichtbolzen, auch noch einen Zauber f¨¹r Entgiftung, Verbrennungen, aufheben niedriger Statuseffekte wie einer einfachen Paralyse und letztendlich einen einfachen Erholungszauber, der Muskelstress verringerte.
Dazu kam noch ein Zauber gegen einfache Krankheiten.
Die passenden Spr¨¹che daf¨¹r waren jedoch auf Deutsch, und nicht auf Elbisch, und damit wesentlich l?nger und schwerer im Kampf zu zaubern.
F¨¹r Entgiftung: (40 Mana)
?Macht des Lichts, l?utere das Gift in diesem K?rper, auf das sein Lebenslicht erneut erstrahle!¡°
F¨¹r Verbrennungen: (40 Mana)
?Macht des Lichts, dringe ein in die verbrannten Stellen, entferne das schlechte und schaffe gutes!¡°
F¨¹r niedere Statuseffekte: (60 Mana)
?G?tter die ihr die Welt einst formtet, stellt mit eurer Macht durch mich den alten Zustand wieder her!¡°
Interessant fand ich, dass ich diesen Zauber wirken konnte, obwohl ich auf keinen Gott geweiht war. Vielleicht reichte es f¨¹r manche Zauber mit G?ttern involviert auch aus, wenn man kein alzu schlechtes Verh?ltnis mit ihnen hatte.
F¨¹r den Erholungszauber: (50 Mana)
?M?ge die Magie der Heilung und der Macht den K?rper von Anstrengung und Leid erl?sen!¡°
Interessant fand ich hier die Tatsache, dass nicht nur Lichtmagie angerufen wurde, sondern auch offensichtlich Arkanmagie dazukam. Meine Theorie war also, dass diese Zauber von verschiedenen Leuten erfunden wurden.
F¨¹r einfache Krankheiten:
?Heilige Mara, dein Diener bittet dich um deinen Segen, um gegen diese Krankheit zu bestehen und ihre Macht zu bek?mpfen!¡°
Unn?tig zu erw?hnen, dass dieser Zauber ohne eine Weihe explizit auf Mara keine Wirkung hatte.
Nachdem ich die Zauber allesamt einmal ausprobiert und abgeschrieben hatte, ging ich wieder hinaus auf den Trainingsplatz. Es war erst kurz nach Mittag, also hatte ich noch eine menge Zeit f¨¹r die restlichen Zauber.
Die einfachen Zauber hatte ich jedoch durch. Schatten wollte ich momentan nicht anwenden, Licht w?re nutzlos gegen ein Wesen das nicht untot, astral oder sonst irgendwie seltsam war. Blieb also nur noch Blitz, da alle anderen Zauber von dan an aus Masse bestanden und damit auch einen kurzen Levitationszauber ben?tigten.
Dank der ¨¹bung mit den vorherigen Zaubern war der Blitzzauber nicht sehr schwer. Anfangs hatte ich das Problem, dass die Funken wild durch die Gegend flogen und auch mich gerne mal trafen. Dies regelte ich jedoch ¨¹ber zwei Varianten.
1. Richtiges Timing. Wenn ich es mit dem richtigen Timing durch einen Stab oder durch die Hand wirkte, konnte ich damit den Gegner direkt Treffen und einen Schlag damit verst?rken.
2. Durch das mitschicken eines konzentrierten Strangs Arkanmanas, gelang es mir die Elektrizit?t damit gut 2m weit zielgerichtet zu schie?en. Damit war es bisher mit der schnellste Angriff, jedoch verlor er mit zunehmender Reichweite auch stark an Kraft.
Nachdem dies erledigt und in meinem Buch eingetragen war, blieben also nur noch die Masse Zauber.
Ich fing also mit dem Eiszauber an, den ich bereits am h?ufigsten von den verbliebenen gewirkt hatte. Das Eis zu formen war nicht schwer, daf¨¹r kannte ich den Prozess bereits gut genug. Jedoch ben?tigte ich ohne Spruch allein bereits beide verf¨¹gbaren Manakan?le f¨¹r die Formung das beschw?ren des Wassers und das Formen zu Eis mit Hilfe von Arkanmana.
Die n?chsten Stunden versuchte ich also den schnell schmelzenden Eisklumpen mit dem kleinem Rest Arkanmana, dass ich auch ohne einen Kanal zum Manaherz benutzen konnte, den Eisbolzen zum schweben zu bringen, da er ansonsten nur auf meiner Hand lag und damit aller bestens geworfen werden konnte.
Da ich jedoch im werfen nicht besonders gut war, musste ich wohl doch wieder auf Levitation und Arkanmana zum Abschuss zur¨¹ckgreifen. Denn der Versuch den Bolzen mit Arkanmana auf einen Trainingsdummy zu schleudern funktionierte zwar, jedoch verletzte ich mir dabei auch meine Hand und musste erst die Blutung stillen. Dies w¨¹rde im Kampf einen gef?hrlichen Moment der Schw?che darstellen, zumal ich mit einer blutenden Hand meinen Stab nicht fest halten konnte und damit meine Verteidigung eingeschr?nkt war.
Am sp?ten Mittag, hatte ich den Levitationszauber dann endlich soweit auseinander genommen und vereinfacht, dass es mir gelang den Eisbolzen ¨¹ber meiner Hand schweben zu lassen. Jetzt kam jedoch das n?chste Problem. Wie schoss ich ihn jetzt ab?
Die schwere L?sung f¨¹r ein einfaches Problem viel mir dabei sofort ein. Alles was ich brauchen w¨¹rde, w?re ein weiterer Zugang zu meinem Manaherz. Ich setzt mich also mit dem R¨¹cken zu einem Trainingsdummy auf den Boden und sammelte mich, bevor ich in mich hineinf¨¹hlte und dort das Manaherz ertastete. Danach wirkte ich zwei W?rmekugeln, um mich vor dem aufkommenden Wind zu sch¨¹tzen und gleichzeitig beide Zug?nge zu blockieren. Denn obwohl die Lichtkugel auch ohne Manakanal gewirkt werden konnte, so brauchte die W?rmekugel bereits einen um stabil zu bleiben.
Nachdem ich sicher war, dass ich nun keine Zauber mit einer komplizierteren Struktur oder h?herem Manaverbrauch mehr wirken konnte, begann ich gewaltsam an meinem Manaherz, mit all meinem Willen zu ziehen und das Mana au?erhalb in einer Kugel zu sammeln.
Dachte ich vorhin noch der Schmerz w?re nur 50% der echten Welt, h?tte ich nun meinen k?nnen er w?re bei 200%. Es war ein Gef¨¹hl als w¨¹rde man mir alle Innereien auf einmal ausrei?en, nur um sie zu heilen und von vorne zu beginnen. Erschrocken lie? ich sofort den Druck los, woraufhin der Schmerz verschwand.
Es hatte mich all meine Willenskraft gekostet um das Mana herauszuziehen und alles was ich daf¨¹r bekam war ein instabiler Manaball der sich sofort verfl¨¹chtigte und ein gewaltiger Schmerz. Bevor ich also weitermachte zauberte ich einen Zauber der Erholung und versuchte meine au?er Kontrolle geratene Atmung wieder zu beruhigen. Ein paar Minuten sp?ter sa? ich Schwei? ¨¹berstr?mt auf dem Platz und ¨¹berlegte wie ich es sonst angehen k?nnte. Es war klar, dass ich diesen Zugang brauchte. Die Frage war nur wie ich ihn bekam ohne dabei verr¨¹ckt zu werden, jedenfalls nicht noch mehr als ich es schon war.
Erneut beschwor ich die zweite W?rmekugel und f¨¹hlte in mich hinein. Diesmal jedoch begann ich nicht einfach sinnlos zu ziehen. Bisher hatte ich mir mein Manaherz als eine kleine Kugel vorgestellt. Fast nur ein Punkt. Jetzt vergr??erte ich dieses Bild in meiner Vorstellung und sammelte das Mana an der Au?enwand an einem Punkt. Eigentlich wollte ich eine Spitze formen und damit versuchen die H¨¹lle einfach zu durchsto?en, jedoch erwies sich jeder Formansatz in dem wilden Strudel als unm?glich. Es blieb mir also nichts anderes ¨¹brig, als schwung zu holen und das gesammelte Mana m?glichst konzentriert auf die Au?enwand schmettern lassen, w?hrend ich gleichzeitig von au?en daran zog. Wieder durchfuhr mich ein unglaublicher Schmerz. Wesentlich schlimmer als der letzte. Das letzte was ich h?rte und sah bevor die Welt um mich herum schwarz wurde, war ein lautes Krachen und ein helles Licht, als der Manaball vor mir hell aufleuchtete und dann verdunkelte.
?Ding¡°
| Aufgrund des gro?en geistrigen Stresses bist du Ohnm?chtig geworden und wurdest automatisch ausgeloggt.
Vorraussichtliche Zeit Ohnm?chtig ohne ?u?ere Einfl¨¹sse: 15 Stunden Spielzeit 5 Stunden Echtzeit |
Danach wachte ich bewegungslos wie immer in meiner Kapsel auf. Ich war schwei?gebadet und neben mir veranstalteten mehrere Ger?te ein ganzes Piepskonzert. Nicht verwunderlich also, das wenige Sekunden sp?ter ein Arzt hereingest¨¹rmt kam um mich zu untersuchen.
Nachdem ich ihn endlich davon ¨¹berzeugt hatte das es mir gut ging und nur etwas im Spiel schief gegangen war, atmete er erleichtert aus, immerhin wurde f¨¹r mich gut bezahlt, und wollte wieder gehen, als ich ihn noch einmal zur¨¹ckrief.
?Entschuldigen sie bitte, aber k?nnen sie vielleicht Herrn Schmid kontaktieren? Ich h?tte etwas mit ihm zu besprechen.¡° fragte ich ihn.
?Aber sicher doch. Auch ich w¨¹rde ihn gerne zu diesem Zwischenfall befragen.¡° meinte er, bevor sich die automatische T¨¹r hinter ihm schloss und ich allein und bewegungslos in der Kapsel zur¨¹ckblieb. Zumindest war der Glasdeckel automatisch aufgegangen und ich konnte die Landschaft drau?en beobachten. Es war zwar nichts neues aber immerhin besser als gar nichts.
Drei Stunden sp?ter, in der Zwischenzeit habe ich meinen allzeit gehassten Medikamentenrfa? bekommen, ?ffnete sich die T¨¹r erneut und Klaus kam herein.
?Ich h?rte du wolltest mich sprechen?¡° fragte er l?chelnd. ?Da es wohl das erste Mal ist, dass du nach mir gefragt hast bin ich dierekt hergekommen. Au?erdem haben die Messinstrumente gezeigt, dass du wegen der Schmerzgrenze aus dem Spiel geflogen bist. Wie hast du das geschafft?¡°
?Dacht ich es mir doch. Naja egal. Ich habe versucht mit Gewalt einen weiteren Zugang zum Manaherz zu ?ffnen. Ich glaube es ist mir gelungen. Jedoch bin ich direkt danach von dem verursachtem Schmerz ohnm?chtig geworden.¡° erkl?rte ich ihm kurz und knapp.
?Oh, dass ist in der Tat seltsam. Ich habe mir neulich die Freiheit genommen und geschaut wo du gestartet bist, keine Angst ich habe es an niemanden weiter gegeben. Auch nicht an meine Tochter. Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass du in einem kleinen Dorf gestartet bist und versuchst Priester zu werden. Leider habe ich nicht die Zeit dir ?fter zuzuschauen, sonst w¨¹sste ich vielleicht was dieser bl?de Programmierer so d?mlich gegrinst hat. Jedenfalls fehlen dir scheinbar mehrere Informationen die andere Spieler durch das Internet oder in den normalen Anfangsst?dten erhalten. Zum einem ist Magier oder Priester eine sehr selten gespielte Klasse. Von den gut 1 Millionen Spielern die wir momentan haben, sind nur gut 30000 von ihnen in der Magie bewandert. Das sind gerade einmal 30%. Der Rest sind Krieger, Sch¨¹tzen, Bestienz?hmer und Crafting Klassen.
Davon jedoch benutzen ca. 98% System unterst¨¹tzte Magie und f¨¹r h?here Magie eher Spr¨¹che als Stumme Magie. Das hei?t wir bleiben gerade einmal mit 600 weiteren Spielern die die Magie auf die Art und Wei?e benutzen wie du. Davon hat jedoch kein einziger jemals versucht was du getan hast. Ich kann dir damit also nicht sagen was die KI daf¨¹r als Ergebnis sieht. Was ich dir jedoch sagen kann, ist wie die anderen Magie lernen.
In einer Stadt gehst du in der Regel zur entsprechenden Gilde. Dort bewirbst du dich f¨¹r einen Job. Nachdem du ein paar Quests f¨¹r sie erledigt hast, wirst du in der Regel aufgenommen und bekommst einen der Grundjobs wie: Krieger, Sch¨¹tze, Magier, Priester, Bestienz?hmer, Barde und so weiter.
Danach lernst du automatisch ein paar Skills. Alle weiteren lernst du ¨¹ber Questbelohnungen, Skillb¨¹cher, die man einfach aktivieren muss und beim Erreichen bestimmter Level. Je nachdem wie du dich verh?ltst, k?mpfst und mit der Welt interagierst, bekommst du im Normalfall dann auf Stufe 20 deinen ersten automatischen Jobwechsel. Diese sind dann spezifischer. Ein z.B. b?ser Krieger k?nnte zum Schattenkrieger werden. Auf Stufe 100 wird es dann noch einmal separater und dort gibt es bereits mehrere 100 tausend M?glichkeiten. Nun, so lernen eben andere Spieler die das Spiel normal spielen ihre Skills. Es w?re wohl einfach zu langweilig f¨¹r den normalen Spieler wenn man stundenlang B¨¹cher w?lzen m¨¹sste. Zweifellos ist deine Methode jedoch die mit mehr Potenzial und wird dich wohl bis an die Spitze der Pyramide bringen.¡°
?Hei?t das, dass wenn ich in einer Stadt gestartet h?tte ich festgesetzte Skills gelernt h?tte?¡° fragte ich ein wenig verwirrt.
?Ja. Genau das hei?t es.¡°
?Nun, dann ist ja gut, dass ich es nicht getan habe.¡° sagte ich lachend.
?Ich denke es passt mehr zu dir. Jedenfalls zur¨¹ck zu dem Manaherz Zugang. Wie du es genannt hast. Allgemein hei?t es einfach nur Innere Manaquelle. Ich finde deinen Begriff jedoch sch?ner. Sollte ich vielleicht ins Spiel so einf¨¹hren.
Jedenfalls bekommt man in der Regel als Magier die zweite Manaquelle auf Stufe 20 freigeschaltet und dann die n?chste auf Stufe 50. Also mit steigendem Level. Ich wei? nicht ob du dies auch bekommst, jedenfalls ist dies der normale Weg. Wenn dir also tats?chlich gelungen ist was du versucht hast, wirst du abgesehen vom Manaverbrauch und der Level Anforderungen theoretisch in der Lage sein Stufe 50 Zauber zu wirken oder eben mehrere gleichzeitig.¡°
?Moment mal, Level Anforderungen? Hei?t das, dass wenn Zauber fehlschlagen es nicht an den G?ttern liegt sondern am Level?¡° fragte ich verwirrt.
?Ah, das hast du also auch schon entdeckt. Nun, damit liegst du falsch. Die meisten Zauber die sich auf die G?tter berufen, wie z.B. Heilzauber h?her als der 1. Ordnung, sind nur mit einer entsprechenden Klasse wirksam. Dies wurde eingef¨¹hrt um allm?chtige Magier-hybriden zu vermeiden. Die Level Anforderung existiert nur f¨¹r fr¨¹hzeitig erlernte Klassenzauber. Ansonsten wird es vom Manaverbrauch geregelt. Aber so genau kenne ich mich mit dem Magiesystem nicht aus. Das ist eine andere Abteilung und gr??tenteils unter Kontrolle der KI.¡°
?Mhh, ok verstehe. Gibt es noch etwas das ich wissen sollte?¡°
?Nun, meine Tochter Sophie fragt ob sie dich vielleicht...¡°
?Nein!¡° unterbrach ich ihn. ?Ich m?chte sie hier nicht sehen. Noch nicht. Wenn ich ihr in Infinity begegne dann sei es so. Aber nicht solange ich hier ans Bett gefesselt bin.¡° erwiderte ich barsch.
?Ich verstehe. Ich werde es ihr ausrichten. Ich glaube den Rest findest du alleine raus. Wenn du also keine weiteren Fragen hast verabschiede ich mich dann erst einmal wieder.¡°
?Drei noch. Die erste ist, was ist das Ziel von Infinity?¡°
?Oh, es gibt keins. Die KI generiert durchgehend neue Quests. Das einzige Ziel ist es also seine Tr?ume zu verwirklichen. Wenn du ein Imperium gr¨¹nden willst, tu es, wenn du die Welt vernichten willst, versuch es, wenn du ein Gott werden willst, dann gib dein Bestes um dein Ziel zu erreichen.¡°
?Verstehe, die zweite Frage ist: Ist es egal welchen Weg ich gehe? Ist es egal wenn ich einen dunklen Weg gehe den man vielleicht als unmenschlich betrachten kann?¡°
Ein paar Sekunden lang musterte mich Klaus mit zusammengekniffenen Augen, w?hrend er versuchte in meinen Augen noch mehr zu lesen. Dann schlie?lich seufzte er und antwortete mir:
?Es ist egal. Ich sagte ja bereits. Das Ziel von Infinity ist deine Tr?ume zu verwirklichen. Was auch immer du eben tun willst. Es gibt zahlreiche PKer, R?uber oder sonst irgendwelche Zwielichtigen Spieler. Ich bitte dich nur, habe Spa? was auch immer du tust. Immerhin ist es deine neue Welt.¡°
?Danke sehr. Die letzte Frage ist, ob es m?glich ist mich so an die Maschine anzuschlie?en, dass ich nicht immer f¨¹r das widerliche Fra? aus Infinity heraus muss.¡°
?Theoretisch ist das m?glich. Der leitende Arzt hat es auch schon einmal vorgeschlagen und auch bei uns in der Firma w¨¹rde man gerne die Langzeitauswirkungen von Infinity untersuchen. Wenn du damit einverstanden bist kann man das also machen. Jedoch ist es immer noch erforderlich das du jede Woche ein paar Stunden heraus kommst. Ich denke wir k?nnten es n?chste Woche einbauen. Aber bist du dir sicher, dass du das willst? Es ist kein leichter Schritt immerhin.¡°
Nachdem ich ihn davon ¨¹berzeugt hatte, dass ich lieber gar nicht mehr in diese Welt zur¨¹ckkommen w¨¹rde, verabschiedete er sich endlich und lies mich allein zur¨¹ck, wo ich die letzten Minuten wartete, bevor ich mich wieder einloggte.
(A/N: Ja, ich hab keine Lust mehr dauernd im Kopf zu behalten wie grade die Zeit in der RW ist. 2 zu 1 fand ich vom Format her zu wenig und 4 zu 1 war zu viel. Stellt euch mal vor ihr m¨¹st Arbeiten, seid 10 Stunden weg, und im Spiel sind fast 2 Tage vergangen. Damit gewinnt ihr keinen Gilden krieg und generell habt ihr ne menge Probleme in einer VR.
Als ich mich wieder einloggte, sah ich vor mir in einem kleinen K?stchen in der Dunkelheit die letzten Minuten des Countdowns ablaufen, bevor es endlich wieder hell wurde und ich in das besorgte Gesicht von John schaute.
Mehrere Dings k¨¹ndigten Systemmeldungen an, bevor ich jedoch danach schauen konnte, schnippst John mit seinen Finger vor meinen Augen und Ohren, woraufhin er l?chelte und eine Entwarnung an die drum herumstehenden Wachen weitergab.
?Junge, sag schon, was ist passiert? Edward kam grade panisch zu mir gerannt und sagte du w?rst auf dem ¨¹bungsplatz gelegen und nicht aufgewacht. Die Wachen sagten daraufhin, dass du auch nicht durch das Tor gekommen w?rst. Und dann deine Aura, sie wirkt... seltsam.¡° sprudelte es aus ihm raus.
?Uhh, langsam bitte.¡° antwortete ich ihm. Ich hatte ein Gef¨¹hl des Hungers, meine Knochen taten mir weh und mir war ein wenig ¨¹bel. Dazu kam noch, dass mein Manabalken komplett leer war und sich nicht zu f¨¹llen schien.
?Ich hatte gestern versucht einen Eisbolzen ohne Spruch zu wirken, da wir dies f¨¹r unser Training brauchen w¨¹rden.¡° fing ich an, woraufhin John mit einem lauten Br¨¹llen Edward zu sich holte, der ein wenig verwirrt dreinschaute.
?Du hast dem Jungen aufgetragen einen Eisbolzen ohne Spruch zu zaubern? Verdammt nochmal, es gibt einen Grund warum man die Spr¨¹che benutzt. Es ist nicht m?glich f¨¹r einen Anf?nger die einzelnen Prozesse zu kontrollieren, zu mischen und schon gar nicht das n?tige Mana daf¨¹r zu liefern!¡° schimpfte er ihn an.
?Kein Wunder dass, sich der Kerl ¨¹berarbeitet hat!¡°
?Nein, so war das nicht. Lass mich bitte ausreden.¡° unterbrach ich sein Geschimpfe. Edward hatte damit immerhin relativ wenig zu tun.
?Ich hatte Arkan, Wind und Feuer erfolgreich hinbekommen. Als ich jedoch zu Eis ¨¹berging, bemerkte ich, dass mir daf¨¹r meine Zug?nge zum Manaherz nicht ausreichten. Also versuchte ich einen dritten zu erschaffen.¡°
?Moment mal, mit Manaherz meinst du die innere Manaquelle oder? Bist du denn Wahnsinnig, man kann nicht einfach so mal einen 3. Zugang erschaffen nur weil man es will. Das du bereits zwei hast ist ja schon seltsam aber drei!? Mein armes altes Herz!¡° schimpfte er.
Ich ?ffnete in der Zeit meine Systemmeldungen und w?hrend John gerade erkl?rte was mit ?Zugang¡° und ?Manaquelle¡° gemeint war, las ich sie mir durch.
| Die meisten w¨¹rden dich wohl f¨¹r wahnsinnig halten. Doch der Grat zwischen Wahnsinn und Genie ist nur sehr schmal. Mit Verstand und Willenskraft hast du versucht einen weiteren Zugang zu deinem Manaherz zu schaffen. Die ist dir auch unter den Kosten zahlreicher Risse in deiner Schutzh¨¹lle um das Manaherz gelungen.
+1 Manaherz Zugang
Durch die zahlreichen Risse in deinem Manaherz ist es dir nicht m?glich Mana effizient zu speichern bis diese geflickt wurden.
+5 Intelligenz
+5 Weisheit
+7 Robutheit
+3 Willenskraft
+1 Vitalit?t
|
| Effekt ?Riss im Manaherz¡° erhalten.
Du bist nicht in der Lage Mana zu speichern bis die Risse geflickt sind. |
?Shit!¡° entwich es mir, woraufhin John seine Erkl?rung abbrach und mich fragend ansah.
?Was ist los Junge?¡° fragte er mich besorgt.
?Es scheint so als ob ich momentan nicht in der Lage bin Mana zu speichern.¡° erkl?rte ich, in der Hoffnung er k?nne etwas dagegen tun.
Stattdessen aber verlor sein Gesicht alle Farbe und er schaute mich mitleidsvoll an.
?Tut mir leid. Davon habe ich noch nie geh?rt. Aber das erkl?rt deine seltsame Aura. Es ist als w¨¹rde aus dir st?ndig Mana herausflie?en. Ich kann dir nur empfehlen, warte bis Parlo wieder da ist. Vielleicht erledigt es sich ja von alleine, wenn nicht kann er bestimmt etwas dagegen tun.¡°
Mit einem Seufzer stand ich auf, schnappte mir meinen Stab der neben mir lag. Und verabschiedete mich von ihnen.
?Nun, tut mir Leid Edward. Ich glaube ich muss das Training heute ausfallen lassen. Wenn alles gut l?uft bin ich Morgen wieder dabei. Dann zeige ich dir meinen Fortschritt den ich mit meinen Zaubern hatte.¡° damit drehte ich ihnen den R¨¹cken zu und ging zur¨¹ck zum Dorf. Ich konnte nur hoffen das ich eine L?sung f¨¹r mein Problem fand. Sonst w¨¹rden sich all meine Pl?ne verschieben.
Hinter mir h?rte ich noch wie Ordtol meinen Namen rief, jedoch von Edward gesagt bekam, ich k?nne heute nicht trainieren, w?re Morgen jedoch wieder voll einsatzf?hig, woraufhin irgendjemand, wahrscheinlich John, laut grunzte.
Zur¨¹ck in der Kirche nahm ich zuerst eine Mahlzeit ein, bevor ich mich aufs Bett setzte und in mein Manaherz hineinf¨¹hlte.
Statt der ¨¹blichen Kugel mit dem Wirbelsturm darin, fand ich nun ein Netzwerk von Rissen, durch das immer wieder Mana in die Mitte gesaugt wurde, jedoch auch genauso schnell wieder daraus verschwand. Daf¨¹r sp¨¹rte ich nun zum ersten Mal den Mittelpunkt im Manaherz. Es f¨¹hlte sich an wie ein m?chtiger, hell leuchtender Punkt, der das Mana aus der Umgebung anzog. Sofort f¨¹hlte ich mich zur¨¹ck an die Ratten erinnert. Die Seele die ich ihn sie hineingezwungen hatte, f¨¹hlte sich damals ?hnlich wie dieses an.
¡äHei?t das etwa, dass es die Seele ist die das Mana im Manaherz sammelt? Wenn ja, dann was ist die H¨¹lle darum herum?
Wenn ich davon ausgehe, dass bei einem Tod das Manaherz zerbricht und die Seele dadurch freigesetzt wird, wird es logisch warum meine Zombies Mana brauchten um die Seele an Ort und stelle zu halten. Wenn ich jetzt noch in Betracht ziehe, dass normale Untote einen dunklen Ersatz an Stelle der Seele haben, dann kann ich wohl davon ausgehen, dass diese Untote ein falsches Manaherz bekamen. Nat¨¹rliche Untote hingegen haben wohl eine falsche Seele und werden werden vom Land mit Magie gespeist. Wenn ich also ein falsches Manaherz erschaffen kann, und darein eine Seele setzte, w?re es mir dann m?glich ewig lebende Untote zu erschaffen?`
Meine Gedanken liefen auf Hochturen. Mein eigenes Problem hatte ich schon fast vergessen, wenn ich an die M?glichkeiten dachte die ich durch die dadurch gewonnenen Erkenntnisse bekam. Schlie?lich eilte ich in die Bibliothek und suchte noch einmal alles durch. Kein einziges Buch schien sich jedoch weiter mit der Seele zu besch?ftigen. Einmal war eine Theorie erw?hnt, dass die Seelen ein Geschenk der G?tter w?ren. Hilfreich oder glaubw¨¹rdig erschien mir das jedoch nicht. Scheinbar musste ich auch in einer Fantasiewelt noch L¨¹ge, Fanatismus und Wahrheit auseinander halten. Es viel einem jedoch an Hand des Schreibstils wesentlich einfacher.
Da in den B¨¹chern keine Tipps zu finden waren, ging ich zur¨¹ck in mein Zimmer und setzte mich dort auf mein Bett, wo ich meine verbliebenen M?glichkeiten durchging.
Ich hatte bereits bewiesen das Schattenmagie die Seele beeinflussen kann. Vielleicht w¨¹rde es mir also gelingen damit auch mein Manaherz zu flicken. Der Nachteil daran war jedoch, dass ich nicht wusste wie sich dies auf meine Aura auswirken w¨¹rde. Momentan war sie wesentlich kleiner als im Normalfall, wild und formlos. Man konnte absolut nichts darin lesen. Wie dies jedoch danach sein w¨¹rde war ungewiss.
Die zweite M?glichkeit war dann noch Lichtmagie. Immerhin konnte ich mit einem Lichtbolzen ja scheinbar das falsche Manaherz eines Untoten zerst?ren, bzw. ihre falsche Seele. Ich beschloss also es erst einmal damit zu versuchen. Ich war noch nicht bereit das Dorf zu verlassen und ich brauchte das Training. Wenn ich kein Mana mehr hatte w¨¹rde ich zwar wahrscheinlich weiterhin trainiert werden, jedoch nicht mit zur Monsterjagd kommen, immerhin war ich dann kein Heiler mehr.
Ich hatte mein Leben lang nicht gen?ht oder gestrickt. Jedoch hatte ich inzwischen genug Erfahrung mit dem verweben von magischen F?den und auch verschiedene Techniken aus B¨¹chern gelernt. Ich war mir also sicher dieser Aufgabe gewachsen zu sein. Das Problem war, dass mir das Mana fehlte um diese F?den zu erstellen.
Mein erster Schritt war also, das Mana, dass von der Seele angezogen wurde, zu ergreifen und zu sammeln. Es brauchte eine menge Konzentration um eine anst?ndige Menge zusammen zu bekommen und w?re au?erhalb der Meditation wohl nicht m?glich. Ich packte es jedoch 20 von 310 Mana und begann damit den ersten Riss zu schlie?en. Ich fing mit dem kleinsten von mehreren hundert an.
Nach einer Weile jedoch zeigte sich, dass mein Mana leer war und der Faden gerade so nicht ausreichte. Ich musste also von vorne anfangen und diesmal mit mehr Mana. Eine Stunde nachdem ich angefangen hatte, schaffte ich es endlich den Riss zu verschlie?en. Doch kaum widmete ich mich dem n?chsten, l?ste sich der Faden des ersten Risses auf und das Mana lief erneut heraus.
Es war zum Haare ausrei?en. Aber eigentlich h?tte ich es erwarten m¨¹ssen. Vielleicht war ich ein wenig euphorisch auf Grund meiner Entdeckung.
Mit der in Jahrelangen still liegen geschulten Geduld, ging ich jedoch ein weiteres Mal daran. Dieses mal jedoch sammelte ich noch mehr Mana und als der Riss verschlossen war, f¨¹hrte ich einen sehr dicken Faden zur Seele in der Mitte hin.
Mit Spannung lie? ich die Konzentration von dem Faden abweichen und beobachtete ihn. Er flackerte ein wenig, dann jedoch zog der Faden der mit der Seele verbunden war einen kleinen Teil des direkt angezogenen Manas heran und stabilisierte ihn. Erleichtert atmete ich aus, bevor ich mich an den n?chsten machte.
Durch den letzten Faden eine Idee bekommen, sammelte ich diesmal nur wenig Mana, und errichtete einen dicken Faden direkt auf der Seele, bevor ich zum n?chsten Riss ging. Diesmal jedoch zog ich das Mana direkt durch den Faden wodurch der Prozess beschleunigt wurde.
Danach jedoch ging ich nicht zur¨¹ck zur Seele, sondern ging weiter zum n?chsten Riss. So konnte ich abh?ngig von der Gr??e bis zu 10 Risse mit einem Faden erstellen. Dazu vernetzte ich diese dann auch noch untereinander, so dass der Energiefluss stabiler wurde, so gering er auch sein mag, w¨¹rde die ben?tigte Energie immerhin von meiner Manaregeneration abgezogen werden.
Es war bereits tiefe Nacht, als ich endlich an dem neuen Zugang ankam, um den herum die meisten und gr??ten Risse waren. Da das Manaherz nicht wirklich drei dimensional war, kann man keine genaue Position oder Gr??e bestimmen, es war nur eher ein Gef¨¹hl. Jedenfalls nahm ich mir erneut einen Faden und ging auch dieses Netzwerk aus Rissen an.
Diesmal jedoch musste ich extra aufpassen wo ich die F?den an den R?ndern befestigte, immerhin durfte ich ja den Zugang nicht zumachen. Wie gesagt, es ist schwer das Manaherz zu beschreiben, da es nun einmal nicht drei dimensional ist.
Nachdem ich endlich auch den letzten Riss vern?ht hatte, viel mir auf wie das Mana sich wieder langsam aufbaute. Doch trotz aller Bem¨¹hungen entwich es immer noch aus einzelnen Rissen und Fehlern in meinen Flicken. Gerade an den anf?nglichen wo ich noch nicht so viel ¨¹bung hatte. Ich verbrachte also noch einmal zwei Stunden damit die Fehler gr??tenteils zu beheben und die Energieverteilung zu maximieren, wodurch ich den Verbrauch ein wenig verringerte.
Am Ende War es gegen drei Uhr Morgens, als ich endlich fertig war. Meine Mana Regeneration hatte durch die F?den und die verbliebenen L?cher jedoch um 11 Punkte die Minute abgenommen. Den Gro?teil glich mein Ring aus, jedoch hatte sich meine Manaregeneration dadurch mehr als halbiert. Von 21,22 auf 10,22 die Minute.
?Ding¡°
| Effekt ?Riss im Manaherz¡° gel?st.
Durch Kreativit?t und Geduld hast du eine schwere B¨¹rde von dir genommen. Leider konntest du nicht alles wieder in seinen Zustand herstellen. Vielleicht wird jedoch die Zeit eine L?sung finden.
+1 Intelligenz
+1 Weisheit |
M¨¹de winkte ich das Fenster weg und legte mich hin, jedoch nicht bevor ich nicht den Wecker auf 7 Uhr gestellt hatte.
Am n?chsten Morgen wachte ich immer noch m¨¹de auf, jedoch zumindest hatte ich keinen Debuff. Ich nahm mir also meinen Stab, eine karge Mahlzeit und ging zum Trainingsplatz. Da ich diesmal etwas sp?ter aufgestanden war, war es bereits hell als ich dort ankam und die Wachen versammelten sich gerade.
?Ah Mirado, sch?n das du da bist, konntest du dein Problem beheben?¡° begr¨¹?te mich Edward sogleich freundlich, w?hrend Ordtol mich fragend ansah.
?Ja, entschuldigt das ich Gestern einfach gegangen bin. Ich habe jedoch mit etwas Kreativit?t eine Notl?sung gefunden. Nur meine Manaregeneration hat ein wenig darunter gelitten.¡° erkl?rte ich ihnen.
?Ich versteh zwar nichts davon, aber wenn du sagst das es in Ordnung ist dann glaub ich dir das einfach mal. K?nnen wir dann heute wieder trainieren? Wir haben immerhin nur noch heute und Morgen. Am Mittag geht es dann bereits los.¡° sagte Edward, w?hrend Ordtol zur¨¹ck zu den anderen Wachen ging.
Nach dem ich ihm einmal meine Luft, Blitz und Feuermagie gezeigt hatte, gingen wir dann zu unseren ¨¹bungsk?mpfen ¨¹ber, jedoch ohne Feuer, da der Manaverbrauch und die Verletzungsgefahr zu hoch waren.
Da ich noch ein wenig M¨¹de war, steckte ich am Anfang mehrere Schl?ge ein, bis ich einen Erholungszauber auf mich wirkte, der dass ganze ein wenig ausglich. Es zeigte mir jedoch wieder einmal, dass Ausdauer und Geistessch?rfe durchaus eine Rolle spielen in dieser Welt. Ich fragte mich nur, wie diejenigen spielen die diese Welt als Spiel betrachten.
Nachdem dem Erholungszauber ging es dann wesentlich besser, was bewies das ich k?rperlichen Ersch?pfung damit entgegen wirken konnte, und die Erfahrung der letzten paar Tage machte sich bemerkbar. Je weiter wir uns dem Ende n?herten umso mehr Treffer bekam Edward ab und umso weniger wurde ich getroffen. Ich bet?ubte ihn immer wieder kurzzeitig mit Stromschl?gen oder warf ihn im richtigen Moment aus dem Gleichgewicht um dann einen Schlag zu landen oder etwas Distanz aufzubauen.
Am Ende der Trainingseinheit, blieb ich wieder auf dem Platz zur¨¹ck. Nun wollte ich wissen ob mein teilweise fehlgeschlagenes Experiment die Kosten wert war. Ich konzentrierte mich und beschwor stumm einen Eisbolzen. Soweit so sch?n. Dann atmete ich noch einmal tief ein und aus, lie? ihn schweben und zog durch den neuen Manakanal Arkanmana mit dem ich ihn letztendlich nach vorne katapultierte, wo er 3 Meter weiter in den Trainingsdummy einschlug.
Danach war es nur noch eine Sache von wenigen Minuten um das selbe Ergebnis mit einer Wasserkugel, sehr ineffektiv ¨¹brigens (?hnlich wie die Windkugel) und einem Erdbolzen zu erreichen.
Die Wasserkugel war letztendlich nur ein Schritt weniger als der Eisbolzen und die Erdkugel war nur schwerer zu formen, daf¨¹r musste ich die Temperatur nicht ?ndern.
Danach ging ich wieder zu meinem alten Experiment mit meinem Eisbolzen zur¨¹ck, dem effektiven Ver?ndern der Form. Mit all meiner neuen ¨¹bung war es wesentlich einfacher und noch in der Entstehung konnte ich die Form zu einem gewissen Grad ver?ndern. Ich machte also Eis- und Erdbolzen glatt und formte es wie eine Pistolenkugel. Dadurch erh?hte ich die Geschwindigkeit und die Durchschlagskraft ein wenig.
Ersteinmal zufrieden ging ich zur¨¹ck zur Kirche, wo ich mich den Rest des Tages damit besch?ftigte das Monsterbuch von John auswendig zu lernen.
Scheinbar gab es hier in der Gegend eine menge wilde W?lfe. Wie es sich jedoch f¨¹r eine Monsterwelt geh?rte, vermehrten diese sich scheinbar sehr schnell und waren dazu noch sehr aggressiv.
Sogar die Hasen hatten ein gro?es Horn auf der Stirn und waren als Monster gekennzeichnet.
Ein paar giftige Riesenschlangen und aggresieve B?ren waren ebenfalls hineingemischt.
Dazu gab es nat¨¹rlich noch noch tiefer im Wald, dort wo es fast immer d?mmrig ist, Monsterflederm?use.
Von all diesen Monstern waren detailliert Schwachstellen und Verhaltensmuster dokumentiert, und Wege wie man sie am besten auszuschalten hatte.
Gef?hrlicher und interessanter fand ich jedoch die Information ¨¹ber einen Sumpf etwas weiter weg. Dort drinnen soll ein Eingang zu dem H?hlennetzwerk hier rund herum sein. Genau genommen zu einer darein gebauten Krypta in der es sogar ein paar niedere Untote geben soll. Das Problem war, dass in dem Sumpf davor mehrere giftige und Krankheit ¨¹bertragende Kreaturen lebten, wie z.B. gro?e Echsen, Ratten und sogar ein paar ¨¹berdimensionale Insekten. Es war also ein Ort den ich auf jeden Fall besuchen und vermeiden sollte.
Danach ging ich dazu ¨¹ber meinen Flickenteppich in meinem Manaherz noch ein wenig zu verbessern. Ich verband lose Enden der F?den miteinander um einen Energieverlust dar¨¹ber zu verringern, stopfte weitere Minirisse. Doch Obwohl am Ende nur noch minimal erkennbare Energieverluste durch die Flicken zu erkennen waren, konnte ich den Manaverbrauch auf gerade einmal 9 Mana die Minute verringern. Ich hatte also immerhin mit den zuletzt bekommenen Attributen 12,65 Mana die Minute.
Meine Aura betreffend erwies sich meine Furcht jedoch als berechtigt, wo vorher dunkle Schlieren in dem farblosen Strudel waren, wurden diese nun von einem Netzwerk aus hellen F?den ¨¹bertrumpft. Es war also gut das ich keine Schattenmagie verwendet hatte. Die Frage die blieb, war jedoch die, was dies f¨¹r einen Effekt auf meine Zauber haben w¨¹rde. Da es jedoch bereits dunkel war konnte ich heute nicht mehr auf den Trainingsplatz. Ich loggte mich also aus um etwas zu essen und ging dann im Spiel zu Bett um etwas geistigen Schlaf nach zu holen.
Am n?chsten Morgen ging ich der ¨¹blichen Routine nach, bis ich am ¨¹bungsplatz ankam. Dort jedoch widmete ich mich heute erneut dem Formen der Erde. Nach wenigen Minuten h?chster Konzentration bekam ich dann eine neue Systemmeldung.
?Ding¡°
| ]Neuer Skill ?Konzentration¡° (Passiv) erhalten.
Durch Stundenlange Meditation und Konzentration zur Magie, f?llt es dir nun immer leichter dich auf die anstrengenden Verzweigungen der Magie zu konzentrieren. Dies l?sst sich jedoch auch auf alle Aspekte des Lebens ¨¹bertragen. |
Ich hatte zwar vorher bereits den Effekt meines Trainings gesp¨¹rt. Wo es mir jedoch vorher schwer viel eine neue Formel anzugehen w?hrend die alte noch im Kopf war, konnte ich dies nun pl?tzlich ohne gr??ere Probleme angehen. Es war als ob die alte Struktur der Magie in meinem Kopf gespeichert wurde und jederzeit abrufbereit war. Nicht wie im Normalfall, wo die magischen F?den ihre Form verloren sobald ich kurzzeitig nicht an sie dachte. Damit weitete sich das Gebiet, dass ich gleichzeitig bearbeiten konnte schlagartig auf fast die doppelte Fl?che aus, etwa ? m3. Wenn ich ein Gebiet geformt hatte konnte ich nat¨¹rlich sofort zum n?chsten ¨¹bergehen, w?hrend das alte dann seine Form behielt.
Ich experimentierte noch gerade damit herum und gl?ttete ein paar L?cher als Ordtol mit den anderen ankam. Die NPC''s hatten zwar keine Uhren, jedoch folgten sie ihren Tagesabl?ufen ?u?erst strikt. Es war also nicht ¨¹berraschend, dass sie fast immer gleichzeitig zur selben Zeit hier ankamen.
?Oh, bist du jetzt unter die Erdmagier gegangen?¡° fragte er mich scherzend.
?Tut mir Leid dich entt?uschen zu m¨¹ssen, aber nein. Es ist nur ein ?u?erst praktischer Zauber den ich ein wenig f¨¹r mich abge?ndert habe. Das Kampfpotenzial ist momentan relativ gering, jedoch sind die Manakosten ebenfalls klein mit durchschnittlich 30 Mana die Minute.¡°
?Nun, mit der Zahl kann ich gar nichts anfangen. Parlo sagte mir einst, dass ihr Wanderer eure Lebenskraft und Manaf¨¹lle in Zahlen ausdr¨¹cken k?nnte, ich kann das jedenfalls nicht. Ich bin zufrieden wenn ich wei? wie viel ich noch habe.
Aber du sagtest ver?ndert? In wie fern hast du es ver?ndert? Ich kenne dieses Zauber von John. Er hat etwas ?hnliches Benutzt um den Boden f¨¹r mein Haus zu verdichten.¡°
?Das ist eine interessante Methode den Zauber zu verwenden. In dem Buch in dem ich ihn fand, stand jedoch etwas davon, dass ich eine arkane Hand benutzen sollte um die Erde zu formen. Da ich jedoch diese Vereinfachung der Vorstellung nicht ben?tige, erstelle ich hingegen ein Gitternetzwerk zwischen dem ich die Erde frei verteile und bewege. Zus?tzlich ich ziehe ich manchmal Levitation heran um Erde anzuheben. Dies ist zwar etwas langsamer und m¨¹hseliger als mit der Hand, daf¨¹r jedoch auch wesentlich genauer. Zumal ich es momentan sowieso als Training f¨¹r zuk¨¹nftige Projekte ansehe die wahrscheinlich wesentlich schwerer ausfallen werden.¡°
?Ding¡°
| F¨¹r die erfolgreiche Erstellung einer bisher unbekannten Variation eines Zaubers und das Erkl?ren dessen:
+1 Weisheit |
??hm,... ok. Freut mich f¨¹r dich. ?h, du weist, dass heute das letzte Training vor der Monsterjagd ist? Ich werde euch also am Ende zuschauen um zu sehen ob du dich daf¨¹r qualifiziert hast.¡° lenkte er offensichtlich vom Thema ab.
Ich nahm also mal an, dass er von Magie wirklich nicht viel verstand. Ich hingegen konnte nicht verstehen wie man, sogar als NPC, in einer derartigen Welt leben konnte und sich NICHT daf¨¹r interessieren konnte. Das System war jedoch seltsamer Weise damit zufrieden und hatte mich sogar belohnt.
?Ding¡°
| Quest erhalten:
¨¹berzeuge den Anf¨¹hrer der Wachen von Mittwald Ordtol davon, dass du f¨¹r die Monsterjagd geeignet bist.
Bedingung: Stelle deine F?higkeiten unter Beweis. |
¡äNa wenn das alles ist, dann reicht ja wahrscheinlich bereits die Tatsache das ich heilen kann aus. Aber immer besser auf Nummer sicher gehen. Zumal ich die letzte ¨¹bungsstunde bestimmt gebrauchen kann.` ¨¹berlegte ich stumm, w?hrend ich mir das Questfenster vor mir anschaute.
?Aber sicher doch. Auf geht¡¯s Mirado. Zeigen wir ihm was du drauf hast.¡° rief mir Markus von hinten her zu. Er hatte bereits seinen Stab in der Hand und deutete damit auf meinen Magierstab. Da wir ihn nur zum Kampf mit Magie benutzten, nahm ich also an, dass er von Anfang an alles zeigen wollte.
?In Ordnung. M¨¹ssen wir irgendetwas besonderes beachten dabei?¡°
?Nein, im Gegenteil. Versucht mich am besten ganz zu ignorieren.¡° meinte Ordtol mit einem Schulterzucken.
?Mhh, ok. Dann bin ich bereit.¡°
?Sehr gut! Hah!¡° mit einem lauten Schrei st¨¹rzte sich Edward direkt auf mich, w?hrend Ordtol etwas Abstand einnahm und uns vom Rand aus zuschaute.
Nach dem erstem vertikalem Schlag, den ich nur in letzter Sekunde abblockte, ging er dazu ¨¹ber den Stab auf meine linke Seite zu drehen. Jedoch verriet ein vorgestellter Fu? und die Gewichtsverlagerung darauf, dass er im n?chsten Moment die Distanz verringerte und einen Sto? mit dem Stab versuchte.
Ich richtete den Stab nach unten auf den Boden und sprang zur¨¹ck, w?hrend ich gleichzeitig einen starken Luftsto? produzierte der Edward Sand in die Augen trieb und mich zus?tzlich nocheinmal beschleunigte. Nachdem ich seiner Attacke damit ausgewichen war ging ich direkt dazu ¨¹ber ihn mit Schl?gen und Finten zu bombardieren, die er jedoch alle erfolgreich blockte, bis ich pl?tzlich nur noch eine Hand am Stab hatte. Zu sp?t bemerkte er dies und anstatt auszuweichen blockte er den Schlag, bevor ich ihm die andere Hand auf die Brust dr¨¹ckte und einen Elektroschlag durch ihn fahren lies.
W?hrend er noch zusammenzuckte, packte ich den Stab wieder mit beiden H?nden und schwang ihn auf seine F¨¹?e, wodurch er hilflos zu Boden viel. Zumindest sollte er. Im letzten Moment st¨¹tze er sich auf dem Stab ab, drehte sich selber um ihn und brachte ihn damit zwischen mich und ihn, wo er kurz zu Atem kam bevor der Kampf weiter ging.
So in etwa ging der Kampf noch eine Weile weiter, und wir beide bekamen ein paar ¨¹ble Schl?ge ab, bevor unsere Ausdauer aufs Trockene lief und wir schwer atmend die St?be zur Seite legten und wortlos beschlossen eine Pause einzulegen.
?M?ge die Magie der Heilung und der Macht den K?rper von Anstrengung und Leid erl?sen! Aurast!¡° zauberte ich sobald mein Mana sich erholt hatte.
Ein schwaches Leuchten erf¨¹llte einen Radius von ungef?hr 2m, woraufhin der Schmerz aus meinen Knochen und Muskeln verschwand und sich mein Atem stabilisierte.
Es war nur ein Experiment. Aber scheinbar war das Wort Aurast tats?chlich mit dem Wort Aura verwand und erm?glichte zumindest begrenzt die Fl?chenwirkung eines Zaubers. Die Manakosten stiegen jedoch ebenfalls auf das doppelte an.
?Oho, ich bin beeindruckt Mirado. Ich war allein schon mit der gekonnten Darbietung deines Heilzaubers vor ein paar Tagen geneigt dich mitzunehmen. Die Geschwindigkeit mit der du jedoch dein aktuelles Niveau erreicht hast finde ich beeindruckend. Du k?mpfst als h?ttest du Wochen statt Tage trainiert und das ganz ohne den Klassensegen eines Gottes. Unser Edward hier ist nun bei weitem kein Meister des Stabkampfes, als Anf?nger kann man ihn jedoch auch nicht gerade bezeichnen. Und dann allein der letzte Zauber. Er scheint M¨¹digkeit zu nehmen nicht wahr?¡°
Begeistert klatschte Ordtol vom Rande aus Beifall. Ich hatte gar nicht bemerkt das auch die anderen vier sich dazugesellt hatten. Auch sie klatschten nun und riefen mir Begl¨¹ckw¨¹nschungen zu.
?Ding¡°
| Quest wurde aktualisiert
Du hast es erfolgreich geschafft Ordtol von deinen F?higkeiten zu beeindrucken.
+50 Erfahrung
+ Vertrauen von Ordtol und den Wachen |
| Du hast erfolgreich das Training der Wachen von Mittwald abgeschlossen.
+50 Erfahrung |
?Nun denn Mirado, sieht so aus als w?rst du dabei. Nicht als das wir auf einen Heiler verzichten wollen w¨¹rden. Diese verdammten W?lfe jagen zu meist in Rudeln und ohne Verletzungen sind sie nahezu nicht zu killen. Wenn der Heiler sich dann noch selbst verteidigen kann ist das umso besser.¡°
Stolz haute mir Ordtol auf die Schulter, als w?re er es gewesen der sich hat verpr¨¹geln lassen.
?Nadann. Ich w¨¹rde sagen da wir mit dir eine gerade Zahl haben. Was haltet ihr davon ein drei gegen drei zu veranstalten? Tut mir leid Marco aber dir ist es nicht gestattet den Bogen zu benutzen. Wir haben vielleicht einen Heiler aber wir m¨¹ssen ja nicht unn?tig Verletzte erzeugen. Edward, du kennst Mirados Kampfstil am besten. Ihr zwei seid also schon mal in einem Team. Dazu kommt dann noch Marco um es auszugleichen. Ihr anderen drei bildet das andere Team. Vergesst nicht, dies ist eine ¨¹bung um Mirado das Gef¨¹hl eines Gruppenkampfes zu geben. Ich stelle den Schiedsrichter.¡° rief er laut aus, woraufhin die Wachen freudig ihr Wachen schnappten und sich die anderen drei auf der anderen Seite des Schlachtfeldes zusammen fanden.
Edward tauschte in der Zwischenzeit seinen Stab gegen ein Schwert und ein Schild aus. Scheinbar war der Stab nicht seine beliebteste Waffe.
?Mirado, du bleibst hinten und gibst uns Feuerunterst¨¹tzung. Benutze ruhig deine Eis- oder Erdbolzen. Pass aber auf das du niemanden zu sehr verletzt. Ansonsten konzentriere dich darauf uns zu heilen. Wenn wir auf l?ngere Ausdauer spielen werden wir auch mit kleineren Nummern mit einem Heiler stets gewinnen.¡° erkl?rte mir Edward. Nicht das ich es gebraucht h?tte. Ich hatte fr¨¹her immerhin oft den Heiler in der Gruppe gespielt.
?Ok, aber k?nnen wir noch einen Moment warten? Mein Mana hat sich noch nicht ganz regeneriert.¡° erkl?rte ich schnell, als Ordtol bereits die Hand heben wollte um das Duell zu beginnen.
?Oh, nat¨¹rlich. Tut mir Leid, das hatte ich nicht bedacht. In Ordnung, wie lange braucht das in Etwa?¡°
?Etwa 13 Minuten. Wenn ihr also so lange warten k?nntet damit ich meine vollen F?higkeiten einsetzen kann w?re ich euch dankbar.¡°
Mit einem Seufzer lies Ordtol den Arm wieder fallen und rief laut:
?Ihr m¨¹sst wohl noch ein paar Minuten warten. Unser Magier hier hat anscheinend ein kleines Manaproblem hier.¡° woraufhin lautes Gel?chter von den Wachen auf der anderen Seite des Platzes kam.
?Nun gut, dann warten wir eben. Solange k?nnen wir ja an unserer Taktik feilen.¡° meinte Edward.
?Marco, du k?mpfst wahrscheinlich mit Kurzschwert und Dolch oder? Dann haben wir mich mit Schwert und Schild als Verteidiger und Euch zwei als Angreifer. Machen wir es also einfach. Ihr zwei sondern gemeinsam einen Gegner ab und nehmt ihn raus. Mirado du benutzt daf¨¹r deine Magie, am besten einen Eisbolzen. Marco du passt auf, dass du nicht von hinten getroffen wirst und helfe ihm. Ich halte solange die anderen zwei auf.
Danach Mirado, heilst du mich. Ich werde nicht stark verletzt werden, immerhin benutzen wir ¨¹bungsschwerter, jedoch werden wir vom Schiedsrichter raus genommen wenn er meint wir h?tten mit echten Schwertern eine t?dliche Menge Schaden oder zu viele kritische Treffer erlitten. Darum heilst du mich um diesen Wert zu resetten. Danach konzentrieren wir uns zu dritt auf die anderen zwei. Verstanden?¡°
Nachdem wir noch ein wenig an unserer Taktik gefeilt hatten und die Gegner scheinbar das selbe Taten, waren die 13 Minuten auch bereits um und Ordtol hob einmal mehr die Hand.
?Los!¡° br¨¹llte er, und die zwei Teams rannten auf einander zu. Marco und Edward waren vorne, w?hrend ich mit etwa zwei Meter Abstand folgte.
Zuerst blockte Edward zwei der Wachen indem er den einem mit seinem Schild rammte, wodurch beide Schild an Schild zum Stehen kamen und der dritten Wache den Weg versperrten, bevor Marco die andere Wache Angriff und mit einem diagonalem Schlag dazu zwang zu blocken, bevor ich ihn mit einem schwach gef¨¹hrtem Blitz dazu zwang zur Seite zu springen. Da ich ihn nur mit halber Ladung geschossen hatte, besa? er nur gut ein drittel der Effektivit?t und h?tte ihn nur ein wenig geschockt. Daf¨¹r sparte ich 20 Mana und da die Wache wie erwartet ausgewichen war sobald ich meinen Stab auf sie richtete, mit der offensichtlichen Absicht einen Zauber zu wirken, hatte ich mein Ziel erreicht.
Danach verwickelte Marco ihn in einen Zweikampf. Da er einen sehr aggressiven Kampfstil hatte und zus?tzlich von einem Heiler, mir, unterst¨¹tzt wurde, blieb der anderen Wache nichts anderes ¨¹brig als relativ Defensiv zu wechseln. Der Moment in dem sie jedoch den Schob vors Gesicht hob um einen vertikal gef¨¹hrten Schlag abzublocken, war der Moment, indem ich den Stab auf sie richtete und einen starken Eisbolzen abfeuerte. Um einen Eisbolzen so stark wie mit einem Spruch abzufeuern ben?tigte ich normalerweise 40 Mana. Da ich jedoch ein wenig Spielraum hatte wie viel ich hinein investierte, benutzte ich diesmal 50 Mana, das Maximum was ich einen Spruch verst?rken kann ist + ? der St?rke, war dieser Eisbolzen wesentlich st?rker. Zu sp?t bemerkte die Wache die Gefahr und alles was sie noch tun konnte war das Schild auf Kollisionskurs mit dem Bolzen zu bringen, bevor er traf.
Mit einem lauten Scheppern traf der Bolzen und lies vom Schild Splitter weg fliegen, bevor die Wache nach hinten umkippte. Mit einem Handzeichen und einem lauten Pfeifen bedeutete Ordtol das die am Boden liegende wache disqualifiziert w?re, weshalb ich mich direkt Edward zuwendete.
?Aer Narudur!¡°
?M?ge die Magie der Heilung und der Macht den K?rper von Anstrengung und Leid erl?sen!¡°
So schnell ich konnte zauberte ich einen Erholung- und einen Heilzauber auf ihn, bevor ich um die zwei k?mpfenden Zweierteams drumherum rannte und einem von hinten einen Blitz in den R¨¹cken jagte, woraufhin dieser schrie, zuckte und von Marco niedergeschlagen wurde, bevor sie dann zu zweit auf den letzten verbliebenen Kerl drauf gingen. Das dauerte dann nicht lange und ein paar Zauber und Schl?ge weiter wurde auch er disqualifiziert.
?Sehr gut. Gewonnen hat mit einem eindeutigem Sieg das Team von Edward, Mirado und Marco!¡°
Lachend kam Ordtol an und klopfte mir hart wie immer auf die Schulter, w?hrend ich gerade einen Erholungszauber auf alle wirken wollte.
?Und Mirado, was sagst du zu deinem ersten Gruppenkampf?¡° fragte er mich.
?Es ist etwas ganz anderes als ein Einzelkampf. Ich denke diese Art des K?mpfens liegt mir mehr als der Einzelkampf eins gegen eins. Jedoch hat er mir auch gezeigt, dass ich noch viel zu lernen habe. Ihr Wachen seid mir einzeln noch weit ¨¹berlegen und ohne die Regel der Disqualifikation durch erhaltene Treffer h?tte ich keine Chance gehabt. Auch Edward den ich bisher nur mit dem Stab habe k?mpfen sehen, war mit einem Schwert und Schild bewaffnet ein wesentlich gef?hrlicherer Gegner als ich ihn bisher kennen gelernt hatte.¡°
?Oho, ich sehe du h?ltst deine Augen offen und analysierst selbst mitten im Gedr?nge. Das ist gut. Wenn du dann ein geweihter Priester bist wirst du bestimmt mal ein guter Taktiker. Aber mach dich nicht kleiner als du bist. Ich war beeindruckt von dem Timing deiner Attacken. Was ihnen momentan vielleicht an St?rke fehlen mag machst du locker mit Taktik weg. Zumal die Monster im Wald wesentlich schw?cher sind als wir. Nur eben mehr.¡°
Mit einem letzten freundschaftlich gemeintem Schulterklopfen ging Ordtol zu den n?chsten und verbesserte die von ihm entdeckten Fehler und Schwachstellen.
?Na das lief doch gut oder? Wenn du es heute Mittag genauso machst dann haben wir nichts zu bef¨¹rchten. Hier, den habe ich dir versprochen oder? Ordtol hat sogar die Verpflegung ausgetauscht.¡°
Irgendwoher hatte Edward gerade eine lederne gro?e Tasche, mit einem Deckel der durch einen Lederriemen an Ort und Stelle gehalten wurde und einem langen Lederriemen als Tragegurt, hergeholt.
?Danke sehr. Wann geht es denn nun aber genau los?¡° fragte ich, w?hrend ich die erstaunlich schwere Tasche in Empfang nahm.
?Gegen 12 Uhr. Ich werde dich jedoch am besten an der Kirche abholen. Mach dir also darum keine Sorgen. Das Training werden wir f¨¹r heute auch beenden. Ich w¨¹rde also empfehlen das du noch etwas isst und dich dann bereit machst.¡°
Ich bedankte mich noch einmal bei ihm und Ordtol, bevor ich mich verabschiedete und zur¨¹ck zur Kirche ging.
Kaum hatten sich die schweren T¨¹ren hinter mir geschlossen, eilte ich bereits zu meinem Zimmer wo ich die Tasche nahm und auf das Bett leerte. Heraus kamen mehrere in Leinent¨¹cher eingewickelte Pakete, zwei lederne Wasserbeh?lter die wahrscheinlich aus irgendeinem Tiermagen waren. Dazu kamen noch ein Mantel der mir ungef?hr bis zu den Knien ging und mit seiner braunen Farbe bestimmt auch mal als Tarnung dienen k?nnte. Dazu kam dann noch ein Seil, ein paar trockene ?ste zum Feuer machen und eine neue graue Tunika.
?Wer hat denn bitte sch?n mal bestimmt das Magier immer Stoffr¨¹stung tragen m¨¹ssen? Ist das Arroganz oder hat das einen Sinn?¡° fragte ich mich leise murrend, aber immerhin froh ¨¹ber ein etwas Wind dichteres Beh?nge als mein altes. Nachdem ich Mantel, Tunika und Feuerholz daraus entfernt hatte befand sich wieder einiges an Platz in meiner Tasche.
Nachdem ich mich mehrfach versichert hatte, dass niemand weiteres in der Kirche war oder durch die Fenster schaute, ging ich an den Schreibtisch den Parlo stets benutzt hatte. Dort versuchte ich die Schublade aufzubekommen in die Parlo das Buch hineingelegt hatte. Doch so sehr ich auch r¨¹ttelte, das Schloss hielt und bewegte sich nicht.
Dies jedoch hielt mich nicht auf, sondern machte es nur verd?chtiger. Bisher hatte ich keine verschlossenen T¨¹ren in diesem Dorf entdeckt. Wof¨¹r denn auch? Ein Dieb w¨¹rde in wenigen Minuten ermittelt werden k?nnen in einer der Art kleinen Gemeinschaft. Aus Hunger stehlen musste auch niemand so weit ich es gesehen hatte. Deswegen war anscheinend auch die Kirche nie abgeschlossen und ich durfte ohne weiteres darin schlafen.
Nach einer erfolglosen Suche nach einem Schl¨¹ssel hatte ich schlie?lich die Schnauze voll. Ich hatte nun keine Zeit einen ?ffnungs-Zauber zu lernen. Also ging ich mit etwas mehr Gewalt daran. Ein einfacher Erdbolzen zerschmetterte das Schloss und ich konnte das Buch herausnehmen. Vorsichtig lauschte ich ob vielleicht jemand kommt, jedoch schienen die dicken Mauern des Geb?udes jedes Ger?usch geschluckt zu haben.
Das Buch sah relativ unscheinbar aus und trug keinen Titel. Ein Blick hinein jedoch und ich h?tte mich ohrfeigen k?nnen. Es waren keine wichtigen Informationen oder gar n¨¹tzliche Zauber. Nein! Es war ein verdammtes Photobuch! Es waren mehrere sehr detailgetreue, wahrscheinlich mit Magie erstellte, Zeichnungen von Parlos Familie und eine jeweilige kleine Geschichte zu den Personen geschrieben.
Ich legte das Buch also zur¨¹ck in die Schublade und ging daf¨¹r herunter in die Bibliothek, wo ich das letzte interessante Buch der Kategorie ?N¨¹tzliche Zauber¡° einpackte. Bisher hatte ich mich noch nicht darum gek¨¹mmert, da der Titel ?N¨¹tzliche Zauber f¨¹r Adepten¡° betrug. Da ich mich selber noch als Novize ansah und meine Zeit nicht unn?tig vergeuden wollte hatte ich es daher noch nicht weiter beachtet.
Danach packte ich noch einen Packen altes Brot ein, bevor ich mich der verschlossenen T¨¹r auf der anderen Seite des Lagerraums zuwendete. Zu gerne w¨¹rde ich dort hinein sehen. Doch sollte mich Edward abholen war die Chance hoch, dass er vielleicht noch einmal hineinschaute und die zerst?rte T¨¹r bemerkte.
Dann kam mir jedoch eine andere Idee. Ich ging zur¨¹ck in Parlos B¨¹ro, dessen Wand theoretisch mit der des versteckten Raumes identisch war. Dort benutzte ich dann meinen neuen Zauber der Erdformung um St¨¹ck f¨¹r St¨¹ck den Stein abzutragen. Es war m¨¹hselig und kostete eine ganze Menge Mana sich durch den Stein zu graben, am Ende jedoch hatte ich ein Loch durch das ich Problemlos hindurch krabbeln konnte.
Als er auf der anderen Seite der Wand ankam und dort eine Lichtkugel beschwor, wurde er von einem staubigen Raum entdeckt der keine Fenster besa?. Die T¨¹r war zugemauert worden. Wo fr¨¹her mal eine gewesen sein musste war nun nur noch Stein. Jeglicher Versuch sie aufzubrechen w?re also wahrscheinlich gescheitert.
Auf der anderen Seite jedoch, befand sich ein ehemals prachtvolles Gewand. Der wei?e Stoff konnte nur noch sp?trlich das darin eingearbeitete Kettenhemd verbergen und filigrane Goldarbeiten lie?en es in einem nahezu g?ttlichen Glanz reflektieren. Selbst ich konnte die magische Aura auf 1 ? m Entfernung sp¨¹ren. Das Metall sch?tzte ich der Spiele Logik nach auf Mithril und gl?nzte weislich im Licht meiner Lichtkugel.
Daneben waren auf einem St?nder mehrere Schmuckst¨¹cke, ein ebenso pr?chtiges Schwert in einer Gold braunen Scheide und etwas das mir wie ein Fokus Amulett vorkam. Es hatte einen Leder umwickelten Griff, am unteren Ende einen Edelstein und am oberen Ende eine in einem Kreis eingefasste Flamme aus Gold. Das Zeichen der L?uterung wenn ich raten m¨¹sste.
Misstrauisch ob all der Sch?tze vor mir suchte ich nach ein paar Fallen. Doch nachdem ich nichts entdecken konnte n?herte ich mich der R¨¹stung. Der Moment jedoch in dem ich sie Ber¨¹hrte, war der Moment in dem mir klar wurde warum es keiner Fallen ben?tigte. Ich bekam einen starken Stromschlag und zuckte zur¨¹ck, w?hrend vor mir ein Systemfenster mich ¨¹ber die Ursache dessen unterrichtete.
?Ding¡°
| Du bist als Ungeweihter nicht in der Lage ein heiliges, der G?ttin Mara, geweihtes Objekt zu ber¨¹hren. |
?Naja, DAS ¨¹berrascht mich jetzt nicht. Es hei?t jedoch nur, dass ich hier verdammt schnell weg muss, bevor Parlo zur¨¹ck kommt.¡° brummte ich.
Danach probierte ich es weiter. Im Endeffekt bekam ich an jedem Objekt die selbe Meldung, au?er bei dem Fokus Amulett. Dort bekam ich einen der Art starken Stromschlag, dass sich sogar Brandblasen an meiner Hand bildeten. Letztendlich war das einzige das ich Ber¨¹hren konnte der Dolch mit samt G¨¹rtel um die R¨¹stung und ein einzelner Ring.
Der Ring lies sich ber¨¹hren, jedoch als ich ihn aufhob bekam ich keine Informationen ¨¹ber ihn angezeigt.
| Neues Item: Unidentifizierter Ring erhalten. Wahrscheinlich ein Familienerbst¨¹ck. |
Da ich sowieso schon gejagt werden w¨¹rde, steckte ich ihn einfach ein, immerhin konnte ich eine schwache magische Aura davon ausgehen sp¨¹ren, bevor ich den G¨¹rtel von der R¨¹stung abmachte und auch ihn in meine Tasche verfrachtete. Der Dolch schien eine Art Ritualklinge zu sein. Sie hatte einen silbernen Griff, am Ende einen kleinen blauen Edelstein und ging dann in eine leicht gebogene Form ¨¹ber.
Nachdem ich alles f¨¹r mich interessante und ber¨¹hrbare aus dem Raum entwendet hatte, reparierte ich die Wand wieder notd¨¹rftig. Nicht mehr sehr dick aber optisch war kaum ein Unterschied feststellbar. Zumindest nicht f¨¹r jemanden der diesen Raum nicht so gut kannte wie sein Besitzer.
Danach bereitete ich mich einmal mehr auf den aktuellen Plan vor und steckte bei der Gelegenheit auch noch schnell die Karte der Umgebung ein.
Den Informationen von Parlo betreffend dem letzten ?Wanderer¡°, kombiniert mit denen von Klaus, konnte ich davon ausgehen, dass dieser eine Klasse hatte die eigentlich f¨¹r das Durchqueren von Wildnis geeignet sein m¨¹sste. Trotzdem starb er oder scheiterte er an den Monstern im Wald. Ich kann also davon ausgehen das diese zumindest ein moderates Level haben. Da ich noch immer keine Klasse hatte, war ich ihm m?glicherweise sogar unterlegen, vielleicht konnte ich durch mein erhaltenes Wissen aufholen zu denen die eine Klasse haben, jedoch war ich bestimmt nicht st?rker als er. Mir blieb also nur ein Team um durch den Wald zu kommen. Deswegen wollte ich die Wachen benutzen um einen Teil des Weges zu gehen bevor ich eine emotionale Bindung mit dem Dorf eingehen konnte. Nachdem ich dann von den W?lfen und ihren Rudeln erfahren hatte, wurden die Wachen noch wichtiger f¨¹r meinen Plan.
Alleine hatte ich wohl nur wenig Chance einen Wolf zu t?ten, zu animieren und dann lebend weg zu kommen. Sollte ich scheitern w¨¹rde ich wahrscheinlich wieder im im Dorf spawnen, unter m?glicherweise viel zu hohen Todesstrafen.
Mein Plan war also, die Wachen dazu zu benutzen die W?lfe zu t?ten, vielleicht einen Untoten dabei zu erschaffen und nach M?glichkeit die Anzahl der Wachen zu reduzieren. Danach war der Plan die Beine in die Hand zu nehmen und davon zu rennen. Sie waren zu wenige, als dass sie es sich leisten k?nnten mich in die Wildnis zu verfolgen. Vor allem wenn ich ihre Anzahl vorher nocheinmal verringern w¨¹rde.
Danach im gro?em und ganzem bestand mein Plan aus mehr L¨¹cken als Stoff und im Notfall w¨¹rde ich einfach nehmen was kommt und die Wachen als Beute dalassen, w?hrend ich mich vom Acker machte. Mein erstes Ziel war nun der Sumpf und die Krypta darin.
Als letzte Vorbereitung nahm ich mir mir noch meinen Stab den ich bisher ignoriert hatte. Die Beschreibung hatte gesagt, dass ich in der Lage w?re einen Zauber in dem Kristall zu speichern. Bisher hatte ich es um ehrlich zu sein komplett vergessen. Das Problem war nur, dass ich nicht genau wusste wie.
Als erstes versuchte ich den Stab zu halten und einen Windzauber darauf zu wirken. Doch alles was passierte war, dass wie immer ein Windsto? aus dem Stab kam, ein klein wenig St?rker als ohne ihn. Dies war es was ich stets gemacht hatte wenn ich mit Edward trainiert hatte.
Als wesentlich wahrscheinlicher fand ich jedoch die M?glichkeit die magische Formel f¨¹r den Zauber in den Kristall zu setzen. Letztendlich konnte ich jeden Zauber nach den vielen Stunden ¨¹bung die ich hatte auf eine einfache Formel herabsetzen. Diese stellte ich mir genau in meinem Kopf vor.
Eigentlich, so kam mir gerade der Gedanke, war dies nichts anderes als ein komplizierter und unvollst?ndiger Spruch. Nur war dieser nicht akustisch sondern rein gedanklich. Dies w¨¹rde ich nachher ¨¹berpr¨¹fen m¨¹ssen, wo genau dort der Zusammenhang liegt.
Nach einer kleinen Notiz auf meine stets wachsende ?to-do¡° Liste widmete ich mich wieder dem Versuch eine magische Sequenz in den Kristall zu bringen. Voller Staunen war ich, als es mir tats?chlich gelang. Die Sequenz zog sofort das Mana aus mir, jedoch aktivierte sie sich nicht, sondern blieb wie sie war in dem Kristall bestehen.
Nun war mir auch klar warum die Beschreibung einen ?einfachen¡° Zauber f¨¹r begrenzte Zeit erw?hnte. Ich konnte ganz schwach das abgezogene Mana entweichen sp¨¹ren. Die Kosten waren das doppelte des normal ben?tigten Manas gewesen und ich sch?tzte, dass ich ungef?hr 5 Stunden hatte bevor zu wenig vorhanden w?re um den Zauber noch zu aktivieren. Wahrscheinlich w¨¹rde die Manasequenz dann verschwinden. Sicher war ich mir aber nicht.
Zum aktivieren brauchte ich nun nichts anderes mehr zu tun als einen schwachen Mana Impuls in den Kristall zu schicken und der Windsto? brach daraus hervor. Der Rest des ¨¹berfl¨¹ssigen Manas verschwand dabei einfach.
Die Aura des Kristalls hatte sich zwar ein wenig ver?ndert w?hrend der Zauber drinnen war. Jedoch schien es mir nicht m?glich zu sein den Zauber dadurch zu erraten. Zufrieden beschloss ich also den Zauber f¨¹r die Schattenfesseln darein zu wirken, um zur Not schnell einen Untoten zu erschaffen.
Da ich scheinbar noch ein wenig Zeit hatte, holte ich den Dolch heraus und untersuchte ihn ein wenig.
?Ding¡°
| Neues Item ?Unidentifizierter Dolch erhalten¡°
Ein pr?chtiger Dolch mit dir unbekannten Effekten.
Schaden +8 |
?Mhh, ich habe keine Ahnung ob +8 nun viel oder wenig ist. Mir fehlt eindeutig ein wenig Standard Wissen ¨¹ber diese Welt. Vielleicht h?tte ich doch noch mehr Fragen stellen sollen als ich die Gelegenheit hatte.¡°
Mit einem Seufzer steckte ich den Dolch wieder ein. Die Tatsache, dass ich die Effekte nicht identifizieren konnte, hie? dann wohl das mir entweder der passende Skill fehlt oder ich wirklich nur Grundinformationen gesagt bekam und den Rest selber herausfinden musste.
Danach dauerte es nur wenige Minuten, bis Edward mit ein paar anderen Wachen die Kirche hereinkam, sich niederkniete und ein Gebet an Mara sendete, bevor wir dann alle zusammen zum Tor gingen.
Dort angekommen sah ich, dass Ordtol und die restlichen Wachen bereits da waren. Es war das erste Mal, dass ich alle acht Wachen auf einem Haufen sah. Gerne h?tte ich gesagt, dass sie wie eine schlagkr?ftige Truppe aussahen. Aber das taten sie nicht. Es waren Bauern die zwar mit vorbildlicher Disziplin jeden Tag trainierten und auch Waffen und R¨¹stungen f¨¹hrten, eine Armee waren sie jedoch noch lange nicht. Es lag eine gewisse Nervosit?t in der Luft und einige von ihnen schienen erleichtert zu sein mich zu sehen und andere eher weniger.
?Ok, M?nner. Da wir nun endlich da sind, lasst mich noch einmal unseren Einsatz ansprechen. Dies ist nur die gew?hnliche monatliche Monsterjagd um eine ¨¹ber Population in der N?he des Dorfes zu sch¨¹tzen. Die Ernte steht jedoch nun kurz bevor und wir m¨¹ssen damit extra vorsichtig und gr¨¹ndlich sein. Wir werden zwei Teams bilden. Braxton, du nimmst zus?tzlich noch Marco in dein Team. Er soll dir Feuerunterst¨¹tzung bieten.
Wir anderen drei gehen zusammen mit Mirado. Da er ein passabler Heiler und Magier ist sollte dies ausreichen um ein paar W?lfe, Schlangen und vielleicht einen B?ren zu t?ten.
Wir nehmen die selben Routen wie immer. Braxton, du gehst den s¨¹dlichen Teil. Ich gehe mit meiner Gruppe den n?rdlichen Teil bis zum Sumpf ab. Pass auf, dass du bis zur D?mmerung die H?hle der Flederm?use erreicht hast, damit ihr sie am Eingang abpassen k?nnt.¡°
Nachdem die angesprochenen genickt hatten und auch sonst keiner eine Frage zu haben schien, nickte er grunzend.
?Gut, wenn dann keiner mehr eine Frage hat kann es ja losgehen.¡° rief er.
??hm, ich h?tte eine. Wer bleibt zur¨¹ck beim Dorf wenn alle Wachen weg sind?¡° fragte ich ihn.
?Niemand. Wir schlie?en einfach die Tore. Die Bauern haben bereits ihre Arbeit getan und sind im Dorf. Vieh und Korn kann man ersetzen sollte etwas passieren. Mach dir also darum keine Sorgen.¡° erkl?rte er mir. Als ich kein Zeichen einer weiteren Frage machte, drehte er sich um ging davon. Edward und eine andere Wache folgten ihm, also ging auch ihm einfach hinterher. Das andere Team jedoch schien das Dorf auf der anderen Seite zu verlassen.
Kaum hatten wir das Dorf verlassen und sich die Tore hinter mir geschlossen, konnte ich mein Grinsen nicht mehr unterdr¨¹cken.
Ich wei? nicht ob es Zufall war oder vielleicht das ?Interesse¡° des letztes Gottes der Finsternis. Auf jeden Fall war es jedoch das Ergebnis das ich wohl am meisten erhofft hatte. Nicht nur war es die richtige Richtung, vielmehr waren wir eine kleinere Gruppe. Ich hatte nicht erwartet das ein Heiler eine derart wichtige Rolle in der Gruppe einnehmen w¨¹rde. F¨¹r NPC''s f¨¹r die jeder Tod jedoch das Aus bedeutete, war dies jedoch wahrscheinlich normal.
Wir liefen eine Weile stumm die erdige Stra?e die Felder entlang, bevor wir einen Seitenweg nahmen und in den Wald abbogen.
?Mirado, dies ist wahrscheinlich dein erstes Mal in der Wildnis. Bleib einfach bei uns dann passiert dir schon nichts. Unser erstes Ziel ist eine kleine H?hle unter einem umgekippten Baumstamm. Marco hatte sie neulich auf der Jagd entdeckt. Dort drin soll eine W?lfin mit 5 jungen sein. Das soll unser erster Kampf werden.¡°
Mit grimmiger Miene und wachsamen Augen kl?rte mich Ordtol ¨¹ber unsere ersten Gegner und unsere Formation auf. Ordtol w?re vorne mit einem Zweihandschwert und w¨¹rde zur Not zu Schwert und Schild wechseln. Links und rechts davon waren Edward und letzte Wache. Beide mit Schwert und Schild. Dahinter kam dann ich. Eine einfache aber effektive Taktik mit einem Zusammenspiel von Tanks, DD und Heiler.
Ich wusste nicht genau f¨¹r was, aber alle Wachen trugen gro?e leere Ledertaschen mit sich herum die ihr Vorankommen im Wald eigentlich eher hinderte und im Kampf sowieso abgelegt werden m¨¹ssten.
?Meinst du etwa wir lassen das wertvolle Fleisch oder die Felle einfach liegen? Es w¨¹rde nur der Nahrung der restlichen Raubtieren dienen. Wir haben so schon genug Probleme mit unserer kleinen Anzahl. Da m¨¹ssen wir sie ja nicht auch noch f¨¹ttern oder? Das auch der Grund warum wir immer nach Wolfsfamilien gehen. Einmal die Woche gehen wir die nahe Umgebung des Dorfes ab und t?ten jedes Monster das wir finden um sie abzuschrecken. Jedoch einmal im Monat machen wir die gro?e Monsterjagd und t?ten die Jungen direkt in den Brutst?tten. Dies erspart uns ?rger in der Zukunft.¡° erkl?rte er mir, als ich ihn darauf ansprach.
?Au?erdem hast du vergessen zu erw?hnen, dass wir das Fell und Fleisch immer gut gebrauchen k?nnen und notfalls an H?ndler weiter verkaufen.¡° erg?nzte ihn Ordtol.
?Aber wenn du uns schon fragst, was hast du denn in deiner drin?¡° Mit einem Kopfnicken zeigte Edward auf meine Tasche.
?Nur das was schon drin war und eine Karte der Umgebung. Letztendlich wei? man immerhin nie was passiert und es k?nnte ja sein, dass wir die Nacht im Wald verbringen m¨¹ssen.¡°
?Mach dir darum keine Sorgen. Wenn alles gut l?uft sind wir bei Anbruch der Dunkelheit zur¨¹ck. Trotzdem ist es nie schlecht auf alles Vorbereitet zu sein. Aber sag, kannst du die Karte ¨¹berhaupt lesen in diesem Wald?¡° fragte mich Ordtol.
?Ich habe ein gutes Ged?chtnis und solange wir durch das Bl?tterdach die Sonne ausmachen k?nnen wei? ich in welche Richtung wir laufen. Kombiniert mit unserer gesch?tzten Geschwindigkeit und der dazugeh?rigen Zeit komme ich auf eine mehr oder weniger genaue Ortsangabe.¡°
?Oh, das ist nicht schlecht. Zeig mir diese Karte bitte mal.¡°
Nachdem ich sie herausgekramt und Ordtol gegeben hatte schaute er sie kurz an, bevor er sie mir zur¨¹ck gab. ?Sag mir, wo sind wir gerade?¡°
Nach kurzem dr¨¹ber fliegen zeigte ich auf eine Stelle im Wald Nord?stlich von wo aus wir losgegangen waren.
?Nicht schlecht. Siehst du hier, dort ist unser erstes Ziel. Danach n?hern wir uns ¨¹ber diese Punkte hier wieder dem Dorf an.¡°
Der Route nach die er mir zeigte, war es der dritte Punkt an dem ich verschwinden m¨¹sste. Ich sch?tze kleinere Kampfszenen in Kauf nehmend k?men wir Dort in etwa gegen 15 Uhr ankommen. Es war Somme und wurde damit erst gegen 22 Uhr dunkel. Ich hatte also noch genug Zeit die ungef?hr 5 Kilometer weiter entfernte Krypta vor Anbruch der Dunkelheit zu erreichen. Dort w¨¹rde ich dann erst einmal f¨¹r die Nacht rasten und dann am n?chsten Morgen auf Erkundungstour gehen.
Nachdem wir ein paar weitere schweigende Minuten gelaufen waren, h?rten wir ein bedrohliches Knurren aus dem Dickicht, bevor ein brauner Wolf mit gelben Augen und weit aufgerissenem Maul auf Edward zu sprang.
Schnell riss dieser sein Schild hoch und blockte den Angriff, bevor Ordtol sein Zweihandschwert zog und es von oben auf ihn niedersausen lies. Obwohl dieses jedoch eine normalerweise t?dliche Wunde schlug, sprang der Wolf zur¨¹ck und verteilte dabei sein Blut ¨¹ber den Waldboden.
?Mirado, Feuerunterst¨¹tzung bitte!¡° br¨¹llte Ordtol, bevor er sich erneut auf den Wolf warf. Die zwei Tanks umzingelten den Wolf jeweils von links und rechts, w?hrend Ordtol von vorne kam. Zuerst wollte ich einen Eisbolzen abschie?en, jedoch bewegte sich dann Ordtol genau vor mich, wodurch ich den Wolf nur noch zur H?lfte sehen konnte.
Bevor er einen weiteren Schlag f¨¹hren konnte, biss der Wolf Ordtol ins Bein, bevor dieser von oben das Zweihandschwert in ihn hinein rammte. Das Schwert noch stecken lassend sprang Ordtol zur¨¹ck, bevor die anderen zwei den Wolf mit ihren Schwertern durchbohrten.
Am Ende z?hlte ich 2 kritische Treffer von Ordtol und 3 Treffer der anderen zwei, bevor der Wolf endlich starb.
?Hei Mirado, warum hast du nicht gefeuert?¡° fragte mich Ordtol mit zusammengebissenen Z?hnen. Ich sch?tze also, dass Schmerz f¨¹r NPC''s auf 100% gestellt war.
?Es tut mir Leid aber ihr m¨¹sst mir einen Pfad zum feuern offen lassen. Ich habe nicht genug Vertrauen in meine Zielk¨¹ste um sicher zu sein, dass ich keine Verb¨¹ndeten treffen werde. Aber nun lass mich deine Wunde heilen.¡°
Erkl?rte ich ihm, bevor ich die Hand auf die Wunde legte und sie mit Aer Frunadruf und Aer Narudur erst schloss und dann das Leben wieder auff¨¹llte.
?Mhh, tut mir Leid. Mein Fehler. Ihr habt ihn geh?rt Jungs. N?chstes Mal eine L¨¹cke lassen.¡° brummte Ordtol.
?In Ordnung.¡°
?Aber sicher doch Mirado. Es stimmt wohl, wir haben mit all dem Stabkampf Training ganz vergessen deine Zielgenauigkeit zu verbessern.¡°
Entschuldigend kratzte sich Edward am Kopf, w?hrend die andere Wache ein Messer nahm und anfing den Wolf zu h?uten. Es war das erste Mal das ich so etwas sah und obwohl es mich anekelte, schaute ich genau auf jeden Handgriff den er tat. Danach schnitt er die gr??ten st¨¹cke Fleisch ab, wickelte sie in das selbe Tuch in das auch mein Trockenfleisch eingepackt war und verstaute es dann gleichm??ig in ihren drei Taschen.
?Ok, weiter geht¡¯s!¡° rief Ordtol und wir setzten unseren Marsch durch den Wald fort.
W?hrend wir weiter durch den Wald gingen ¨¹berlegte ich mir bereits einen Plan wie ich die Wachen ausschalten konnte. Der Wolf hat wenn ich das gesch?tzte Verh?ltnis des Schadens der Schl?ge richtig einsch?tze von jedem von Ordtol gef¨¹hrtem Schlag ein drittel Leben verloren. Die anderen zwei w¨¹rden jedoch insgesamt neun Treffer ben?tigen. Dies war unter der Voraussetzung, dass ich den Zustand des Wolfes richtig eingesch?tzt hatte.
Dazu kam jedoch das Ordtol von einem nicht kritischen Biss gerade einmal 5% Leben verlor. Mit dem Teamwork das diese 3 gezeigt hatten, br?uchte ich also eine Gruppe von mindestens sechs W?lfen und meiner Unterst¨¹tzung um sie zu besiegen. Der Vorteil dessen w?re, dass ich einen menschlichen Untoten bek?me. Meinen ersten. Wenn es jedoch schief ging bestand die hohe Chance zu sterben f¨¹r mich. Letztendlich entschied ich mich jedoch, sollte sich eine M?glichkeit ereignen, die Wachen zu hintergehen und anzugreifen. Denn ich erinnerte mich an einen Spruch den ich einst aus einem Anime hatte. ?Die denen es erlaubt ist zu schie?en, sind die, die auch bereit sind erschossen zu werden.¡° oder so ?hnlich ging dieser.
A/N: Warum 6? Ich denke mir einfach das nur weil einer fast das 7 fache aush?lt wie der andere, ich nicht die 7 fache Menge f¨¹r ihn ben?tige. W?lfe sind Rudeltiere und abgesehen von den ausgesto?enen m?nnlichen Exemplaren (die manchmal auch eigene Rudel bilden), sind sie eben instinktiv darauf getrimmt im Team zu k?mpfen. Da sie einigermasen intelligent sind, ist eine Gruppe von W?lfen nicht 6 mal so gef?hrlich sondern wohl eher 20 mal so gef?hrlich. Selbst mit den anderen zwei Wachen wird es dann knapp, wenn Mirado ihnen auch noch in den R¨¹cken fallen w¨¹rde.
Insgesamt begegneten wir noch zwei weiteren einsamen W?lfen und drei Hasen mit einem Horn auf der Stirn, bevor wir unser Ziel erreichten. Die Hasen starben von einem einzigen Schuss eines Eisbolzens, da er genug Schaden anrichtete um sie kurzzeitig bewegungsunf?hig zu machen. Die W?lfe brauchten sch?tzungsweise f¨¹nf von ihnen. Momentan war dies mein m?chtigster spruchloser Zauber, da ich ihn am meisten ¨¹berarbeitet hatte und das beste Mana/Schadens Verh?ltnis hatte.
Den Manakosten nach w?re ich also gerade einmal in der Lage 1 ? W?lfe zu t?ten, meinen Stab und Manaregeneration nicht eingerechnet.
An der Baumwurzel angekommen, kletterte daraus ein einzelner knurrender Wolf. Nachdem wir ihn jedoch erledigt hatten, gingen die Wachen dazu ¨¹ber den Wolf zu h?uten, w?hrend die Jungen, aus dem Loch unter dem umgekippten Baumstamm heraus, zuschauten. Dies gab sogar mir eine gewisse G?nsehaut.
Dann, als sie mit ihrer Arbeit fertig waren, zogen sie ihre Schwerter und gingen auf die Jungen zu. Der menschliche Teil in mir schrie, dass dies nicht richtig war. Beinahe h?tte ich den letzten der Jungen an mich genommen um ihn zu sch¨¹tzen. Aber ich schaute nicht weg. Was w?re das f¨¹r ein Wille, wenn ich den Tod von Menschen plane und den von ein paar Biestern nicht anschauen kann?
W?hrend die Wachen wortlos die kleinen h?uteten, schaute ich mir meine Statuswerte an. Ich war zweimal ein level up gegangen, w?hrend unserer Reise hierher.
| Statuswerte Mirado
Level: 4 Erfahrung: 20/1180
Leben: 140 Mana: 340
St?rke: 10 Agilit?t: 13
Vitalit?t: 11 Intelligent: 31
Weisheit: 33 Willenskraft: 8
Robustheit: 15
Freie Statuspunkte: 10
-Physischer Schadensbonus: 0,30%
-Magischer Schadensbonus: 7,64%
-Manaregeneration: 13,44 Die Minute (? im Kampf)
-Lebensregeneration: 3,81 Die Minute (? im Kampf)
S?ttigung: 78% |