《Wahre Gruselgeschichten aus dem Schwarzwald [German/Deutsch]》 Der Schatten Diese erste Geschichte passierte meinem Vater, als er noch ein kleiner Junge war. Als Kind litt mein Vater oft unter Albtr?umen. Er wachte panisch schreiend und weinend auf, so verst?rt, dass er M¨¹he hatte ¨¹berhaupt zu realisieren, dass er in den liebevollen Armen seiner Mutter lag, die verzweifelt versuchte ihn zu tr?sten. Meine Gro?mutter tat was sie konnte um zu helfen, aber sie war sehr schnell am Ende ihrer Weisheit. Der Arzt konnte auch keine Abhilfe schaffen, und Therapie war damals noch kein Thema. Und der Rest der Familie meines Vaters, alles ?ltere Frauen denen der Krieg wenig Verst?ndnis f¨¹r die n?chtlichen Schrecken eines kleinen Jungen ¨¹ber gelassen hatte, sagte ihm einfach er solle sich zusammen rei?en und seine ?ngste ¨¹berwinden, da sie sowieso nicht real seien. Das Haus, in dem mein Vater aufgewachsen ist, war nicht sehr ger?umig. Er hatte drei j¨¹ngere Geschwister, und die Schwester seiner Mutter und die ganzen Gro?tanten lebten alle dort, also musste jedes Zimmer benutzt werden. Mein Vater hatte fr¨¹her ein kleines Zimmer, eher wie ein Schrank, hoch oben unter dem Dach. Aber dar¨¹ber war noch ein kleiner Stauraum, wo es sehr dunkel war. Der Ort machte ihm Angst, und er hasste es dorthin zu gehen, um etwas f¨¹r die Tanten oder seine Mutter zu holen. Dieser Raum spielte oft eine Rolle in seinen Albtr?umen. Besonders die hintere Ecke, wo das Licht nie wirklich hinkam und Schatten schw?rzer als die Nacht herrschten. F¨¹r meinen Vater schien dieser Ort Monster zu beherbergen, und er wagte es nicht einmal, dort hin zu sehen, wenn er den Raum betreten musste. Aber nachts verfolgte ihn dieser Ort. Ein immer wiederkehrender Traum hielt ihn in diesem Raum fest, gefangen in der Mitte, unf?hig sich weg zu bewegen oder zu schreien. Und etwas in der dunkelsten Ecke schien ihn auf zu fordern, n?her zu kommen. Es war keine Stimme die ihn dr?ngte, und keine Hand die nach seinen F¨¹?en griff, aber dennoch wusste er, dass die Ecke wollte, dass er n?her kam. Und dieses Wissen ohne Quelle machte ihm mehr Angst als alles andere. Unauthorized tale usage: if you spot this story on Amazon, report the violation. Die Familie meines Vaters war allesamt katholisch, und der Glaube an Gott und den Teufel war in jedem Moment pr?sent, in Gebeten, Ritualen, Kreuzen an den W?nden... Mein Vater hatte Angst, dass ein D?mon seine kleine Seele mitnehmen wollte und betete jede Nacht zu Jesus, dass er ihn von den Albtr?umen befreien m?ge. Aber es hat nie funktioniert. Dann eines Nachts, ?nderte sich etwas. Mein Vater kann nicht sagen was oder wie, aber in dieser Nacht, als der Albtraum ihn in seinen F?ngen hielt, die Dunkelheit sich in dem kleinen Raum ausbreitete und er vor Angst an Ort und Stelle erstarrte, traf er eine Entscheidung. Und in seinem Traum machte er einen Schritt auf den Schatten in der Ecke zu, der ihn wie jede Nacht zuvor gerufen hatte. Er hatte unendliche Angst, ging aber noch einen Schritt weiter und nahm all den Mut zusammen, den ein kleines Kind haben kann. Er bewegte sich weiter in die pechschwarze Dunkelheit, bis dies alles war, was er sehen konnte. Alles, was er f¨¹hlen konnte. Schw?rze. Und eine Form von Pr?senz. Etwas war da. Vor ihm. Um ihn. Schweigend fl¨¹sternd. Ohne Substanz nach ihm greifend. Und obwohl er nicht schreien konnte und sein Herz bis zum Halse schlug, ?ffnete mein Vater dennoch den Mund, um mit dem Wesen zu sprechen, das ihn so lange verfolgt hatte. Und er stellte eine einfache Frage: ''Was willst du von mir?'' An diesem Morgen wachte mein Vater nicht von seinem eigenen Schreien auf, sondern weil seine Mutter ihn zum Fr¨¹hst¨¹ck herunter rief. Er kann nicht sagen, was in dieser Nacht wirklich passiert ist, aber die b?sen Tr?ume verschwanden. Die h?llische Ecke tauchte nie wieder in seinem Schlaf auf, und selbst wenn er in den Lagerraum hinauf musste, war es zwar immer noch kein angenehmer Ort, aber die Dunkelheit schien nicht mehr bedrohlich zu sein. Er bildete sich sogar ein, dass die hintere Ecke nicht mehr so schwarz war wie zuvor. Mein Vater ist immer noch ein sehr spiritueller Mensch, und manchmal fragt er sich, ob vielleicht wirklich etwas in dieser dunklen Ecke war, das ihn im Schlaf gerufen hatte. Vielleicht eine ruhelose Seele, die einfach wahr genommen werden musste, um weiter zu ziehen. Obwohl er bei Weitem nicht so grausam ist wie seine Tanten, die seine Sorgen blo? abtaten, glaubt mein Vater seitdem, dass man sich seinen ?ngsten stellen sollte um sie zu ¨¹berwinden, insbesondere denjenigen, die man nicht rationalisieren kann. Die schlimme Kurve Die zweite Geschichte passierte meiner Gro?mutter. Sie lebt in einem sehr kleinen Dorf, und dies geschah, als mein Vater noch ein Teenager war, also war alles noch wesentlich l?ndlicher als heute. Viele Bauernh?fe und Bauernkinder, die unbeaufsichtigt herum tollten. Die Menschen im Dorf waren damals sehr vertrauensvoll zueinander. Meine Gro?mutter arbeitete im Schichtdienst in einem Krankenhaus und fuhr mit einer Vespa zur Arbeit. Aber ihr Mann hatte ein Auto, das er den Jugendlichen des Dorfes zum Spa? ausleihen w¨¹rde, solange sie es nicht besch?digten. Es war sowieso nur ein Unterschichten Modell (¨¹brigens war das noch bevor Sicherheitsgurte ''angesagt'' waren). Mein Vater und seine Freunde waren zu jung, um legal Auto zu fahren, aber es war Ende der 70er, niemand k¨¹mmerte sich darum. Schlie?lich mussten die Kinder auf den H?fen mithelfen, sobald sie gro? genug waren, und Traktorfahren ist da nicht viel anders. Mein Vater und seine Freunde fuhren also einfach herum oder in die nur sechs Kilometer entfernte Stadt, in der es zumindest ein kleines Kino und eine Eisdiele gab, damit sie dort abh?ngen konnten. Eines Nachts hatte meine Gro?mutter einen Albtraum. Sie tr?umte, dass mein Vater und sein bester Freund getrunken hatten (damals k¨¹mmerte das einfach niemanden), und beschlossen, zum Spa? in die Stadt zu gehen. Sie sah, wie sie das Auto nahmen, da der Schl¨¹ssel immer steckte. Sie sah, wie der Freund meines Vaters das Steuer ¨¹bernahm, mit meinem Vater als Beifahrer. Sie fuhren los. Richtung Wald. Denn diese sechs Kilometer zur Stadt f¨¹hrten durch einen dichten, dunklen Wald, und die Stra?en waren h?llisch kurvenreich, weil das Dorf auf einem H¨¹gel lag. Viele Autofahrer und noch mehr Motorradfahrer starben in diesem Wald, fuhren zu schnell in die Kurve, rutschten von der Stra?e in den Graben und wurden manchmal erst Tage sp?ter gefunden, wenn sie im Geb¨¹sch gelandet waren. Meine Gro?mutter sah also ihren Sohn und seinen Freund, wie sie die Kurven schnitten, lachten, herum alberten. Dann kam die schlimme Kurve. Die mit den meisten Todesopfern. Sie kamen von der Stra?e ab und prallten gegen einen Baum. Der Freund meines Vaters lag zusammen gesunken am Lenkrad. Mein Vater lag auf dem Waldboden, blutend und von Glassplittern ¨¹bers?t. Seine Augen starrten starr hinauf in die Nacht. Er war tot. Meine Gro?mutter wachte erschrocken auf. Aber als gute katholische Frau versuchte sie sich ein zu reden, dass es nur ein b?ser Traum war. Au?erdem standen in n?chster Zeit keine Feste oder Feiertage an, also warum sollten die Jungs trinken? Und au?erdem wussten ihr Sohn und seine Freunde es besser. Sie ging an diesem Tag wie gewohnt zur Arbeit, in die Nachtschicht. Ihr Mann, so nett er auch war, k¨¹mmerte sich nicht sonderlich darum, die Kinder zu beaufsichtigen. Er ¨¹berlie? sie sich selbst, wie ¨¹blich. Also ging mein Vater zu seinen Freunden, wie ¨¹blich. Und jemand hatte an diesem Tag Alkohol mitgebracht, den sie ihren Eltern geklaut hatten. Wie zumindest nicht un¨¹blich... Die Jungs tranken, fingen an herum zu albern, ¨¹berlegten wie sie eine gute Zeit haben k?nnten, und einer schlug vor, in die Stadt zu fahren. Mein Vater und sein bester Freund gingen also zu ihm nach Hause. Aber als sie dort ankamen, f¨¹hlte sich mein Vater zu betrunken, um mit zu kommen. Sein Freund jedoch wollte gehen. Also hat er sich das Auto geliehen. The story has been illicitly taken; should you find it on Amazon, report the infringement. Was dann im Einzelnen geschah, bleibt Spekulation, da nur der Freund meines Vaters dabei war, um es zu sehen. Aber es schien so gelaufen zu sein: Er nahm das Auto und fuhr bereits schlingernd aus dem Dorf. Er drehte das Radio laut f¨¹r etwas gute Laune. Er schnitt die Kurven so nah wie m?glich, denn warum nicht? Man lebt schlie?lich nur einmal. Dann kam die schlimme Kurve. Er kam von der Stra?e ab. Prallte gegen einen Baum. Lag zusammen gesunken ¨¹ber dem Lenkrad. Und die Botanik verbarg das Auto. Aber er war nicht tot. Und es war sein Gl¨¹ck, dass ein anderer Bauer, der aus der Stadt kam, die R¨¹cklichter im Geb¨¹sch blinken sah und anhielt, um nah zu sehen. Er rettete damit dem jungen Mann das Leben. Die Nachricht erreichte das Dorf nicht sofort. Alle gingen ihrem Tagwerk nach, und als der Mann meiner Gro?mutter am Morgen sah, dass das Auto fehlte, zuckte er mit den Achseln. Erst als seine Frau nach Hause kam und in Panik geriet, wurde den Leuten klar, was passiert war. Meine Gro?mutter schrie ihren Mann an, als er ihr einfach sagte, die Jungs seien wahrscheinlich nur mit dem Auto gefahren, um etwas zu trinken. Ihr Geschrei weckte meinen Vater, der einen schrecklichen Kater hatte und trotz seines Alters immer noch Angst hatte, dass seine Mutter ihn wegen der Sauferei verpr¨¹geln w¨¹rde. Stattdessen dr¨¹ckte sie ihn an ihre Brust, als sie sah, dass es ihm gut ging. Sie machte sich immer noch Sorgen um seinen Freund, bis sich herum sprach, dass der mit Schnittwunden und einer Gehirnersch¨¹tterung im Krankenhaus lag (allerdings nicht das, in dem meine Gro?mutter arbeitete), doch ansonsten okay war. Als sie jedoch ihre Geschichte erz?hlte, wurde vielen Leuten anders und sie wussten nicht, was sie davon halten sollten. An dem Sonntag war die Messe ziemlich gut besucht... Obwohl seitdem viel passiert ist, wird diese Geschichte im Dorf immer noch oft erz?hlt. Die Leute, auch wenn sie einander vertrauten, lie?en ihre Autoschl¨¹ssel nicht mehr offen rum liegen, aus Sorge um ihre Kinder (oder vielleicht, weil die Versicherung die Kosten nicht ¨¹bernehmen wollte). Die schlimme Kurve wurde abgesperrt und im Laufe der Jahre eine neue, geradere Strecke durch den Wald gebaut. Und wenn meine Gro?mutter wieder Albtr?ume hatte (was an sich selten war), erz?hlte sie es immer jemandem, wenn es wen betraf, den sie kannte. Etwas ?hnliches wie dieser Vorfall ist nie wieder passiert, aber er hat meine Familie und das Dorf in Bezug auf Visionen und Tr?ume gepr?gt. Nachbarschaftswache Die dritte Geschichte ist mir passiert, als meine Familie in den USA lebte. Als Ausl?nder die viel umher zogen, waren wir nicht vertraut mit den Gepflogenheiten der Amis, und da wir auch unsere Schwierigkeiten hatten, die Sprache zu lernen, haben wir uns nicht viel unter die Nachbarn gemischt, und nach einem Jahr hat die Nachbarschaft auch nicht mehr versucht, mit uns in Kontakt zu treten. Wir blieben f¨¹r uns, und alle anderen schienen das auch zu tun. Bis eines Tages ein Brief eintraf. Es war eine Warnung. Sie ging in etwa so: ?Achtung. Ein registrierter Sexualstraft?ter zieht in Ihrer Gemeinde ein. Bleiben Sie wachsam.'' Nichts weiter. Nicht, wer sie geschrieben hat oder warum wir sie erhalten haben oder was wir mit dieser Information tun sollten. Alles was es bewirkte, war uns Angst ein zu fl??en. Das einzige Haus, in dem jemand ein zog, war direkt gegen¨¹ber von uns. Aber unsicher, ob dies die Person war, auf die sich die Warnung bezog, wusste meine Familie nicht wie sie reagieren sollte. Also haben meine Eltern beschlossen, dass wir einfach f¨¹r uns bleiben sollten wie bisher. Schlie?lich waren dies die USA. Ein pr¨¹des Land, in dem Kinder manchmal von der Schule verwiesen wurden, weil sie einen Freund auf die Wange gek¨¹sst hatten. Wir hatten Geschichten von Leuten geh?rt, die auf solchen Listen gelandet waren, ohne jemals etwas B?ses getan zu haben. Wie einige Teenager, die beim Knutschen erwischt wurden, wenn eine Familie so streng war, dass sie wegen so etwas bereits vor Gericht zog. Und da der Brief nicht erkl?rte, um welches Vergehen es sich handelte, konnte nicht gesagt werden, ob es sich nur um einen Jugendlichen handelte der in eine schlimme Situation geraten war, oder um ein Monster das aktiv Kinder jagte um sie zu entf¨¹hren. Ich jedoch hatte gro?e Angst. Das Konzept ''Missbrauch'' war f¨¹r mich immer noch abstrakt, aber es machte mir trotzdem Angst. Und ein Teenager war f¨¹r mich schon eine einsch¨¹chternde Figur, also war es egal, ob der Brief ¨¹ber den Nachbarn oder seine S?hne sprach. Denn das war es ja, es war nicht irgendein einsamer, gruseliger alter Mann, der in das Haus einzog. Es war eine Familie. Eine Mutter, ein Vater und zwei Jungs im Teenageralter. Und noch mehr Familienmitglieder kamen ?fter zu Besuch, wie ein paar Gro?eltern, oder eine junge Frau mit einem Baby. Ich wusste das, weil mein Zimmer genau gegen¨¹ber von diesem Haus lag und mein Schreibtisch unter dem Fenster stand. Ich habe mich oft gefragt, wer die b?se Person sein sollte. Denn alles was ich je beobachten konnte, waren Menschen, die mit einem L?cheln jene begr¨¹?ten, die ich f¨¹r Familienmitglieder hielt, und sie umarmten, wenn sie wieder gingen. Und die Jungs haben in der Garage Musik gemacht, der eine spielte Schlagzeug, der andere Gitarre. Der Schlagzeuger ¨¹bte ?fter und wiederholte dann immer wieder die gleichen Beats. Aber ich fand es nicht einmal st?rend. Dann eines Tages, war ich drau?en und ging mit meinem Kater spazieren. Als wir neu eingezogen waren, hatten wir unseren Katzen die Freiheit gegeben, nach drau?en zu gehen, weil kaum Verkehr, aber viel Natur um uns war. Bis unsere Main Coon Katze mit einem Hinken nach Hause kam, was sich als Schusswunde von einem Luftgewehr heraus stellte. Unser Vermieter nahm an, dass es ein Nachbarsjunge war, der daf¨¹r bekannt war, auf Eichh?rnchen zu schie?en. Also lie?en wir unsere Katzen nicht mehr frei herum laufen, sondern gingen mit ihnen an der Leine durch unseren gro?en Garten und manchmal auch um das Haus herum zum Vorgarten. An diesem Tag wollte mein Kater mehr vom Vorgarten erkunden, also ging ich mit ihm dorthin. The narrative has been taken without permission. Report any sightings. Die Nachbarn ¨¹bten wiedermal in der Garage. Es klang nett, und so blieb ich stehen und blickte in ihre Richtung, um zu zu h?ren. Zwischendurch stoppte die Musik. Wie ¨¹blich. Ich wartete darauf, dass sie fort fuhren. Sie trommelten zwar wieder weiter, h?rten aber kurz darauf wieder auf, und ich sah eine wei?e Gestalt in einem der Garagenfenster. Ich achtete nicht darauf, da ich auch aufpassen musste, dass mein Kater seine Leine nicht in einen Busch verhedderte. Die Musik ging weiter, also drehte ich mich wieder nach vorne, um weiter zu zu h?ren. Aber dann h?rte sie wieder auf und die wei?e Gestalt tauchte wieder auf. Und dann wurde mir klar, dass es ein Gesicht war, das mich ansah. Dann wurde eine Hand gehoben und die Person winkte mir zu. Ich bekam Angst. Ich winkte nicht zur¨¹ck. Stattdessen drehte ich mich zu meinem Kater um und fing an, ihn zu mir zu ziehen und mit ihm zu reden, als h?tten wir etwas Wichtiges zu tun, das ich fast vergessen hatte. Sobald ich ihn in meinen Armen hielt, drehte ich mich um und ging langsam zur¨¹ck in den Garten. Ich atmete schneller und dr¨¹ckte ihn eng an mich, sodass er ebenfalls nerv?s wurde. Sobald ich an der H?userecke ankam, wo der hintere Garten begann, rannte ich los. Ich st¨¹rmte auf unsere Veranda, schloss sie ab, ging durch unsere Hintert¨¹r ins Haus und schloss auch diese ab. Dann setzte ich mich mit dem Kater vor die T¨¹r und versuchte, mich zu beruhigen. Ich sp?hte zu den Fenstern, falls sich jemand dem Garten n?herte. Ich hatte solche Angst. In meiner ver?ngstigten Logik dachte ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte, mich den Nachbarn so alleine zu zeigen. Und zu ihnen r¨¹ber zu starren, als wollte ich sie kennen lernen. Worauf ich mich auch noch schuldig f¨¹hlte, weil ein kleiner Teil von mir das tat. Aber was, wenn einer der Jungen der T?ter war? Was, wenn er sich jetzt f¨¹r mich interessierte? Ich war damals erst 12, wurde aber oft f¨¹r ?lter gehalten, manche Erwachsene sch?tzten sogar bis 16. Aber ich war noch ein Kind. Und ich war an diesem Tag allein zu Hause. Ich wollte nicht, dass sie merkten, dass ich Angst hatte, um kein leichtes Ziel zu sein, weshalb ich erst los lief, als ich au?er Sichtweite war. Aber ich kam mir so dumm vor, ¨¹berhaupt stehen geblieben zu sein und der Musik zu zu h?ren. Die wie ich fest stellte, wieder angefangen hatte. So konnte ich mich endlich entspannen, blieb aber trotzdem bei den Katzen in der K¨¹che und ging nicht in mein Zimmer, weil ich nicht durchs Fenster gesehen werden wollte. Als meine Eltern sp?ter nach Hause kamen, erz?hlte ich ihnen von dem Vorfall. Mein Vater lachte tats?chlich dar¨¹ber und sagte, ich sei albern und ich h?tte einfach hin¨¹ber gehen und Hallo sagen sollen, als sie winkten. Ich sagte, dass ich das schon wegen des Katers nicht h?tte tun k?nnen. Er meinte, ich h?tte ihn ja mitnehmen k?nnen, aber ich argumentierte: ?Und wenn es b?se geworden w?re, was dann? Wenn ich k?mpfen oder weglaufen muss, wie soll ich den Kater besch¨¹tzen?'' Das war wirklich mein Gedanke, als ich mich wieder sicher durch die Anwesenheit meiner Familie f¨¹hlte. Ich war selbst in diesem Alter sehr gro? und ziemlich stark f¨¹r ein M?dchen. Aber nicht sehr selbstbewusst. Und ich sch?tze, ich musste meine Reaktion auch vor mir selbst verteidigen. Denn ein Teil von mir h?tte wirklich gerne die Leute kennen gelernt, die so sch?ne Musik machten, und ich h?tte einen Freund brauchen k?nnen, da ich niemanden hatte und in der Schule gemobbt wurde. Aber stattdessen vermied ich es, mir im Vorgarten Zeit zu lassen, oder zu zeigen, dass ich ihnen wieder beim ¨¹ben zuh?rte. Wir haben nie mit der Familie gesprochen und auch sonst nie etwas erfahren. Schon zwei Jahre sp?ter sind wir weggezogen. Wenn ich jetzt darauf zur¨¹ck blicke, verstehe ich meine kindische Reaktion. Aber ich bedauere auch die Familie, die von uns und der Nachbarschaft gemieden wurde, ohne jemals ihre Seite der geschichte erz?hlen zu k?nnen. Moral der Geschichte: Verschickt keine Warnungen, wenn ihr den Leuten nicht genau sagen wollt, vor wem und was ihr warnt, denn das verbreitet blo? Angst und Misstrauen! Sicheres Heim, Gl眉ck allein Diese vierte Geschichte passierte meiner Familie, als ich kurz vorm Abitur stand. Mein Bruder ist auf die gleiche Schule gegangen wie ich, da er nur ein paar Jahre j¨¹nger ist. Meine Eltern hatten in dieser Zeit beide feste Jobs, schafften es aber immer, uns nach dem Unterricht ab zu holen. Eines Tages brachte mein Vater meinen Bruder fr¨¹her nach Hause, da seine letzten beiden Stunden mangels Ersatzlehrer gestrichen wurden. Mein Vater fuhr ihn nur bis zum Haus und dann weiter, als er ihn mit seinem Schl¨¹ssel die T¨¹r ?ffnen sah. Ungef?hr zwei Stunden sp?ter war mein Unterricht vorbei und meine Eltern holten mich ab, um nach Hause zu fahren. Als wir hinein gingen, wollte ich etwas aus dem Wohnzimmer holen, das zur Stra?e lag. Ich war ¨¹berrascht den Kosmetikkoffer meiner Mutter ge?ffnet auf dem Boden stehen zu sehen. Ich scherzte mit meinem Vater, dass mein Bruder ihn benutzt und vergessen haben k?nnte, ihn weg zu r?umen. Dann h?rten wir meine Mutter schreien. Sie wollte sich im Elternschlafzimmer, was zum Garten ging, umziehen und sah, dass dort eingebrochen worden war. Das Fenster stand noch offen, die Schr?nke waren durchw¨¹hlt, die Schubladen heraus gezogen. Als meine Mutter merkte was passiert war, rief sie nach meinem Bruder. Wir drei waren angespannt, dann aber erleichtert, als mein kleiner Bruder die Treppe runter kam und wissen wollte, was los sei. Mein Vater fragte ihn nach dem Kosmetikkoffer, ob er ihn nach Hause kommend gesehen oder etwas Ungew?hnliches bemerkt h?tte. Aber er war schnurstraks auf sein Zimmer gegangen, um Hausaufgaben zu machen und Musik zu h?ren. So eine Verletzung der Privatsph?re ist be?ngstigend, sag ich euch. Meine Eltern riefen die Polizei und gingen nach drau?en, um auf sie zu warten und auf zu passen. Beide rauchten. Ich hatte meine Eltern nicht mehr rauchen sehen, seit ich im Kindergarten war, wusste nicht einmal, dass sie Zigaretten im Haus hatten. Dass sie so ersch¨¹ttert waren, hat mich nur noch mehr ver?ngstigt. Mein Bruder blieb an meiner Seite, nachdem sich auch bei ihm das ungute Gef¨¹hl einstellte, dass er vielleicht alleine mit den Einbrechern im Haus war. Er war gerade 14 Jahre alt und nicht sehr gro? oder kr?ftig. Wir hatten damals auch f¨¹nf rein domestizierte Hausk?tzchen. Wir machten uns Sorgen, ob sich eine durch das offene Fenster hinaus gewagt hatte, da wir sie nicht alle sofort fanden. Aber zum Gl¨¹ck waren alle noch da. Als die Polizei eintraf, taten sie leider wenig um uns zu beruhigen. Die Diebe hatten nicht viel gestohlen, nur zwei Armbanduhren die mein Vater am Nachttisch aufbewahrte, also schloss die Polizei, dass sie gest?rt worden sein mussten, da keiner der anderen R?ume ber¨¹hrt zu sein schien. Sie erz?hlten uns von einer Bande die in der ganzen Stadt Einbr¨¹che ver¨¹bte und normalerweise einen Sp?her an der Front des Hauses aufstellte, nachdem sie ¨¹ber die G?rten eingedrungen waren. Weshalb der Kosmetikkoffer im Wohnzimmer stand. Sobald die Diebe einstiegen, schnappte sich einer etwas, das Wertsachen verstecken k?nnte, und ging nach vorne, um nach Leuten Ausschau zu halten, die nach Hause kamen. Sie m¨¹ssen gesehen haben wie mein Vater an der Auffahrt vorgefahren ist, und die anderen gewarnt haben weg zu laufen, ehe mein Bruder herein kam. This novel''s true home is a different platform. Support the author by finding it there. Es hat uns trotzdem Angst gemacht. Was w?re gewesen, wenn der Sp?her geblieben w?re, um zu sehen, dass nur ein kleiner Junge nach Hause kam? Jemand, um den man sich leicht k¨¹mmern k?nnte. Oder was w?re, wenn die Einbrecher bereits oben durch unsere Zimmer gegangen w?ren und nicht h?tten fliehen k?nnen, bevor mein Bruder herein kam. H?tten sie ihn angegriffen? Vielleicht sogar get?tet? Der Gedanke besch?ftigte und ver?ngstigte meine Familie, besonders meine Mutter. Sie ¨¹berlegte sogar, ihren Job zu k¨¹ndigen, um das Haus zu bewachen. Sobald die Polizei weg war, ging mein Vater also in den Baumarkt, um Sicherheitsverschl¨¹sse f¨¹r die Fenster zu kaufen, und uns ein Gef¨¹hl der Sicherheit zur¨¹ck zu geben. Er informierte den Vermieter, der zum Gl¨¹ck zustimmte, die Kosten zu ¨¹bernehmen. In der Nacht fragte mein Bruder sogar, ob er trotz seines Alters bei mir im Zimmer schlafen k?nne. Am Ende haben wir eine Art Pyjamaparty gemacht, lasen Comics, erz?hlten Geschichten, h?rten die halbe Nacht Musik, bis er einschlief. Ich hatte sogar meine T¨¹r offen gelassen, um die Katzen herein zu lassen, und zwei von ihnen schliefen schlie?lich zwischen uns (sie durften normalerweise nicht in mein Zimmer, weil ich Allergien hatte, aber eine Nacht schadete nicht, wenn ich danach die Bettw?sche wusch). Meine Eltern lie?en uns die Wahl, am n?chsten Tag zu Hause zu bleiben, aber wir schlugen es aus. Wir wollten nicht, dass unsere Mutter ihren Job k¨¹ndigte oder ?rger bekam, weil sie weg blieb. Aber wir wollten auch nicht alleine im Haus sein. Die Polizei hat die R?uber trotz zahlreicher Einbr¨¹che nie gefasst. Und obwohl ich am n?chsten Tag einen Handschuh im Garten fand und wir dies meldeten, machte sich die Polizei nicht einmal die M¨¹he, ihn ab zu holen. Sie sagten, wir k?nnten ihn vorbei bringen, aber es w¨¹rde dem Fall nicht viel helfen. Sie haben auch nie nach Fingerabdr¨¹cken gesucht. Danach verbrachten ich und mein Bruder unsere Freistunden damit, Hausaufgaben in der Schulkantine zu machen, anstatt alleine nach Hause zu gehen. Das war ¨¹brigens in Belgien. Nicht um zu sagen, dass andere Polizei besser w?re, es war nur die einzige Begegnung, die wir je mit ihr hatten, und es war damals nicht gerade f?rderlich f¨¹r unser Vertrauen in den staatlichen Schutzdienst. Es k?nnte jeder sein Diese f¨¹nfte Geschichte passierte einem M?del, mit dem ich zur Therapie ging. Da man keine pers?nlichen Informationen aus solchen Sitzungen weiter geben darf, kann ich nicht mehr ¨¹ber die beteiligten Personen sagen. Aber es war eine aufrichtige Geschichte, und das M?del war wegen Paranoia und Angstst?rungen in Behandlung. Der Grund warum sie dort gelandet war, lag darin, dass sie vor einigen Jahren von jemandem gestalkt wurde. Meistens hatte sie einfach ein ungutes Gef¨¹hl, als w¨¹rde sie von fremden Augen beobachtet. Und f¨¹r einige Zeit dachte sie, dass sie verr¨¹ckt sein muss. Aber dann fingen ihre Freunde an, sie nach einem Mann zu fragen, den sie manchmal in ihrer N?he bemerkten. Er wartete vor den Geb?uden, in dem sie sich befand, wie Restaurants oder dem Friseur. Folgte ihr zur U-Bahn. Immer knapp au?er Sicht, zu weit entfernt, um ihn zu identifizieren, und verschwande sobald man anfing, ihn zu beobachten. Sie bat die Polizei um Hilfe, aber die sagten, solange sie nicht einmal wei?, wer es war oder wie er aussah, k?nnten sie nichts tun. Und dann kamen die Einschl?ge n?her. Ihr M¨¹ll wird durchw¨¹hlt. Post wurde gestohlen. Blumen verschwanden von ihrem Balkon (es war nur Erdgeschoss, aber trotzdem...). Auch hier konnte niemand sagen, wer es getan hatte, oder ein Muster finden, wo oder wann die Person als n?chstes zuschlagen w¨¹rde. Das M?del war sehr ver?ngstigt und zog in eine andere Wohnung. Eine bezahlbare Einzimmerwohnung. Zuerst schien sie dort etwas Ruhe zu finden. Doch eines Tages passierte etwas. Sie war sp?t von der Uni nach Hause gekommen, hatte ihren Mantel aufgeh?ngt, ihren Rucksack neben den Tisch gestellt und war vor dem Zubettgehen duschen gegangen. Zum Entspannen. Aber als sie ins Zimmer zur¨¹ck kam, bemerkte sie, dass etwas nicht stimmte. Die Angst kroch wieder in ihren Kopf. Also fing sie an, sich um zu sehen. ?ffnete einen Schrank. Um ihn leer vor zu finden. Und sie erstarrte. Stand einige Minuten still da, innerlich schreiend. Dieser Schrank enthielt einige ihrer privatesten Sachen. Eine Kiste voller Fotos, alter Tageb¨¹cher, Sammelalben aus dem Urlaub mit Freunden. Alles weg. Sie rief die Polizei. Sie konnten keinen Einbruch finden, fragten, ob sie sicher sei, dass sie die T¨¹r abgeschlossen habe, ob sie sicher sei, dass die Sachen nicht einfach verlegt seien. Sie f¨¹hlte sich so hilflos und ver?ngstigt. Sie verbrachte diese Nacht im Haus ihrer Mutter. Keine zwei Tage sp?ter halfen ihr Freunde, ihre Sachen zu ihrem Freund zu bringen. Er versprach sie zu besch¨¹tzen. Kaufte Sicherheitsschl?sser f¨¹r die Wohnung, obwohl es ihn extra kosten w¨¹rde, wenn sie mal ausziehen w¨¹rden (gro?e L?cher in die Wohnungst¨¹r zu bohren, um spezielle Schl?sser ein zu bauen, ist nicht gerade das, wovon Vermieter in meinem Land begeistert sind), und bekam sogar Sicherheitsschnapper f¨¹r die Fenster. Er stellte sicher, dass er sie nach der Uni abholte und sie zu ihren Terminen begleitete. Aber rund um die Uhr konnte er trotzdem nicht da sein, beide hatten Nebenjobs, um ihr Studium zu finanzieren. Also blieb ihre Angst und sorgte daf¨¹r, dass sie immer nachpr¨¹fen musste, dass ihr Zuhause sicher war, wenn sie zur¨¹ck kam. Also Schuhe und Jacke nicht direkt ausziehen, jedes Zimmer betreten, jeden Schrank ?ffnen, immer den Duschvorhang zur¨¹ck gezogen halten, unters Bett schauen. Und dabei die Schl¨¹ssel wie Krallen in der Hand halten. Immer auf dem Sprung. Und eines Tages lief das Fass ¨¹ber. Das M?del war allein zu Hause und schlief aus. Ihr Freund hatte die Jalousien runter gelassen, damit sie nicht von der Sonne gest?rt w¨¹rde. Es war ein warmer Tag, also wachte sie langsam und schl?frig auf. Blinzelte zu den Jalousien hin. Zu einem Schatten. Einer Gestalt vor dem Fenster. Einem Augenpaar, das sie anstarrte. Ihr Herz blieb fast stehen. Sie griff nach ihrem Telefon auf dem Nachttisch und versteckte sich unter der Decke, wie ein kleines Kind, das Angst vor Monstern hat. Rief panisch ihren Freund an und wiederholte hektisch fl¨¹sternd: ?Er ist da! Er ist hier! Er steht vor dem Fenster, er sieht mich an! Bitte komm schnell!¡° This text was taken from Royal Road. Help the author by reading the original version there. Es fiel ihr schwer zu sprechen, da ihre Z?hne klapperten, w?hrend ihr ganzer K?rper vor Angst zitterte. Und die ganze Zeit sp?hte sie durch ein kleines Loch, zwischen den Falten der Decke hindurch. Zu diesen Augen, die sie anstarrten und kaum blinzelten. Ihr Freund versuchte, sie zu beruhigen, versuchte, ihr bei zu stehen, brachte einen Kollegen dazu, die Polizei zu rufen, damit er nicht auflegen musste, und beeilte sich, nach Hause zu kommen. Sie weinte und betete darum, dass der Mann gehen sollte, voller Angst, er k?nnte vielleicht das Fenster einschlagen und herein kommen. Und dann erinnerte sie sich, dass er doch scheinbar schon einmal einen Schl¨¹ssel f¨¹r ihre Wohnung benutzt hatte. Und dass die T¨¹ren von ihrem Freund von au?en verschlossen, aber nicht verriegelt waren. Sie war so in Panik, dass sie nicht einmal mehr vern¨¹nftig sprechen konnte. Als sie also ein paar Tr?nen weg wischte, um nochmal nach zu schauen, nur um fest zu stellen, dass der Mann weg war, stie? sie ein Kreischen aus und erschreckte ihren Freund. Er fragte sie, was passiert sei, aber sie war schreiend aufgesprungen und flehte: ?Nein, nicht, bitte nicht!¡°, w?hrend sie zur Haust¨¹r rannte und sich dagegen warf, als wolle sie eine einfallende Armee aufhalten. Winselnd schlo? sie die Riegel, suchte mit den Augen nach Hinweisen auf einen Eindringling, w?hrend sie daran dachte, dass sie sich vielleicht gerade mit ihm eingeschlossen hatte, wenn er schon drinnen war. Panisch bewaffnete sie sich mit einem Stuhl und begann, die Wohnung so zu erkunden, wie sie es nach ihrer R¨¹ckkehr tun w¨¹rde, ?ffnete jede T¨¹r und jeden Schrank, sogar den W?schekorb und Kisten, in die nur ein Kind passen w¨¹rde. Als sie wieder im Schlafzimmer war und unter dem Bett nach sah, h?rte sie ihren Freund aus dem Telefon schreien, das sie fallen gelassen hatte. Sie versuchte, ihre Situation zu erkl?ren, als es laut an der T¨¹r klopfte und sie erneut vor Angst aufschrie. Dann ein weiteres Klopfen, lauter, aggressiver. Sie war so ver?ngstigt, dass sie am Liebsten auf und davon gerannt w?re. Es wurde weiter geklopft und geschrien, ein lauter, w¨¹tender Mann schrie, und sie hatte solche Angst... Aber schlie?lich h?rte sie ihren Freund am Telefon, wie er rief: ?Liebling, ich bin es! Ich und die Polizei, du musst uns reinlassen!¡° Immer noch v?llig ver?ngstigt fragte sie: ?Aber woher wei? ich, dass du es bist?¡° Er versuchte sie zu beruhigen und sagte schlie?lich: ?Ich bin am Fenster zum Wohnzimmer! Komm gucken!¡° Also ging sie zur¨¹ck ins Wohnzimmer, und als sie ihren Freund vor dem Fenster stehen sah, konnte sie sich endlich ein wenig beruhigen und die Riegel der T¨¹r ?ffnen. Nur um weinend in seinen Armen zusammen zu brechen, als er endlich mit der Polizei herein kam. Ihr Freund versuchte ihr zu helfen. Sie zu beruhigen. Versicherte ihr, dass sie in Sicherheit war. Aber sie konnte ihm nie wieder glauben. Es war nicht seine Schuld, aber die ganze Situation f¨¹hrte schlie?lich dazu, dass sie sich trennten. Ihre Noten waren bereits schlechter geworden und sie konnte ihr Studium nicht fortsetzen. Sie wurde weit weg von ihrer Stadt in eine psychiatrische Klinik gebracht, und da konnte sie sich endlich wieder sicher f¨¹hlen. Inzwischen war sie in ein anderes Bundesland gezogen, hat einen anderen Beruf ergriffen. Hatte immer noch ein paar alte Freunde, aber die besuchten sie nur gelegentlich, und in den ersten anderthalb Jahren traf sie sie, wann immer sie sie besuchten, nur an ?ffentlichen Orten und achtete darauf, danach einen komplizierten Weg nach Hause zu w?hlen. Aber das Trauma hat sie nie wirklich verlassen, und so war sie, als es wieder Zeit f¨¹r eine Behandlung war, in dasselbe Institut gekommen, in dem ich war. Sie hat uns ihre Geschichte erz?hlt, und es hat die meisten von uns zutiefst ersch¨¹ttert. Sogar die M?nner in der Gruppe, ziemlich stark aussehende Typen, waren sich einig, dass so ein Stalker sie ebenfalls ausflippen lassen w¨¹rde, und waren froh, dass das M?del kein schlimmeres Schicksal erleiden musste. Sie weinte noch etwas und sagte, wie sehr sie ihre pers?nlichen Sachen vermisse. Die alten Bilder mit ihrer Familie, einige Originale, von denen niemand eine Kopie oder ein Negativ hatte. Was sie immer noch nicht los lie? war das: Sie haben nie heraus gefunden, wer der Stalker war. Die Polizei fand keine Spur, keiner ihrer Freunde oder Familie hatte eine Vermutung, und sie kann sich immer noch nicht erkl?ren, wie oder warum jemand sie w?hlen w¨¹rde. Blo? ein durchschnittliches M?dchen, keine Ber¨¹hmtheit, sie war nicht mal in der Schule beliebt. Aber die Polizei sagte ihr, dass es in den meisten F?llen tats?chlich um zuf?llige Personen ging, die jemanden verfolgten, den sie kaum kannten. Wie ein Nachbar, ein Kollege, der Verk?ufer in einem ?rtlichen Gesch?ft... Es h?tte jeder sein k?nnen, schloss sie. Einfach jeder.